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Nissan Qashqai

Der Nissan Qashqai bekam vor einem Jahr eine Modellauffrischung spendiert und ist seit Sommer diesen Jahres sogar teilautomatisiert unterwegs. Das Facelift wurde nicht nur sicherer, das SUV wartet zudem mit einer überarbeiteten Motorenpalette auf und zwei Sondermodelle steigern die Attraktivität zusätzlich.

Im Vergleich zum Generationswechsel sind die Veränderungen zuletzt sehr behutsam ausgefallen, die Silhouette bleibt beim Facelift praktisch unverändert. Dennoch haben die Designer dem Qashqai-Gesicht durch feine Modifizierungen mehr Dynamik und Charakter verleihen können. Farblich bringt Nissan mit Vivid Blue und Chestnut Bronze eine Auffrischung in die Farbpalette.

Auch das Design der Halogen- und LED-Leuchten an Front, aber auch am Heck weisen eine deutliche Veränderung auf, verfügt die gesamte Rückleuchteneinheit beispielsweise über einen wirkungsvollen 3D-Effekt. Gegen Aufpreis bzw. Serie ab Tekna ist nun sogar ein adaptives Lichtsystem erhältlich.

Das Topmodell Tekna+ bekommt zudem ein Dynamic-Paket spendiert, in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger vorn und hinten, in Silber ausgeführte Außenspiegel und neue Seitenleisten setzen hier eigenständige Akzente.

Im Interieur setzt Nissan auf eine Auffrischung in Form von neuen Materialien, am Armaturenbrett gibt es einen schönen Materialmix aus einem haptisch wie optisch gelungenen Kunststoff. In der neuen Top-Ausstattung Tekna+ verwöhnt der Nissan Qashqai nun sogar mit neuenNappaledersitzen in Monoform-Design und gesteppten Flächen sowie eine Memory-Funktion für den Fahrersitz und wartet mit einem schwarzen Dachhimmel und Aluminium-Optik auf.

Sofort ins Auge fällt natürlich das neue und unten abgeflachte Multifunktionslenkrad mit Mattchrom-Einsätzen, das sich wirklich sehr gut macht.

Eine einfachere Bedienung stand ebenso im Fokus, womit wir auch schon bei der verbesserten Sprachsteuerung und dem weiterentwickelten Infotainment-System NissanConnect mit integrierten 7-Zoll-Touchscreen und neuer Multitouch-Funktionalität angelangt sind. Dank neuer Oberfläche geht die Steuerung diverser Funktionen leichter von der Hand, zudem ist eine intuitive Einbindung Ihres Smartphones möglich, ausgenommen die Basisvariante ist Apple CarPlay und Android Auto nun serienmäßig an Bord.

Über die neue Smartphone-App „Door to Door Navigation“ können Sie darüber hinaus weitere Funktionen freischalten und beispielsweise das Reiseziel bequem per Smartphone zuhause oder am Arbeitsplatz eingeben und an den Nissan Qashqai senden. Die Routenführung beginnt, sobald Sie hinter dem Steuer Platz genommen haben.

TomTom Premium Traffic liefert die präzise Echtzeit-Verkehrsinformationen und optimiert die Routenführung und hilft das Umfahren von Staus. Nach erreichen des eingegebenen Zielortes, können Sie den angesteuerten Parkplatz auf dem Smartphone einspeichern, um sich später dorthin zurückleiten zu lassen. Apropos, die Satelliten-Navigation muss nicht extra geordert werden, sie ist ebenso im Umfang enthalten, wie derDigitalradio-Empfang (DAB), oder die Möglichkeit den Startbildschirm per „Drag and Drop“ nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

Highend für die Ohren liefert das optional erhältliche BOSE Soundsystem mit sieben Lautsprechern (Serie bei Tekna+) und individuellen Einstellmöglichkeiten.

Auf den ersten Sitz ist das Gestühl gut ausgeformt und angenehm straff gepolstert, allerdings haben wir uns im Testwagen etwas eingesessen. Gerade Vielfahrern würde das aufstoßen. Die manuelle Sitzverstellung geht gut von der Hand, für die Lehne hätten wir aber lieber ein Drehrad statt Hebel gehabt.

Auf der Rückbank ist der Platz auch hinter einem auf 1.80 Meter eingestellten Fahrersitz für einen großgewachsenen Mitfahrer sehr gut, der Kopfraum reicht ebenfalls aus.
Möchten Sie den Raum als zusätzliche Ablage nutzen, genügt ein Zug und die Rücksitzlehnen fallen 1/3 zu 2/3 nach vorne. Die Ladefläche ist eben und praktischerweise kann man den Ladeboden zweifach umklappen oder ganz herausnehmen. Je nach Konfiguration passen 430 bis 1.598 Liter rein.

Der Nissan Qashqai hat guten Fahrkomfort vorzuweisen, nur grobe Querrillen werden auch spürbar nach innen weitergegeben. Auf dem Weg durch die Altstadt stößt ihm das Kopfsteinpflaster etwas ruppig auf, hier verliert sich leider der ansonsten gebotene Komfort.

Dafür kommt diese Straffheit beim Kurvenritt zu gute, die Kehren lassen sich mit hohem Tempo souverän meistern, die Lenkung reagiert hierbei angenehm straff und direkt. Und selbst in unserer frontangetriebenen Version bleibt das Fahrzeugsicher zu handeln.

Die Motorenpalette die der Nissan Qashqai zu bieten hat erfüllt selbstverständlich die Abgasnorm Euro 6d-Temp und umfasst einen neuen 1,7-Liter-Dieselmotor mit 110 kW/150 PS, einen weiteren Selbstzünder mit 1,5-Liter und 115 Pferdestärken und den 1,3-Liter-Benziner in den zwei Leistungsstufen mit 103 kW/140 PS und 240 Nm sowie 118 kW/160 PS und 260 Nm.

Beide stets an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt, ist der Ottomotor in der stärkeren Ausführung auch in Verbindung mit einem neuen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (7DCT) lieferbar, das Drehmoment steigt in diesem Fall auf 270 Newtonmeter an. Der Verbrauch ist zwischen 5,3 und 5,8 Liter angegeben, der CO2-Ausstoß beläuft sich entsprechend auf 121 bis 131 g/km.

Der 1,2-Liter-Benziner mit 115 PS und das 163 PS starke 1,6-Liter-Aggregat, wie auch die Xtronic-Automatik sind somit Geschichte, zumindest beim Benziner.

Denn der 1.7 dCi ist alternativ zum manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe für 1.650 Euro auch mit der Xtronic-Automatik erhältlich. Dies setzt allerdings den All-Mode 4×4 voraus, für die ausschließlich hier erhältliche Allrad-Variante werden wiederum weitere zweitausend Euro fällig, alle anderen Motorisierungen sind an Frontantrieb gekoppelt.

Aus 1,7 Litern Hubraum holt der neue Selbstzünder mit Turbolader 110 kW/150 PS und ein maximales Drehmoment von 340 Nm heraus, das bereits bei 1.750 Touren voll ansteht. Eine verbesserte Abgasrückführung sowie die selektive katalytische Reduktion (SCR) mit AdBlue dient zur Reduzierung derStickoxidemissionen (NOX).

Der kombinierte Kraftstoffverbrauch beträgt beim Handschalter 4,7 bis 5,2 Liter, was CO2-Emissionen von 123 bis 138 g/km entspricht. Die Allradversion in Kombination mit dem stufenlosen Xtronic-Getriebe gibt Nissan mit folgenden Werten an: 5,5 bis 5,8 Liter auf hundert Kilometer und 145 bis 154 g/km CO2.

Aber auch der 1,5-Liter-Einstiegsdiesel mit 85 kW/115 PS und einem Drehmoment von 285 Newtonmeter wurde umfassend überarbeitet. Ich persönlich würde hier anstelle der Sechsgang-Schaltung, die optionale Siebengang-Doppelkupplung auswählen, die für einen Aufpreis von 1.700 Euro den Cruise-Faktor nochmals unterstreicht. Wenn auch der Handschalter auf kurzen Wegen angenehm knackig durch die Kulisse gleitet und sauber geführt ist.

Sportliche Fahrleistungen sind dem kleinen Diesel zwar nicht abzuverlangen, doch gerade Fahrer mit einer hohen Kilometerlaufleistung werden sich über die Effizienz des Motors freuen. Für den 1,5-Liter-Dieselmotor gibt Nissan einen CO2-Ausstoß von nur 100 g/km an.

Im alltäglichen haben wir zwischen vier ½ und fünf Liter verbraucht. Werte, die nur knapp über der Werksangabe von 4,2 Liter liegt.

Im Bereich der Assistenzsysteme kann der Nissan Qashqai seit Einführung der aufgefrischten Version mit dem ProPILOT auffahren. Als Teil der „Nissan Intelligent Mobility“-Strategie ermöglicht das Fahrerassistenzsystem, die automatische Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsen im einspurigen Autobahnverkehr. In Verbindung mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (7DCT) odermit Xtronic Automatik umfasst das System außerdem einen Stau-Assistenten mit Stop-&-Go-Funktion. Das heißt, das SUV bremst selbstständig bis zum Stillstand ab und setzt sich automatisch in Bewegung, sobald der vorausfahrende Verkehrsteilnehmer wieder losfährt. Mit ProPilot an Bord, ist der Qashqai erstmals teilautomatisiert unterwegs und das in den beiden Tekna-Varianten serienmäßig oder alternativ in der Ausstattungslinie N-Connecta für einen Aufpreis von 900 Euro.

Außerdem wurde der Intelligente Autonome Notbrems-Assistent um eine Fußgängererkennung ergänzt und auch der Querverkehrs-Warner ist neu. Eine Müdigkeitserkennung, der Einpark-Assistent, der Intelligente Around View Monitor für 360-Grad-Rundumsicht, die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, der Spurhalte- und Totwinkel-Assistent sowie die Verkehrsschildererkennung und Fernlichtautomatik sind ebenfalls verbaut oder optional erhältlich.

Der Nissan Qashqai ist als Visia zu Preisen ab 21.790 Euro erhältlich, der Acenta startet bei 26.155 Euro, die N-CONNECTA Ausstattung verlangt Ihnen 28.310 Euro ab und der Nissan Qashqai Tekna geht bei 31.110 Euro los, während das Topmodell Tekna+ ab 35.210 Euro beginnt, alle genannten Preise wurden in Verbindung mit dem 140 PS starken 1,3-Liter-Turbobenziner ermittelt.

Doch damit nicht genug, Nissan bietet den Qashqai auch als „N-WAY“- und „N-Motion“-Sondermodell an. Diese umfassen zahlreiche gefragte Ausstattungsdetails und bieten attraktive Preisvorteile. Basierend auf der Acenta-Variante hat das N-WAY Modell einen Vorteilvon 1.140 Euro in petto und ist ab 27.655 Euro zu haben. Der N-Motion baut auf der N-Connecta Ausstattung auf, ab 30.720 Euro bestellbar, gewährt Ihnen dieses Modell sogar einen Kundenvorteil von 1.500 Euro.

Stand: Oktober 2019; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind; Innenraumfoto: Nissan

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