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Opel Adam – Alles eine Sache der Wahl

Das uns der Opel Adam bereits nach einer kurzen ersten Ausfahrt durchweg positiv begeistert hat, zeigt unser vergangener Neuheitenbericht mehr als auf. Wenn auch ein ausführlicher Praxistest diesen Eindruck nicht grundlegend erschüttern konnte, so zeigte dieser aber dennoch kleinere Schwächen auf und verdeutlichte nochmals, dass man sich bei all den unendlichen Ausstattungsmöglichkeiten betreffend der Konfiguration seines eigenen Adam ausreichend Zeit nehmen muss. Die einzelnen Varianten und Optionen sollten bis ins Detail durchgecheckt werden – so vermeiden Sie beispielsweise auch die nachträgliche Suche nach dem CD-Player, denn dieser gehört beim optionalen „IntelliLink“ Multimedia-System wahrlich zum alten Eisen. Doch wer erst mal die ganzen Vorteile des sehr preiswerten Systems raus hat, vermisst die CD-Funktion zu keiner Zeit mehr.

Nicht, dass es dem Adam bei seiner Einführung an Individualität mangelte, doch schon ein Jahr nach der Einführung stocken die Rüsselsheimer das Angebot der Karosserielackierungen sowie der Dachfarben um zwei weitere Farben – Chocolate Brown und Mahogany Brown – auf. Und auch die in verschiedenen Farben erhältliche Kühlergrillspange ist jetzt wenn gewünscht in Chocolate Brown erhältlich.

Weitere Personalisierungsmöglichkeiten stehen außerdem in Form von zusätzlichen Außendekors, den 31 Radvarianten, sowie den bunten und jederzeit austauschbaren Felgen-Zierclips bereit.

Lassen Sie Ihrem Geschmack freien Lauf und spielen Sie mit den verschiedenen Farb-/Felgen-/Dekorkombinationen, kreieren Sie Ihr eigenes Unikat. Von peppig über ausgeflippt bis hin zu elegant – beim Adam ist nahezu nichts unmöglich und alles nur eine Sache der Wahl.

Wenn auch der Opel Adam in der Liga der Kleinstwagen spielt, so kommt er ganz groß und alles andere als einfältig daher.

Das zeigt auch ein Blick in den Innenraum auf, der scheinbar unbegrenzteWahlmöglichkeiten bereithält.

Vier unterschiedliche Grundfarben treffen auf zahlreiche, darunter auch neue, Stoff-Designs für die Sitze sowie unterschiedliche Dekorelemente – 19 an der Zahl, die zu einem späteren Zeitpunkt auch vom Händler ohne große Mühe ausgewechselt werden können! Dazu gibt es noch Lichteffekte und verschiedene Dachhimmelausführungen.

Bezüglich des Dachhimmels können Sie zwischen einem großen Panorama-Sonnendach oder den Design-Dachhimmeln in den Varianten Wolken „Sky“, Herbstlaub „Fly“, Zielflagge „Go“ oder dem „Sternenhimmel“ mit insgesamt 63 LEDs auswählen.

Die Materialanmutung wie auch die Verarbeitung überraschen dabei mit sehr hohem Niveau. Hier kommt alles andere als Kleinwagenatmosphäre auf, dass gilt auch für das tolle Lenkrad, das sich zudem in Höhe und Weite justieren lässt.

Das funktional und zugleich modern gestaltete Cockpit beweist zudem Liebe zum Detail, so ist beispielsweise der Fahrzeugschlüssel farblich auf die Karosseriefarbe abgestimmt, der Schaltknauf mit einer schicken silbernen Applikation versehen und die beleuchtete Instrumenteneinheit stellt gerade in der Nacht einen absoluten Hingucker dar.

Einzig die etwas tief positionierte Klimaanlageneinheit könnten wir dem Adam ankreiden und manchmal wünschten wir uns einfach den klassischen Drehregler zurück, da sich auch die Lautstärke per Touchbewegung einstellen lässt. Ansonsten gibt es an der intuitiven und „tastenlosen“ Menüführung des IntelliLink-Infotainment-System nichts zu deuteln.

Womit wir auch schon zu einem weiteren Highlight des Opel Adam kommen, der bestmöglichen Vernetzung zwischen dem Fahrzeug und Ihrem Telefon. IntelliLink ist mit iOS Apple- als auch mit Android-Smartphones kompatibel und über einen 7-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole intuitiv bedienbar.

Auf dem Handy gespeicherte Musik- oder Video-Dateien lassen sich nun abspielen oder man kann auf das Internetradio zurückgreifen und dankder preislich sehr attraktiven Navigations-App „BringGo“ sich sogar durch die Welt manövrieren lassen.

Hierbei ergibt sich außerdem der Vorteil der möglichen Navigation via Smartphone auch nach Verlassen des Autos. Darüber hinaus können wir BringGo mit Internet-Suchmaschinen verbinden und dadurch auf nützliche Tipps, seien es Restaurant- oder Hotelvorschläge, zugreifen.

Auch andere mobile Endgeräte wie MP3-Player, iPod oder Tablets können an das Multimedia-System gekoppelt werden. Einige dieser Funktionen lassen sich dabei auch per Multifunktionslenkrad steuern.

Mit einem Aufpreis von gerade mal 300 Euro hat das Radio IntelliLink also einiges zu bieten, wie gesagt, nur der CD-Player fehlt. Doch wer sein Leben bereits mit dem Smartphone vernetzt hat, wird diesen nicht mehr vermissen.

Großgewachsene nehmen auf den vorderen gut dimensionierten und ausgeformten Sitzen bequem Platz, einzig die Sitzauflage könnte ab einer Körpergröße von 1,80 Meter etwas länger sein, der Seitenhalt dagegen ist top.

Verständlich, das der Zustieg nach hinten bei einem Dreitürer nicht so komfortabel ist wie bei einer Karosserievariante mit fünf Türen, allerdings versuchen die Rüsselsheimer den Ein- und Ausstieg mittels Easy-Entry-Einstiegshilfe zu erleichtern. Und so gelangen wir auch ohne große Verrenkungen auf die Rückbank.

Ebenso einleuchtend ist die Tatsache, dass wir bei einer Fahrzeuglänge von knapp 3,70 Metern und einer Breite von 1,72 Meter kein Raumwunder erwarten können. Und so geht es im Fond spürbar enger zu und mit einer Körpergröße von 1,80 Meter nehmen wir wegen der abfallenden Dachlinie und dem beengten Beinraum hier nur noch auf kurzen Strecken gerne Platz.

So eignen sich die Rücksitze vielmehr als zusätzlicher Stauraum, den der Adam in Anbetracht des geringen Kofferraumvolumens von 170 Liter auch dringend nötig hat. Mit maximal 665 Liter immer noch kein Lademeister, können dann wenigstensGetränkekisten mühelos transportiert werden. Doch ob bei umgeklappten Rücksitzlehnen oder nicht, die Gepäckstücke müssen beim Beladen stets weit angehoben und beim Herausnehmen auch wieder beschwerlich herausgewuchtet werden.

Die Konzeption des Kofferraumes ist somit nicht wirklich rückenfreundlich und zeigt sich im Detail leider auch unpraktisch. Abgesehen von einer hohen Ladekante/-schwelle und einer beim Umlegen entstehenden Stufe muss die Gepäckraumabdeckung leider per Hand hoch bzw. heruntergeklappt werden, letzteren Vorgang vergisst man anfänglich nur zu gern. Pfiffig dagegen, die Kofferraumklappe lässt sich mittels Betätigung des dort angebrachten Marken-Logos entriegeln.

Entscheiden Sie sich für den Adam SLAM, rollt der Kleinwagen nicht nur auf 17- oder 18-Zoll-Felgen daher, sondern ist mit einem Sportfahrwerk und einer noch direkteren Lenkung versehen.

Das straff gefederte Sportfahrwerk lässt hohe Kurvengeschwindigkeiten zu und überzeugt mit jeder Menge Fahrspaß. Knackig agil, folgt er willig den Lenkbefehlen, tendiert leicht zum Untersteuern und wird einzig beim abrupten Lastwechsel etwas giftiger, bleibt aber stets einfach beherrschbar. Das elektronische Stabilitätsprogramm hat ohnehin alles im Griff, greift aber erfreulicherweise nicht störend ein.

Die sportliche Auslegung geht selbstverständlich zu Lasten des Komforts und so poltern grobe Schlaglöcher gerade an der Hinterachse sowohl akustisch als auch körperlich stark durch. Der raubeinige Charakter wird sportlich Ambitionierten jedoch nicht negativ aufstoßen.

Trifft der Adam bei erreichter Höchstgeschwindigkeit auf Straßenunebenheiten wird er allerdings zunehmend unruhiger, kommt nun noch ein Bremsmanöver hinzu, verliert der Adam leider etwas an Souveränität, bleibt aber auch dann noch mit etwas Geschick kontrollierbar.

Die elektronische Servo-Lenkung birgt außerdem den Vorzug des serienmäßigen City-Modus, der dem Fahrer eine erhöhteLenkunterstützung bei niedrigen Geschwindigkeiten zur Seite stellt, dies kommt einem gerade bei Einparkmanövern entgegen. Der optionale Parkassistent für 580,- Euro übernimmt diesen Vorgang sogar eigenständig und umfasst außerdem einen Toter-Winkel-Warner.

Elektronische Hilfen, wie das ESP Plus, ABS und Traktionskontrolle, der Berg-Anfahr-Assistent wie auch der Geschwindigkeitsregler inklusive -begrenzer zählen ebenso zum serienmäßigen Umfang, wie die elektronische Bremskraftverteilung und Kurvenbremskontrolle.

Die spontan ansprechende Bremse absolvierte auch nach mehrmaligen Vollbremsungen aus Tempo 100 vorbildliche und zuverlässige Arbeit.

Mit dem 87 PS starken 1.4-Liter-Aggregat erreicht der Adam solide Fahrleistungen, die ihn in der City zu einem angenehmen Flitzer machen und auf der Landstraße Beschleunigungswerte von 12,5 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 ermöglichen.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 176 km/h kann man auch gut mitschwimmen, wer jedoch öfter den Einsatz auf der Autobahn sucht, würde sich über einen 6. Gang freuen.
Zumal der Adam reichlich Schaltarbeit verlangt um auf Touren zu kommen. Denn das maximale Drehmoment von 130 Newtonmetern liegt erst bei 4.000 U/min voll an. Und auch der Motorengeräuschentwicklung würde ein weiterer Gang entgegenwirken. Ansonsten gibt die angenehm leichtgängig und präzise geführte Handschaltung keinen Grund zur Klage.

Die zur Wahl stehende Motorenfamilie ist, wenn gewünscht, auch mit ecoFlex-Fahrassistent erhältlich, das Technologiepaket umfasst dabei nicht nur ein Start/Stopp System sowie eine Hochschaltempfehlung sondern auch eine Hochleistungsbatterie und ein verstärkter Anlasser, der optimierte Generator und spezielle Leichtlaufreifen gehören ebenfalls zu den Spritsparmaßnahmen.

Laut Datenblatt soll bei der eco-FLEX-Variante ein Verbrauch von 5,1 Litern möglich sein. In der Praxis waren diese Angaben jedoch nichtrealisierbar und so flossen in der Regel gut zwei Liter mehr durch die Spritleitungen.

Dreipunkt-Sicherheitsgurte mit serienmäßigen Gurtkraftbegrenzern und pyrotechnischen Gurtstraffern sowie auf den vorderen Plätzen hinzukommende doppelte Gurtstraffer als auch auskuppelnde Sicherheitspedale, zwei Frontairbags, Brust-Becken-Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer und Kopfairbags vorne und hinten beugen im Falle eines Unfalls schweren Verletzungen vor.

Außerdem halten die Plätze im Fond das Kindersitzbefestigungssystem ISOFIX inklusive Top-Tether-Befestigungsösen bereit, somit reist im Adam auch der Nachwuchs sicher mit.
Auch der Preis ist natürlich alles eine Sache Ihrer Wahl. Den Einstieg gibt der Opel Adam mit der 51 kW-Motorisierung in der namenlosen Basisvariante für 11.500,- Euro. Das es dabei meist nicht bleibt, zeigen die Auswertungen der bisherigen Verkäufe nur zu gut auf.

Und so entscheidet sich die Käuferschicht zwischen den unterschiedlichen Ausstattungen, die auf verschiedene Geschmacksrichtungen ausgelegt sind. Vom trendigen JAM ab 13.400,- über den stylischen GLAM ab 14.090,- Euro bis hin zum sportlichen SLAM, der einem mindestens 14.290,- Euro abverlangt. Neu, sind außerdem die nun erhältlichen White Link und Black Link Modelle für 16.190,- bzw. 16.650,- Euro.

Die einzelnen Motorisierungen sowie die ecoFLEX-Versionen verlangen jeweils einen weiteren Aufpreis. Die Wahl ist damit noch lange nicht erschöpft, zahlreiche weitere Optionen von diversen Paketen bis hin zu Einzelpositionen stehen dem Kleinen außerdem zur Seite. Für einen im A-Segment angesiedelten Wagen ist der Adam auch mit untypischen Komfortmerkmalen wie dem beheizbaren Lederlenkrad und dem vollintegrierten FlexFix-Fahrradträger aufrüstbar.

Und so bleibt uns nur noch der Rat an Sie, gönnen Sie sich einen Besuch bei Ihrem Opel Händler und studieren Sie die Möglichkeiten ganz genau, denn wie gesagt, „Alles eine Sache IhrerWahl“.

Wenn auch all die verlockenden Features die Gefahr bergen, den Preis in die Höhe zu treiben, so können wir Sie dennoch beruhigen, Opel bietet die meisten Annehmlichkeiten und Raffinessen zu sehr attraktiven Preisen an.

Stand: Januar 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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