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Volkswagen

Der PlusGolfPlus

Wem der Golf Plus zu gewöhnlich ist … der findet vielleicht am neuen CrossGolf Gefallen. Im Offroad-Anzug präsentiert er sich frisch und modern, allerdings steckt auch hinter der jüngsten Wolfsburger Kreation mehr Schein als Sein, denn auch wenn der CrossGolf zwei Zentimeter mehr Bodenfreiheit hat als der Golf Plus, auf dem er basiert, mehr als einen Feldweg sollten Sie ihm nicht zumuten. Auch innen gibt es einige spezielle Zutaten, dazu die Wahl zwischen zwei Benzinern und zwei Dieseln. Knackig ist die Sechsgang-Schaltung, sportlich straff das Fahrwerk, der Rest ist Golf Plus, also solide, praktisch, durchdacht aber nicht unbedingt aufregend. Und dazu kommt ein stolzer Preis …

Im Kern ist der CrossGolf nichts anderes als ein Golf Plus der um zwei Zentimeter höher gelegt wurde, mit sportlichen 17 Zoll Felgen und 225er Breitreifen bestückt und zudem in einen gelungenen Offroad-Anzug gesteckt wurde.

Neben der silberfarbenen Dachreling fallen vor allem die anthrazitfarbenen Einsätze an der Front wie am, Heck auf, die seitlich um die Radläufe und über die Seitenschweller umlaufen. Dazwischen sind vorne wie hinten ein Unterfahrschutz integriert, der aber rein optischen Zweckendient, ins Gelände sollten Sie mit dem CrossGolf nicht fahren.

Macht nichts, das tut ja selbst mit einem Offroader kaum jemand, und auf der Straße sieht der CrossGolf richtig gut aus und sticht, im Gegensatz zu seinen zivilen Brüdern, direkt aus der Menge hervor.

Das Cockpit ist natürlich auch aus dem Golf Plus, kann hier aber doch einige optische Akzente setzen. Das beginnt bei den groß dimensionierten Sportsitzen, die, straff gepolstert, nicht nur einen sehr guten Sitzkomfort bieten, sondern auch mit ihrer guten Ausformung besten Seitenhalt bis in den Schulterbereich generieren.

Damit man das auch sieht, sind die Mittelbahnen farblich abgesetzt und dieser Stoff taucht dann auch in den Türverkleidungen wieder auf. Was am Cockpit beim Golf Plus komplett in schwarzem Kunststoff gehalten ist, weißt bei CrossGolf schöne silberfarbene Applikationen auf. Wie bei VW nicht anders zu erwarten ist alles solide verarbeitet und macht einen hochwertigen Eindruck.

Zudem ist der CrossGolf an einer speziellen Plakette im Schaltknauf, den Türeinstiegsfolien mit „CrossGolf“-Schriftzügen, den Pedalkappen in robuster Aluminium-Optik sowie Fußmatten mit farblich abgesetzten Einfassungen zu erkennen.

Die Passagiere sitzen im CrossGolf vorne wie hintenhöher als im Golf Plus, daher ist der Überblick auch noch etwas besser, die Rundumsicht bleibt allerdings durch die breiten A-, B- und C-Säulen eingeschränkt.

Die Lehnen des Fahrer- und Beifahrersitzes tragen Klapptische und Ablagetaschen, unter den Sitzen befinden sich praktische Staufächer, dazu kommen zahlreiche Ablagen – auch dieser Golfableger ist vor allen Dingen praktisch. Ein nettes Detail dazu am Rande: Zwischen den beiden Getränkehalter in der Mittelkonsole zwischen den Sitzen ist ein herausnehmbarer Flaschenöffner eingebaut.

Praktisch zeigt sich auch der Kofferraum. Das Volumen variiert, je nach Stellung der zweiteilig um bis zu 16 Zentimeter längsverschiebbaren Rückbank, von 395 bis 505 Liter. Die Platzverhältnisse sind in jeder Position auch für großgewachsene Mitfahrer in der zweiten Reihe sehr üppig und der Reisekomfort ist vorbildlich, was u.a. auch an der individuellen Lehnenverstellung liegt.

Tadellos funktioniert auch das Umklappen der Rücksitze. Ein Griff und mit dem Vorklappen der Lehne senken sich die Sitzkissen automatisch nach unten und vorne ab, das Stauvolumen wächst so auf bis zu 1.450 Liter. Wem das immer noch nicht genug ist, kann als Extra den Beifahrersitz mit der klappbaren Lehne ordern und hat somiteine Ladeflächenlänge von gigantischen 2,30 Meter zur Verfügung.

Und schließlich lässt sich das Mittelteil der Rücksitzlehne separat nach unten klappen. So entsteht nicht nur eine Durchreiche sondern auch eine Tischfläche. Alternativ sind hier eine Ablage und eine Multifunktionsbox lieferbar.

Ein weiterer Pluspunkt liegt im Kofferraumboden mit zwei möglichen Höhen, so kann man entweder den fast ebenen Ladeboden mit den umgelegten Rücksitzen nutzen oder einen tieferen Stauraum. Im Bedarfsfall kann der Ladeboden komplett entfernt werden.

Speziell auf den CrossGolf abgestimmt wurde auch das Fahrwerk des Golf Plus. Mehr auf Sportlichkeit getrimmt und mit 225er Reifen auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen bestückt gibt sich der VW damit richtig sportlich und unglaublich gutmütig, lässt sich auch mit hohem Tempo problemlos um enge Kurven zirkeln.

Er stellt seine Fahrer auch im Grenzbereich kaum vor größere Probleme, zusammen mit der elektromechanischen Servolenkung ist er optimal zu handeln, beim Rangieren arbeitet sie schön leichtgängig und wird mit zunehmenden Tempo angenehm straff.

Straff ist auch die passende Bezeichnung für das Fahrwerk, das zwar kleinere Schlaglöcher oder Bodenunebenheiten noch ganz gut wegsteckt, alles andereaber ziemlich deutlich ins Innere dringen lässt. Trotzdem hat uns das sportlich ausgelegte Fahrwerk sehr zugesagt.

Die leicht zu dosierende Bremsanlage mit ABS, elektronischer Bremskraftverteilung, Bremsassistent und vier groß dimensionierten Scheibenbremsen (vorn innenbelüftet) machte bei unserer ersten Ausfahrt ebenfalls einen guten Eindruck.

Volkswagen bietet den neuen CrossGolf mit je zwei Benzin- und Dieselmotoren an. Wir sind den 2.0 TDI für Sie gefahren, der, gepaart mit dem knackig und leichtgängig geführten 6-Gang-Getriebe, eine durchweg perfekte Kombination darstellt.

Mit 103 kW / 140 PS bei 4.000 U/min und 320 Nm Drehmoment zwischen 1.750 und 2.500 U/min hat er ausreichend Power um stets einen flotten Vortrieb zu garantieren. Selbst niedertourig lässt er sich gut fahren und zieht doch immer prima an. Die Höchstgeschwindigkeit ist mit 195 km/h erreicht, für den Sprint von Null auf Tempo 100 benötigt er keine zehn Sekunden (9,9 Sek.). Ein ebenfalls erfreulicher Wert sind die 5,8 Liter Diesel, die er im Schnitt auf 100 km verbraucht.

Neben dem feinen Sechsgang-Schaltgetriebe steht optional ein DSG-Getriebe zur Verfügung, das aber mehr den Komfort als die Sportlichkeit unterstützt. Es zeichnet sich durch schnelle, vor allenDingen aber kaum spürbare Schaltvorgänge aus. Und wer will kann mit Hilfe der Tiptronic-Funktion auch manuell ins Geschehen eingreifen.

Dass der CrossGolf über eine Top-Sicherheitsausstattung verfügt, kann man sich ja eigentlich denken, VW eben. Wem allerdings Front- und Seitenairbags vorn, Kopfairbags vorn und hinten sowie ISOFIX-Befestigungen, aktive Kopfstützen vorn, Dreipunktgurte auf allen fünf Sitzplätzen – vorn mit Gurtstraffern, nicht ausreichen sollte, der kann seinen CrossGolf für 297,50 Euro zusätzlich mit Seitenairbags und Gurtstraffern für hinten aufrüsten. ESP inklusive ABS, ASR und EDS sind wiederum Serie.

27.800,86 Euro sind ein recht stolzer Preis, den VW für den 2.0 Liter TDI CrossGolf verlangt, die DSG-Variante liegt sogar bei 29.519,18 Euro.

Zudem zeigt ein Blick in die Preisliste, dass die Liste der Serienausstattung, zu der u.a. die Climatic, das Lederlenkrad und die Sportsitze gehören, noch durch eine lange Liste mit zahlreichen Extras ergänzt wird.

So verlangt VW für zusätzliche Ablagefächer 153,88 Euro, 194,91 Euro für die Geschwindigkeitsregelanlage und 256,47 Euro für die Metalliclackierung. Die komplette Lederausstattung kostet 1.933,75 Euro, ein Multifunktionslenkrad beginnt bei 302,63 Euro undder ParkPilot liegt bei 365,21 Euro. Zudem stehen noch diverse Radio-Navigationssysteme zur Wahl, außerdem Multimediasysteme, das Schiebe-/Ausstell-Glasdach, Sitzvarianten, verschiedene Pakete und, und, und.

Stand: März 2007, Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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