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Opel Astra 2.0 BiTurbo CDTI

An Attraktivität und optischer Präsenz mangelte es dem Opel Astra auch bislang keineswegs, und dennoch müssen wir zugeben, der zu letzt vollzogene Feinschliff hat seine Wirkung nicht verfehlt. Doch beim aufgefrischten Design allein blieb es nicht, die Ausstattungsoptionen sowie die Vielfalt an Sicherheitsassistenten wurde ebenso erweitert wie das Motorenangebot. Und hier setzt sich vor allen Dingen der von uns getestete Biturbo-Diesel hervorragend in Szene. 195 turboaufgeladene Diesel-PS und ein kraftvolles Drehmoment von 400 Newtonmeter stehen dabei nicht nur der sportlichen GTC-Variante zur Seite, auch das fünftürige und praktische Kombimodell werden wenn gewünscht, von diesem Power-Diesel befeuert. Und bei allem Fahrspaß kommt die Ökonomie nicht zu kurz.

Die optischen Veränderungen zum neuen Modelljahr sind zwar im Grunde nur marginal, verleihen dem neuen Astra aber dennoch spürbar mehr Dynamik.

Auf den ersten Blick ist das aktuelle Modelljahr an der jetzt flügelförmigen Chromquerstrebe im Kühlergrill und dem neuen Gitter-Muster im unteren Bereich zu erkennen. Chromrahmen und schwarze Einlagen in den Frontscheinwerfern charakterisieren darüber hinaus nicht mehr nur die höheren Ausstattungen. Und auch das schicke Tagfahrlicht in LED-Ausführung ist bereits in Verbindung mit den Halogen-Scheinwerfern erhältlich.

Die neuen Aussparungen für das Nummernschild sowie die darunter am Stoßfänger verlaufende Chromleiste sorgen dagegen am Heck für einen satterenAuftritt.
Die BiTurbo-Variante schärft den dynamischen Eindruck um ein weiteres, die neue Querspange im Kühlergrill ist hier nicht nur in Wagenfarbe lackiert. Die tiefere Frontschürze, die markanteren Seitenschweller sowie die in Chrom eingefassten Seitenfenster, der Dachkantenspoiler, der angedeutete Diffusor am Heck inklusive zwei ovaler Endrohre sowie die dunkel eingefärbten Heckleuchten machen das Bild perfekt.

Darüber hinaus stehen dem Astra zwei neue Felgen-Designs in 18- und 19-Zoll oder aber eine neue sportliche Radzierblende im Mehrspeichen-Alurad-Look zur Wahl.

Neben neuen Stoffen, einem erweiterten Farbangebot und zusätzlichen Dekors, die das derzeitige Modelljahr kennzeichnen, hebt sich der BiTurbo auch im Cockpit von den anderen Varianten ab.

So wird die Atmosphäre unter anderem durch ein wunderbar in der Hand liegendes und unten abgeflachtes Lederlenkrad mit perforierten Einsätzen, speziellen Fußmatten mit roter Umrandung und roten Doppelziernähten sportlich getrimmt.

Letztere sorgen nicht nur am Schaltknauf und den Türverkleidungen für einen gelungenen Kontrast, auch an den Sitzwangen stechen Nähte in Magic Red hervor. Ohnehin stellt das hervorragend ausgeformte Gestühl einen Hingucker dar. Denn die Sitzflächen mit dem sogenannten „JetBlack“-Sitzbezug zieren ein optisches Reifenprofil, das über die gesamte Fläche verläuft und auch die Fondsitze prägt. Doch die Rückbank teilt sich nicht nur die pfiffige Optik, sondern auch die tollen Platzverhältnisse mit den Frontsitzen.

Diese sind für einKompaktklassefahrzeug wiederum ebenso großzügig und flexibel wie das Kofferraumvolumen von 370 Litern und dessen Nutzbarkeit.

An der Vielzahl der Schalterelemente in der Mittelkonsole ändert das neue Modelljahr allerdings nichts. Hat man sich jedoch erst mal eingewöhnt, stellt auch diese Tatsache kein Problem dar. Die ordentliche Verarbeitung wie auch das wertige Ambiente lassen den Rüsselsheimer ganz oben in seiner Liga mitspielen.

Die ausgewogene Fahrwerksabstimmung des herkömmlichen Opel Astra zeigt sich in der BiTurbo-Variante nochmals agiler. In Verbindung mit der aus dem dreitürigen GTC bekannten steiferen Hinterachse kann man regelrecht von einem Sportfahrwerk sprechen.
In den Genuss der HyPerStrut-Vorderachse kommt allerdings nur die GTC BiTurbo-Variante, Fünftürer wie auch der Kombi müssen darauf leider verzichten.

Doch auch diese Astramodelle lassen sich wiederum an das adaptive FlexRide-Fahrwerkssystem koppeln. Dabei passt sich dieses nicht nur automatisch der jeweiligen Fahrsituation an, sondern verfügt auch über drei vorwählbare Modi, hinter denen sich alles andere als ein Placebo-Effekt verbirgt.

Dem Fahrer ist es so mittels einfachem Tastendruck möglich, beispielsweise das Setup gänzlich auf Sport auszulegen. Das Spaßpotential ist dabei überraschend groß, der Astra lässt sich zielgenau einlenken, folgt jeder Lenkbewegung direkt und bietet optimale Rückmeldung ohne aber schwergängig zu sein. Das Kurvenverhalten ist absolut genial, selbst mit hohem Tempo jagen wir den Kompaktklassewagen souverän undsicher durch die engste Kehre. An das alteingestaubte Opel-Biederimage ist hier keineswegs mehr zu denken.

Selbst im Tour-Modus nicht. Stattdessen arbeitet die Lenkung nun weicher und das Fahrwerk deutlich sanfter. Während das Fahrwerk auf schlecht ausgebauten Straßen im aktivierten Sportmodus knackig straff durchpoltert, filtert der Astra in der Tour-Einstellung Unebenheiten wunderbar komfortabel ab und empfiehlt sich gerade bei längeren Autobahnpassagen.

Eine zuverlässige Bremsanlage ist in jedem Fall wünschenswert, eine sportliche Gangart verlangt zudem ein fest zupackendes System, das bereits auf leichten Tritt souverän verzögert. Und genau das ist beim Opel Astra BiTurbo der Fall.

Der Astra mit dem 195 PS starken BiTurbo-Aggregat ist der leistungsstärkste Diesel im Angebot und soll laut Opel mit hervorragender Leistungsentfaltung bei bestmöglicher Effizienz überzeugen. Eines ist diesem Wagen schon nach wenigen Metern Fahreindruck sicher, wer einmal in den Genuss dieses Selbstzünders gekommen ist, möchte ihn nicht mehr tauschen.

Der spontane Durchzug treibt uns immer wieder ein Lächeln ins Gesicht, dabei zerrt das maximale Drehmoment von 400 Newtonmeter nicht im geringsten an der Lenkung und auch von einem Turboloch ist hier keine Spur.

Während bereits bei 1.250 U/min üppige 320 Newtonmeter anstehen arbeiten im mittleren Drehzahlbereich beide Turbolader zusammen und sorgen für durchweg überzeugenden Vortrieb.

Der Diesel nimmt jeden Gasbefehl direkt an und setzt ihn in souveräne Kraftentfaltung um, nach 8,4Sekunden passiert der Kompaktklassewagen aus dem Stand heraus die Tempo 100 Marke.

Und auch dann zieht der Astra BiTurbo noch souverän weiter und bewahrt sich seinen Elan selbst bis zum Erreichen der Höchstgeschwindigkeit von 226 km/h. Die Vertreterautos dieser Welt trauten meist ihren Augen nicht, als wir an ihnen vorbeizogen. Denn wenn auch der Astra sehr dynamisch daher kommt, so wirkt er doch keineswegs protzig oder gar prollig.
Und auch ein spontanes Beschleunigen aus dem fünften Gang heraus stellt bei diesem Fahrzeug überhaupt kein Problem dar. Wenn auch ein Griff zum wunderbar geführten knackigen Sechsgang-Getriebe uns stets eine Freude war.

Einzig die Motorengeräusche könnte man dem „astra“inen BiTurbo etwas ankreiden. Denn ein Hehl daraus, dass hier ein Selbstzünder unter der Motorhaube werkelt, macht der 2.0 CDTI zu keiner Zeit. Im Gegenteil, ein Tritt aufs Gaspedal wird lautstark untermalt – doch wirklich gestört hat uns das letztendlich auch nicht.

Der Fahrspaß wäre uns somit sicher, doch was ist mit dem Verbrauch? Schenkt man dem Datenblatt Glauben, erreicht der Astra BiTurbo inklusive Start/Stop-Technologie unter bestmöglichen Bedingungen einen Durchschnittsverbrauch von 5,1 l/100 km. Und wer wirklich der Leistung wiederstehen und seinen Gasfuß zügeln kann, unterbietet tatsächlich die 6-Liter-Grenze.

Was uns jedoch noch viel mehr überzeugt, selbst bei sportlicher Gangart und geforderten Fahrleistungen, zeigt sich der Astra mit um die sieben Liter auch weiterhin genügsam.
Seine technische Neuerungenbeziehen sich jedoch nicht nur auf die Rüsselsheimer Motorenpalette, auch diverse Assistenzsysteme wurden aufgewertet oder gar in die Kompaktklasse von Opel neu eingeführt.

So fährt der aktuelle Astra – wenn auch nur gegen ein Extra-Entgelt – mit der nun zweiten Generation der Opel-Frontkamera inklusive erweitertem Verkehrsschildassistent, Spurassistent, Abstandsanzeige und Frontkollisionswarner vor.

Und kann jetzt außerdem mit einem ultraschallgestützten Toter-Winkel-Warner, dem radargestützten adaptiven Geschwindigkeitsregler mit automatischer Gefahrenbremsung sowie der neuesten Generation des Adaptiven Fahrlichts (AFL+) auffahren.

Dieses Paket umfasst dabei nicht nur Bi-Xenon-Scheinwerfer, sondern auch einen Fernlichtassistent, das dynamische Kurvenlicht, Abbiegelicht und eine variable und automatisch anpassende Lichtverteilung.

Zu einer weiteren Neuheit zählt der Parkassistent mit Parklückenerkennung und audiovisueller Einparkhilfe, der Ihnen im Großstadtdschungel treu und hilfreich zur Seite steht.

Dass man für das Topmodell 2.0 BiTurbo CDTI schon etwas tiefer in die Tasche greifen muss ist natürlich verständlich. Schließlich bringt dieser Astra nicht nur eine üppige Leistung mit sich, auch optisch und ausstattungsbedingt hebt sich dieses Modell nochmals von den anderen Astra-Varianten ab.

Der Fünftürer verlangt dem Kunden also 31.580 Euro ab, dass es dabei nicht zwingend bleiben muss, zeigt ein Blick in die Preisliste auf.

Denn hier finden wir nicht nur praktische Extras, wie die neue Rückfahrkamera, dasFlex-Organizer- oder Komfort-Paket, auch die erwähnten Sicherheitsassistenten sowie verschiedene Navigationssysteme und das Infinity Sound System oder das elektrische Schiebe-/Ausstelldach stellen reizvolle Optionen dar.

Stand: März 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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