// Fahrbericht / Volvo V60 D6 AWD Plug-In-Hybrid

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Volvo V60 D6 AWD Plug-In-Hybrid

Das Konzept, dass die Schweden mit dem Volvo V60 D6 AWD Plug-In-Hybrid verfolgen, ist derzeit einzigartig. Denn während so mancher Hersteller zwar auf die Kombination zwischen Diesel- und Hybridantrieb setzt, fehlt diesen die Plug-in-Technologie. Marken, die wiederum über Plug-in-Hybride verfügen, kombinieren diese mit Ottomotoren. Die erste, auf tausend Einheiten begrenzte Plug-in Pure Limited Edition, hat Volvo im Nu an den Mann bzw. die Frau gebracht. Mit der gleichen Technik, jedoch mit einem optischen Facelift wird das Modelljahr 2014 ab Sommer diesen Jahres in die Produktion gehen und die Stückzahl wird sogleich auf 4.000 – 6.000 Einheiten erhöht.

Doch ob nun das aktuelle oder das künftige Modell, die optischen Unterschiede zwischen Plug-in-Hybrid und dem herkömmlich angetriebenen V60 sind stets die gleichen.

So bleibt nicht nur die Metallic-Lackierung Electric Silber der Limited Edition vorbehalten, auch die optimierten 17-Zoll-Leichtmetallfelgen im „Aero“-Design sind speziell für den Hybriden gefertigt.

Der zusätzliche Tankdeckel am linken vorderen Kotflügel, gibt den Weg zum Anschluss für das Ladekabel frei,bleibt aber ebenfalls in Wagenfarbe lackiert dem Auge weitestgehend verborgen.

Im wahrsten Sinne kennzeichnend für das umweltbewusste Modell, sind die einzeln angebrachten Plug-in-Hybrid-Embleme sowie der große in Chrom gehaltene Schriftzug am Heck.

Hinter der Kofferraumklappe verbirgt sich auch schon der Hauptunterschied den Innenraum betreffend.

Denn gegenüber dem konventionellen V60 büßt die Plug-in-Variante 125 Liter Kofferraumvolumen ein und bietet mit 305 Liter einen spürbar eingeschränkten Stauraum. Dennoch besteht auch hier die Möglichkeit durch Umlegen der Rücksitzlehnen, im praktischen Verhältnis 40:20:40, das Fassungsvermögen auf bis zu 1.120 Liter zu erweitern. Die unter dem Kofferraumabteil platzierte Lithiumionen-Batterie bringt zudem einen um sechs Zentimeter erhöhten Ladeboden mit sich.

Die gute Zugänglichkeit, die großzügigen Platzverhältnisse für bis zu fünf Personen sowie den gehobenen Flair bewahrt sich aber auch dieser Schwede. Der mittels digitaler TFT-Instrumentenanzeige dem Fahrer alle wichtigen Hybrid-Informationen übermittelt.

Das Mehrgewicht von 300 kg einhergehend mit dem zusätzlichen Antrieb bleibt im Fahrbetrieb natürlich nichtunbemerkt, dennoch kann auch der Plug-in Hybrid mit einem ausgewogenen Fahrwerkscharakter zufrieden stellen.

Zudem wartet das Fahrzeug mit dem Vorteil des zuschaltbaren Allradantriebes auf. Ist der AWD-Modus aktiviert, bewegen wir uns gerade auf nassen oder schneebedeckten Straßen sicherer und souveräner vorwärts.

Soll oder muss der Vortrieb gestoppt werden, kommt die verlässliche Bremsanlage zum Einsatz, die in der Hybridvariante außerdem um eine Brake-by-Wire-Bremsfunktionen sowie eine Bremsenergie-Rückgewinnung (Rekuperation) verfügt.

Beim Volvo V60 D6 AWD Plug-In-Hybrid müssen wir von Motoren, also im Plural, sprechen. Denn neben dem modifizierten 2,4-Liter-Common-Rail-Turbodieselmotor, der eine Leistung von 158 kW / 215 PS sowie ein maximales Drehmoment von 440 Nm ab 1.500 Touren entwickelt und die Vorderachse antreibt, werden die 50 kW / 68 PS des Elektromotors ausschließlich an die Hinterräder geleitet.

Im Hybridmodus geht es zunächst elektrisch angetrieben los. Während sich hierbei die Motoren die Arbeit teilen, können wir mittels Tastendruck auf den Pure-Modus wechseln und bis zu maximal 50 Kilometer ausschließlich elektrisch weiterfahren. Ist dieBatteriekapazität jedoch von vorne herein zu niedrig, oder wir fordern unverzüglich die volle Leistung, schaltet sich umgehend das Dieselaggregat zu.

Um die Batterieladung eventuell für spätere Zwecke zu nutzen, steht der Schalter „Save for later“ zur Wahl. Nun hält das System eine Restreichweite von 20 km zurück und schaltet bei erreichen dieser Marke automatisch wieder in den Hybrid-Modus um.

Um das perfekte Zusammenspiel der beiden Motoren, was einer Leistung von 206 kW / 280 PS und einem Drehmoment von gewaltigen 640 Nm entspricht, zu fordern, muss der Power-Modus aktiviert werden. Sowohl Gasannahme als auch die Charakteristik des 6-Gang-Automatik-Getriebes ist nun auch spürbar dynamischer.

So sprintet der Volvo V60 Plug-in-Hybrid in nur 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, womit er gegenüber dem Hybrid-Modus 1,8 Sekunden gut macht. Während rein elektrisch 120 Stundenkilometer möglich sind, kann der V60 wenn gewünscht bis zu 230 km/h erreichen, ab Tempo 150 schaltet sich der E-Motor stets ab.

Dass die Akkuleistung sowie der niedrige Verbrauch von durchaus möglichen 1,8 Litern – wie wir selbst erfahren konnten – dann natürlich nicht mehr zu halten sind, sollte verständlichsein. Dennoch überschritt selbst bei forscher Fahrweise unsere Anzeige des Bordcomputers kaum die sechs Liter.

Ohnehin können Volvo, wie aber auch wir, nur einen generellen Richtwert bezüglich Verbrauch abgeben, da es letztlich ganz auf Ihr Fahrverhalten ankommt. Fahren Sie zum Beispiel viele Kurzstrecken und erlauben es die Lademöglichkeiten, so können Sie sich tagtäglich rein elektrobetrieben fortbewegen.

Die Ladezeit benötigt abhängig von der Ladestation, zwischen 3,5 Stunden bei einer Stromstärke von 16 Ampere bis hin zu 7,5 Stunden bei einem 6-Ampere-Anschluss, um die Akkus vollständig aufzuladen.

Zwar besteht seitens der Schweden eine interessante Kooperation mit Vattenfall, die dem Kunden einen kostenlosen E-Mobil-Sicherheitscheck, eine Ladebox sowie ein Starter-Paket anbieten, dennoch ist der Käufer nicht an einen Anbieter gebunden und kann letztlich frei entscheiden und an jeder haushaltsüblichen Steckdose die Batterie befüllen.

Laut Testergebnisse des EuroNCAP-Crashtest, handelt es sich beim Volvo V60 D6 AWD Plug-In-Hybrid um das sicherste elektrobetriebene Fahrzeug.

Dessen stets serienmäßiges Fahrerassistenzsystem City Safety Unfälle bis zuGeschwindigkeiten von nun 50 km/h nicht nur deutlich reduzieren, sondern im besten Fall sogar verhindern kann.

Außerdem kann Volvo mit einem Notbremsassistent inklusive automatischer Fußgänger-Erkennung aufwarten. Ein Feature, das ebenfalls im optionalen Fahrerassistenz-Paket enthalten ist. Dieses umfasst zudem das aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem mit Stau-Assistent und Distanzwarner, den Bremsassistenten Pro, das Driver Alert System (warnt bei Übermüdung und unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrspur), eine Verkehrszeichen-Erkennung, den Fernlicht-Assistenten sowie den Toter-Winkel-Warner BLIS (Blind Spot Information System).

Des weiteren gibt die tolle Volvo on Call App in der neuen Generation nicht mehr nur Auskunft beispielsweise über den Standort des Fahrzeuges oder die Tatsache, ob alle Türen geschlossen sind, sondern zeigt auch diverse Informationen betreffend des Hybridantriebs an.
Ganz genau ist der Preisaufschlag für die Hybridvariante nicht auszumachen, beträgt im Großen und Ganzen aber um die zehntausend Euro. Womit wir bei einem Preis von 58.710,-Euro wären.

Die exklusive Pure Limited Edition baut dabei auf der höchsten Ausstattungslinie Summum aufund bietet zudem weitere Ausstattungsdetails.

Doch Volvo verwöhnt nicht nur mit zahlreichen Komfortfeatures und einer bisher einzigartigen Technologie, es gibt speziell auf die Lithium-Ionen-Batterie eine erweiterte Garantieleistung.

Stand: März 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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