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Hyundai Kona

Nun steigt auch Hyundai in das wachstumsstarke Segment der kleinen Sport Utility Vehicles ein und erfindet sich mit dem neuen Hyundai Kona sogleich neu, gab es solch ein Lifestyle-betontes Modell bis dato noch nicht im Portfolio. Und so rundet der Kona die SUV-Produktpalette nicht nur nach unten hin ab, er fällt zugleich auch aus dem Rahmen, handelt es sich hier keineswegs um eine kleine Version des Tuscon.

Die Verantwortlichen möchten mit dem Kona Neukunden für sich gewinnen und insbesondere abenteuerlustige Personen locken, die dem konservativen Lebensstil entfliehen möchten. Völlig neue Wege gehen die Koreaner diesbezüglich auch beim Namen, während die großen SUV-Brüder nach den Städten Tucson und Santa Fe benannt worden sind, leitet sich dieser Modellname von einer Hawaii-Insel, dem Kona Distrikt, ab.

Nichts geht weiter auseinander als Geschmäcker und so möchten wir Ihnen an dieser Stelle gar nicht unsere Meinung aufdrängen, entscheiden Sie für sich selbst, ob Ihnen der neue Hyundai Kona gefällt oder nicht.

Ein Lifestyle-Auto ohne Bicolor-Lackierung im Angebot, scheint mittlerweile undenkbar, und so bringt Hyundai mit der erstmals erhältlichen Zweifarblackierung noch mehr Abwechslung ins Spiel. So können Sie das Dach gegen 600,- Euro Aufpreis – allerdings nur in den Versionen Style und Premium möglich – in Schwarz (Phantom Black) oder dunklem Grau (Dark Knight) lackieren lassen, was sich gerade in Verbindung mit den farbenfrohen Lackierungen Acid Yellow, Tangerine Comet oder Blue Lagoon besonders gut macht. Insgesamt hat Hyundai übrigenszehn Farbtöne im Angebot.

Der Vergleich mit der Konzernschwester kommt unweigerlich auf den Tisch, auch wenn der Hyundai Kona auf eine eigens entwickelte und neue Plattform setzt, die ihm zudem den Verbau eines Allradantriebs möglich macht. Auf eine Gegenüberstellung möchten wir hier und jetzt verzichten und Sie bei Interesse lediglich auf unseren Fahrbericht vom Kia Stonic verlinken.

Kein Modell der Marke bot Ihnen bis dato so große Individualisierungsmöglichkeiten, so lassen sich Lüftungsdüsen, Schalthebelverkleidung, die Einfassung von Zündschloss oder Start-/ Stopp-Knopf, die Nähte von Sitzbezügen und Lenkrad auf Wunsch passend zu Außen in Limone, Orange oder Rot ausführen. Das bietet zum klassischen Schwarz natürlich einen tollen Kontrast. Besonders gut gefallen haben uns die entsprechend farblich abgestimmten Sicherheitsgurte.

Die Begeisterung trübt allerdings ein Blick in die Preisliste. Denn wer auf farbliche Akzente setzen möchte, findet diese nur in der Ausstattung Style und muss dann auch noch 1.400 Euro dafür zahlen. Warum die vereinzelten farblichen Elemente so teuer sind? Sie sind nur in Verbindung mit den Ledersitzen zu haben.

In Fahrzeugen, die gezielt den Lifestyle-orientieren Kunden ansprechen möchten, darf die Smartphone-Anbindung per Android Auto und/oder Apple CarPlay natürlich nicht fehlen. So bietet der Kona nicht nur diese Möglichkeit sowie den optionalen Routenführer, sondern ebenfalls ein erstmals von Hyundai eingesetztes System mit der Bezeichnung DisplayAudio. Warum diese Multimedia-Einheit jedoch über einen sieben Zoll Touchscreen bedient wird, platziert Hyundai ansonsten für Audio- und Navigationssystem einen acht Zoll großen Touchscreen freistehend mittig auf der Armatur. Aber gut, darüber hinaus verfügt dieses System über Bluetooth und ermöglicht Telefonieren via Freisprecheinrichtung oder aber Musikstreaming und überträgt außerdem das Bild der serienmäßig integrierten Rückfahrkamera.

Neu ist auch der nun erhältliche Head-up-Display. Mittels Tastendruck fährt oberhalb des Instrumententrägers eine transparente Scheibe heraus, auf die nicht nur die Geschwindigkeit und Navigationsanweisungen projiziert werden, auch der Tankinhalt oder Hinweise der zahlreichen Assistenzsysteme können direkt in Deinem Sichtfeld angezeigt werden.

Während viele Handys noch nicht in der Lage sind, ist der Hyundai Kona in den beiden höchsten Ausstattungsvarianten bereit Dein Handy auch kabellos über eine Ablagefläche mit Ladefunktion nach dem Qi-Standard aufzuladen.

Wer das für 850,- Euro in der Version Trend, Style und Premium erhältliche Navigationssystem ordert, kommt auch in den Genuss des Soundsystems des amerikanischen Hi-Fi-Spezialisten Krell mit acht Lautsprechern.

Mit der kompakten Außenlänge von 4,17 Metern, mit Außenspiegeln knapp über zwei Meter breit und einer Höhe von 1,55 Metern erweist sich der Hyundai Kona als ein SUV, das sich besonders in unseren Städten wohlfühlen soll, mit einem Radstand von 2,60 Metern aber zugleich großzügigen Raum im Inneren bietet.

So bringen Sie nicht nur fünf Großgewachsene bequem unter, auch dasGepäckabteil erweist sich mit einem Ladevolumen von 361 Litern als praxistauglich.

Wenn auch nicht rekordverdächtig, so können Sie aber mit einfachen Handgriffen die Rückbank asymmetrisch geteilt umklappen und den Stauraum auf bis zu 1.143 Liter vergrößern. Der Einlegeboden erlaubt darüber hinaus eine flexible Anpassung.

Unabhänig von der Variante, Front- oder Allrad, verfügt der Hyundai Kona über eine Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen. Doch während in den Modellen mit Frontantrieb eine Verbundlenker-Hinterachse zum Einsatz kommt, wurde in den Allradantrieb-Versionen eine fahraktive Mehrlenker-Hinterradaufhängung verbaut.

Im Gesamten angenehm straff ausgelegt, poltert zwar die ein oder andere Unebenheit merklich nach Innen, dafür vermittelt er mir in schnell gefahrenen Kurven ein wunderbar dynamisches Gefühl und das trotz höheren Aufbaus.

Dass es den Hyundai Kona auch mit Allradantrieb gibt, ist im Segment der kleinen SUVs durchaus selten, aber ehrlich gesagt auch meist nicht gefragt. Und so sehen wir das Angebot beim Kona auch eher als Einschränkung.

Denn, interessieren Sie sich für den 177 PS (130 kW) starken 1.6 T-GDI, müssen Sie den Allrad in Kauf nehmen, in dieser ausschließlich erhältlichen Kombination ist dann auch das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe 7-DCT enthalten.

Da das Topmodell unter Volllast jedoch seine Harmonie verliert, legen wir doch lieber eine gemütliche Gangart an den Tag, wofür dann aber auch der 1,0-Liter-Turbobenziner mit 88 kW / 120 PS völlig ausreicht, diesen wiederum gibt es stets mit Sechsgang-Handschaltung und Frontantrieb und so sollder Dreizylinder voraussichtlich auch über 70 Prozent des Volumens einnehmen.

Wer sich für Daten und Fakten interessiert … während der Vierzylinder in 7,9 Sekunden von Null auf Tempo 100 beschleunigt und auf der Autobahn 205 km/h schnell wird, hängt der Dreizylinder natürlich mit zwölf Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 181 km/h spürbar hinterher. Aber im alltäglichen und entspannten Fahrbetrieb ist davon nichts zu spüren. Erweist sich hier der kleine Benziner durchaus als sehr angenehm und zeigt sich beim Verbrauch mit den Herstellerangaben von 5,4 Litern gegenüber den 6,7 Litern natürlich deutlich sparsamer (CO2-Emissionen in g/km kombiniert: 125 bzw. 153).

Zum Marktstart am 4. November 2017 sind zunächst nur der 1.0 T-GDI und der 1.6 T-GDI verfügbar. 2018 folgt ein neu entwickeltes 1,6-Liter-Dieseltriebwerk, das in den Leistungsstufen 85 kW/115 PS und 100 kW/136 PS Leistung angeboten wird.

Zudem wird der Hyundai Kona ab dem nächsten Jahr als rein batteriebetriebene Elektro-Variante vorfahren. Die Reichweite des strombetriebenen Kona soll in der zweiten Ausbaustufe bis zu 500 Kilometer betragen.

Bereits in der kleinsten Ausstattungsvariante Pure finden Sie in den aktiven Spurhalte- und Aufmerksamkeitsassistent. Ab der Ausstattungslinie Select legt Hyundai serienmäßig den autonomen Notbremsassistent inklusive Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung drauf (gegen Aufpreis auch für das Einstiegsmodell erhältlich). Den Totwinkel-Assistent und Querverkehrswarner hinten hat Hyundai in die Topausstattung Premium gepackt und bietet diese optional auch für den Stylean.

Wiederum bei allen Versionen von Haus aus an Bord sind der Bergabfahr- und Berganfahrassistent oder beispielsweise der Lichtsensor. Apropos, Voll-LED-Scheinwerfer werden in Verbindung mit Abbiegelicht und Fernlichtassistent serienmäßig im Topmodell angeboten und kann in den Versionen Trend und Style hinzugebucht werden.

Neben den Niveaus Pure und Select, die beide allerdings ausschließlich mit dem 1.0 T-GDI für 17.500 bzw. 18.350 Euro zu haben sind, hat Hyundai die drei Ausstattungslinien Trend, Style und Premium zu bieten, die mit beiden Antrieben kombinierbar sind. Die Preise erstrecken sich entsprechend von 20.300 bis 28.600 Euro.

Der Faktor „Lifestyle“ taucht allerdings erst in der Ausstattung Style auf. So sind diese Modellvarianten an den 18 Zoll großen Leichtmetallfelgen, den Chromumrandungen, den dunkel getönten Scheiben ab der B-Säule und einem Unterfahrschutz hinten zu erkennen. Die Farbelemente gibt es wie bereits erwähnt auch erst hier.

Das Head-up-Display, die Sitzlüftung, die elektrische Sitzverstellung, der Bordcomputer mit 4,2-Zoll-Farbdisplay, das Smart-Key-System inklusive Start-/Stopp-Knopf, der automatisch abblendende Innenspiegel oder die Einparkhilfe vorne bleiben zumindest serienmäßig der Topausstattung Premium vorbehalten.

Mittels diverser Options-Pakete können Sie aber die Version Style und auch teils die Ausstattung Trend mit diesen Extras aufrüsten.

Für alle neuen Kona gewährt Hyundai Ihnen eine Garantie auf das gesamte Fahrzeug von fünf Jahren und das OHNE Kilometerbegrenzung. Die europaweit gültige Hyundai Mobilitätsgarantie, die ebenfalls 60Monate gültig ist, macht das Paket perfekt und verlängert sich bei jeder Wartung in einer Vertragswerkstatt um ein weiteres Jahr ohne Begrenzung des Fahrzeugalters bis zu einer Fahrleistung von 200.000 Kilometern.

Stand: Oktober 2017; Test/Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

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