// Fahrbericht / Zum Ersten, zum Zweiten… Mitsubishi Outlander 2011!

Mitsubishi

Zum Ersten, zum Zweiten… Mitsubishi Outlander 2011!

Schon vor einigen Jahren sprang Mitsubishi mit dem Outlander auf den Zug des SUV-Segments auf. Heute zählt dieser Markt zu einer der beliebtesten und hartumworbensten überhaupt. Um sich aber auch hier weiter durchsetzen zu können, macht Mitsubishi die zweite Generation des Crossover fit für die nächste Runde. Die Überarbeitung beschränkt sich dabei nicht nur auf die Optik, neben dem Facelift wurde eine neue rein frontangetriebene Basismotorisierung als attraktiver Einstieg entwickelt und der von uns getestete 2.2 DI-D ist jetzt auch erstmals mit einem Doppelkupplungsgetriebe kombinierbar. Startet der Fronttriebler schon bei 21.990,- Euro, geht unser Testwagen erst ab 34.690,- Euro ins Rennen.

Während die Einführung der zweiten Outlander-Generation im Jahre 2007 optisch wahrlich ein Quantensprung war, fällt das aktuelle Facelift im direkten Vergleich wesentlich dezenter aus. Dennoch sind die optischen Retuschen, hauptsächlich die Front betreffend, sehr wirkungsvoll.

Mit der nun markentypischen Jetfighter-Nase folgt der Crossover nicht nur seinen Geschwistermodellen, sondern sieht auch wesentlich dynamisch-aggressiver aus.
Neben dem neuen Grill sind auch die Scheinwerfer deutlich schärfer gezeichnet und fügen sich so wunderbar harmonisch in das Gesamtbildein. Wer genau hin sieht, bemerkt außerdem den vorderen silberfarbenen Unterfahrschutz, die nun in die Außenspiegel integrierten Blinkleuchten wie auch die diversen zusätzlichen Chromakzente.

Im Innenraum sind die Modifikationen dagegen wesentlich geringer ausgefallen. So bleibt die moderne Kernoptik und das übersichtlich gestaltete Interieur vollständig erhalten. Die Anmutung hat dank neuer Materialien erfreulicherweise gewonnen und gerade in der Topausstattung Instyle gefällt das feine Leder, die zweifarbig abgesetzten Armaturen wie auch die schönen Aluminiumdekors. Beim Blick auf die schicke Instrumenteneinheit fällt dann auch das neue 3,5-Zoll-Farbdisplay ins Auge.

Das in unserem Testfahrzeug mit Leder bezogene Gestühl bot auch Großgewachsenen optimalen Komfort und einen angenehmen Sitz. Doch auch in der zweiten Reihe nehmen Passagiere jenseits der 1,80 Meter bestens Platz. Ob es der Ein- und Ausstieg oder die uns dort erwartenden Platzverhältnisse sind, hier hat Mitsubishi alles richtig gemacht, denn die Rücksitzlehnen lassen sich zudem individuell in der Neigung verstellen und wenn nötig vollständig versenken. Des weiteren lässt sich die Rückbank je nach Belieben Längsverschieben.

Doch damit nicht genug, der Outlander bietet in den Ausstattungen Intense und Instyle eine dritte Sitzreihe, die sich beiNichtgebrauch im Kofferraumboden versenken lässt. Es sollte Ihnen jedoch bewusst sein, dass diese zwei zusätzlichen Sitzmöglichkeiten nur Kindern wirklich ausreichend Platz bieten.

Unverändert gelangen wir mittels zweiteiliger Heckklappe zu dem 882 Liter großen Kofferraum, der maximal auf bis zu 1.650 Liter erweiterbar ist. Wer die Plätze Sechs und Sieben nutzt, muss sich mit einem Stauvolumen von eher mageren 220 Litern begnügen.
Allrad- oder doch lieber Frontantrieb? Im Grunde genommen, findet ein Sports Utility Vehicle sein Haupteinsatzgebiet dort, wo der reine Frontantrieb völlig ausreicht. Wer sich jedoch für das Allradsystem entscheidet, hat trotzdem zu jeder Zeit die Möglichkeit der freien Antriebswahl. Denn die elektronische Lamellenkupplung ermöglicht die Abschaltung des Hinterachsantrieb. Dies schafft der Fahrer ohne großen Aufwand durch einfachste Betätigung des Drehreglers. Die elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle, sowie die Berganfahrhilfe HSA runden das Paket ab und sorgen für perfekten Vortrieb ob bei Nässe oder Schnee wie aber auch abseits der asphaltierten Pisten.

Im Alltag vermittelt das Fahrwerk einen angenehmen Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfort. Selbst auf schlecht ausgebauten Straßen oder in schnell gefahrenen Kurven macht der Outlander eine tolle Figur. Gerade beischneller Kurvenhatz überzeugt das Fahrzeug durch geringe Karosserieneigungen und einer souveränen Straßelage. Die angenehm direkte, straffe und servounterstützte Lenkung kommt einem dabei positiv entgegen.

Mit welchem Antrieb Ihr Outlander letzten Endes auch kombiniert sein mag, auf die Bremsen können Sie sich stets verlassen. Mit Scheibenbremsen rundum, an der Vorderachse innenbelüftet, sowie den Helfern ABS, der elektronischen Bremskraftverteilung und dem Bremskraftverstärker bringt die Zweikreis-Bremsanlage den knapp 1,8 Tonnen schweren Offroader zuverlässig nach nur 39 Metern zum Stehen.

Das bisherige Motorenportfolio wurde im aktuellen Modelljahr um einen neuen Einstiegsbenziner sowie einen 177 PS starken Diesel ergänzt. Der in unserem Fahrzeug verbaute 2,2 DI-D mit 115 kW / 156 PS ist erstmals in Verbindung mit einem vorbildlichen Doppelkupplungsgetriebe erhältlich.

Genannt „TC-SST“ ist es harmonisch abgestimmt und zeigt sich sowohl bei effizienter wie aber auch bei flotter Fahrweise im Sports-Mode von seiner perfekten Seite. Während eine Eco-Leuchte den Fahrer darüber informiert, wenn der Motor im verbrauchs- und CO2-optimierten Bereich läuft, schaltet das Getriebe bei Bergabfahrt automatisch die Gänge herunter und nutzt die Motorbremskraft. Andererseits ist auch beim flotten Ritt zu jederzeit der richtigeGang eingelegt und wer dennoch manuell eingreifen möchte, kann dies über Schaltwippen am Lenkrad tun.

Mittlerweile erfüllen alle angebotenen Triebwerke die Euro 5 Abgasnorm und stoßen zwischen 155 und 195 g/km CO2 aus. Der von uns gefahrene Diesel liegt bei 189 Gramm CO2-Ausstoß je Kilometer und zeigt sich auch in Sachen Verbrauch durchaus von seiner guten Seite. So begnügte sich dieser im Schnitt mit 7,2 Litern, in der City sind es 9,3 Liter und abseits des Getümmels kommt man mit rund sechs Litern aus. Ein ungezügelter Gasfuß treibt den Verbrauch verständlicherweise um den ein oder anderen Liter nach oben.

Dabei überzeugt der Common-Rail-Diesel mit einem ausreichend spritzigen Fahrverhalten. Wenn das Doppelkupplungsgetriebe gegenüber des sechsgängigen Handschalters im Sprint auch eine Sekunde hinterher hinkt und 11,1 Sekunden von Null auf Tempo 100 benötigt, so ist es doch durchaus ein Wert, der sich sehen lassen kann.

Das maximale Drehmoment von 380 Newtonmeter sorgt dabei zu nahezu jeder Zeit für ordentlichen Durchzug. Die 200 km/h-Marke verfehlt der SUV nur knapp um zwei Kilometer und auch erst dann dringt das Aggregat akustisch spürbar ins Innere durch.

Bereits die erste Generation war mit zweistufigen Front-Airbags, Seitenairbags vorn und Kopf-Airbags für beide Sitzreihen wie auchDreipunkt-Automatikgurte auf allen Plätzen und den bereits erwähnten Systemen bestückt. Für die aktuelle Version hat sich daran nichts geändert.

Mit dem neuen frontangetriebenen 2.0 MIVEC bietet Mitsubishi für 21.990,- Euro einen an sich attraktiven Einstieg, allerdings umfasst diese Basisvariante zwar eine Klimaautomatik jedoch kein Radio. Dies ist erst in der 24.490,- Euro teuren Inform-Variante inbegriffen.

Für den von uns näher unter die Lupe genommenen Outlander 2.2 DI-D stehen die Ausstattungslinien Invite, Intense und Instyle zur Wahl. Während der Invite über fünf Sitzplätze verfügt, sind die nächst höheren Versionen mit zwei zusätzlichen Sitzmöglichkeiten bestückt. Die Preise erstrecken sich dabei von 34.690,- bis 41.690,- Euro.

In diesem Preis sind dabei nicht nur das 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit Lenkrad-Schaltwippen und Sports-Mode-Schaltung enthalten, auch eine Dachreling, Nebelscheinwerfer, Privacy Glass, das Multifunktions-Leder-Lenkrad und ein Regensensor sind ebenfalls serienmäßig.

Abgesehen von der Variante Inform verfügen die Ausstattungslinien auch über Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Kurvenlicht, einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung, USB- und Bluetooth-Audio-Schnittstelle, ein Smart-Key-System sowie das Rockford Fosgate Premium-Audio-System.

Die Topausstattung mit lederbezogenemGestühl, das zudem über eine Sitzheizung verfügt, mit einer Rückfahrkamera und dem Multi Communcation System inkl. Navigationssystem ausgestattet ist, lässt dann nur die Option der 560,- Euro teuren Metallic-/Perleffekt-Lackierung zu.

Stand: Juni 2011; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ähnliche Beiträge

Kommentare

Keine Kommentare for “Zum Ersten, zum Zweiten… Mitsubishi Outlander 2011!”

Kommentar schreiben

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Archive

banner