// Fahrbericht / Suzuki Swift 1300 DDIS

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Suzuki Swift 1300 DDIS

Auch mit dem 75 PS Diesel ist der Swift ein ganz flottes Kerlchen, nur der Sprint auf 100 dauert mit 13,7 Sekunden ganz schön. Ansonsten zieht er gut durch und dreht zügig hoch, wird dabei aber auch recht laut. Vor allem bei seiner Topspeed von 165 km/h haben wir einen sechsten Gang vermisst, ansonsten arbeitet die Schaltung richtig knackig. Mit 4,5 Litern im Mix und nur 120 g/km CO2-Ausstoß kommt auch die Umwelt nicht zu kurz. Die Bremsleistung ist dank innenbelüfteter Scheibenbremsen vorn gut, lässt aber etwas nach, der Fahrkomfort ist trotz der sportlichen Gene okay, Querrillen lassen aber das Fahrwerk poltern. Der 5-Türer startet bei 14.900,- Euro.

Auch in der Normalversion macht der Suzuki Swift eine sportliche Figur, mit markant ausgestellten vorderen Radläufen, einer schwungvollen Frontschürze die sich über die gewölbten Scheinwerfer und Motorhaube zur eher steil und geradlinig aufragenden Frontscheibe zieht.

Geradlinig verlaufen auch die sich nach hinten verjüngenden Seitenfenster, der schwungvolle Aufwärtsknick an der C-Säule bleibt auch beim Fünftürer erhalten, der sich mit echten Türgriffen in Wagenfarbe schmückt.

Das Heck trägt die bekannt bullige Swiftoptik, und auch der Diesel hat in der Heckschürze mit dem dezent angedeuteten Diffusor eine verchromte, dicke Auspuffblende. Die Veränderungen, z.B. an den Scheinwerfern und am Grill entdeckt man nur im direkten Vergleich.
Natürlich ist auch der Innenraum bei der Selbstzünderversion ganz wie gewohnt, und so verhindert auch hier die riesige Kopffreiheit dass eine sportliche Atmosphäre entsteht. Dafür haben auch große Fahrer keine Platzprobleme.

Das griffige Lederlenkrad hat zwei schicke Alu-Applikationen, dieauch in der Türverkleidung und rund um den Schalthebel wieder auftauchen. An der Mittelkonsole ist eine zur Zeit sehr modische glänzend schwarze Zierleiste verbaut, die leider sonst nirgends mehr auftaucht.

Der Rest ist ganz so, wie wir den Swift kennen, die Bedienung ist kinderleicht, alles ist gut erreichbar, leider sind die Tasten im Lenkrad nicht beleuchtet und selbiges nur in der Höhe verstellbar. Die Sitze sind ausreichend groß und bequem, Platz ist reichlich vorhanden, auch auf der Rückbank. Die Materialanmutung wirkt an manchen Stellen etwas einfach. Dank der vier Türen gelingt der Ein- und Ausstieg vorne wie hinten bequem.

Die guten Raumverhältnisse innen, die begleitet werden von vor allem hinten zu wenigen Ablagen, gehen im Kofferraum etwas verloren. Die 201 Liter Ladevolumen verlangen häufiger mal nach der Umlegemöglichkeit der Rücksitze, wodurch sich eine ebene Ladefläche und 494 Liter Volumen (bis Unterante Fenster) bzw. 870 (dachhoch) ergeben. Der flexible Gepäckraumzwischenboden ist neu.
Wie seine Benziner-Kollegenmacht auch der Diesel-Swift in Sachen Fahrkomfort eine gute Figur. Das Fahrwerk bietet ausreichend viel Komfort und gestattet doch auch richtig sportliche Fahrweisen, geht dann willig um die Ecken und selbst im Slalom zeigte er sich richtig sportlich.

Dabei bleibt er in praktisch jeder Lage gutmütig, folgt willig der ausreichend straffen und direkten Lenkung. Das leichte Untersteuern (Schieben über die Vorderräder) kommt auch dem ungeübten Fahrer bei schnellerer Kurvenfahrt entgegen.

Eher sportlich gibt sich der Swift auch beim Überfahren von Querrillen oder Schlaglöchern, sie lassen das Fahrwerk ordentlich poltern.

Die Bremsanlage mit ABS, vorn innenbelüfteten Scheibenbremsen und Trommelbremsen hinten sowie elektronischer Bremskraftverteilung spricht schnell an und lässt sich fein dosieren, bei unseren Belastungstests leuchtete aber nach der ersten Vollbremsung aus Tempo 100 zum Stillstand erst mal lange Zeit die TCSS-Kontrollleuchte (Traktionskontrolle).

Auf die weitere Bremsleistung hatte das keinen Einfluss, mit Quietschenund Rubbeln stand der Swift nach rund 38 Metern, mit zunehmend heißen Bremsen wurde der Weg aber gut zwei Meter länger.

Auch der neue Diesel-Motor im Suzuki Swift tut dem Komfortanspruch keinen Abbruch, im Alltag läuft der kleine Vierzylinder dezent kernig. Das ändert sich erst wenn er voll gefordert wird oder auf der Autobahn lange Etappen flott bewältigen muss. Schon ab Tempo 100 wird er recht laut, jenseits der Tempo 130 kann das auch schnell unangenehm werden, besonders bei seiner Höchstgeschwindigkeit von 165 km/h haben wir dann doch den fehlenden sechsten Gang vermisst.

Übrigens der einzige Schwachpunkt des Schaltgetriebes, dessen fünf Vorwärtsgänge sich sehr schön bedienen lassen, auf exakten und kurzen Wegen gleitet der Schalthebel angenehm straff und ohne den meist üblichen Holperer über die Leerlaufstellung. Erstaunlich lange dauert es bei richtig kalten Außentemperaturen bis der kleine Selbstzünder zum Anlassen bereit ist.

Trotz der eher kurz übersetzten unteren Gänge vergehen 13,7 Sekunden bis der 1,3 LiterCommon-Rail-Direkteinspritzer den Swift auf Tempo 100 beschleunigt hat, die 55 kW/75 PS können halt nicht zaubern. Trotzdem ist der kleine Japaner keineswegs langsam, der Motor dreht zügig hoch und zwischen 1.750 und 2.250 Umdrehungen liegen 190 Nm Drehmoment an, die dem DDIS sehr gute Durchzugswerte bescheren. So geht es im dritten Gang in nur 7,9 Sekunden von 60 auf 100 und in 11,8 Sekunden im vierten von 80 auf 120 km/h.

Dabei zeigt sich das derzeit leider nur in Euro4 eingestufte Aggregat mit 16-Ventil-Technik mit 5,5 Litern in der Stadt und 4 Litern außerorts von seiner sparsamen Seite. Unsere Normstrecke hat der Swift DDIS mit 4,5 Litern im Mix absolviert, der CO2-Ausstoß ist mit 120 g/km ebenfalls erfreulich niedrig und ein Dieselpartikelfilter ist natürlich serienmäßig. Wer seinen Diesel-Swift gerne flotter bewegt, braucht im Mix gerne mal 6,5 Liter.

Neben Dreipunkt-Sicherheitsgurten vorne mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern sorgen Front- und Seitenairbags für die vorderen Sitzplätze sowie Vorhangairbags vorne und hintenfür Ihre Sicherheit, auch ISOFIX zur Kindersitzbefestigung ist Serie.

Den Suzuki Swift 1300 DDIS bekommen Sie in zwei Ausstattungsversionen, als Club für 14.900,- und als Comfort für 16.400,- Euro, jeweils in der fünftürigen Version. Als Dreitürer kostet der Wagen jeweils 600,- Euro weniger.

Dabei hebt sich die Comfort-Variante noch durch eine erweiterte Grundausstattung ab. Hier sind neben Klimaanlage, Servolenkung, el. Fensterheber vorn, höhenverstellbarem Fahrersitz, geteilt umlegbare Rücksitzlehne, Multifunktionsdisplay, Drehzahlmesser, höhenverstellbares Lenkrad, Radiovorbereitung mit vier Lautsprechern, getönten Scheiben, Heckscheiben-Heizung und –Intervall-Waschanlage sowie Zentralverriegelung, die bereits im Club enthalten sind, auch noch Keyless Start, el. verstell- und beheizbare Außensiegel, Nebellampen, Alufelgen, MP3-fähiges CD-Radio mit sechs Lautsprechern und ein Lederlenkrad mit an Bord.

Metallic-Lack steht mit 325,- Euro in der Aufpreisliste und die Einstufung in die Versicherungsklassen lautet VK 21, TK 16 undHPF 18. Die Garantie inkl. Mobilitätsgarantie gilt drei Jahre bzw. 100.000 km, dazu 12 Jahre gegen Durchrostung. Alle 15.000 km bzw. einmal pro Jahr verlangt der Swift nach einer Inspektion bzw. einem Ölwechsel.

Stand: April 2009, Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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