// / Suzuki SX4 S-Cross

Autohersteller

Suzuki SX4 S-Cross

Mit der pfiffigen Optik und dem richtigen Schuss von Freiheit und Abenteuer trifft der S-Cross den Nerv der Zeit. Von der ganz praktischen Seite zeigt er sich dann innen mit reichlich Platz für die Passagiere und vor allem fürs Gepäck. 430 Liter lassen sich mit wenigen Handgriffen auf bis zu 1.269 Liter vergrößern. Der 120 PS Diesel sorgt für gute Fahrleistungen bei sehr ordentlichem Verbrauch und trotz des nur 47 Liter großen Tanks sind Reichweiten von über 1.000 km möglich. Und die schafft man dank komfortablem Fahrwerk ganz entspannt, der Allradantrieb sorgt dazu bei jeder Witterung für den optimalen Grip. Ganz billig ist der Spaß aber nicht, in der Top-Ausstattung unseres Testwagens muss man inkl. Metallic-Lack 29.490 Euro hinlegen, bekommt dafür aber auch eine mehr als üppige Ausstattung bis hin zum serienmäßigen Navigationssystem.

Der neue SX4 S-Cross ist eine gelungene Erscheinung geworden, wer aber glaubt, dass es sich hier um eine Variante des bekannten SX4 handelt, der ist gewaltig auf dem Holzweg. Nicht nur weil der S-Cross mit einer optisch stärkeren Offroad-Ausrichtung zu bestechen weiß, mit vollkommen eigenständiger Optik, ja sogar Größe und Radstand, ist er eine eigenständige Baureihe.

Das wird vor allem an der markanteren Front deutlich, die großen Scheinwerfer flankieren hier den massiven Kühlergrill mit Chromspange über dem großen Logo, darunter der Frontspoiler aus mattschwarzem Kunststoff ist mit schicken Chrom- und Alu-Applikationen verziert und zieht sich über die Radläufe und die Seitenschweller bis in die Heckschürze

Völlig eigenständig auch die Seitenansicht, hier wird das Mehr an Größe besonders deutlich, der längere Radstand und die fließenden Seitenfensterlinien sorgen für deutlich mehr Dynamik und schließlich im Inneren auch für richtig viel Platz, nicht nur im Kofferraum.

Die silbergraue Dachreling schmiegt sich eng ans Dach und endet an einem kleinen Dachkantenspoiler. Darunter schwingt sich eine bis weit in die Seite reichende Heckscheibe, die – dunkel getönt –geschickt die in Wahrheit sehr breite D-Säule kaschiert. Besonders markant und deutlich mehr die Breite betonend fallen hier die Rückleuchten auf, und auch in der Heckschürze taucht als eine Art Unterfahrschutz wieder eine Alu-Applikation auf.

Für die Fahrzeugkategorie ist die Ladekante noch angenehm niedrig, sie ist – anders als die Stoßstange – gut gegen Ladekratzer geschützt. Die Heckklappe schwingt weit auf, so dass man sich auch als 1,90 m Mensch nicht anstößt.

Hinter der Ladekante beginnt ein mit 430 Litern richtig großer Laderaum. Unter seinem soliden Boden ist ein weiteres Fach, man kann aber auch den Boden herausnehmen und so den Laderaum in der Höhe vergrößern. Unter dem Boden ist dann noch der Wagenheber und das nötigste an Werkzeug verstaut, außerdem findet sich hier anstelle des Reserverades ein Reifenreparaturset. Links und rechts des Ladeabteils sind auch noch mal Fächer eingebaut, deren Seitenwände man herausnehmen und dann über die ganze Breite beladen kann.

Wenn auch das noch nicht reicht, dann lassen sich die Rücksitze einfach durch einen Zug umlegen, die Sitzfläche bleibt dabei stehen, dadurch steigt die Ladefläche nach vorne hin etwas an. Der Stauraum steigt dann auf bis zu 1.269 Liter an. Auch hier wird der Unterschied zum normalen SX4 deutlich.

Klappen wir die Rücksitze wieder hoch und nehmen in der zweiten Reihe Platz. Rein kommt man hinten schon mal gut, muss aber unbedingt erst die Kopfstützen hochfahren, damit diese nicht im Rücken stören, denn zur besseren Sicht nach hinten sind sie tief in die Sitzlehnen versenkt. Und auch hier macht sich der größere Radstand bemerkbar: Als 1,80 m großer Mitfahrer hat man auch hinter 1,80 ist gut Platz, der Kopfraum ist dann aber fast zu Ende, noch 2 cm – das liegt aber auch am großen Glasdach. Unter diesem Glasdach ist eine schöne Jalousie, die zu viel Sonne abhält und vor allem den doch unschönen Anblick der Glasdachkonstruktion verdeckt.

Wo wir schon beim Schiebedach sind, es wäre noch viel schöner, wenn man es denn auch wirklich aufmachen könnte. Zwar lässt es sich sehr weit nach hinten fahrenund die Luftverwirbelungen sind auch dann noch ganz gering, es würde also wirklich Spaß machen, allerdings wird spätestens bei Tempo 100 das ganze so laut, dass man es nicht mehr aushalten mag. Und der Krach kommt nicht vom Schiebedach selbst, sondern vom sich automatisch aufstellenden Windabweiser, der zwar den Wind prima abhält, aber dabei ein paar Zentimeter zu weit hoch fährt und genau dadurch diese lauten Windgeräusche erzeugt. Nimmt man ihn mit dem Finger ein wenig nach unten, ist der Lärm weg, aber wer will schon das Teil dauernd festhalten?

Aber wer wird denn gleich in die Luft gehen, bleiben wir also auf der Rückbank sitzen. Bis 1,80 m lassen sich die Kopfstützen weit genug ausziehen, man sitzt aber generell hinten ein klein wenig steil, und zu Dritt wird es dann aber auch schnell eng, vor allem im Schulterbereich und auch die Füße des in der Mitte Sitzenden wissen dann nicht mehr wohin.

Raus geht es hinten dann auch wieder sehr bequem, einzig große Füße stoßen etwas an der B-Säule und dann an der Türverkleidung an. Vorne kommt man natürlich noch wesentlich besser rein und raus, die Sitze sind ausreichend groß und bieten auch guten Seitenhalt, zudem sind sie auch optisch schön gemacht, u.a. mit hellen Kontrastnähten.

Das Lederlenkrad liegt gut in der Hand und gibt den Blick auf zwei gut ablesbare große Rundinstrumente frei. Diese sind in Weiß gehalten mit einem blauen Kranz, Weiß mit Grau und ein wenig Rot taucht dann im Bildschirm auf, wenn man z.B. auf Radio schaltet – und in Rot sind dann auch alle Schalter wie Klima, Heizung etc. beleuchtet, auch die im Lenkrad.

Silbergraue Applikationen schaffen die Verbindung zum Armaturenbrett, der Mittelkonsole und den Türverkleidungen. Die wenigen Schalter sind gut erreichbar, vor lauter Angst, dass man die Nebellampen mit der Nebelschlussleuchte verwechseln könnte, wurde die Bedienung der Nebelschlussleuchte an den normalen Lenkstockhebel fürs Licht gepackt, die Nebellampen werden weit weg davon und zudem recht weit unten links neben dem Lenkrad aktiviert.

Das Radio kann man auch laufen lassen, ohne dass die Zündung ansein muss, aber hat man das Fahrzeug bereits ausgemacht und will dann noch schnell das Seitenfenster hochfahren – Pustekuchen.

Einen sehr guten Eindruck hat das Navigationssystem hinterlassen, es ist einfach und schnell zu bedienen, alles geht rein intuitiv, und es hatte auch bei einer kleinen Umleitung durch eien Baustelle selbst kleinste Sträßchen – eigentlich fast schon Feldwege – erkannt und in die neue Routenführung mit eingebaut. Ohnehin schwenkt das Navi, weicht man von der vorgeschlagenen Route ab, schnell und ohne dass es hundert mal „Bitte wenden“ von sich gibt, auf die neue Route ein. Tempolimits werden – soweit einprogrammiert – ebenfalls angezeigt.

Zu den Komfortfeatures gehören u.a. Der Regen- und Lichtsensor. Die Lichtautomatik schaltet für meine Begriffe gerade bei schlechtem Wetter zu spät vom Tagfahrlicht auf normales Fahrlicht um. Nicht dass man nichts mehr sehen würde, aber man wird ohne Rücklicht von hinten sehr schlecht gesehen.

Der Fahrwerkskomfort ist gut, die meisten Fahrbahnunebenheiten werden sauber weggefiltert. Das bedeutet aber auf der anderen Seite, dass sich die Karosserie in schnellen Kurven wie auch im Slalomtest ganz ordentlich zur Seite neigt, zudem fangen die Räder schnell an zu quietschen. Dabei folgt der S-Cross zwar willig der angenehm straffen Lenkung, in der Mittellage ist diese aber recht indirekt.

Dabei kann der S-Cross nicht zuletzt dank seines Allradantriebs eigentlich viel mehr Sportlichkeit auf die Straße bringen. Der Allgrip Allrad bietet Ihnen dazu vier Möglichkeiten. Im „Auto-Modus“ geht es in erster Linie um den günstigsten Spritverbrauch. Daher werden hier erst mal nur die Vorderräder angetrieben und erst wenn Schlupf entsteht wird die Kraft stufenlos an die Hinterräder geleitet. Mit der Einstellung „Snow“ wird das Anfahren verbessert und die Traktion auf rutschigen Untergründer erhöht.

Mit dem Sport-Modus (ändert auch das Ansprechverhalten des Motors) wird vor allem das Kurvenverhalten verbessert. Und wenn Sie sich mal abseits der befestigten Straßen oder auf Schnee festgefahren haben, kann der Lock-Modus denS-Cross wieder frei bekommen.

Seine Bremsanlage mit ABS, elektronischer Bremskraftverteilung, Notbremsassistent und Scheibenbremsen rundum (vorne innenbelüftet) spricht schnell an, lässt sich gut dosieren. Bei einer Vollbremsung schmeißt er sich vehement in die Eisen, aber zum einen muss man ihn auf schlechter Wegstrecke gut festhalten, das Fahrzeug wird etwas unruhig und auch teilweise weich, zum anderen macht er zum Schluss der Vollbremsung auch schon mal einen Schlenker. Die Karosserie taucht vorne tief ein. Dafür steht er aus Tempo 100 schon nach sehr guten 35 Metern.

120 PS – das ist die Leistung des S-Cross, ob im Vierzylinder-Benzinmotor oder im Turbodiesel, der in unserem Testwagen verbaut war. Zu den 88 kW, die bei 3.750 U/min anliegen, gesellt sich ein maximales Drehmoment von 320 Nm bei 1.750 Umdrehungen pro Minute. Der 1,6 Liter Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und Common-Rail-Direkteinspritzung ist nur am Start kurz als Diesel zu erkennen, danach läuft er sehr kultiviert und bleibt akustisch stets angenehm im Hintergrund.

Flott unterwegs haben wir im Mix 5, 2 Liter verbraucht, nimmt man sich ein bisschen zurück, lässt er sich auch ohne dass man trödeln muss mit 4,4 Litern fahren. Bei ganz normaler Fahrweise, Kurzstrecke, Mittelstrecke, Stadt-Land-Mix haben wir 4,7 Liter Diesel auf 100 km verbraucht. Damit lagen wir durchaus in Reichweite der Werksangaben, die dem Suzuki zudem einen CO2-Ausstoß von 114 g/km attestieren.

Der Diesel harmoniert sehr gut mit dem S-Cross, macht ihn mit 175 km/h nicht nur 10 km/h schneller als den 4×4-Benziner, sondern er ist auch mit 13 Sekunden 0,5 Sekunden schneller aus dem Stand auf Tempo 100. Dabei hängt er gut am Gas und zieht auch von unten heraus gut durch. Nur beim Losfahren braucht es schon ein klein wenig mehr Gas um ihn nicht abzuwürgen. Nur gut, dass er die Kraft über alle Viere auf die Straße bringt, sonst würde der ungewollt zu stürmische Gasfuß die Räder quietschen lassen.

Der Vierzylinder-Diesel ist mit einer 6-Gang-Handschaltung kombiniert, sie arbeitet sehr ordentlich – straff und exakt – und auf ausreichendkurzen Wegen, es ist fast kein Holperer über die Leerlaufstellung zu spüren, aber insgesamt wirkt alles ein klein wenig hölzern. Die Abstufung der Gänge passt gut zum Motor, die Anschlüsse stimmen.

Nachdem unser Testwagen in der Ausstattungslinie Comfort+ gehalten war, war schon bei der Sicherheitsausstattung alles drin, was Suzuki zu bieten hat. Also neben den sieben Airbags (Fahrer- und Beifahrerairbags, Seitenairbags und Vorhangairbags auhc ein Knieairbag für den Fahrer) Dreipunktsicherheitsgurte (vorne auch höhenverstellbar und mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern), ein Warnsystem für nicht angelegte Gurte vorne und hinten sowie ISOFIX Kindersitzbefestigungen auch rundum höhenverstellbare Kopfstützen, Berganfahrhilfe und die Reifendruck-Kontrollanzeige.

Aber auch die Berganfahrhilfe und die Rückfahrkamera war beim Comfort+ serienmäßig mit an Bord, ebenso die Einparkhilfe vorn und hinten sowie der Licht- und Regensensor. Spurhalteassistenten, Toter-Winkel-Warner, Einparkautomatik etc. sucht man aber vergebens.

Nachdem unser Testwagen wie gesagt die Comfort+-Variante mit Allrad-Antrieb war, stellt er auch in Sachen Preis den höchsten Wert auf: 28.990,- Euro. Ohne Allrad geht es schon auf 27.290,- Euro runter, und die Metallic-Lackierung kommt noch mit 500,- Euro hinzu. Wenn man sich mit dem Einstiegsmodell SX4 S-Cross 4×2, also mit Frontantrieb und dem Benziner in der Club-Variante zufrieden gibt, dann sind nur noch 19.490,- Euro zu berappen.

Allerdings ist dann natürlich auch die Ausstattung nicht so üppig wie bei unserem Testwagen, der auch elektrisch verstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel mit Seitenblinkern, Bi-Xenonlicht, Scheinwerferreinigungsanlage, LED-Tagfahrlicht, Privacy-Glas (hinten abgedunkelte Scheiben), 17 Zoll Alufelgen, das Panorama-Glasdach, eine Zweizonenklimaautomatik, zweifach verstellbares Lederlenkrad und das Navigationssystem mit Radio, 7 Lautsprechern und Lenkradfernbedienung serienmäßig bietet.

Heckscheibenwischer und Heckscheibenheizung, Tagfahrlicht, Tippblinker, Start-Stopp-System, Zentralverriegelung, CD-Radio, Sonnenblenden mitbeleuchteten Make-up-Spiegeln, Drehzahlmesser, 40 zu 60 umklappbare Rückbank, höhenverstellbare Vordersitze, Tempomat, el. Fensterheber vierfach und Klimaanlage sowie Servolenkung etc. hat aber auch schon die Basis.

Stand: Januar 2015; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ähnliche Beiträge

Kommentare

Keine Kommentare for “Suzuki SX4 S-Cross”

Kommentar schreiben

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Archive

banner