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Subaru Outback 2.0 D AWD Lineartronic

Subaru bedient zweifelsohne eine Nische, erfreut sich aber an einem sehr treuen Kundenstamm und baut seine Verkaufszahlen dank neuer Modelle und Neuentwicklungen – wenn auch in kleinen Schritten – weiter aus. Eine dieser Neuentwicklungen steckt im aktuellen Outback. Subaru´s Entscheidung, erstmals auf die Motor-/Getriebekombination aus Boxer-Dieselmotor und stufenlosem Automatikgetriebe zu setzen, stieß bei uns persönlich zunächst auf keine große Begeisterung, erweisen sich stufenlose Getriebe in der Praxis doch als recht unharmonisch und bremsen die Fahrfreude vehement ein. Doch der Outback konnte uns eindeutig vom Gegenteil überzeugen.
Die 2009 eingeführte vierte Generation des Subaru Flaggschiffs unterzog sich außerdem einem behutsamen Facelift außen wie innen, Schwächen seitens fehlender Assistenzsysteme sowie einer etwas eingerosteten Optik wird aber erst die im nächsten Jahr auf den Markt kommende neue Generation ausmerzen können.

Dem Konzept, dass die Japaner mit dem Outback vor vier Generationen auf die Räder stellten, folgten bis heute zahlreiche Nachahmer, wie beispielsweise Volkswagen mit dem Passat Alltrack oder Volvo mit dem XC70.

Während diese jedoch den bestehenden Modellnamen um ein Kürzel veränderten oder um einen Zusatznamen ergänzten, wurde beiSubaru aus dem Legacy Kombi der auf 20 Zentimeter Bodenfreiheit höher gelegte Crossover „Outback“.

So unterscheiden sich die beiden Modelle in den übrigen Abmessungen sowie im Kerndesign nicht. Die robust gehaltenen Stoßfänger wie auch die Dachreling verleihen dem Outback aber ein deutlich raueren Auftritt und zeigen auf, dieser Kombi macht auch abseits befestigter Straßen eine gute Figur.

Bevor wir uns jedoch auf den Weg machen, werfen wir noch einen Blick ins Innere. Die Auffrischungen sorgen zwar im Vergleich zum im Jahr 2009 eingeführten Modell für ein wohligeres Ambiente, doch im Wettbewerb mit anderen Herstellern muss sich der Subaru leider eingestehen, in punkto Design und Materialanmutung nicht mehr ganz auf Höhe der Zeit zu sein.

Auf einen großen Touchscreen in der Mittelkonsole, eine elektronische Feststellbremse, eine mögliche Bluetooth-Anbindung sowie USB-Anschlüsse müssen wir aber im aktuellen Modelljahr nicht verzichten. Während diese Features sogar serienmäßig an Bord sind, verfügt der Outback abhängig von der Ausstattung auch über das schlüssellose Zugangssystem Keyless Entry inklusive dem Startknopf Keyless Go.

In Verbindung mit der Lederausstattung ist der Fahrersitz zehnfach verstellbar und verfügt über eine Lendenwirbelstütze sowie eine Memoryfunktion. Am nötigen Seitenhalt mangelt es demkomfortablen Gestühl aber etwas.

An was es dem Outback aber zu keiner Zeit fehlt, ist Platz. Und hier spielt der Outback ganz klar seine größte Stärke aus. Bis zu fünf Erwachsene können im Outback bequem reisen, die Platzverhältnisse sind hervorragend und der Raum für Bein und Kopf ist selbst im Fond beispiellos, die in der Neigung verstellbaren Rücksitzlehnen erhöhen zudem den Komfort.

Die Lehnen lassen sich im Verhältnis 60:40 natürlich auch vollständig umlegen, der ohnehin sehr üppige Stauraum von 526 Liter wächst dann auf stolze 1.726 Liter an. Dieser Vorgang geht nicht nur einfach von der Hand, die entstehende Fläche ist nahezu eben und dank niedriger Ladekante ist der Kofferraum mühelos zu be- und entladen.

Subaru ist wahrhaftig eine Traditionsmarke was Fahrzeuge mit Allradantrieb anbelangt. Und so setzen die Japaner beim Outback nicht nur auf eine entsprechende Optik, sondern versehen das Crossover-Modell auch serienmäßig mit dem von Subaru entwickelten permanent symmetrischen Allradantrieb „Symmetrical AWD“.

Bewährt, aber weiter verbessert, meistert dieser Kombi so und dank einer auf 200 mm erhöhten Bodenfreiheit weitaus mehr als nur Feldwege. Der Allradantrieb inklusive Berganfahrhilfe spielt seine Vorteile natürlich auch auf der asphaltierten Piste aus, ob beim ziehen von Hängern, bei Nässe oderSchnee.

Dennoch überrascht das Fahrverhalten in schnellen Kurven, das Fahrzeug beginnt früh laut zu quietschen und das Gefühl für die Straße wird recht schwammig. Was sich auch auf die ansonsten direkte Lenkung auswirkt. Doch die elektronische Fahrdynamikkontrolle VDC hält das Crossover-Modell sicher auf Kurs, und lässt sich der Fahrer nicht verunsichern, hat er auch keine Mühe den Outback in der Spur zu halten.

Letztlich sind es aber einfach die gelasseneren Töne, die dem Outback mit dem Dynamic Chassis Control Concept Fahrwerk liegen. Und so erweist sich das Flaggschiff von Subaru als idealer Cruiser, der uns auch lange Strecken komfortabel und entspannt hinter uns bringen lässt.

Ob bei flotter oder gelassener Fahrweise, stets verlassen konnten wir uns auf die schnell ansprechende Bremse mit Scheibenbremsen rundum (vorn innenbelüftet) inklusive hydraulischem Bremsassistenten, 4-Kanal-ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung und Bremskraftverstärker sowie Hill-Holder-Funktion.

Mit den Außenabmessungen nicht unbedingt ein Stadtflitzer, überzeugt der Outback aber auch hier mit einem sehr angenehmen Handling. Dank der serienmäßigen Rückfahrkamera können wir auch den Raum hinter dem Fahrzeug optimal einsehen. Das Bild kann zudem spiegelverkehrt angezeigt werden, womit der Effekt eines vergrößerten Rückspiegelserreicht wird.

Während zahlreiche Hersteller motorseitig neue Wege gehen, setzt Subaru derzeit noch auf seine bewährten Vierzylinder-Boxer-Motoren. Zwei davon sind im Outback verfügbar.

Zum einen der 2,5-Liter-Benziner und zum anderen der von uns gefahrene 2,0-Liter-DOHC-Turbodiesel. Der Ottomotor ist ausschließlich an das stufenlose Lineartronic-Getriebe gekoppelt, beim Diesel kann der Käufer dieses erstmals optional auswählen, während das Sechs-Gang-Schaltgetriebe weiterhin serienmäßig verbaut ist. Im Gegensatz zu der im Benziner verbauten Lineartronic-Generation, verfügt das Getriebe im 2.0D aber über sieben Stufen, die auch manuell angewählt werden können.

„Sieben Stufen?“ werden Sie sich vielleicht fragen, handelt es sich doch um ein stufenloses CVT-Getriebe. Und Sie denken richtig, doch mit den künstlich programmierten Schaltstufen wirkt Subaru den eigentlichen Schwächen eines stufenlosen Getriebes entgegen.

Denn wer es gerne sportlicher angeht ist hier schnell genervt von dem sogenannten zähen Gummiband-Effekt, wie auch dem jaulenden Dröhnen der hohen Drehzahl, der Fahrspaß geht hier im Nu verloren.

Doch nicht so beim Outback, hier bleibt dieses Verhalten aus, da die Technik eine ambitionierte Fahrweise erkennt und dementsprechend einen Gangwechsel simuliert. Viel mehr kommt der Eindruck einer klassischenAutomatik auf und so reagiert die Lineartronic sowohl beim „eigentlichen“ runter- als auch raufschalten.

Dementsprechend geht auch die Leistung von 110 kW / 150 PS nicht verloren und das Fahrzeug zieht mit einem maximalen Drehmoment von 350 Nm kraftvoll los und erreicht in 9,7 Sekunden aus dem Stand heraus die Tempo 100-Marke. Die solide Kraftentfaltung bewahrt sich der Outback bis zum erreichen der Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h.

Der Boxer-Diesel sichert sich zwar nicht den Preis des „sparsamsten“ Aggregates, hier haben andere Hersteller die beispielsweise eine Downsizing-Strategie verfolgen und mit einem Start-Stopp-System versehen sind die Nase vorn, dennoch kommt der Subaru Outback in Verbindung mit dem Diesel und der Lineartronic im Schnitt mit unter sieben Liter aus, womit wir in der Regel nur einen halben Liter über den Angaben von Subaru lagen: 6,3 Liter / 166 g/km CO2-Emission).

Subaru bietet seinen Kunden hierzulande eine vorbildliche 5-Jahres-Vollgarantie sowie 12 Jahre gegen Durchrostung. Diese ist stets in allen Varianten serienmäßig enthalten, ebenso eine sehr umfangreiche Ausstattung.

Neben dem Subaru Outback Trend, der als 2.0D bei 35.500,- Euro startet, stehen außerdem die Ausstattungslinien Active (37.900,-) und Comfort (42.400,-) zur Auswahl. Womit die Preise im Vergleich zur Einführung im Mai 2013 um bis zu1.500,- Euro gesenkt wurden.

Während der Benziner ausschließlich an die Lineartronic gekoppelt ist, hat der Dieselkäufer die Wahl, das stufenlose Getriebe verlangt dabei einen Aufpreis von zweitausend Euro.

Stand: Oktober 2014; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Subaru

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