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Alfa Romeo

Alfa Romeo MiTo 1.4 TB 16V

Die jüngste Kreation von Alfa Romeo hört auf den Namen MiTo und ist die Schöpfung des Centro Stile Alfa Romeo. Der Name setzt sich ganz einfach aus den Städten Milano (Entstehung) und Torino (Produktion) zusammen. Ab dem 27. September stellt er sich dem deutschen Publikum zur Schau und möchte deren Herzen sowie das für Alfa völlig neue Segment erobern. Und auch in punkto Kommunikation geht Alfa Romeo neue Wege, ich sage an dieser Stelle nur „ALFAbet“ und „selbst kreativ werden“. Wer neugierig geworden ist, sollte einfach mal auf mitoclip.com nachsehen … Wir stellen Ihnen jetzt erst mal den Neuen vor.

Trendig! Sportlich! Individuell! Das sind nur einige wenige Attribute die auf den neuen MiTo zutreffen. Er sticht zweifelsohne aus der Masse hervor und weckt alfa-typisch Emotionen.

Seine Verwandtschaft mit dem Alfa 8C Competizione ist nicht von der Hand zu weisen … Scheinwerfer und kreisrunde LED-Rückleuchten, die Kotflügel und Elemente der Fensterlinie sowie der klassisch schöne Kühlergrill, auch gerne „Scudetto“ genannt, verleihen auch dem kleinen Kompakten eine sehr sportliche Silhouette.

Die Rahmen für die Leuchten – vorn wie hinten – sind je nach Geschmack verchromt (matt oder poliert) oder in verschiedenen Farben ausgeführt, 14 an der Zahl stehen hier zur Wahl. Desweiteren umfasst die Farbpalette zehn verschiedene Töne, wobei einige davon komplett neu ins Programm aufgenommen wurden.

Den persönlichen Gestaltungswünschen stehen außerdem ein schwarz lackiertes Dach, 14 Variationen für die Spiegelkappen und fünf attraktive Zierstreifen-Dessins in unterschiedlichen Farben parat.

Und auch im Interieur ist ganz Ihr Geschmack gefragt. Der Armaturenbrett-Einsatz, der sich über die gesamte Breite zieht, lässt sich wahlweise in den Farben Blau, Rot oder Schwarz gestalten, bei den Versionen „Turismo“ tauchen diese Farben dann in schicker Carbon-Optik auf, die Sitzflächen werden farblich darauf abgestimmt.

Raffinesse, italienischen Charme und liebe zum Detail beweist Alfa auch in diesen Punkten:
– Die Zeiger schnellen beim Anlassen erst bis zum Anschlag hoch und dann in die Grundstellung.
– Ein MiTo fährt uns im Display beim Anlassen entgegen und beim Abstellen wieder weg.
– Die Beschriftung in den Rundinstrumenten wurde in italienisch gehalten, Beispiel: Benzina und Giri, letzteres steht für Drehzahl.

Passend zum schnittigen Interieur gesellen sich gut ausgeformte Sitze, die ausreichend groß dimensioniert und angenehm straff gepolstert sind. DerFahrersitz glänzt zudem mit einer serienmäßigen Lordosenstütze und lässt sich auch in der Höhe verstellen. Ebenso vorbildlich, das vertikal und axial verstellbare Lenkrad.

Ein Tribut an die aufregende Optik der Karosserie ist mit den nach hinten immer breiter werdenden Dachsäulen zu zahlen, sie schränken den Blick leider deutlich ein.

Nicht einfach nur in Schwarz gehalten weiß sogar der Schaltknauf mit einer durchgestalteten glänzenden Einlage zu gefallen. Im gleichen Look präsentiert sich auch der „D.N.A.“-Schalter – was sich dahinter verbirgt erfahren Sie später.

Die Instrumente erstrahlen je nach Variante in rot oder weiß, dass Display ist individuell konfigurierbar.

Die übersichtlichen angeordneten Schalter werfen keine Fragen in der Bedienung auf, die Regler für Heizung bzw. Klimaanlage sind vielleicht etwas weit unten platziert, gehen aber dennoch in Ordnung.

Der Kurze ist wahrlich kein Raumwunder, bietet aber in der ersten Reihe richtig gute Platzverhältnisse und selbst im Fond finden wir bis 1,80 Meter Körpergröße noch ausreichend Platz. Der Ein- und Ausstieg gelingt ohne größere Problem, nach hinten wird es 3-Türer typisch etwas ungemütlicher, aber der Sitz merkt sich erfreulicherweise die ursprüngliche Stellung und fährt weit nach vorn!

Der Kofferraum geht mit 270 Liter ganz in Ordnung und lässt sich durch Umlegen der Rücksitze bis auf 950 Liter erweitern, je nach Ausstattung sind diese im ganzen oder geteilt umzuklappen, eine ansteigende Ladefläche hinterlassen leider beide.

Die Heckklappe öffnet, per Druck auf das Alfa-Logo, auch schön weit, doch die enorm hohe und auch sehr breite Ladekante, nach der es dann auch wieder tief (über 30 cm) nach unten geht, erschwert das Beladen erheblich. In diesem Punkt musste sich Alfa einfach den Sicherheitsbestimmungen beugen, die im Bereich „Heckaufprallsicherheit“ deutlich angehobenund verschärft wurden, so zumindest die Aussage der Alfa-Ingenieure.

Knackig, straff, exakt – das ist der Alfa Romeo MiTo.

Schlaglöcher und Bodenunebenheiten bleiben ihm, besser gesagt den Insassen nicht verborgen, aber das sportliche Temperament lässt uns das ganz schnell wieder vergessen.

Ab 120 km/h treten leichte Windgeräusch auf, der Motor ist stets präsent wirkt aber nicht störend, ansonsten werkelt der Motor angenehm kernig vor sich hin, passt aber zum Charakter des Fahrzeugs.

Richtig punkten kann Alfa mit der Fahrdynamikregelung D.N.A. (Dynamik, Normal, All Weather) die serienmäßig im MiTo zu finden ist. Dabei handelt es sich aber wahrlich nicht nur um einen Schalter ohne Wirkung. Das System stammt aus dem Ferrari F430 und lässt sich ganz einfach per schickem Hebel in der Mittelkonsole bedienen, eine Anzeige im Multifunktionsdisplay informiert den Fahrer über den aktuellen Modus. Von „sehr sportlich“ über „normaler Verkehr“ bis hin zu „erschwerten Witterungsbedingungen“ lässt sich das System einstellen – wobei uns im Rahmen der Präsentation ohne Schnee und Eis der Dynamic-Modus mit Abstand am besten gefallen hat.

Das Fahrzeug ist dann sportlich straff, spricht spürbar schneller aufs Gas an (elektronisch geregeltes „Drive-by-wire“-Gaspedal), der Overboost ist aktiviert und sorgt für den tollen Extraschub. Die Lenkung wird noch exakter/straffer, bietet eine direktere Rückmeldung und die elektronischen Stabilitätsprogramme wie das Antischleudersystem VDC (Vehicle Dynamic Control), das elektronische Q2-System und die Antischlupfregelung greifen später ein und lassen dem geübten Fahrer noch mehr Freiheit.

Im All weather Modus wird mehr Wert auf die Sicherheit gelegt und die Schutzprogramme greifen entsprechend früher ein und die Gaspedalbewegung und Lenkradbefehle werden sanfter umgesetzt.

Für Technikinteressierte noch ein paarDetails:

Prägnantes Detail sowohl an der Vorder- als auch Hinterachse: Stoßdämpfer mit integrierten Gegendruck-Federn. Sie wirken sich begrenzend auf die Zugstufe aus und reduzieren auf diese Weise ein übermäßiges Ausfedern der inneren Räder bei schneller Kurvenfahrt. Dies senkt die Rollachse der Karosserie und erhöht den Druck auf die kurvenäußeren Räder, ohne die Komforteigenschaft der Federung zu beeinflussen.

Ebenfalls serienmäßig, das „Electronic Q2“-Sperrdifferential – ein hochmodernes, speziell für Fronttriebler entwickeltes Antriebs-System, das die Traktionseigenschaften und die Fahrdynamik optimiert. Es nutzt die Sensorik der VDC, um auf Fahrbahnen mit unterschiedlichen Haftreibungswerten ein einzelnes Antriebsrad über aktiven Bremseingriff vor dem Durchdrehen zu bewahren.

DST – Dynamic Steering Torque – Die Lenkung merkt, wenn das Fahrzeug anfängt zu übersteuern, verhärtet sich und drückt sanft, aber spürbar das Volant in die richtige Richtung.

Und auch die Bremsen legten eine tolle Performance hin, schnell und auf sanften Druck ansprechend, bringen sie den MiTo schnell zum Stehen. Dafür sind auch serienmäßig Scheibenbremsen vorn (innenbelüftet) und hinten an Bord, dazu ABS, Bremskraftverstärker und elektronische Bremskraftverteilung und ein Bremsassistent.

Im ersten Moment erscheint der Kleine ja noch etwas zurückhaltend, ab 2.000 Touren jedoch katapultiert er uns nach vorn und hängt gierig am Gas. Er lässt sich aber auch gerne schaltarm und entspannt fahren, spricht stets spontan an und überzeugt selbst im sechsten Gang mit ordentlichem Durchzug.

114 kW / 155 PS schöpft der MiTo dank Turboaufladung plus Ladeluftkühlung aus gerade mal 1,4 Liter Hubraum. Im Normal-Modus hält er ein maximales Drehmoment von 201 Newtonmetern bereit. Wird der Schalter auf „D“ (Dynamic-Programm) umgelegt, steigt dieses sogar mittels einerOverboost-Funktion auf bis zu 230 Newtonmeter bereits bei 3.000 Touren an.

Der „kleine Italiener“ hat nicht nur große Sprüche auf Lager … nach runden acht Sekunden ist der neue Alfa Romeo bei Tempo 100 angelangt und beschleunigt bis 215 km/h souverän weiter. Laut Werksangaben liegt der Mixverbrauch bei sparsamen 6,5 Liter auf 100 Kilometer, der CO²-Ausstoß bei 153 g/km. Dieser 1,4 TB 16V, wie auch die anderen Motoren, erfüllen bereits die kommende Euro-5-Norm.

Wenig Hubraum, viel Kraft, guter Durchzug und geringer Verbrauch – „Downsizing“ heißt diese Zauberei und Alfa hat sie perfekt umgesetzt.

Mit dem Sechsganggetriebe gehen die Schaltvorgänge leicht von der Hand, doch die Wege hätten bei so einem Sportler gerne etwas kürzer sein können, so kurz wie die ersten Gänge übersetzt sind und so mit für den guten Vortrieb sorgen.

Sicherheit kommt bei dem Kleinen keinesfalls zu kurz. Mit sieben Airbags, wobei selbst der Knieairbag Serie ist, „Seat Belt Reminder“ (SBR – signalisiert über ein Display, ob alle Passagiere an Bord auch angeschnallt sind), Vordersitze mit SAHR-System (Self Aligning Head Restraint – beugt dem Schleudertrauma vor) ist nur ein kleiner Teil der serienmäßigen Features genannt.

Außerdem kommen zahlreiche elektronische Regelsysteme unterstützend hinzu:
Vehicle Dynamic Control (VDC), Anti-Blockiersystem (ABS), Antriebsschlupfregelung (ASR), Bremsassistent (HBA), Cornering Brake Control (CBC), Dynamic Steering Torque (DST), elektronische Bremskraftverteilung (EBD), die elektronische Differentialsperre „Electronic Q2“, Berganfahrhilfe „Hill-Holder“ und die Motorschleppmoment-Regelung (MSR).

Mehr als nur ein netter Gag soll der mit drei Teströhrchen bestückte Alkoholtester an Bord sein. Vielmehr möchte er an die Vernunft des Fahrers appellieren, mit Alkohol im Blut nicht mehr zu fahren.

Der erste kleine Sportler vonAlfa Romeo startet unter knapp 15.000,- Euro, der von uns getestete 1.4 TB 16V Turismo liegt bei 19.450 Euro. Damit liegt er ganz klar unter den Angeboten seiner Mitbewerber Mini Cooper S, VW Polo GTI oder Ford Fiesta ST.

Die zur Wahl stehenden Ausstattungen „MiTo“ und „MiTo Turismo“ glänzen beide mit einer tollen Serienausstattung. Bereits der Einsteiger bringt mit einem kompletten Sicherheitspaket, dem D.N.A.-System, elektrisch verstellbaren Außenspiegeln sowie Fensterhebern, einem Bordcomputer, Audio-Anlage mit CD-/MP3-Player und 16-Zoll-Felgen mit 195er Reifen einiges mit.

Für weitere 1.500,- € erhalten Sie mit der Ausstattungsvariante „Turismo“ eine Klimaanlage, Leder-Lenkrad und -Schaltknauf, verchromte Abgasendrohre, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein Armaturenbrett in Carbon-Optik, Einstiegsleisten mit Edelstahleinsatz, Multifunktionsdisplay, Scheinwerfer- und Rückleuchtenrahmen in Chrom, ebenfalls in Chrom gehaltenen Fensterrahmen sowie spezielle Sitzbezüge.

Aber das ist noch lange nicht alles, der Alfa Romeo MiTo Turismo kann dank verschiedener Ausstattungspakete weiter individualisiert werden.

Mit enormen Preisvorteilen stehen einige Pakete wie z. B. das „Sport I“ zur Wahl: Zum Preis von 800,- € beinhaltet dieses Paket 17-Zoll-Leichtmetallräder (Typ „Sport“) mit 215er Reifen, Nebelscheinwerfer, einen Heckspoiler, einen Sport-Stoßfänger hinten, eine weiße Instrumentenbeleuchtung sowie Sitzbezüge im Design „Sport“.

Desweiteren ist ein Paket „Sport II“, ein „Sichtpaket“ und das „Komfortpaket“ erhältlich. Wobei letzteres für ebenfalls 800,- Euro eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, die Mittelarmlehne vorne, Fußmatten, Cruise Control, Lordosenverstellung für den Beifahrersitz, Parksensoren hinten und eine zusätzliche 12V-Steckdose im Kofferraum beinhaltet.

Ein Ende der Individualisierungsmöglichkeiten ist damit allerdingsimmer noch nicht erreicht, daher hier ein kurzer Schnelldurchlauf: Bi-Xenonscheinwerfer, Reifendruckkontrollsystem, mit Leder der Edelmarke FRAU® bezogene Sitze, BOSE®-Soundsystem und Blue&Me MAP Navigationssystem.

Stand: Dezember 2008, Fotos: Redaktionsbüro Lind

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