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Volvo XC90 T8 Twin Engine

Traditionen sollte man wahren, gerade in der heutigen Zeit. So lädt Volvo auch dieses Jahr zu den alljährlichen Wintertestfahrten ein. Mit großer Vorfreude haben wir also unsere Winterjacke und die wetterfesten Schuhe eingepackt und uns auf den Weg gemacht. In diesem Jahr fällt das Event zudem auf ein besonderes Jubiläum, feiern die Schweden doch mittlerweile „20 Jahre Volvo Allrad-Modelle“.

Vor wenigen Monaten erst setzte der neue Volvo XC90 einen weiteren Meilenstein und läutete eine neue Volvo-Ära ein. Wie begeistert wir vom XC90 waren und sind, können Sie hier nachlesen. Dass die Euphorie auch beim Kunden groß ist, zeigt ein Blick auf die aktuellen Bestellungen.

Und während der Schweden-Riese zunächst nur in der allradangetriebenen Variante D5 AWD oder mit dem Benziner T6 AWD zu haben war, erweitert Volvo das Angebot jetzt auf einen Schlag um die beiden neuen Einstiegsmodelle, den XC90 D4, rein frontangetrieben und ab 49.400 Euro erhältlich sowie den 254 PS starken T5 mit Allradantrieb, käuflich ab 54.700 Euro.

Unser Augenmerk hier und heute liegt aber auf dem ebenfalls neuen und vor allen Dingen elektrifizierten Topmodell, dem Volvo XC90 T8 Twin Engine.

Während der aus dem T6 stammende, aber in Bezug auf den Plugin-Hybrid modifizierte 2,0 Liter Drive-E Vierzylinder auf eine Leistung von 235 kW (320 PS) und ein Drehmoment von 400 Nm kommt und seine Kraft rein an die Vorderachse leitet, setzt Volvo beimXC90 T8 Twin Engine zusätzlich einen 65 kW (87 PS) starken Elektromotor ein und treibt damit ausschließlich die Hinterräder an. Somit kommt dieser XC90 auf eine Systemleistung von 300 kW / 407 PS und ein üppiges Drehmoment von 640 Nm.

Da es sich beim Topmodell um einen Parallel-Hybrid handelt, arbeiten die beiden Aggregate entweder getrennt voneinander oder sorgen gemeinsam für fulminanten Vortrieb. Wie die jeweiligen Komponenten ans Werk gehen hängt von der Situation, dem gewählten Fahrmodi und dem Ladezustand der Batterie ab. Über eine Anzeige auf dem großen Touchscreen kann sich der Fahrer darüber stets ein genaues Bild machen.

Während beim Start der Modus Hybrid aktiv ist, wechselt der Schwede abhängig von der jeweiligen Fahrsituation automatisch zwischen den Programmen. Per Drehrad auf der Mittelkonsole lässt sich der „Drive Mode“ aber auch manuell steuern.

Wer den Modus Pure anwählt, wird in erster Linie vom Elektromotor angetrieben. Bei voller Batterie soll der Plugin-Hybrid eine Reichweite von bis zu 43 Kilometern realisieren können, die Höchstgeschwindigkeit liegt dem Modus entsprechend bei 125 km/h.

Die Voraussetzungen um einen Hybriden zu testen, waren an diesen Tagen ideal. War es für Februar angenehm warm, lachte hier letztlich nicht nur die Sonne … und so erreichten wir in der Praxis eine Reichweite von 31 Kilometern.

Wer sich die Energie für spätere Einsätze aufsparen möchte, wählt den Drive-Modus Save, bewahrt sich der XC90 nun eine Mindestreichweite von 20 Kilometern.

Unter Laborwerten konnten die Schwedeneinen Durchschnittsverbrauch von 2,1 Liter auf hundert Kilometer sowie einen CO2-Ausstoß von 49 g/km ermitteln.

Im realen Fahrbetrieb spielen natürlich zahlreiche hier nicht bedachte Faktoren eine entscheidende Rolle, sei es die Topographie, der Gasfuß, die Klimatisierung und, und, und. So ist doch eher mit sechs bis acht Litern zu rechnen, ein immer noch vorbildlicher Wert in Anbetracht der Fahrzeugkategorie.

Dank der neuen skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) und der fehlenden Kardanwelle konnte die Lithium-Ionen-Batterie platzsparend und crashsicher im Mitteltunnel verbaut werden.

Per Ladekabel (verstaut unter dem Ladeboden) benötigt der 9,2 kWh große Akku zwischen 2 ½ Stunden (16 Ampere) und sechs Stunden (sechs Ampere) an einer haushaltsüblichen Steckdose oder einer Ladesäule um wieder vollständig aufgeladen zu werden.

Auch während der Fahrt tankt der Akku wieder Energie, in der Fahrstufe B ist die Rekuperation am stärksten, nun fungiert das Programm wie eine Motorbremse.

Dem Ökobewusstsein steht der Power-Modus entgegen. Verbrennungs- und Elektromotor arbeiten gegenwärtig zusammen und stellen die maximale Leistung bereit. Bei durchgetretenem Gaspedal schafft es der Volvo XC 90 Plugin-Hybrid aus dem Stand heraus in beeindruckenden 5,6 Sekunden auf Tempo 100. Mangelnde Traktion, unharmonische Leistungsentfaltung oder gar ein lautes Aufbrüllen, absolute Fehlanzeige.

Und so liegen dem Skandinavier nicht nur entspannte Autobahnetappen, auch beim Ausreizen der möglichen Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h gefällt der Volvo XC90 T8Twin Engine.

Gekoppelt an eine speziell auf die Hybrid-Anforderungen ausgelegte Achtgang-Automatik inklusive Shift-by-Wire-Technik ist die Kraftübertragung unglaublich sanft und sagt auch dem sportlichen ambitionierten Fahrer zu.

Für ein Fahrzeug dieser Größenordnung bzw. Gewichtsklasse lässt sich der Volvo XC90 unglaublich leichtfüßig handeln. Gerade in engen Parkhäusern oder aber im Getümmel der Stadt gleiten wir förmlich mit dem Riesen durch die Straßen.

Von hier ging es direkt weiter ins Grüne, souverän und ebenso handlich jagen wir den Hybriden nun die knackigen Bergpassagen hinauf. Mit Blick auf die schneebedeckte Kulisse laden die trockenen Straßen zu einem kleinen Abstecher ein.

Abseits der asphaltierten Straße finden wir das ideale Terrain um nun in den Drive-Modus AWD zu wechseln. In Verbindung mit dem Fahrprogramm Off Road erhöht sich die Bodenfreiheit des SUV um 40 Millimeter, die Lenkunterstützung wird angehoben und die Bergabfahrhilfe ist aktiv. Ein in der digitalen Instrumentenanzeige angezeigter Kompass wie auch der Höhenmesser lässt den Volvo XC90 zum richtigen Gipfelstürmer werden. Aber zugegeben, letztlich ist uns das schicke Blechkleid viel zu schade um es im Gelände möglicherweise zu ramponieren.

Wer in den aufgeführten Fahrmodi aber letztlich doch nicht den für sich passenden finden sollte, kann ein Programm auch ganz individuell auf seine Bedürfnisse zuschneiden. Außerdem können die Lenkunterstützung wie auch die Brems- und Federungseigenschaften in verschiedenen Abstufungen angepasst werden.

Abschließend geht es nun aber endlich auf das präparierte Testgelände mit Eis und Schnee. Wie heißt es so schön, nach der Arbeit kommt das Vergnügen und so geht es im Sportmodus mit dem 2,3 Tonnen schweren und fast fünf Meter langen Gefährt stets im Drift durch die Kurven des Parcours.

Wenn auch die Größe und das Gewicht nicht von der Hand zu weisen sind, so bleibt der Volvo XC90 auch unter diesen Bedingungen mühelos zu handeln und sorgt für ein enormes Spaßpotential.

Mit Blick speziell auf den Plugin-Hybrid stehen aber natürlich andere Dinge im Fokus des Kaufinteressenten.

Doch Umweltbewusstsein hat seinen Preis, ob bei entsprechender Kleidung, Bio-Kost oder eben auch dem Produkt Auto. Und so schlägt der Volvo XC90 T8 Twin Engine mit mindestens 76.160 Euro zu buche, der Aufpreis zum klassischen T6 Benziner liegt somit bei 13.430 Euro.

Gegenüber den herkömmlich angetriebenen Motorisierungen startet die Plugin-Hybrid-Variante gleich mit der Ausstattungslinie Momentum ein und lässt die Basisversion Kinetic außen vor.

Wie Sie auf unseren Bildern sehen können, kleidet die Metallic-Lackierung Bursting Blue den Volvo XC90 besonders gut, ist allerdings ausschließlich in Kombination mit der sportlichen Ausstattung R-Design zu haben. Womit der Volvo XC90 T8 Twin Engine auf einen Grundpreis von 79.660 Euro kommt.

An sich ein Merkmal der R-Design-Variante kennzeichnet die integrierte Auspuffanlage mit zwei verchromten Endrohren in Trapezform auch den Hybriden, dies gilt auch für die Voll-LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht,intelligentem Fernlichtassistenten mit adaptiver Leuchtweitenregulierung und integriertem LED-Tagfahrlicht.

Außenspiegel in Chromoptik, ein Frontgrill mit horizontalen Streben in hochglänzendem Schwarz und seidenmatter Chromeinfassung wie auch die 20 Zoll-Leichtmetallräder im 5-Speichen Design und Diamantschnitt / Titanoptik bleiben wiederum den R-Design-Versionen vorbehalten.

METAL MESH Aluminiumeinlagen, speziell bezogene Sportsitze und ein Sportlenkrad mit seidenmatter Intarsie sorgen im Inneren für die gewisse R-Design-Raffinesse.

Der Volvo XC90 T8 Twin Engine stets als Siebensitzer ausgeliefert, setzt wie auch die anderen XC90 Modelle auf den einzigartigen Wohlfühlflair und hebt sich mit seinem Schalthebel in Kristallglasoptik zusätzlich hervor.

In aufwendiger Handarbeit oder sollten wir besser sagen „Mundarbeit“, ist doch jeder Shift-by-wire-Hebel aus schwedischem Kristallglas von Orrefors gefertigt und mundgeblasen. Aus Sicherheitsgründen mit einem Aluminiumrahmen versehen und bei Dunkelheit beleuchtet ein wirklich stilvoller Hingucker.

Die sonst ab der Linie R-Design und Inscription serienmäßige digitale Instrumentierung mit einem 12,3 Zoll großen vollgrafischen Display und zwei variablen Rundinstrumenten sowie einem Infodisplay (das z. B. auch die Navigations-Kartenansicht anzeigt) ist im Plugin-Hybrid ebenfalls von Haus aus Serie. Gleiches gilt für das Panorama-Glas-Schiebedach mit Hebefunktion und der Standheizung inklusive Timer.

Wie luxuriös und sicher das große Schweden-SUV im Gesamten ist, welch Armada anAssistenzsystemen und Komfortmerkmalen der Schwede zu bieten hat, lesen Sie in unserem ausführlichen Test über den neuen Volvo XC90 nach.

Stand: Februar 2016; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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