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Audi

Audi Sportback Concept

Debüt in Detroit: Audi enthüllte auf der North American International
Automobile Show 2009 die Studie Sportback concept. Mit einer
konsequenten Weiterentwicklung markentypischer Design-Elemente bietet
das fünftürige Automobil einen Blick in die Audi-Formensprache der
Zukunft.

Von geradezu monolithischer Klarheit und einer entschiedenen Reduktion der
Linien geprägt wirkt das Design des Audi Sportback concept. Dach-, Schulterund
Schwellerlinie scheinen wie mit einem Schwung gezeichnet. Betont flach
gehalten ist das Fensterband des Coupés mit seinen vier rahmenlosen Türen. Die
weich ausgeformten Kotflügel über den 21 Zoll großen Rädern im 10-Speichen-
Design unterstreichen in der Seitenansicht den Eindruck der präzise definierten
Flächen der Karosserie.

Ein vom zweitürigen Coupé Audi A5 bekanntes Merkmal zeigt sich hier noch
charakteristischer akzentuiert: Die betont horizontal ausgeformte Schulterfläche
verstärkt die Orientierung des Fahrzeugkörpers hin zur Straße. Eine Wirkung, die
an Front und Heck von den breiten und flachen LED-Leuchteinheiten noch
verstärkt wird. Die Formgebung der geradezu fragil anmutenden Außenspiegel ist
von den nach oben geneigten Spitzen moderner Jetflügel, den „Winglets“,
inspiriert.

Neu interpretiert zeigt sich bei der Studie der Singleframe-Grill. Der Verzicht auf
vertikale Streben sowie die geringe Gesamthöhe betonen die sportliche Grundproportion
der Fahrzeugfront. Ins Auge fällt zudem die veränderte Außenkontur
des Singleframes, wie sie bereits am A1 Sportback Showcar zu sehen war. Die
abgeflachten oberen Ecken sorgen für einen tieferen optischen Schwerpunkt, und
verleihen der Front einen markanten Ausdruck.

Die aerodynamisch gestalteten Lufteinlässe unterhalb der Scheinwerfer
funktionieren wie Luftleitbleche, die die benötigte Kühlluft punktgenau in einen
Einlasskanal führen. Stilistisch unterstützen sie die Breitenwirkung. Auch am
Heck der Studie zeigt sich die Nähe zum A5 Coupé. Der hohe Abschluss der
Hecklappe sorgt für eine auffallend klare Fläche unter den Heckleuchten.
Die niedrig sitzende Abrisskante und die wiederum charakteristischhorizontale
Linienführung unterstreichen die Breite und damit die Sportlichkeit des Audi
Sportback concept. Die vier in die Karosserie integrierten Endrohre der
Abgasanlage und ein Luftleitblech als Diffusoreinsatz sind Zitate aus dem
Sportwagenbereich.

Aufgeräumt, geradezu puristisch und gleichzeitig elegant wirkt auch die
Gestaltung des Innenraums – das großformatige Glasdach unterstreicht die lichte
Weite und Großzügigkeit der Anmutung. Im fahrerorientierten Cockpit sind
Luftdüsen, Kombiinstrument und ausfahrbarer MMI-Monitor durch einen
filigranen Aluminiumträger zusammengefasst

Charakteristisch wie schon im Exterieur fällt hier die Betonung von Horizontale
und Großflächigkeit aus. Speziell die breite Mittelkonsole – sie zieht sich von der
Schalttafel bis in den Fond – scheint dem Diktat der reinen Funktion enthoben.
Der flache Bildschirm des MMI-Systems ist in der Studie als ausfahrbares System
realisiert. Beim Einschalten der Zündung fährt er zunächst horizontal aus einem
Schacht oberhalb des zentralen Lüftungsgitters heraus, um sich dann in einem
eleganten Bogen in eine vertikale, gut ablesbare Position zu bewegen.

Hochwertigkeit der Materialien und Verarbeitung auf Manufakturniveau prägt
sowohl den visuellen Eindruck im Ambiente des Audi Sportback concept als auch
die Berührung der Oberflächen. Praktisch das gesamte Interieur ist mit Leder
bezogen: Von Himmelelementen, Schalttafel, Türen, der kompletten Sitzgarnitur,
bis hin zum Kofferraum. Die Ledernähte unterstreichen die Formensprache des
Fahrzeugs. Die großformatigen hölzernen Applikationsleisten an Schalttafel,
Mittelkonsole und Türen sind aus einem Eiche-Schichtholzblock herausgearbeitet
und weisen ein filigranes Horizontalmuster dunkler und heller Linien auf.
Auch die MMI-Bedieneinheit mit Oberflächen aus Klavierlack und gebürstetem
Aluminium tragen zurbesonderen Exklusivität des Interieurs bei. Die Liebe zum
Detail zeigt sich selbst noch beim Türöffner: Dessen Form zitiert nahezu exakt die
unverwechselbare Linienführung des kleinen hinteren Seitenfensters. Interieur
und Exterieur werden zu einer formalen Einheit.

Vier sportlich ausgeformte Sitze nehmen Fahrer und Passagiere auf. Die
karoförmige Absteppung der Lederoberfläche zitiert klassische GT-Tradition.
Schulter-, Kopf- und Beinfreiheit werden dem Anspruch an ein Oberklasse-
Reisefahrzeug gerecht. Mit einem Volumen von 500 Litern großzügig
dimensioniert und gleichfalls mit hochwertigen Materialien ausgestattet zeigt sich
auch das Gepäckabteil im Fond.

Als standesgemäße Motorisierung für die Studie Audi Sportback concept haben
die Audi-Entwickler die sauberste Diesel-Technologie der Welt gewählt. Der
Sechszylinder-Selbstzünder 3.0 TDI clean diesel verfügt über ein System zur
wirksamen Reduzierung der Stickoxide. Die Ingenieure der Dieselmotoren-
Entwicklung bei Audi haben für diese jüngste TDI-Generation ein ganzes Bündel
innovativer Maßnahmen kombiniert: Das Piezo-Common-Rail-System mit
2.000 bar Einspritzdruck, die hoch effiziente Abgasrückführung sowie die
optimierte Aufladung bringen deutlich gesenkte Motor-Rohemissionen. Ein
Highlight sind die weltweit erstmals eingesetzten Brennraumsensoren, die eine
noch präzisere Regelung der Verbrennungsvorgänge im Motor ermöglichen – eine
weitere Innovation von Audi.

Endgültig zum sauberen Hightech-Diesel wird die neueste TDI-Generation durch
das nachgeschaltete Abgasreinigungssystem. Es reduziert die Stickoxidemissionen
um bis zu 90 Prozent. Zu seinem Betrieb wird AdBlue genutzt, eine
biologisch abbaubare wässrige Zusatzlösung. Sie wird in minimaler Dosierung
vor dem DeNOx-Katalysator eingespritzt. Das Abgasreinigungssystem besteht
neben dem Katalysator aus Dosiermodul,AdBlue Tank und beheizten Leitungen
sowie einer umfassenden Sensorik. Der zusätzliche Oxidationskatalysator und der
hoch wirksame, geregelte Dieselpartikelfilter komplettieren das umfassende
Abgasreinigungssystem.

Dank niedrigster Emissionen können diese modernen Diesel-Direkteinspritzer
weltweit eingesetzt werden, selbst im US-Bundestaat Kalifornien mit den
weltweit strengsten Emissionsgrenzwerten. Gegenüber dem Flottendurchschnitt
der in den USA üblichen Ottomotoren erzielt der TDI einen Verbrauchsvorteil
von bis zu 40 Prozent. Damit trägt die Diesel-Technologie mehr als jede andere
Antriebsart der Gegenwart dazu bei, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu
reduzieren. Audi wird diesen Motor im Jahr 2009 in den USA und in Europa
anbieten.

Wie in der US-Version des Audi Q7 3.0 TDI leistet der V6 auch im Audi
Sportback concept 165 kW (225 PS) und mobilisiert ein Drehmoment von
550 Newtonmetern. Die Kraftübertragung erfolgt über die modernste Getriebetechnologie
von Audi: über die neue 7-Gang S tronic. Der permanente
Allradantrieb quattro sorgt dafür, dass sich das Drehmoment des bärenstarken
TDI auch unter allen Bedingungen wirkungsvoll in Vortrieb und Fahrdynamik
umsetzt.

Damit wird für das knapp 1.800 Kilogramm schwere und mit einem cW-Wert von
0,30 gemessene Coupé eine Beschleunigung von 0 – 100 km in weniger als sieben
Sekunden ebenso möglich sein wie eine Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h.

Der Durchschnittsverbrauch nach ECE-Norm liegt für den Audi Sportback
concept bei nur 5,9 Liter Diesel je 100 Kilometer, die CO2-Emissionbeträgt
lediglich 156 g/km. Diese für ein Oberklassenfahrzeug sensationell niedrigen
Werte sind das Resultat umfangreicher Maßnahmen zugunsten optimaler
Effizienz: So arbeitet die hier eingesetzte elektromechanische Servolenkung
ausschließlich, wenn der Fahrer die Richtung ändert. Bei der Geradeausfahrtwird
keine Energie verbraucht.

Das TDI-Aggregat verfügt über ein innovatives Temperaturmanagement. In der
Warmlaufphase wird ein Teil des Kühlkreislaufs abgekoppelt – auch das
verbessert die Effizienz, weil der Motor schneller warm wird. Der Einspareffekt in
der Praxis ist beträchtlich, weil ja ein Großteil aller Fahrten über kurze Strecken
führt. Auch die Kraftstoffpumpe arbeitet bedarfsgeregelt und benötigt so weniger
Energie.

Die 7-Gang S tronic, ein Getriebe mit hohem Wirkungsgrad und weiter
Spreizung, ist erstmals mit einer Getriebeölheizung ausgestattet, die einen
deutlich früheren Betrieb bei reibungsarmen Temperaturen ermöglicht.
Im Schiebebetrieb rekuperiert der Audi Sportback concept – wie auch schon die
Serienfahrzeuge Audi A4 und Audi Q5 -Energie – damit erhöht sich die Leistung
des Generators, die Batterie wird nachgeladen. Die quasi zum Nulltarif zurück
gewonnene Energie wird bei Bedarf wieder ins Bordnetz zurückgespeist. Eine
Start-/Stop-Automatik sorgt dafür, dass sich der TDI-Motor energiesparend
deaktiviert, wenn das Fahrzeug etwa an Ampeln steht.
In Bewegung sorgen rollwiderstandsoptimierte Reifen für eine spürbare
Reduktion des Kraftstoffverbrauchs, ohne in der Performance Nachteile zu
bescheren.

Die so genannten CDC-Dämpfer (CDC = continuous damping control), wie Audi
sie ähnlich bereits im Luxus-SUV Q7 mit Luftfederung einsetzt, sind hydraulische
Gasdruckdämpfer nach dem Zwei-Rohr-Prinzip, die ein zusätzliches externes
Ventil samt Verbindungsrohr besitzen. Ihre Arbeitsweise lässt sich kontinuierlich
beeinflussen.

Ein elektromagnetisch angesteuertes Proportionalventil steuert den Durchfluss der
Hydraulikflüssigkeit zwischen dem inneren und dem äußeren Dämpferrohr. Ein
kleiner Fließquerschnitt schafft eine harte, ein großer eine weiche Dämpfungscharakteristik.
Innerhalb des Modus, den derFahrer über Audi drive select vorgibt, operiert das
Steuergerät mit adaptiven Kennlinien. Es passt sich dem Stil des Fahrers und den
Gegebenheiten der Straße an – auch aus dem Komfortmodus heraus schalten die
Dämpfer, wenn gewünscht, blitzschnell auf eine straffe Arbeitsweise um, wobei
sie jedoch nicht bis an die Grenzen des Möglichen gehen. Sie sind mit sportlichen
Federn kombiniert, die zugleich auch im Gelände guten Komfort vermitteln.
Das Steuergerät stellt die optimale Dämpfkraft für die jeweilige Fahrsituation ein
– das können hohe Kräfte für die Abstützung der Karosserie bei zügiger Kurvenfahrt
oder Bremsung, niedrige Kräfte bei harten Unebenheiten.

Erstmals in einem Audi mit längs eingebautem Motor kommt in der Studie eine
elektromechanische Lenkung zum Einsatz. Sie überzeugt vor allem, weil sie im
Gegensatz zu konventionellen Servolenkungen nur dann Energie verbraucht,
wenn tatsächlich gelenkt wird. Sie spart somit, je nach Einsatzbedingungen,
durchschnittlich 0,2 Liter Kraftstoff pro 100 gefahrener Kilometer.
Und auch die Kopplung mit dem Parklenkassistenten – und damit das voll
automatisierte Lenken in Parklücken hinein – macht die elektromechanische
Lenkung des Audi Sportback concept möglich.

Zur wirkungsvollen Verzögerung auch unter härtesten Bedingungen verfügt der
Audi Sportback concept über Keramikbremsen an allen vier Rädern. Diese
ermöglichen gegenüber konventionellen Stahlscheiben nicht nur eine um das
vierfache auf bis zu 300.000 Kilometer verlängerte Lebensdauer, sondern bieten
höchste Fadingstabilität. Zusätzlich bedeutet das deutlich geringere Gewicht
Vorteile für Komfort und Fahrdynamik durch reduzierte ungefederte Massen.
Kombiniert mit den 21-Zoll-Rädern kommen an der Vorderachse 380 Millimeter
große Keramikscheiben zum Einsatz. Der hintere Scheibendurchmesser beträgt
356 Millimeter. Dieaufwendige Kühlkanalgeometrie der innenbelüfteten Bremsscheibe
sorgt für ein Optimum an Bremsscheibenkühlung. An den vorderen
Bremsen sorgen 6-Kolben-Monoblock-Aluminiumsättel, hinten Faustsattelbremsen
für festen Zugriff auf die Scheibe.

Stand: Januar 2009, Fotos: Audi

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