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SEAT Ateca 1.4 TSI 4DRIVE Style

Sowohl der VW Tiguan als auch der SEAT Ateca bauen auf dem modularen Querbaukasten auf und greifen auf die selbe Technik zurück, doch allein größentechnisch ist der SEAT Ateca gute 13 Zentimeter kürzer geraten. Womit er sich im Großstadtdschungel schon mal als handlicher und wendiger erweist. Doch ist das der einzigste Unterschied?

Wenn auch das Design des Ateca typische SEAT-Merkmale wie beispielsweise den trapezförmigen Grill und die dreieckigen Lichtsignaturen kennzeichnen, ist die Konzern-Ähnlichkeit doch größer, als bis dato von SEAT gewohnt.

Die markante dreieckige Lichtsignatur prägt die optionalen Voll-LED-Scheinwerfer sehr deutlich und lassen uns den Ateca bereits in Dunkelheit als SEAT identifizieren. Im Falle des SUV ist sogar der Blinker Teil dieser Signatur.

Immer wieder Freude haben wir an dem sogenannten „Welcome Light“, projizieren LEDs im Außenspiegel den Namen Ateca und die Silhouette des Fahrzeugs auf den Boden um denBereich der vorderen Fahrzeugtüren.

Licht ist auch im Innenraum ein Thema. Die Ambientebeleuchtung in den Türen erinnert an einen Wasserfall und kann ganz nach Belieben zwischen acht verschiedenen Farbtönen variiert werden.
Der um den beleuchteten Startknopf gelegte Lichtring pulsiert zudem im Takt eines Herzschlags und soll zum Anlassen animieren.

Auch der Innenraum weist deutliche Parallelen zur Konzernmutter auf, was insgesamt für ein sehr klares Cockpit spricht. Es gibt nicht wirklich etwas zu beanstanden, ist die optische Ausrichtung doch immer reine Geschmackssache und die Verarbeitung tadellos, die Armaturen klar und übersichtlich konstruiert.

Die ständige Verbindung in die digitale Welt ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Bestandteil geworden. Und mit der neuesten Generation der Easy Connect Infotainment-Systeme, mit Full Link und der exklusiven SEAT ConnectApp sollte jeder glücklich werden.

Mit dem in unserem Testwagen verbauten Media System Plus werden die Infotainment- wie aber auch die Navigationsinhalte über den 8 Zoll großen Bildschirm dargestellt.

Und mittels der Connectivity Box inder Mittelkonsole wäre auch das kabellose Laden möglich. Bei MirrorLink wird die Smartphone-Bedienoberfläche auf den Touchscreen des Atecas „gespiegelt“ und in Verbindung mit der SEAT ConnectApp um die Funktion „Voice Replay“ ergänzt, so können Mails, SMS oder aber auch Posts aus Facebook oder Twitter vorgelesen werden.

Sollte Ihr Smartphone nicht Mirror-Link fähig sein, hat SEAT Full Link in petto, integriert dieses neben MirrorLink auch die Funktionen von Apple CarPlay und Android Auto.

Die sogenannte Gestensteuerung ermöglicht darüber hinaus eine intuitive Steuerung mittels kleiner Fingergeste.

Vorne sitzen Großgewachsene wirklich sehr gut, das knackige Gestühl bietet tollen Seitenhalt und einen angenehmen Sitzkomfort. Doch das Platzangebot im Fond überrascht uns dann doch sehr, Wenn wir jetzt noch die Rückbank in der Länge verschieben könnten.

Dafür können wir die Rückenlehnen auch bequem vom Heck aus umlegen, allerdings ist die Fläche nicht eben und die Stufe störend. Hier schafft der erhältliche doppelte Ladeboden aber bequem Abhilfe. Maximal wächst der Stauraum auf 1.604 Liter bzw.1.579 Liter beim 4Drive.

Großer körperlicher Aufwand ist auch beim Öffnen des Kofferraums nicht notwendig. Schwingt die Heckklappe nicht nur auf Tastendruck elektrisch auf, sie kann auch per Fußwisch geöffnet und sogar wieder geschlossen werden.

Mit 4,36 Metern ist er ein gutes Stück kompakter als der Tiguan und somit auch etwas kleiner im Kofferraum, dennoch fasst er bereits in der normalen Sitz-Konfiguration 510 Liter – einzig wer wie in unserem Fall auf den Allrad setzt muss hier 25 Liter Stauraum einbüßen.

Der Allradantrieb nutzt eine neu entwickelte Lamellenkupplung mit hydraulischer Betätigung und elektronischer Regelung sowie einer Haldex-Kupplung der fünften Generation.

Wer sich für das allradangetriebene Modell entscheidet, der findet neben den Modi Normal, Sport, Eco und Individual am Driving Experience Regler auf der Mittelkonsole auch die Profile Schnee und Offroad. Die bei SEAT sogenannten 4Drive-Modelle haben außerdem einen Bergabfahrassistenten an Bord. Übrigens, der Fahrwerksschalter nimmt nicht wie erwartet Einfluss auf das Fahrwerk, sondern auf die Lenkung und die Gasannahme. Derwirkliche Aha-Effekt bleibt jedoch aus.

In punkto Fahrwerk stand der perfekt ausgewogene Fahrwerkscharakter à la VW im Vordergrund. Womit wir im Grunde auch in diesem Kapitel nichts zu meckern haben.

Unser Ateca 1.4 TSI mit 150 PS (110 kW), Allrad und dem sehr angenehmen Handschalter genehmigt sich glatte neun Sekunden aus dem Stand heraus, bis er die 100 km/h-Marke passiert hat. Nicht gerade der Schnellste, aber untermotorisiert sind wir damit keineswegs. Steht uns immerhin ein maximales Drehmoment von 250 Nm zur Seite.

Die Versionen mit Frontantrieb oder DSG-Getriebe sind aber dennoch bis zu einer halben Sekunde schneller. Bei der Topspeed bildet unser Testwagen mit 192 km/h ebenfalls das Schlusslicht.

Ob er das im Verbrauch wieder rausholen kann? Nicht wirklich, schluckt der Allrad hier einen weiteren halben Liter mehr. Dafür besitzt der 1.4 TSI eine Zylinderabschaltung bei Teillast – über den aktivierten Zweizylinder-Modus werden Sie über einen Hinweis im Display informiert – und hilft in diesem Bereich Sprit zu sparen.

An den vom Hersteller angegebenen Verbrauch von 6,0 Litern im kombinierten Zyklus (138g/km CO2) sind wir bei bewusst effizienter Fahrt aber um einen weiteren halben Liter vorbeigeschrammt.

Bei dem Thema Sicherheit fährt SEAT mit einem Stauassistenten, der radargesteuerten Geschwindigkeitsregelung ACC inkl. Front Assist, der City-Notbremsfunktion mit Fußgängererkennung, einer Verkehrszeichenerkennung, dem Totwinkelassistent, dem Querverkehrs-Warner, einem Ausparkassistent sowie dem Parklenkassistent 3.0, Top View, dem Emergency Assist bzw. dem Fernlichtassistent vorbildlich auf.

Am Beispiel des von uns gefahrenen und für einen Grundpreis von 26.970 Euro erhältlichen SEAT Ateca 1.4 TSI 4Drive in der mittleren Ausstattungsversion Style als Handschalter beträgt der Preisunterschied zum VW Tiguan bereits stolze fünftausend Euro.

Geben Sie sich mit der Basisversion Reference zufrieden, die allerdings nur mit den Basismotoren kombinierbar ist, erhalten Sie den SEAT Ateca bereits für 19.990 Euro, eine Klimaanlage, das Media System Touch wenn auch mit 5 Zoll-Bildschirm und sieben Airbags, eine Müdigkeitserkennung und das radarbasierte Antikollisionssystem Front Assist mit City-Notbremsfunktion sind aberauch hier schon mit an Bord.

Dem gegenüber steht die Topvariante XCELLENCE für mindestens 28.020,- Euro. Ganz neu präsentiert sich dieser Tage übrigens der SEAT Ateca FR, erhältlich ab 28.620 Euro.

Stand: Juli 2017; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

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