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Neuer Familienzuwachs: Ford Grand C-MAX

Die neue Generation Ford C-MAX startet nun in zwei Karosserievarianten durch und bietet dem Kunden neben der bisher bekannten fünfsitzigen Ausführung jetzt auch die Möglichkeit über sieben Sitze zu verfügen. Doch die Alternative Ford Grand C-MAX ermöglicht nicht nur diese Option, zusätzlicher Raum dank verlängertem Radstand, das clevere Sitzkonzept und zwei Schiebetüren sorgen für optimale Flexibilität. Flexibel gibt sich auch das Fahrwerk und die Lenkung, je nach Bedarf sportlich straff oder komfortabel. Dazu gesellt sich eine briete Motorenpalette und eine umfangreiche Grundausstattung. Je nach Bestuhlung passen nur magere 56 oder üppige 1.742 Liter in den Gepäckraum.

Die moderne und absolut gelungene „Ford kinetic Design“-Formensprache zeichnet den C-MAX sowie den Grand C-MAX aus, dennoch präsentieren sich beide Varianten eigenständig. Während der Fünfsitzer nicht nur konzeptionell sondern auch optisch Sportlichkeit mit Flexibilität perfekt verbindet, zeigt sich der große Bruder etwas konventioneller und ist auf perfekte Familientauglichkeit zugeschnitten.

Was aber nicht heißt, dass er völlig sein dynamisches Design einbüßt. Im Gegenteil, die markant gezeichnete mit dynamischem Schwung versehene Front teilen beide Karosserievarianten, ebenso die muskulös geformten Radläufe.

Die seitlichen Schiebetüren des Grand C-MAX stellen gegenüber den klassischen Türen des C-MAX einen großen Unterschied dar, diesen entdeckt manch einer allerdings nur bei genauerem Hinsehen, dass es sich um Schiebetüren handelt, fällt kaum auf.

Die dagegen weniger flach abfallende Dachlinie und die gerade verlaufende Fensterunterkante sowiedie anders gestaltete Heckklappe stellen wiederum eine deutliche Differenzierung der Modelle dar.

Der Innenraum des Grand C-MAX bietet verständlicherweise mehr Raum als sein kleinerer Bruder und zudem die Option über zwei zusätzliche Sitze zu verfügen. Wer darauf nicht zurückgreifen muss oder möchte, dem steht dagegen mehr Nutzraum zur Verfügung. Bevor wir uns diesen sowie das neue Sitzkonzept etwas näher ansehen, wollen wir uns erst mal dem Cockpit widmen.

Dieses unterscheidet sich von dem des „normalen“ C-MAX nicht und sorgt mit einer raffinierten Linienführung, großflächigen silberfarbenen Applikationen und schicken Chrom- und Klavierlackakzenten für ein sportliches Ambiente. Die Qualität der verwendeten Materialien ist ebenso gut wie die der Verarbeitung. Diesem Eindruck entspricht auch das angenehm dicke und gut in der Hand liegende Lederlenkrad sowie die groß dimensionierte Instrumenteneinheit, die neben zwei klassischen Rundinstrumenten über ein gut einsehbares Display verfügt. Ein weiteres Display finden wir am oberen Ende der Mittelkonsole, es handelt sich dabei um einen weiteren Teil des Bedienkonzeptes Human Machine Interface (HMI).

Für ein Fahrzeug dieser Klasse bietet Ford ein sehr vorbildliches Gestühl, das nicht nur großgewachsenen Personen Platz bietet, sondern alle Insassen dank vorbildlichem Seitenhalt wohl umschmeichelt. Auch in der zweiten Reihe erwarten uns gute Einzelsitze, die auch Passagiere jenseits der 1,80 Meter noch gut aufnehmen.

Nur der Mittelsitz kann hier nicht mithalten, bietet aber dafür den Vorteil, dass er spielerisch und einfach unter der Sitzfläche des rechten Sitzes zu verstauen ist. Der dadurch entstehende Durchgang zu den Plätzen 5+6 (beivoller Nutzung 6+7) ermöglicht es auch Erwachsenen ohne Mühe dorthin zu gelangen, wie gewohnt ist diese Sitzreihe jedoch nur für kleinere Passagiere wirklich geeignet.

Das flexible Sitzsystem „FoldFlatSystem“ bietet allerdings noch weitere Variationsmöglichkeiten, so können die zwei Außensitze der mittleren Reihe nach Wegklappen des Mittelsitzes, weiter nach hinten und mittig justiert werden, was mehr Platz rundum zur Folge hat.

Der mit angenehm niedriger Ladekante und elektrisch bedienbarer Heckklappe leicht und gut zu erreichende Kofferraum bietet je nach Bedarf von zu vernachlässigenden 56 über 439 bis hin zu üppigen 1.742 Liter.

Die heutige Generation „Ford“ begeistert mit einer Fahrwerkskombination aus agilem Fahrverhalten und angenehmem Komfort. Diesem Beispiel folgt auch die neue C-MAX-Modellfamilie und baut diese durch eine optimierte Schwertlenker-Hinterachse wie auch den vorderen Fahrwerksrahmen weiter aus. Dank des neuen „Torque Vectoring Control“-Systems bietet der C-MAX sowie der Grand C-MAX dem Fahrer perfekte Agilität und ein müheloses Handling. Selbst im Grenzbereich lässt sich das Fahrzeug spielerisch und gutmütig manövrieren. Selten hatten wir in einem „Familienfahrzeug“ beim Kurvenritt so viel Spaß. Andererseits meistert der treue Begleiter auch schlecht ausgebaute Straßen ohne die Insassen groß davon in Kenntnis zu setzen. Einfach eine perfekte Mischung.

Diese ist auch bei der elektrischen Servolenkung EPAS (Electric Power Assist Steering) gegeben. Wunderbar präzise und je nach Situation im Stadtverkehr z.B. angenehm leichtgängig, bei flotterer Kurvenhatz dagegen knackig straff, bietet sie stets die Rückmeldung, die man braucht.

Einen verlässlichen Eindruckhinterlies auch die Zweikreis-Bremsanlage mit hydraulisch betätigten Scheibenbremsen rundum, wobei sie vorn innenbelüftet sind. Ein Vakuum-Bremskraftverstärker mit elektronisch gesteuertem 4-Kanal-ABS inklusive elektronischer Bremskraftverteilung runden das Paket perfekt ab.

An der nötigen Motorenauswahl mangelt es den neuen C-MAX-Modellen wahrlich auch nicht, ob Benziner oder Diesel, mit einem Leistungsspektrum von 77 kW (105 PS) bis 134 kW (182 PS) dürfte für jeden das Richtige dabei sein.

In beiden Lagern hat sich einiges getan, neue EcoBoost-Aggregate und Selbstzünder mit gesteigerter Leistung bei reduziertem Verbrauch und optimierten Abgaswerten. Die Duratorq TDCi-Motoren mit 1,6 oder 2,0 Litern Hubraum sorgen ohnehin für absoluten Fahrspaß, neben dem neuen 95 PS starken Einsteiger, ist die Zweiliter-Duratorq TDCi-Variante nun in zwei Leistungsstufen von 140 und 163 PS erhältlich.

Der neue Ford ECO-Mode ist dabei wie auch die Schaltempfehlungsanzeige serienmäßig mit an Bord und hilft den möglichen Mixverbrauch von 5,3 Liter zu erreichen. Wer sein Fahrzeug mit dem Automatik-Getriebe kombiniert, muss mit einem halben Liter mehr rechnen. Und die Abgas-Emissionen liegen hier bei 154 g/km gegenüber 139 g/km bei der Version des Handschalters.

Die 163 PS-Variante sorgt dank einem kraftvollen Drehmoment von 340 Nm, das bereits von unten heraus parat steht, dafür, dass das Familienvehicle in 9,2 bzw. 9,8 Sekunden je nach Getriebewahl von Null auf Tempo 100 beschleunigt. In der Topspeed nimmt das manuelle Getriebe der Automatik gerade mal ein km/h und zieht souverän bis 205 km/h hoch.

Das FordPowerShift-Automatik-Getriebe ist allerdings ausschließlich den Dieselmotoren vorbehalten undverlangt gegenüber dem tollen und exakt geführten 6-Gang-Handschalter einen Aufpreis von 1.750,- Euro.

In diesem Segment leider durchaus noch nicht die Regel, aber erfreulicherweise in der neuen C-MAX-Baureihe verbaut, das sehr gut geschnürte Sicherheitspaket. Es umfasst nicht nur ESP, ABS inklusive der elektronischen Bremskraftverteilung (EBD) und Kurvenbremskontrolle, sondern auch einen Sicherheits-Bremsassistenten (EBA), eine elektronische Bremsenvorspannung (EBP), einen Notbremsungswarner, die Antriebsschlupf-Regelung (ASR) mit Motordrehmoment-Kontrollsystem und aktivem Bremseingriff, eine hydraulische Hinterachs-Bremsunterstützung, Motorschleppmoment-Kontrolle, Torque Vectoring Control, integrierte Überroll-Prävention und eine Anhänger-Stabilisierung.

Das erweiterte Intelligente Sicherheits-Systems IPS beinhaltet außerdem zahlreiche Rückhaltesysteme, zu denen einstufige Front-Airbags, Seiten-Airbags vorn wie aber auch Kopf-Schulter-Airbags für die ersten beiden Sitzreihen, eine Sicherheits-Lenksäule, 3-Punkt-Sicherheitsgurte für alle Sitzplätze, vorne inklusive nochmals effektiverer Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer sowie ein Gurtwarnsystem für alle Reihen und ISOFIX für die äußeren Plätze der zweiten Reihe zählen. Aber auch an die Fußgänger und dessen Schutz wurde gedacht und dementsprechend optimiert.

Zu den weiteren Neuheiten gehören, allerdings meist gegen Aufpreis und nicht für alle Ausstattungen erhältlich, die neue elektrische Tür-Kindersicherung, ein „Toter-Winkel-Assistent“ und der Einpark-Assistent, der das Fahrzeug automatisch in längs zur Fahrtrichtung liegende Parkplätze manövriert.

Der Einstiegspreis für den Grand C-MAX liegt bei 20.100,- Euro und somit1.500,- Euro über dem des fünfsitzigen Modells. Dabei soll voraussichtlich jedes zweite verkaufte Fahrzeug der Baureihe einem Grand C-MAX entsprechen. Das von uns näher unter die Lupe genommene Fahrzeug Grand C-MAX 2.0 l TDCi mit 120 kW / 163 PS startet ab 26.600,- Euro und verzichtet auf die Basisausstattung Ambiente.

So verwöhnt hier bereits die Version „Trend“ mit einem Audiosystem inkl. CD und Audio-Fernbedienung, Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern rundum, dem umfassenden Intelligent Protection System (IPS), Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Bordcomputer mit Verbrauchs- und Kilometerangaben, elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln, LED-Leselampen, einer herausnehmbaren Gepäckraumabdeckung, eine in Höhe und Weite justierbare Lenksäule sowie einem höhenverstellbaren Fahrersitz inkl. Lendenwirbelstütze.

Des weiteren hebt sich diese Ausstattung optisch mit Türgriffen in Wagenfarbe und Chrom-Dekors für den unteren Teil des Kühlergrills ab.

Für weitere zweitausend Euro erhalten Sie die Titanium-Version und die damit verbundenen Annehmlichkeiten wie z.B. das Audiosystem Sony mit 4,2-Zoll-Display und Mobiltelefon-Vorbereitung, eine automatische 2-Zonen-Klimaanlage, Ambientebeleuchtung vorn, Höhenverstellung und Lendenwirbelstütze für den Beifahrersitz, einen automatisch abblendenden Innenspiegel, Lederlenkrad und -schaltknauf, die Dachkonsole sowie die Ford Power-Startfunktion.

Die teils schon erwähnten Fahrerassistenz- und Komfortsysteme wie etwa die Geschwindigkeitsregelanlage mit Geschwindigkeitsbegrenzer, der Berganfahrassistent, Scheibenwischer mit Regensensor, Scheinwerfer-Assistent mit Tag/Nacht-Sensor, Reifendruckkontrollsystem und die elektrischeTür-Kindersicherung sind hier ebenso Serie, wie schicke 16-Zoll-Leichtmetallräder, ein vollständig in Chrom eingefasster Kühlergrill in „Klavierlack“-Optik, Nebelscheinwerfer und Zierleisten im Chrom-Dekor unter den Seitenscheiben.

Stand: Januar 2011; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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