Der kleine Bruder des Outlander kommt schon optisch richtig sportlich daher, das Jetfigther-Design steht dem Japaner sehr gut. Innen sind dann die Anleihen beim Outlander deutlich sichtbar, eine feine Materialanmutung, ein schickes Ambientelicht am Rand des großen Glasdaches und sportlich-straffe Sitze sorgen für gutes Unterkommen. Der kleine Benziner mit 117 PS ist leise und sehr sparsam, wenn man sich mit dem etwas zähen Vortrieb begnügt, kitzelt man Leistung raus - was nur mit viel Drehzahl geht - dann steigt auch der Verbrauch. Das Fahrwerk unterstützt zwar einen flotten Fahrstil, schnelle Kurvenfolgen sorgen für ein unsicheres Gefühl beim Lastwechsel, straff gibt sich die Schaltung, standfest die Bremsen. Ab 17.990,- Euro geht der ASX los …
Schon vor einigen Jahren sprang Mitsubishi mit dem Outlander auf den Zug des SUV-Segments auf. Heute zählt dieser Markt zu einer der beliebtesten und hartumworbensten überhaupt. Um sich aber auch hier weiter durchsetzen zu können, macht Mitsubishi die zweite Generation des Crossover fit für die nächste Runde. Die Überarbeitung beschränkt sich dabei nicht nur auf die Optik, neben dem Facelift wurde eine neue rein frontangetriebene Basismotorisierung als attraktiver Einstieg entwickelt und der von uns getestete 2.2 DI-D ist jetzt auch erstmals mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar. Startet der Fronttriebler schon bei 21.990,- Euro, geht unser Testwagen erst ab 34.690,- Euro ins Rennen.
Noch sportlicher als die Sportlimousine? Zumindest nennt sich die Schrägheck-Limousine des Lancer Sportback, dabei ist das Heck eigentlich allenfalls praktischer, die Optik bleibt Geschmacksache. An der Front ist diese Version auf jeden Fall mit einem noch dynamischeren und größeren Kühlergrill bestückt, dann bis hinter die zweite Tür mit der Stufenheck-Variante identisch. Die C-Säule ist dann massiver und läuft in einem Schrägheck aus, wo neue Scheinwerfer, eine geänderte Schürze und eben die große Heckklappe den Unterschied machen. Beim Preis herrscht wieder Einigkeit, 28.390,- Euro für das Topmodell Instyle.
Mit interessanten Neuerungen präsentiert sich Mitsubishi Motors, japanischer Spezialist für Non-Mainstream Pkw- und Crossovermodelle sowie zukunftsträchtige Antriebskonzepte, auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon. Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht die Europapremiere des kompakten ASX, mit dem Mitsubishi das Erfolgskonzept des größeren Outlander ins C-Segment überträgt. In Japan wurde der ASX unter der Bezeichnung RVR bereits im Februar 2010 erfolgreich eingeführt, das Marktdebüt in Europa ist für den Frühsommer 2010 vorgesehen.
Sein Dreizylinder-Motor mit 75 PS ist vor allem für die Stadt geeignet, außerorts wirkt er sehr zäh, fällt auf der Autobahn an jedem Berg schnell ab, braucht viel Drehzahl und wird dann laut. In der City stört allenfalls der mit 11 Metern etwas große Wendekreis, der mit 160 Litern eher kleine Kofferraum kann schnell auf bis zu 1.032 Liter vergrößert werden. Der Platz für die Passagiere ist vorne wie hinten prima, das Cockpit verströmt Hartplastik-Charme, das Fahrwerk findet einen gelungenen Kompromiss. Die Schaltung nur was die Abstufung der unteren Gänge angeht okay, die Wege sind zu lang, die Führung eher hakelig. Besser dagegen die Lenkung, noch besser die Bremsen. Die Ausstattung ist okay, auch wenn man in der Einstiegsvariante auf einiges verzichten muss.
Seine neue Optik ist vor allem an der Front ausgesprochen dynamisch, fast aggressiv, besonders mit den zusätzlichen Spoilerlippen und den Seitenschwellern. Dabei gibt sich der Lancer besonders mit dem 143 PS Benziner eher zivil, um nicht zu sagen etwas träge. Es sei denn, man dreht den Vierzylinder hoch aus, aber dann verbraucht er ordentlich. Das Fahrwerk zeigt sich sportlich, der Wagen würde einiges mitmachen, wenn nicht das ESP früh und deutlich eingreifen würde. Das Cockpit ist sportlich, wird aber von Hartplastik dominiert, der Preis ist okay, die Ausstattung recht umfangreich bis hin zum Knie-Airbag für den Fahrer.
Vor allem die Front erfüllt den sportlichen Anspruch des Lancer perfekt, aber auch das Fahrwerk kann da gut mithalten, wie auch die knackige Sechsgang-Schaltung, die den wenn auch etwas kernigen Turbodiesel-Motor in seinem sportlichen Tun prima unterstützt. Ohne Anfahrschwäche geht er sehr ordentlich zur Sache und bleibt dabei dennoch sparsam. Die Lenkung hat uns nicht so begeistert, etwas gefühllos und mit viel Lenkarbeit bei gleichzeitiger Verhärtung im Slalomtest, und auch die Bremse dürfte bei Vollbremsungen den Wagen früher zum Stehen bringen. Die Sicherheitsausstattung ist vorbildlich mit sieben Airbags und auch der Preis von 22.990,- Euro für den Invite geht zusammen mit der Ausstattung in Ordnung.