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Vom Kult-Käfer über den New Beetle hin zum Beetle

Der Käfer / Beetle ist eine Ikone. Das Auto erzählt eine Geschichte. Nur wer sie kennt, kann eine neue Generation dieses Volkswagen auf die Räder stellen. Für die Ingenieure war die Sache relativ klar: Sie mussten ein Hightech-Auto entwickeln, das erschwinglich bleibt, das keine Fragen offen lässt, das die Kommunikationstechnologien unserer Zeit konzeptionell ebenso selbstverständlich integriert wie geringste Umweltbelastungen. Und das den Spaß am Fahren noch stärker in den Vordergrund stellt: Die neue Generation des Beetle sollte sehr agil werden, fahraktiv. Soviel vorweg, weil Dynamik allein nicht mehr reicht: Mit 4,3 l/100 km (europäischer 1.6 TDI) ist der Neue der sparsamste Beetle aller Zeiten.

Coke-Flasche, iPhone, Ray-Ban Aviator, Beetle – wie kann man ein Design neu erfinden, das derart bekannt und eigenständig ist? Klare Antwort: Man muss das Produkt und die Marke verstehen; dann funktioniert es! Die Volkswagen Chefdesigner Walter de Silva (Konzern) und Klaus Bischoff (Marke Volkswagen) „verstehen“ beides und gaben deshalb in Sachen Beetle das Ziel vor: „Entwerft ein neues Original!“

Das Team unter Regie von Bischoff legte los. Die Herausforderung, einen neuen Beetle zu entwerfen, beflügelte: Den Designern war klar, dasssie die Ur-Silhouette des Käfers stärker als beim 98er New Beetle herausarbeiten wollten. Zudem legten sie großen Wert auf sehr dynamische Proportionen. Interessant dabei: Nicht wenige aus dem Team besitzen den einen oder anderen luftgekühlten Käfer. Der ist auch unter den jüngeren Designern bei Volkswagen mehr denn je Kult. Und so entstand in Wolfsburg der finale Entwurf des 2011er Beetle – ein Auto der Gegenwart und gleichzeitig eine Hommage an das Design der automobilen Keimzelle eines ganzen Konzerns.

Ein Vergleich mit dem 98er New Beetle zeigt: Nichts blieb beim Alten. Während der New Beetle mit drei Halbkreisen – Kotflügel vorn, Kotflügel hinten, Kuppeldach drüber – skizziert werden konnte, löst sich das neue Modell von dieser Geometrie. Die Dachsilhouette verläuft in der Tat deutlich flacher und führt fort, was die 2005 in Detroit vorgestellte Studie Ragster – eine Art Hot Rod auf New Beetle-Basis – erahnen ließ. Der neue Beetle ist frecher, dynamischer, maskuliner.

Trotz aller Individualität folgt die Stilistik der kreierten Volkswagen Design-DNA. Deutlich wird dies an der horizontalen Grafik der Stoßfänger, am vorderen Lufteinlass, am geraden Verlauf der Haubenkanten, an der präzise geführten Linie zwischen A- und C-Säule oder am Design der Rückleuchten. Dennochblieben alle für den Beetle typischen Stilmerkmale erhalten – kein Wunder, schließlich prägten Fahrzeuge wie der Beetle, der Microbus und der Ur-Golf maßgeblich die Volkswagen Design-DNA.

Zu den Merkmalen des Beetle zählen seit jeher natürlich die runden Scheinwerfer (erstmals für diese Baureihe optional als Bi-Xenon mit LED-Tagfahrlicht), die ausgestellten Kotflügel, die Form der Hauben, die Seiten- respektive Türschweller und – mehr denn je – die Integrierbarkeit großer Räder (bis 19 Zoll). Neu indes ist der homogen in das Design integrierte Heckspoiler (Serie für TSI mit 118 kW / 160 PS und 147 kW / 200 PS), der den je nach Motorisierung bis zu 225* km/h schnellen und in den drei Ausstattungslinien „Beetle“, „Design“ und „Sport“ lieferbaren Volkswagen vehement auf die Straße drückt. Die obere Fläche des Heckspoilers ist übrigens stets schwarz ausgeführt, die untere indes wird in Wagenfarbe lackiert. Diese Farben – 12 unterschiedliche Töne – werden den automobilen Alltag unter Bezeichnungen wie „Saturnyellow“ oder „Denim Blue“ bunter machen.

Das Cockpit des Beetle ist eindeutig, unverwechselbar, cool, klassisch und mit Liebe zum Detail gestaltet. Dieses Cockpit merkt man sich. Es ist die Form und Farbigkeit der lackierten oder in Karbon-Optik gehaltenen Frontblendeder Instrumententafel, die visuell eine Brücke in die Zeit des ersten Käfers schlägt, und doch nicht retro ist. In Europa etwa, ist diese Blende beim Grundmodell („Beetle“) in „Schwarz uni“ gehalten; die der Ausstattungslinie „Design“ ist stets im Farbton der jeweiligen Außenfarbe lackiert. Wer sich für „Sport“ entscheidet, erhält die Karbon-Optik („Carbon Fiber“). Welche Farben wo auch immer zum Einsatz kommen: Volkswagen Fahrer/-innen werden jedes Interieurdetail mit geschlossenen Augen finden.

Und doch ist alles neu konzipiert. Vor dem Fahrer liefern drei Rundinstrumente (Drehzahlmesser, Tacho, Tankanzeige) alle wesentlichen Infos; im zentralen Tacho (mittig) gibt es ein Multifunktionsdisplay. Ab der Ausstattung „Design“ sind die verstellbaren Lüftungsöffnungen und die Instrumente in Chrom eingefasst. Das gilt auch für die in der Armaturenmitte optimal im Blickfeld des Fahrers angeordneten und durch zwei Lüftungsöffnungen eingerahmten Audio-/Navigationssysteme. Darunter: die Klimasteuerung. Alles im Griff und Blick.

Den neuen Volkswagen wird es weltweit in den drei Ausstattungslinien „Beetle“, „Design“ und „Sport“ geben. Jede dieser Versionen hat einen ganz eigenen Charakter. Zudem sind es die Märkte selbst, die eigene Schwerpunkte setzen. Die einzelnen Parameter dieserIndividualisierungsstufen wird Volkswagen im Rahmen der internationalen Fahrvorstellung bekanntgeben. In Ergänzung zu den drei Ausstattungslinien kann der Beetle über das Programm der Sonderausstattungen individualisiert werden.

In Märkten wie Asien, Australien, Europa und Neuseeland wird es den neuen Beetle ausschließlich mit aufgeladenen Motoren geben. Alle Antriebsversionen – durchgängig Vierzylinder – kommen dabei erstmals in dieser Baureihe zum Einsatz. Dank des Umstiegs auf die Turbobenzin- (TSI) und Common-Rail-Turbodiesel-Direkteinspritzer (TDI) ergeben sich im Vergleich zum Vorgänger signifikant reduzierte Verbrauchs- und Emissionswerte. Die drei aufgeladenen Benziner des Beetle leisten 77 kW / 105 PS, 118 kW / 160 PS und 147 kW / 200 PS. Die zwei Diesel entwickeln 77 kW / 105 PS und 103 kW / 140 PS (die TDI werden nicht in China angeboten). Alle fünf Motoren können optional mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden.

Damit die Kraft der zwei stärksten Beetle-Versionen auch in zügig angegangenen Kurven standesgemäß auf die Straße gebracht wird, fahren die Modelle mit 160 PS (Europa-Version) und 200 PS (weltweit) serienmäßig mit der elektronischen Differentialsperre XDS vom Band. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung der bekannten EDS-Funktionen. XDS verbessert beischneller Kurvenfahrt das Handling und kalibriert den Wagen weiter in Richtung „neutral“, indem es ein Durchdrehen des kurveninneren, entlasteten Rades per aktivem Bremseingriff unterbindet und so die Traktion verbessert.

Stand: April 2011; Fotos: Volkswagen

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