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Faszination Mercedes-Benz SL.

Seit nun mehr 60 Jahren ist der SL im Segment der Luxussportwagen zuhause und fasziniert ungebrochen. Mit der fünften und aktuellsten Roadster-Version ist es den Stuttgartern gelungen, eine wahrhafte Ikone modern zu interpretieren. Durchaus traditionsbewusst, setzt der neue SL nun nahezu vollständig aus Aluminium gefertigt, wieder auf Leichtbau, eine hervorragende Performance sowie ein emotionales und stilvolles Design. Downsizing und gesteigerte Effizienz entsprechen dagegen ganz dem neuen Zeitgeist, ebenso die zahlreich verbauten Raffinessen, wie das adaptive Wisch-Wasch-System MAGIC VISION CONTROL, der Hands-free-Kofferraumzugang, das Frontbass-System, das Panorama-Variodach, die Kopfraumheizung, unzählige Fahrer-Assistenzsysteme, und, und, und.

Der SL vereint klassisch-sportliche Proportionen mit einer stilvollen und eleganten Linienführung und ist wie aus einem Guss modelliert.

So mündet die anmutige, aufrecht stehende Kühlermaske mit dem großen Zentralstern in einer endlos langen Motorhaube. Hierauf folgt die knackig weit nach hinten versetzte Fahrgastzelle, die ihren fließenden Abschluss im kraftvoll gezeichneten Heck findet. Mit einem cW-Wert von 0,27 setzt der SL aerodynamische Maßstäbe.

Charakterisierend für den Roadster sind die LED-Tagfahrleuchten, die seitlichen Luftauslassgitter mit den verchromten Finnen wie auch die Rückleuchten in Voll-LED-Technik.

Ideenreichtum zeigen diverse Neuerungen auf. Hierzu zählt u.a. das serienmäßige „Magic Vision Control“ Wisch-Wasch-System mit 160 direkt in die Scheibenwischblätter integrierten Düsen. Der bei geöffnetem Dach abgesenkte Wasserdruck verhindert außerdem ein Nass-Spritzen der Insassen.

Im geschlossenen Zustand stellt das Magic Sky Control Glasdach ein Highlight dar und lässt selbst dann dank transparentem Glasdach ein gewisses Open-Air-Gefühl aufkommen. Bei starker Sonneneinstrahlung genügt wiederum ein Tastendruck und die Glasfläche wird automatisch abgedunkelt und der Innenraum so geschützt. Mit 3.430,50 Euro ist dieses Feature allerdings kein Schnäppchen, öffnet bzw. schließt wie aber auch die anderen Verdeckvarianten in 20 Sekunden und setzt dabei ein stehendes Fahrzeug voraus.

Ebenso elegant und sportlich wiedie äußere Hülle präsentiert sich auch das stilvolle Innere, dessen gestalterische Freiheit ganz beim Käufer liegt. Von verschiedenen Holzarten über Zierelemente in Klavierlack schwarz oder weiß bis hin zu Aluminium- und Carbon-Dekor, die stets großzügig verbaut sind, stehen auch unterschiedlichste Lederausführungen zur Wahl. Polsterungen in dunklen Farben sind dabei mit sonnenreflektierendem Leder bezogen, dieses verhindert eine Aufheizung der Sitzfläche und erhöht somit den Sitzkomfort.

Die allesamt sehr hochwertigen Materialien glänzen mit einer ebenso tadellosen Verarbeitungsqualität und werden von der optionalen Ambiente-Beleuchtung mit drei Farbwahlmöglichkeiten in ein wunderbares Licht gehüllt.

Das aufgeräumte Cockpit setzt sich mit zahlreichen Details gelungen in Szene, so nimmt das Farbdisplay des Comand Online den oberen Teil der Mittelkonsole ein und so lassen sich die Funktionen Entertainment, Kommunikation und Navigation mittels Drehcontroller in der Mittelkonsole intuitiv steuern.

Der daneben platzierte DIRECT SELECT-Schalthebel stellt, klein und edel gehalten, ein ebenso gelungenes Designhighlight dar wie die an Triebwerke erinnernden Lüftungsdüsen.
Hinter dem Frontbass-System verbergen sich Hohlräume in den vorderen Längsträgern die als Resonanzraum für die Bässe der Audioanlage genutzt werden. Wer weitere 5.771,50 Euro investiert, kommt hier mit der Bang & Olufsen BeoSound AMG Anlage inklusive 16-Kanal-DSP-Verstärker und ICEpower Verstärker mit einer Gesamtleistung von 900 Watt in Verbindung mit 12 Hochleistungslautsprechern inklusive Frontbass, 2 Höchtöner in „Acoustic Lense Technology“, Mitteltöner/Tieftöner in Türen sowie Centerspeaker im Fond in feinsten Klanggenuss.

Den perfekten Open-Air-Genuss auch bei kühleren Außentemperaturen garantiert die Kopfraumheizung „Airscarf“ sowie das auf Tastendruck elektrisch ausfahrende Glaswindschott. Allerdings sind diese Extras mit weiteren 1.200,- Euro zu entlohnen.

Das ein oder andere „Kleingeld“ kann auch in das Gestühl fließen. Während der aktive Multikontursitz dank Luftkammern perfekten Sitzkomfort bietet, passt sich der fahrdynamische Sitz nicht nur dem Körper sondern auch der aktuellen Fahrsituation an. Die elektrischen Verstellmöglichkeitenumfassen hier nicht nur die klassischen Längs- und Höheneinstellungen sowie die 4-Wege-Lordoseneinstellung, auch die Kissenneigung, Kissentiefe- und Lehnenneigung sowie die crashaktiven Kopfstützen können per Tastendruck angepasst werden. Gekrönt wird der Umfang von einer 7-Zonen-Massagefunktion.

Unabhängig von der Sitzwahl, fährt die Sitzlehne mittels Schalter platziert an selbiger elektrisch vor- und zurück und gibt den Raum nach hinten frei. Hier erwarten uns in rassiger Roadster-Manier keine Sitze sondern zusätzlicher Ablageraum. So ergänzt eine mittig angeordnete Box mit Rolloabdeckung beispielsweise das Handschuhfach, die Türablagen, die drei Ablagefächer in der Mittelkonsole oder die abschließbare Fondbox hinter dem Fahrersitz, die sich automatisch verriegelt, wenn das Fahrzeug abgeschlossen wird.

Keineswegs selbstverständlich ist das Kofferraumvolumen, das uns beim SL erwartet. Von 504 Litern im geschlossenen Zustand fasst das Gepäckabteil aber selbst bei geöffnetem Verdeck noch 364 Liter.

Bevor das Dach geöffnet werden kann, muss zunächst die schwenkbare Sicherheitshaube im Kofferraum arretiert werden. Um dann auch weiterhin ohne Probleme an das Ladegut zu gelangen, können die zusammengeklappten Dachelemente dank Easy-Pack-System praktischerweise nach oben gekippt werden. Während dies per Knopfdruck vonstatten geht, muss die Abdeckung von Hand betätigt werden.

Wer kennt die Situation nicht, man geht mit voll beladenen Händen auf den Kofferraum zu und nun? Nun schafft Mercedes mit dem Hands-Free Access, in Verbindung mit Keyless-Go erhältlich, perfekte Abhilfe. Deuten wir im Bereich des hinteren Stoßfängers eine Fußbewegung an, öffnet sich die Kofferraumklappe selbstständig und schließt auch wieder automatisch.

Die Wahl des Fahrwerks hängt nicht zwingend nur von den Ansprüchen ab, denn während das Fahrwerk mit adaptivem Dämpfungssystem stets Serie ist, verlangt das Sportfahrwerk, Teil des AMG Line-Paketes, einen Aufpreis von 6.985,30 Euro. Halb so teuer ist dagegen das sogenannte ABC-Fahrwerk.

Hinter dem Begriff „Active Body Control“ steckt eine Technik, die sich sowohl der Fahrsituation als auch dem Fahrbahnzustand anpasst und Bodenunebenheiten sowie Wankbewegungen ausgleicht, und das sowohl im Komfort- wieauch im Sportmodus, zwischen diesen wiederum kann man mittels Schalter wechseln.

Außerdem kann das Fahrzeugniveau mit einem weiteren Tastendruck um 50 Millimeter angehoben werden. In Verbindung mit ABC senkt sich das Fahrzeug bei höheren Geschwindigkeit zudem automatisch um bis zu 13 Millimeter ab.

Satt und spurtreu liegt der Roadster auch in schnellen Kurven auf der Straße, der Stuttgarter liefert eine hervorragende Performance ab. Je nach gewähltem Modus lässt uns das elektronische Stabilitätsprogramm etwas mehr Freiheit, ohne aber das Zepter gänzlich aus der Hand zu geben.

Reizen wir den Grenzbereich aus und spielen mit dem Heck, kommt außerdem die neue und serienmäßige System Torque Vectoring Brake zum Einsatz. Durch gezielte einseitige Bremseingriffe am kurveninneren Hinterrad bleibt der SL sicher auf Kurs und bleibt spielerisch beherrschbar.

Ohnehin ist das Handling so beschwingt und entspannt, selbst bei einer längeren Kurvenhatz treibt es einem keinen Schweiß auf die Stirn. Die elektromechanische Direktlenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Lenkkraftunterstützung trägt hierzu einen großen Teil bei und der Lenk-Assistent Steer Assist gibt dem ungeübten Fahrer wenn nötig den Impuls Gegenzulenken, um so das Fahrzeug zu stabilisieren.

So tadellos die sportlichen Qualitäten des Zweisitzers sind, so beispielhaft ist auch der Komfort. Im Segment der Luxussportwagen bekommt der SL diesen Spagat wie kaum ein anderer Mitbewerber hin.

Zwar nicht einzigartig, aber in jedem Fall erwähnenswert, der optionale aktive Park-Assistent. Die Advanced Parking Control (APC) erkennt nicht nur für das Fahrzeug passende Parklücken, sondern unterstützt mit vollautomatischen Lenkbefehlen das Einparkmanöver. Einzig Gas und Bremse müssen vom Fahrer betätigt werden.

Bei letzterer setzt Mercedes-Benz auf die bewährte hydraulische Zweikreisbremse die nun mit neu entwickelten 4-Kolben-Festsattelbremsen in Aluminium-Monoblock-Ausführung und perforierten Bremsscheiben versehen ist. Angenehm zu dosieren, spricht die Bremse bereits auf leichten Tritt zuverlässig an.

Zu einer weiteren Neuerung zählt die elektrische und sich automatisch lösende Parkbremse, die auch eine Notbremsfunktion enthält.

Tradition trifft auf Moderne, so auch beimMotor, der trotz Downsizing-Maßnahmen nicht auf seine acht Zylinder verzichtet – ebenso nicht auf Leistung. Trotz einem reduzierten Hubraum von jetzt „nur“ noch 4,7 Litern, wartet der Schwabe mit 47 PS mehr auf und hat zudem ein enormes Plus beim Drehmoment zu verbuchen.

So treffen jetzt 435 PS (320 kW) auf gewaltige 700 Newtonmeter maximales Drehmoment, die bereits ab 1.800 Touren anstehen und den V8-Biturbo vehement aus dem Stand heraus beschleunigen. Schon nach 4,6 Sekunden passieren wir die 100 km/h Marke und ziehen auch dann noch unaufhörlich weiter, bis der Roadster letzten Endes bei Tempo 250 elektronisch eingebremst wird. Das jedoch weitaus mehr gehen könnte ist deutlich zu spüren.

Aus jeder Situation heraus ist die Kraftentfaltung fulminant und wenn der Antritt des SL auch stets kraftvoll ist, so aber keineswegs rabiat. Dies gilt auch für den sonoren Achtzylinder-Sound, der zu keiner Zeit aufdringlich in Erscheinung tritt, aber den Vortrieb wunderschön untermalt.

Überraschend gute Manieren zeigt der SL auch beim Verbrauch. Stärker und schneller als der Vorgänger, fließen dennoch gut 22 Prozent weniger Sprit durch die Leitungen. Dies wiederum ermöglichte den Verantwortlichen eine Verkleinerung des Kraftstofftanks von 80 auf 65 Liter.

Wenn wir uns letztlich auch nicht so sehr zügeln konnten, dass wir den laut Mercedes möglichen Verbrauch von 9,1 Liter realisieren konnten, so waren wir selbst mit gut 1 ½ Litern mehr nicht nur flott, sondern auch durchaus noch effizient unterwegs.

Doch nicht nur die Modifizierungsmaßnahmen am Motor tragen ihren Teil zur Verbrauchsreduzierung bei, auch die serienmäßig verbaute und hervorragend agierende ECO Start-Stopp-Funktion sowie die 7G-TRONIC PLUS inklusive ECO-Modus helfen den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Die neu entwickelte DIRECT SELECT-Schaltung kann aber auch anders und so steht dem Fahrer außerdem ein Sport-Modus zur Wahl, der für noch spontanere und raschere Schaltbefehle sorgt, eine aktive Bremsrückschaltung und eine Zwischengasfunktion beinhaltet.

Nicht nur der kleine Joystick vermittelt sportliches Flair, der Fahrer kann auch mittels Schaltpaddles am Lenkrad manuell ins Geschehen eingreifen, letzten Endes greift aber bei Erreichen des Drehzahlbegrenzers dann doch dieElektronik ein.

Der SL zählt zu einem der sichersten Roadster und hat nicht nur den Schutz der Insassen im Blick, sondern auch die Sicherheit der Fußgänger sowie anderer Verkehrsteilnehmer.

Das vorausschauende Insassenschutzsystem PRE-SAFE erkennt eine akute Unfallgefahr und trifft vorsorgliche Schutzmaßnahmen. Ist ein Unfall unvermeidbar schützen Crashboxen, zwei nicht sichtbare Überrollbügel, crashaktive NECK-PRO-Kopfstützen sowie diverse Rückhaltesysteme bis hin zu Headbags, die den seitlichen Kopfaufprallbereich großflächig abdecken, und Thorax-Airbags in den Sitzlehnen. Außerdem setzt der SL auf diverse Postcrashmaßnahmen.

Abhängig von Unfallart und Aufprallschwere können automatisch die Türen entriegelt, die Innenbeleuchtung aktiviert und die Seitenscheiben um 50 Millimeter geöffnet werden, um den Innenraum besser zu belüften. Zusätzlich kann das Lenkrad nach oben fahren.

Auch Fahrer-Assistenzsysteme fehlen hier nicht und so ist ein Aufmerksamkeits-Assistent ATTENTION ASSIST, der adaptive Fernlicht-Assistent sowie das Intelligent Light System ILS mit fünf verschiedenen Lichtfunktionen, die ADAPTIVE BRAKE inklusive der darin enthaltenen Berganfahrhilfe, der HOLD-Funktion sowie Notbrems- und Trockenbremsfunktion im Preis inbegriffen.

Dieser Umfang kann, wenn gewünscht, um weitere Hilfen wie dem aktiven Spurhalte-Assistent, einem Geschwindigkeitslimit-Assistent, dem aktiven Totwinkel-Assistent oder aber dem Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC PLUS sowie die PRE-SAFE Bremse ergänzt werden.

„Alles hat seinen Preis“ – Unser Bericht, wie auch ein Blick in die Preisliste zeigt nur zu gut auf, dass es beim SL 500 nicht unbedingt bei den 120.011,50 Euro Grundpreis bleibt. Denn wenn auch mit einigen Komfortfeatures serienmäßig versehen, so haben die Stuttgarter Extras zu bieten, auf die der SL-Fahrer nicht unbedingt verzichten möchte, für diese aber ordentlich in die Tasche greifen muss.

So fallen beispielsweise für die designo Ledersitze 4.284,- Euro an, für die „Exklusiv“-Variante sogar 7.854,- Euro. Für Zierelemente in Klavierlack oder Bambus sind weitere 1.428,- Euro fällig, 3.474,80 Euro sind es für die AMG Carbon Elemente.

Nun noch den optionalen Luftschal Airscarf, die Aktiv-Multikontursitze, das elektrischeWindschott, das Keyless-Go-Paket, ein Navigationssystem, das Panorama-Variodach, das Fahrerassistenz-Paket oder die AMG Line geordert und im Nu ist der Preis um weitere zwanzigtausend Euro in die Höhe getrieben.

Stand: Juni 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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