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Opel Grandland X

Der Opel Grandland X rundet die X-Familie, bestehend noch aus dem Opel Crossland X und Opel Mokka X, nach oben hin ab und ist in unseren Augen auch der gelungenste „X“. Im C-SUV-Segment zuhause, muss sich der Opel Grandland X nicht nur mit unangefochtenen Klassenprimus VW Tiguan messen. Denn auch in der Sparte der Mittelklasse-SUVs ist das Angebot derart umfangreich, werfen wir allein einen Blick rüber zur Konzernmutter PSA oder Nissan, Kia und Co.. Kaufinteressenten sollten sich in jedem Fall einen genauen Überblick verschaffen. Wer sich näher über den neuen Opel Grandland X informieren möchte, sollte in jedem Fall weiterlesen.

Die Optik zählt mittlerweile zu den wichtigsten Verkaufsargumenten, gerade bei Fahrzeugen im boomenden SUV-Segment ist besonders der Lifestyle-Flair gefragt und um diesem zu entsprechen, bietet Opel auch Zweifarb-Lackierungen an. Zumindest kann die Farbpalette mit einem schwarzen Dach kombiniert werden.

Die eigene SUV-Familie baut Opel mit dem 4,48 Meter langen, 1,84 Meter breiten und 1,61 Meter hohen Grandland X nach oben hin aus und natürlich entscheidet letztlich rein der Geschmack des Interessenten, dennoch steht der Grandland X wie wir finden sehr stimmig, smart und peppig da.

Nicht weniger ansprechend empfinden wir die Cockpit-Gestaltung sowie deren Anmutung. Die Materialwahl und auch die Verarbeitung kann sich sehen lassen. WelcheCockpit-Gestaltung letztlich mehr anspricht, muss auch an dieser Stelle jeder für sich entscheiden.

Fest steht, Opel setzt auch hier auf seine gelungene Designphilosophie und so fühlen wir uns auch mit diesem Innenraum vertraut und sehr gut aufgehoben. Finden sich die nur noch wenig verbauten Bedienelemente an erwarteter Stelle, sind gut erreichbar und intuitiv zu bedienen. Von der früheren Armada an Schalterelementen hat sich Opel erfreulicherweise in mittlerweile allen Baureihen verabschiedet.

Auf Anhieb gut zu recht kommen wir auch mit dem bei Radio R 4.0 IntelliLink und Navi 5.0 IntelliLink acht Zoll großen Touchscreen, über den wir nicht nur das Infotainment-System manövrieren kann, wir können auch spielerisch das Smartphone sowohl via Apple CarPlay als auch Android Auto integrieren und dessen Funktionen ebenfalls per Touchscreen steuern.

Eine USB-Schnittstelle, Bluetooth-Audiostreaming sowie eine Freisprecheinrichtung zählen ebenso zum Umfang, wie die im Test tadellos funktionierende Sprachsteuerung.

Sollte Ihr Smartphone bereits kompatibel sein, haben Sie im Grandland X gegen Aufpreis auch die Möglichkeit das Handy induktiv aufzuladen. Die entsprechende „Wireless Charging“ – Vorrichtung finden Sie unter der Armlehne.

Mit dem persönlichen Online- und Service-Assistent bietet Opel weit mehr als nur einen leistungsstarken 4G/LTE WLAN-Hotspot, mit dem sich auch Freunde mit ihren Mobilgeräten mit dem Opel Grandland X connecten können. Steht Ihnen mit den OnStar-Services auch eine automatische Unfallhilfe rundum die Uhr zur Seite. Ergänzt wird das Angebot jetzt außerdem durch neue Services wie die Hotelbuchung und die Parkplatzsuche.

Apropos Platz, mit einem Radstand von 2,68 Metern hält der Grandland X nicht nur auf den vorderen Sitzen großzügige Platzverhältnisse bereit, auch auf der Rückbank reisen wir als Großgewachsener sehr bequem, Klagen kommen hier keine auf.

Warum wir dann aber doch lieber vorne Platz nehmen? In Sachen Sitze macht Opel einfach so schnell kein Mitbewerber etwas vor, haben diese die hervorragenden AGR-Sitze in petto. Ein Aufpreis, der sich gerade für Rückengeschädigte in jedem Fall lohnt.

Mit einem Fassungsvermögen von 514 Litern muss sich der Opel Grandland X in diesem Punkt wiederum dem ein oder anderen geschlagen geben, kann aber durch Umlegen der Rücksitzlehnen auf bis zu 1.652 Liter vergrößert werden. Eine verschiebbare Rücksitzbank wäre vielleicht noch was …

Optisch auf Offroad getrimmt, fühlt sich die Gattung der SUVs letztlich aber doch auf der asphaltierten Straße am wohlsten. Fehlt es dem Opel Grandland X ohnehin am Allradantrieb, hat dieser aber immerhin optional die elektronische Traktionskontrolle IntelliGrip inkl. fünf Fahrmodi im Portfolio.

Der Normalmodus ist stets beim Starten des Motors aktiviert, ganz bequem per Drehregler können Sie dann in den Schneemodus, den Modus für Gelände / Matsch oder in den Sand-Modus wechseln. Darüber hinaus können Sie ESP Off wählen. Bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h schaltet diese Einstellung ESP und ASR ab und überlässt Ihnendie Kontrolle. Überschreiten Sie das Tempo, schaltet IntelliGrip aber automatisch wieder in den Normalmodus zurück.

Die Elektronik passt dabei nicht nur die Kraftverteilung sowie die Motor- und Getriebesteuerung oder die ESP-Regelung an, in Verbindung mit dem Automatikgetriebe optimiert IntelliGrip auch die Schaltpunkte.

Die Agilität, die der Opel Grandland X an den Tag legt, gefällt. Können wir den Rüsselsheimer auch mit hohem Tempo sicher und souverän durch enge Kurven jagen, die direkte Lenkung vermittelt dabei ein gutes Gefühl und ein Handling ohne Mühe und Kraftaufwand.

Und auch dem Komfortanspruch wird der Rüsselsheimer im Grunde gerecht, einzig wirklich schlechte Straßenverhältnisse bringen ihn zum Poltern.

Zu Beginn stellte Opel dem Grandland X zwei aus dem PSA-Konzern stammende Motoren zur Wahl, einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 130 PS und einen 120 PS starken 1,6-Liter-Vierzylinder-Diesel. Beide waren serienmäßig mit einem angenehm geführten Sechsgang-Handschalter ausgestattet, alternativ konntest Du die Motoren gegen einen Aufpreis von 1.600 Euro aber auch an eine Sechsgang-Automatik koppeln.

Nun ersetzt Opel nicht nur diese Getriebealternative durch eine sehr feine Achtstufen-Automatik, die für 2.300 Euro erhältlich ist. Der 1.6er Diesel wird durch den neuen 130 PS starken 1.5 Selbstzünder ausgewechselt und zudem um den 177 PS starken 2.0 Diesel ergänzt, der wiederum ausschließlich an das neue Automatikgetriebe mit acht Gängen gekoppelt ist. Ein Plug-in-Hybrid lässt aber immer nochauf sich warten und ist erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt geplant.
Die zur Wahl stehenden Triebwerke erfüllen bereits heute die strengen Grenzwerte der künftigen Euro 6d-TEMP-Abgasnorm.

Ein Dreizylinder mit 96 kW/ 130 PS scheint auf den ersten Blick vielleicht nicht die ideale Motorisierung für solch ein Gefährt zu sein, doch eine erste Ausfahrt belehrte mich eines besseren.

Läuft der Benziner mit 1,2 Liter Hubraum für einen Dreizylinder nicht nur angenehm ruhig, ich habe keineswegs das Gefühl untermotorisiert zu sein. Wenn auch der 1,5-Liter-Diesel insgesamt mehr Spritzigkeit vermittelt. Den neuen Topdiesel an dieser Stelle mal außer Acht gelassen.

Im direkten Vergleich kommen nun beide Einstiegsaggregate auf 130 PS, doch während der Benziner bei 1.750 Umdrehungen ein maximales Drehmoment von 230 Newtonmeter veranschlagt, fährt der Turbodiesel mit vier Zylindern dann mit 300 Newtonmeter auf, womit er gerade unten rum agiler ist. Ohnehin möchte der Benziner bei sportlichem Anspruch auch im Verlauf bei Laune gehalten werden.

Den Verbrauch betreffend hat der Diesel natürlich auch die Nase vorn, laut Datenblatt lässt der Selbstzünder mit 4,2-4,1Litern (109-108 g/km CO2) den Benziner um 1,1 Liter (121-119 g/km CO2) hinter sich. Das beide Werte – stets in Kombination mit dem tollen neuen Achtgang-Getriebe – im alltäglichen Fahrbetrieb höher ausfallen dürften, damit ist nicht mehr unbedingt zu rechnen, hat Opel bereits alle Werte nach dem neuen WLTP-Messverfahren ermittelt und umgerechnet.

Der Topdieselkommt auf 130 kW/177 PS und hält ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter bereit. Laut Datenblatt garantiert ihm diese Power ein Beschleunigungswert von 9,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sowie eine Topspeed von 214 km/h.

Opel attestiert auch diesem Aggregat dabei stets genügsame Verbrauchswerte, im alltäglichen sollen es um die fünf Liter sein (Kraftstoffverbrauch: innerorts 5,3-5,3 l/100 km, außerorts 4,6-4,5 l/100 km, kombiniert 4,9-4,8 l/100 km, 128-126 g/km CO2).

Serienmäßig an Bord sind z.B. unabhängig vom Ausstattungsniveau LED-Tagfahrlichter, LED-Rückleuchten, ein Spurassistent, eine Verkehrsschildererkennung, ein Tempomat und ein Berg-Anfahr-Assistent.

In höheren Versionen oder aber gegen Aufpreis ist Opel OnStar, der Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgänger-Erkennung, die Müdigkeitserkennung, das adaptive Fahrlicht AFL mit LED-Technologie und/oder der Toter-Winkel-Warner erhältlich. Zudem schlägt der Spurassistent wenn nötig Alarm, während der Geschwindigkeitsregler und -begrenzer in Verbindung mit der Verkehrsschilderkennung die Geschwindigkeit führerscheinfreundlich den Tempolimits anpasst.

Der Opel Grandland X startet aktuell mit dem 1.2 Turbobenzin-Direkteinspritzer in der Version Selection für runde 24.000 Euro, womit er das vergleichbare VW-Pendant bereits deutlich abhängt. Das gilt auch für die Dieselmotoren, die Ihnen bei Interesse mindestens 27.700 Euro für den 1.5 Diesel Selection oder 37.720 Euro für den stärksten Diesel in derAusstattungslinie INNOVATION abverlangen. Alternativ steht dem Topaggregat der Ultimate zur Wahl, die Niveaus Selection, Edition und Color Line bleiben dagegen den anderen beiden Motoren vorbehalten.

Stand: Juli 2018; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Opel

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