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Honda Civic Sport 1.6 i-DTEC

Es ist immer wieder erstaunlich, dass selbst ein „kleines Facelift“ doch ordentlich Wirkung zeigen kann. So auch beim neuen Civic, wo vor allem die neuen Frontleuchten mit dem LED-Tagfahrlicht besonders ins Auge stechen. Und was fürs Auge ist vor allem auch die Ausstattungsvariante SPORT, die nicht zuletzt mit den schwarzen Alufelgen im 17 Zoll Format dem Civic gut zu Gesicht stehen. Als Motor diente mal wieder der gute alte Bekannte: der 1.6-Liter Diesel mit 120 PS und geringem Durst, und auch die diversen Fahrer-Assistenzsysteme durften wir schon mal erfahren und fanden doch Neues. Dazu gesellt sich jetzt auch Honda Connect, mit einfacher Bedienung und Konnektivität sowie einem feinen Navi.

Das aktuelle Modelljahr des Honda Civic scheint auf den ersten Blick unverändert, und doch sind bei genauerem Hinsehen einige optische Retuschen zu entdecken.

Als erstes fallen dabei die neuen Frontscheinwerfer auf, die nicht nur schärfer gezeichnet sind sondern jetzt auch mit neuem Innenleben aufwarten und das neue LED-Tagfahrlicht beinhalten. Das umrahmt jetzt praktisch den gesamten Scheinwerfer.

Dafür haben die Nebelscheinwerfer jetzt wieder die Frontschürze für sich alleine, wo übergangsmäßig beim Vorgänger das Tagfahrlicht untergebracht war. Und auch die ganze Schürze an sich wurde neu gestaltet. Die diversen schwarzen Einsätze bis hin zu den schwarzen Fensterrahmen passen vor allem bei dem von uns gefahrenen Modell „SPORT“ gut zu den schwarzen Alufelgen.

Während bei einem Facelift traditionell die Seitenansichtunangetastet bleibt, durfte auch beim Civic das Heck ein paar Neuerungen erfahren. Die Rückleuchten wirken jetzt mit der neuen Einfärbung wesentlich dreidimensionaler und auch der als Verbindung durchlaufende Spoiler mit der dritten Bremsleuchte steht jetzt deutlich mehr hervor und erstrahlt in Wagenfarbe. Dort wo darunter das Honda-Logo sitzt, wurde die Wagenfarbe gegen eine schwarze Blende ausgetauscht.

Auch das harmoniert wiederum sehr gut mit dem Diffusor in der ebenfalls überarbeiteten Heckschürze. Alles in allem wirkt der aktuelle Civic damit jetzt deutlich markanter und sportlicher. Der Auspuff versteckt sich aber auch hier wieder.

Sehr schick gemacht ist die kleine Einstiegsleiste an den Vordertüren, die aber gerne hätte noch ein Stück länger sein können, in sie ist ein Civic-Schriftzug eingelassen, der blau leuchtet, was vor allem gut zu der blauen Außenlackierung unseres Testwagens passte.

Innen wertet eine schicke Blende auf der Beifahrerseite über dem Handschuhfach das Armaturenbrett weiter auf – leider taucht dieses Element dann im Rest des Fahrzeugs nicht mehr auf. Unter der Mittelarmlehne vorne im Fach bietet der neue Civic gleich eine ganze Armada an USB- und 12 Volt-Steckdosen auf. Und der große Touchscreen in der Mitte wurde ebenfalls optisch überarbeitet. Doch halt! Dahinter verbirgt sich das neue Honda CONNECT basierend auf Android 4.0.4. Das Infotainmentsystem will durch einfachste Bedienung und Konnektivität begeistern und ist auch ganz intuitiv zu bedienen, es vereint zahlreiche Funktionen von Audio über Bluetooth, Internetzugang, Garmin-Navigation und dasHonda App Center.

Das optionale Navi wird bequem über den Touchscreen gesteuert, da der schön groß ist, geht das alles fix von der Hand, ein bisschen unglücklich ist nur, das ausgerechnet die Zieleingabe, die man ja am ehesten braucht, erst erreicht wird, wenn man etwas nach unten gescrollt hat, da alles alphabetisch geordnet wurde. Klar, dass man nach Ortsnamen oder Postleitzahl suchen kann, das geht sehr schnell, und das System macht auch rasch eigene Vorschläge, so hat man schnell die Adresse eingegeben. Und dann unterbreitet es meistens auch verschiedene Routenvorschläge.

Kleiner Fehlstart in unserem Test: das Navi hatte – statt zu erkennen, dass wir in einem Hof stehend beginnen – uns auf einem gegenüberliegenden kleinen Weg gesehen und uns dementsprechend nach links statt nach rechts geschickt.

Die Ansagen vom Navi sind soweit in Ordnung, die Sprache wirkt aber schon mal ein wenig holprig, wenn es dann z.B. Entfernungsangaben macht und sagt „Biegen Sie nach fünf — hundert — Metern — ab“. Einen dicken Pluspunkt konnte das Navi dann aber verbuchen, es war das erst zweite seit meinem Umzug ins Thüringer Schiefergebirge, das unser Haus auch exakt findet. Das ist speziell bei uns durchaus ein Problem, da die Nummerierungen nicht gerade / ungerade und fortlaufend geschehen, sondern nach dem Zeitpunkt der Erbauung der Gebäude und somit wild durcheinander gewürfelt sind. Da steigen bisher noch immer die meistens Navis aus.

Und da es genau wusste, wo unser Haus im Ort liegt, hat es auch den tatsächlich kürzesten und schnellsten Weg zu uns gefunden, was die meisten durchderen falsche Platzierung im Ort nicht schafften. Dafür sagt es „nehmen Sie im Kreisverkehr die zweite Straße“ statt Ausfahrt, geschenkt …

Man muss aber beim Start die Navibestätigung recht schnell absolvieren, sonst schaltet es den Monitor wieder aus. Ist zwar auch kein großes Problem, da ein Tastendruck genügt, um diesen wieder zum Leben zu erwecken. Das Navi zeigt auch einprogrammierte Tempolimits an, ist dabei aber nicht immer auf dem aller neuesten Stand und weicht dann in seiner Anzeige von dem ab, was die Schildererkennung anzeigt, die übrigens gut funktioniert. Allerdings nicht immer, so erkennt sie zwar das Tempo 30-Schild richtig, aber dass dann am Ende des Ortes dieses Tempolimit durch das Ortsausgangsschild aufgehoben ist, erkennt sie nicht.

Womit wir auch schon beim Fahren wären. Und der aktuelle Civic fährt sich richtig sportlich, sein Fahrwerk arbeitet herrlich straff, die Schaltung ist sehr knackig, und dazu passt auch die entsprechend straffe Lenkung. Und auch auf den Sitzen findet man eine straffe Polsterung vor, fühlt sich auch gut eingepackt, obwohl die Ausformung zumindest optisch nicht nach Schalensitz aussieht.

Obwohl unser Testwagen den Namen „SPORT“ trägt, verfügt auch er über einen Econ-Modus. Der dient zur Kraftstoffeinsparung durch Anpassung der Leistung von Getriebe, Klimaautomatik und Tempomat. Ein erster Test mit Econ hat uns einen Verbrauch von 4,5 Litern beschert, normal flott gefahren.

Ohne Econ fährt er sich nicht nur gefühlt spritziger, man hat irgendwie mehr Dampf an der Kette und kann auch etwas niedertouriger fahren,verbrauchsmäßig ergibt sich aber praktisch kein Unterschied. Auch ohne Econ mit deutlich schnelleren Beschleunigungen und flotten Passagen sind wir bei 4,5 Litern auf 100 km gelandet.

Auf ruhiger Überlandfahrt mit Ortsdurchfahrten aber ohne Stop-and-go sind wir sogar mit 4,1 Litern hingekommen. Ein sehr guter Wert, auch wenn wir damit immer noch nicht an die Werksangaben heranreichten. Tempo 130 lässt so um die 5,2 Liter Diesel aus dem Tank laufen. So ab Tempo 160 mehren sich die Abrollgeräusche, der Motor bleibt auch dann noch angenehm dezent brummend im Hintergrund und Windgeräusche sind auch dann kaum auszumachen.

Obwohl der 1,6 Liter Vierzylinder-Dieselmotor mit seinen 88 kW / 120 PS und dem maximalen Drehmoment von 300 Nm bei 2.000 Umdrehungen gut zieht, zeigt sich die Schaltempfehlung, vor allem wenn es bergauf geht, schon mal ein wenig zu optimistisch. Nur gut, dass sich der Griff zum sauber geführten Schalthebel des serienmäßigen Sechsgang-Getriebes zum wahren Vergnügen mausert. Die Gänge sind gut sortiert, die Wege sportlich kurz. Zu bemängeln ist eigentlich nur, dass die Schalter von Außenspiegelheizung, Umluft und Sitzheizung bei den eingelegten Gängen 1, 3 oder 5 ggf. nicht sehr gut zu erreichen sind, da vom Schalthebel verdeckt.

Bereits im letzten Test hatten wir uns ausführlich mit den damals brandneuen Fahrer-Assistenzsystemen beschäftigt. Wer den noch nicht kennt, bitte einmal hinklicken. An dieser Stelle wollen wir nur noch ein Paar Anmerkungen machen, die sich beim jüngsten Testergeben haben.

Die Lichtautomatik lässt angenehm lange das Fahrlicht an und macht es auch schön früh wieder an, nur Nebel bringt das System ggf. etwas aus dem Konzept und auch wenn am Tag schlechte Witterung einsetzt, kommt das Fahrlicht etwas zu spät, sodass ich hier manuell eingegriffen habe. Merkwürdig war zudem, dass in der Anzeige im linken Rundinstrument, wo auch z.B. die Wassertemperatur angezeigt wird, bei aktivierter Lichtautomatik Stand- und Abblendlicht mit einem Symbol angezeigt werden, beim manuellen Aktivieren aber nur das Standlichtsymbol leuchtet.

Beim Toter Winkel Assistent gab es im aktuellen Test jetzt auch auf Landstraßen keine Fehlalarme mehr. Und schön ist jetzt auch, dass wenn man rückwärts ausparkt, das Bild der Rückfahrkamera nicht nur mit den Linien anzeigt, in welche Richtung es geht, sondern mit zusätzlichen Pfeilen auch, an welcher Seite es eng wird. Der Ausparkassistent überwacht zudem den rückwärtigen Verkehr von links und rechts – und das auch in großer Entfernung.

Die Scheibenwischer-Automatik kann auch individuell eingestellt werden und wird so nicht so schnell panisch. Noch immer schade ist, dass der Spurverlassenswarner wirklich nur durch piepsen und optisch warnt und nicht auch durch eigene Lenkimpulse aktiv eingreift.

Und was kostet jetzt der Spaß, mit einem Honda Civic 1.6 i-DTEC SPORT mit 120 PS unterwegs zu sein? 25.390,- Euro, Rückfahrkamera, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn und hinten, zweifach verstellbares Lenkrad, Sitzheizung vorne, Zentralverriegelung, schwarzer Dachhimmel, CityNotbremsassistent, Tempomat, Start-Stop, 17 Zoll Alufelgen, Klimaautomatik, Alu-Pedale, hinten abgedunkelte Scheiben und einiges mehr inklusive. Die diversen Sicherheitsassistenzsystem gehen natürlich extra.

Stand: November 2015, Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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