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Volvo V90 – Der edle Kombi.

Der Kombi hat bei Volvo eine besondere Historie und so verwundert es nicht, dass rund ein Drittel aller jemals abgesetzten Volvomodelle Kombivarianten waren. Ab dem 22. Oktober schlägt Volvo mit dem V90 ein neues Kapitel auf und so gehen wir heute den Unterschieden zur Limousine auf den Grund.

Und da der schwedische Autohersteller erfreulicherweise beide 90er Modelle mit zahlreichen Raffinessen, Technologien, Assistenzsystemen und noch vielen weiteren Highlights und vor allen Dingen zahlreichen Weltpremieren ausstattet, bitte ich Sie an dieser Stelle, auch einfach mal zum Praxistest des Volvo S90 zu klicken. Hat die 90er Familie einfach zu viel zu bieten, das Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

Doch wo liegen nun die Unterschiede zwischen den beiden Karosserievarianten?

Mit dem Volvo XC90 führte der Hersteller im Jahr 2015 die neu skalierbare Produkt-Architektur SPA (Scalable Product Architecture) ein, die Limousine folgte und nun basiert die Kombiversion als nächstes Modell auf SPA. Die Produkt-Architekturermöglicht dabei nicht nur deutliche Gewichtseinsparungen, sie lässt auch den Designern freie Hand.

Und diese Möglichkeit haben die Verantwortlichen mehr als gut genutzt. Gerade die eindrucksvolle Frontpartie zieht uns immer wieder in ihren Bann und prägt erfreulicherweise auch das Gesicht der Kombiversion.

Zwar geht diese ab der B-Säule eigene Wege, doch unverkennbar ist auch hier die neue Volvo Designsprache. Somit ist auch am Heck des V90 die Leuchteinheit in LED markant ausgeführt.

Die Breite des Fahrzeugs wird je nach Motorisierung und Ausstattungslinie durch verschiedene Auspuffanlagen zusätzlich betont. Gerade die voll integrierten Endrohre in den Versionen Inscription und R-Design gefallen. Die betont sportliche R-Variante ist hier außerdem mit einer in Wagenfarbe lackierten angedeuteten Schürze versehen.

Eine serienmäßige Dachreling und ein integrierter Dachkantenspoiler gehören beim Kombi ebenfalls zum guten Ton. Wenn gewünscht erstreckt sich ein Panorama-Glasdach über das Dach des Volvo V90 und gibt gerade den Fondpassagieren einen unglaublichen Blick gen Himmel frei.

Womit wir auch schon auf den Rücksitzen Platz nehmen.

Was die dortigen Platzverhältnisse anbelangt, hat bereits die Limousine für einenWow-Effekt gesorgt. Selbst mit einer Körpergröße jenseits der 1,80 Meter können Sie bequem Ihre Beine überschlagen. Fürstlicher Oberklasse-Flair, den die 90er Modelle hier bieten. Und während die Kopffreiheit bei der Limousine zwar ausreicht, können Sie in der Kombivariante auch ganz bequem mit Hut reisen und das selbst bei verbautem Glasdach.

Und wenn wir hier auch nur zu gern verweilen, so möchten wir uns nun den Kofferraum des V90 ansehen. Ob per Fernbedienung, einer Taste an der Klappe oder über einen Schalter am Armaturenbrett, die elektrisch arbeitende Heckklappe lässt sich bereits serienmäßig auf vielfache Art ansteuern.

Gegen Aufpreis und mittels Sensorsteuerung reicht aber auch ein einfacher Fußwisch für ein berührungsloses Öffnen der Heckklappe aus. Und damit Sie nicht wild wedelnd hinter dem V90 stehen, ein kleiner Tipp: der Sensor befindet sich auf der linken Seite unter dem hinteren Stoßfänger.

Die weit aufschwingende Heckklappe ist nun geöffnet und gibt den großzügigen Zugang zum 560 Liter großen Gepäckabteil frei. Zwar muss sich auch die Limousine mit ihren 500 Litern Stauraum nicht verstecken, doch das Volumen des Kombi kann in nur wenigen Sekunden auf bis zu 1.526 Liter vergrößert werden.

Hierzu müssenlediglich die Lehnen der Rücksitze (im Verhältnis 60:40) mit nur einem bzw. zwei Hebelgriffen umgelegt werden. Die Kopfstützen klappen dabei automatisch ein, nichts weiter ist zu tun.

Wem das dennoch nicht komfortabel genug sein sollte, der kann diesen Vorgang auch auf Wunsch über einen elektrischen Zugang vom Kofferraum aus übernehmen. Im Umfang inbegriffen sind dann auch die ebenfalls elektrisch umlegbaren äußeren Kopfstützen. Die Steuerung geht hier auch ganz bequem über den Touchscreen in der Mittelkonsole von der Hand.

Die entstehende Ladefläche ist nahezu eben, nichts ragt störend in das Ladeabteil hinein. Und selbst bei Nutzung der hinteren äußeren Sitzplätze können lange Gegenstände transportiert werden, verbirgt sich hinter der Mittelarmlehne serienmäßig eine Durchladeöffnung.

Der Kofferraum der praktischen Karosserievariante glänzt außerdem mit einer automatischen nach oben bzw. unten fahrenden Gepäckraumabdeckung, zwei Haken für Einkaufstaschen oder aber vier Sicherungsösen die bei Nichtgebrauch eingeklappt werden können.

Werfen wir einen Blick unter den Gepäckraumboden – der übrigens selbstständig geöffnet bleibt – finden wir ein Staufach vor, in dem kleinere Gegenstände ihren Platz finden.

DieFlexibilität lässt sich darüber hinaus individuell steigern, abhängig von der Ausstattung oder den gewählten Optionen aus dem Zubehörprogramm, bietet der Volvo V90 verschiedene Möglichkeiten das Gepäck zu trennen, weitere Befestigungssysteme, einen Ladekantenschutz (optional sogar beleuchtet erhältlich), zweistufige und in den äußeren Fondsitzen integrierte Kindersitze, Dachboxen, Fahrradträger … Hier lohnt sich ein genauer Blick in die Preisliste des Volvo V90.

Mit der gesamten 90er Familie erobert der schwedische Autobauer Schritt für Schritt mehr Neukunden und das absolut zu Recht. Stellen die Volvo Fahrzeuge eine wahrlich aufregende Alternative zu den deutschen Platzhirschen dar und lockern das gängige Bild auf unseren Straßen stilvoll und gekonnt auf.

2017 erweitert Volvo die 90er-Modellfamilie übrigens noch weiter, dann wird es den Kombi auch als Cross Country geben.

Während die Preise zwischen 56.350,- für den D4 und 66.600,- Euro für den T6 AWD rangieren werden, startet der „klassische“ V90 bereits mit dem D3 ab 42.490 Euro. Somit liegt der Kombiaufschlag gegenüber der Limousine bei dreitausend Euro.

Vier Ausstattungsvarianten hat Volvo imAngebot, und ausgenommen von der Basisversion KINETIC, die nicht für die beiden Benzinmotorisierungen und den D5 AWD erhältlich ist, können Sie alle Aggregate mit der Linie Momentum, R Design und Inscription kombinieren.

Und auch auf Seiten der Motoren gibt es Neues zu berichten. So wird der T8 Hybrid nicht nur in naher Zukunft folgen, mit der Einführung von PowerPulse im D5 AWD verabschiedet sich dieser endgültig vom Turboloch.

Der allradangetriebene Top-Diesel kommt somit auf eine Leistung von 173kW / 235PS und bringt ein maximales Drehmoment von 480 Nm an die Räder. Der Kraftstoffverbrauch beläuft sich dabei laut Hersteller im Schnitt auf 4,9 Liter je 100 Kilometer, die CO2-Emissionen liegen entsprechend bei 129 g/km.

Außerdem stellen Ihnen die Schweden den Einstiegsdiesel D3 mit 110 kW / 150 PS (ab November lieferbar), den D4 mit 140 kW / 190 PS oder aber die beiden Ottomotoren T5 mit 187 kW / 254 PS sowie den zusätzlich per Kompressor aufgeladenen T6 AWD mit 235 kW / 320 PS zur Wahl.

Während die beiden leistungsstärksten Aggregate D5 und T6 stets an einen Allradantrieb und die Achtgang-Automatik gekoppelt sind, sind die beiden von Haus aus mit einem Sechsgang-Handschalter ausgestatteten Dieselmotoren D3 und D4 wahlweise mit Front-oder Allradantrieb verfügbar und auf Wunsch auch mit der Automatik kombinierbar. Der T5 wird dagegen ausschließlich mit Frontantrieb ausgeliefert, ist aber serienmäßig an die 8-Gang-Geartronic gekoppelt.

Stand: Oktober 2016; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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