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Volvo S60 Cross Country und Volvo V60 Cross Country

Die Cross Country Modelle gehören nun seit fast 20 Jahren zur Geschichte des schwedischen Automobilbauers. Während der Volvo V70 Cross Country den Grundstein legte und ein neues Segment geschaffen hat, das gerade in den letzten Jahren einen regelrechten Hype verzeichnen konnte, darf der Urvater natürlich auch heute nicht im Portfolio fehlen. Neben der Kompaktklasse V40 Cross Country wird die Modellfamilie aktuell um gleich zwei neue Abenteurer ergänzt. Denn neben der Kombivariante V60 legt Volvo mit dem S60 Cross Country auch erstmals eine Limousine dieser Art auf. Nimmt Volvo mit dieser Entscheidung erneut eine Vorreiterrolle ein?

Wenn die Schweden-Limousine auch eindeutig das Zeug dazu hätte, so wird die Verteilung hierzulande ganz eindeutig auf Seiten des Kombis liegen, verkaufen sich Limousinen in Deutschland schon längst nicht mehr in großen Stückzahlen.

Im Vergleich zu den Basisfahrzeugen sind beide Cross Country-Modelle um jeweils 65 Millimeter höher gelegt und kommen auf stolze 201 Millimeter Bodenfreiheit, womit die speziellen 60er Modelle weit mehr als nur Feldwege meistern können.

Zudem Volvo nicht nur das Fahrwerk höher gebockt, sondern dieses auch mit mehr Offroad-Potential versehen hat. Auf Wunsch und je nach Aggregat auch mit Allradantrieb erhältlich, verteilt das AWD-System inklusive elektronischer Haldex-Kupplung die Motorleistung je nach geforderter Situation variabel zwischen den Achsen.

Mit Blick auf den Spritverbrauch gibt der Allradantrieb in der Regel bis zu 95 Prozent der Kraft an die Vorderräder, kann diese aber bei Bedarf – im Falle von Nässe oder Glätte beispielsweise – stufenlos bis zu65 Prozent an die Hinterachse leiten. Die Allradvarianten verfügen unabhängig von der Karosserie außerdem über eine serienmäßige Bergabfahrhilfe.

Trotz der gewonnenen Abenteuerlust bewahren sich auch die Cross Country Modelle der 60er Familie den gewohnten Komfort und vor allen Dingen die Dynamik. Im direkten Vergleich fällt beim rasanten Kurvenräubern natürlich die höher gelegte Karosserie ins Gewicht, aber dennoch sorgt der sportliche Ritt für großen Fahrspaß. Das Handling ist jederzeit spielerisch und verlangt keinen großen Kraftaufwand. Wenn auch die Fronttriebler-Varianten bei der Kurvenhatz etwas an Traktion verlieren, so bleiben auch diese Modelle sicher auf Kurs.

Der in der ESC-Fahrdynamikregelung enthaltene Trailer Stability Assist (TSA) erhöht zudem bei Fahrten mit Hänger oder Wohnwagen die Sicherheit und stabilisiert das Fahrzeug durch das Abbremsen eines oder mehrerer Räder sowie der Reduzierung des Drehmoments.

Abhängig von der Motorisierung setzt Volvo eine geschwindigkeitsabhängige elektrische Servolenkung, eine elektro-hydraulische Servolenkung (D4 AWD) oder eine adaptive Servolenkung mit drei einstellbaren Lenkkraftmodi (optional für den D4 erhältlich) ein.

Die Auswahlmöglichkeiten bei der Limousine beschränken sich auf den 140 kW (190 PS) starken D4 Dieselmotor, der wahlweise auch mit Allradantrieb erhältlich ist. Im Gegensatz zum frontangetriebenen Vierzylinder setzt Volvo hier allerdings einen Fünfzylinder-Diesel ein. Der D4 AWD kommt zudem auf ein maximales Drehmoment von 420 Nm, was einem Plus von 20 Newtonmeter entspricht.

Die Beschleunigung aus dem Stand heraus auf Tempo 100 gelingt dem Vierzylinder aber dennoch 1,2 Sekunden schneller undauch in der Topspeed schlägt die 2WD-Variante den Allradler um fünf Stundenkilometer und das unabhängig von der Getriebewahl.

Während der D4 serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder optional mit einer Geartronic Achtgang-Automatik angeboten wird, ist der D4 AWD von vorne herein mit einer Geartronic Sechsgang-Automatik ausgerüstet. Ein Start-Stopp-System und eine Bremsenergie-Rückgewinnung zählen stets bei allen Versionen zum guten Ton.

In punkto Verbrauch schlägt der Volvo V60 Cross Country D4 natürlich den Allradler mit lediglich 4,2 Liter bzw. 4,6 Liter bei der Automatik und stößt mit 111 g/km (Automatik: 120 g/km) auch spürbar weniger CO2-Emissionen aus. Driftet der D4 AWD hier mit 5,7 Liter bzw. 149 g/km zwar deutlich davon ab, erweist sich dieser aber dennoch als sparsam.

Beim V60 Cross Country kann der Kunde neben den beiden D4 Varianten alternativ auf den D3 Turbodiesel mit 110 kW / 150 PS und einem maximalen Drehmoment von 320 Nm ausweichen. Auch hier hat der Käufer die Wahl zwischen dem gut geführten Sechsgang-Handschalter und der aufpreispflichtigen Geartronic Achtgang-Automatik, der Preis hierfür beträgt ebenfalls 2.250 Euro.

Auf Seiten der Benzinmotoren haben die Schweden außerdem den leistungsstarken Turbobenziner T5 mit 180 kW / 245 PS im Portfolio. Der 2,0-Liter Drive-E Benziner mit vier Zylindern, Direkteinspritzung und Turboaufladung ist stets an die Geartronic Achtgang-Automatik gekoppelt und beschleunigt den Volvo V60 Cross Country in 6,6 Sekunden von Null auf 100 km/h. Wer seinen Gasfuß dagegen zügelt, kann laut Hersteller mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,6 Litern auf 100 Kilometer auskommen, was einem CO2-Ausstoß von 153 g/kmentspricht.

Das gesamte Motorenangebot stammt aus der von Volvo entwickelten Drive-E-Motorengeneration und ist uns bereits von den „zivilen“ Modellen her vertraut. Womit wir nun wieder zu den speziellen Vorzügen der Cross Country Modelle kommen, die schlussendlich ausschlaggebend für den Kauf eines Crossover sind.

Denn neben den gewonnenen Offroad-Qualitäten ergibt sich aus der höher gelegten Karosserie ein leichterer Ein- und Ausstieg, eine erhöhte Sitzposition und ein besserer Überblick.

Auf das hochwertige Interieur und dessen Design-Konzept nehmen die Cross-Over-Modelle erfreulicherweise nur bedingt Einfluss, setzen diese einzig farblich mit den speziell darauf abgestimmten Farbthemen „Anthrazit“, „Creme Beige“ oder „Cognac Braun“ in Verbindung mit jeweils hellbraunen Kontrastnähten auf den gewissen Naturcharakter.

Äußerlich fallen die Unterschiede da schon deutlicher ins Auge. Während ein optischer Unterfahrschutz rundum wie auch mattschwarze Radhausverbreiterungen und mattschwarze Einsätze am unteren Lufteinlass und der Frontzierleiste auf Mattsilber-Einsätze im unteren Teil der Frontschürze und integrierte Seitenschutzleisten treffen und für einen raubeinigen Auftritt sorgen, sind die Cross Country Modelle außerdem am Kühlergrill mit spezieller Wabenstruktur zu erkennen.

Dieser Charme wird am Heck mit weiteren mattsilbernen Einsätzen und einem großen Cross Country Schriftzug im dunkelgrauen Teil der Heckschürze fortgesetzt. Die integrierten Auspuffrohre mit glänzender Chromumrandung fügen sich hier gelungen ein. Die Rahmen der Seitenfenster wie auch die Außenspiegelgehäuse heben sich wiederum in glänzendem Schwarz ab.

Die ohnehinkeilförmige Silhouette der Limousine S60 wird in der Cross Country Variante noch deutlicher betont und spaltet mit Sicherheit die Geschmäcker, garantiert dem Volvo aber in jedem Fall einen besonders unkonventionellen Auftritt. Während der Volvo S60 Cross Country bereits serienmäßig auf 18 Zoll Leichtmetallfelgen vorfährt – der Kombi muss sich hier mit 16 Zöllern begnügen – können beide Varianten optional mit bis zu 19 Zoll großen Räder in unterschiedlichen Designs bestückt werden.

Ob Kombi oder Limousine, ob in der zivilen Straßenversion oder als Cross Country-Modell, die Schweden unterscheiden zwischen ihren Fahrzeugen was die Qualität und den Komfort anbelangt zu keiner Zeit, auch bei der Sicherheit geht Volvo keine Kompromisse ein.

Stets serienmäßig mit dem City Safety System ausgestattet – das Auffahrunfälle im Geschwindigkeitsbereich bis 50 km/h verhindern oder abschwächen kann, können die Fahrzeuge bei Volvo außerdem mit zahlreichen weiteren Assistenzsystemen ausgestattet werden.

Sei es der Notbremsassistent mit automatischer Fußgänger- und Fahrradfahrer-Erkennung oder die ebenfalls im optionalen Fahrerassistenz-Paket enthaltenen Features, wie das aktive Geschwindigkeits- und Abstandsregelsystem mit Stau-Assistent und Distanzwarner, der Bremsassistent Pro, der Müdigkeits- sowie Spurverlassenswarner, das radarbasierte Blind Spot Information System (BLIS) zur Überwachung des toten Winkels oder der intelligente Fernlicht-Assistent, der Cross Traffic Alert sowie die Verkehrszeichen-Erkennung.

Last but not least, bietet der Premium-Hersteller mit dem ebenfalls aufpreispflichtigen Kommunikationssystem Volvo on Call (VOC) im Falle eines Unfalls oder einer Pannerasche und zuverlässige Hilfe und das rund um die Uhr und erweitert dieses Angebot künftig um zusätzliche Annehmlichkeiten.

So kann der Fahrer die entsprechenden VOC Funktionen ab sofort direkt vom Handgelenk aus nutzen und die vielseitige Smartphone-App nun auch mit sogenannten Wearables wie der Apple Watch und Android Wear verbinden. So lässt sich das Fahrzeug nicht nur orten oder auch aus der Entfernung auf- bzw. zusperren. Die Weiterentwicklung des Systems bringt außerdem eine verbesserte Send-to-Car-Funktion mit sich, vom heimischen PC vorkonfigurierte Routen lassen sich nun noch einfacher ins Fahrzeug schicken.

Darüber hinaus können mit einer herkömmlichen SIM-Karte und einem bereits enthaltenen Datenmodem die verschiedenen Internet-Funktionen des Sensus Connect Infotainment-Systems inklusive 7-Zoll-Farbbildschirm genutzt oder sogar ein mobiler WLAN-Hotspot eingerichtet werden.

Die Preise starten bei 36.350 Euro für den Volvo V60 Cross Country in der Einstiegsversion Kinetic, der außerdem in den Ausstattungslinien Momentum und Summum erhältlich ist. Die Preise erstrecken sich dementsprechend bis 49.330 Euro.

Der Volvo S60 Cross Country nimmt zweifelsohne die Rolle des Exoten ein, deren Position ist sich auch Volvo bewusst und daher bieten sie die Limousine ausschließlich in der Top-Ausstattung Summum zu Preisen ab 43.840 Euro an.

Womit diese von Haus aus mit einer Klimaautomatik, dem Audio-Paket High Performance Sound inklusive acht Lautsprechern und Fünf-Zoll-Farbdisplay, einem Multifunktions-Lederlenkrad, beheizbaren Leder-Sportsitzen mit elektrischer Sitzeinstellung und Memory-Funktion für den Fahrersitz und so einigem mehr verwöhnt.

Was aber keineswegsheißt, dass die beiden anderen Niveaus mickrig ausgestattet sind, zudem stehen diesen Varianten attraktive Ausstattungspakete zur Wahl, die gegenüber den Einzeloptionen deutliche Preisvorteile bieten.

Stand: September 2015; Text und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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