// / Nissan X-Trail – Rustikaler Geländewagen ade.

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Nissan X-Trail – Rustikaler Geländewagen ade.

Von Grund auf neu und doch vertraut. Denn wenn auch der X-Trail jetzt nichts mehr mit seinem Vorgänger gemeinsam hat, so teilt er sein schickes und schnittiges Design mit dem ebenfalls neuen Qashqai und basiert wie auch dieser auf der neuen Konzernplattform CMF. Mit 4,64 Meter Außenlänge ist der neue X-Trail aber ein gutes Stück länger als sein kleiner Bruder und bietet zudem die Option auf sieben Sitze. Womit der aktuelle X-Trail den Qashqai+2 ablöst. Somit ist die dritte Generation nicht nur schicker und flexibler als das Vorgängermodell, sondern auch technologisch moderner und sicherer, motorenseitig effizienter und preislich attraktiver.

Die neueste Generation X-Trail verabschiedet sich vom raubeinigen Offroad-Look und folgt einerseits der neuen Designausrichtung von Nissan und präsentiert sich als gelungenes SUV-Lifestyle-Fahrzeug. Dynamischer, geschmeidiger und schwungvoller… ist der Nissan X-Trail stets serienmäßig mit markanten LED-Tagfahrleuchten ausgestattet.

In der höchsten Ausstattungslinie sind die Scheinwerfer in Bumerang-Optik ebenfalls in Voll-LED-Technik ausgeführt. Nicht weniger kennzeichnend ist auch die Lichtsignatur am stimmig-kompakten Heck.

Die neue Plattform ermöglicht Nissan den X-Trail nun als Siebensitzer auszulegen und so bietet der Hersteller dem Kunden die Option das von Haus aus fünfsitzige SUV mit einer dritten Sitzreihe auszustatten.

Doch nehmen wir zunächst einmal in Reihe zwei Platz. Diese, um ganze 26 Zentimeter verschiebbar, bietet in hinterster Arretierung nicht nur für Sitzriesen eine fürstliche Beinfreiheit sondern zudem eine großzügige Flexibilität. Denndie Fondbank lässt sich nicht nur in der Länge justieren, sondern zudem im Verhältnis 60:40 umlegen.

Was Sie hinter der Fondbank erwartet, ist ganz von Ihnen abhängig. In der Fünfsitzer-Konfiguration finden Sie im Kofferraum ein pfiffiges und praktisches Ladesystem vor. Mittels zwei Einlegeböden, die in verschiedenen Höhen oder auch vertikal angebracht werden können, lässt sich das Ladeabteil spielerisch und auf vielfache Weise unterteilen.

Der siebensitzige X-Trail muss leider auf dieses System verzichten, bietet dafür jedoch zwei Zusatzsitze, auf denen wir selbst als Erwachsener Platz nehmen können. Bei Nichtgebrauch kann die dritte Sitzreihe ebenfalls versenkt werden, ein völlig ebener Ladeboden entsteht, das Abteil gibt Platz für maximal 1.877 Liter Gepäck frei. Durch zusätzliches Umlegen der Beifahrersitzlehne können im X-Trail außerdem Gegenstände von einer Länge bis zu 2,60 Meter transportiert werden.

Doch bleiben wir gleich in Reihe eins und nehmen dort auf den neuen Komfortsitzen Platz. Diese sollen laut Nissan Ermüdungserscheinungen entgegenwirken, starken Fliehkräften in schnellgefahrenen Kurven kann der bestehende Seitenhalt wiederum nicht standhalten.
Und auch das Innere des neuen Crossover kommt deutlich gefälliger daher, weniger kantig, dafür weicher, dies gilt nicht nur für das Design, sondern auch für die verarbeiteten Materialien.

Chrom- sowie Metallapplikationen und Klavierlackoberflächen treffen, wenn gewünscht, auf Leder mit kontrastierenden Nähten. Die optisch und je nach Ausstattung auch farblich unterteilte Armaturentafel beinhaltet die übersichtlich und klar strukturierte Bedieneinheit.

Teil des Infotainment-SystemsNissanConnect ist hier der sieben Zoll Touchscreen, die Vernetzung mit dem Smartphone sowie der Zugriff auf zahlreiche Internetfunktionen zählen dabei zum Umfang des Systems.

Zu einer weiteren Neuheit zählt das großflächige Panorama-Glasschiebedach, dessen vorderer Teil elektrisch geöffnet werden kann.

Wie es sich für einen reinrassigen Geländewagen gehört, war der X-Trail bisher ausschließlich mit Allradantrieb zu haben. Doch die neuen SUV-Einflüsse machen sich nicht nur bei der Optik bemerkbar, auch beim Fahrwerk/Antrieb hat der Käufer nun die Wahl zwischen 2WD und 4WD. Und wie die Verkaufszahlen in diesem Segment aufzeigen, war diese Entscheidung absolut richtig.

Der Kunde von heute sucht einfach weniger den Weg ins Gelände, dennoch bleibt dem Fahrer des neuen X-Trail diese Möglichkeit nicht verwehrt. Für 2.000,- Euro ist das elektronische Allradsystem ALL MODE 4x4i mit an Bord und per Drehschalter auf der Mittelkonsole kann zwischen den Einstellungen 2WD, Auto und Lock gewählt werden. Während im Auto-Mode die Kraft bei Bedarf vollautomatisch nach hinten geleitet wird, ist der Lock-Modus mit permanentem Allradantrieb im Gelände von Nöten. Die 21 Zentimeter Bodenfreiheit bieten hier genügend Raum.

Und wenn es bei der neuen Karosserie um die Übersicht auch nicht all zu gut bestellt ist, kann sich der Fahrer dank der optionalen 360-Grad-Rundumsicht-Kamera einen tollen Überblick verschaffen und somit die schicke Hülle vor unschönen Schäden bewahren.

Zurück auf der asphaltierten Piste macht sich auch hier der serienmäßige Berganfahrassistent positiv bemerkbar. Ebenso die aktive Motorbremse, die aktive Fahrkomfortregelung, die stets dieFahrbahnoberfläche im Blick hat und die Dämpfung dementsprechend anpasst oder aber die aktive Spurkontrolle. Das System spielt gerade bei Nässe seine Vorteile aus, und minimiert durch einzelnes Abbremsen der Räder ein Untersteuern und verbessert die Kurvenstabilität.

Die für die Fahrzeuggröße doch sehr leichtgängige Lenkung könnte hierbei etwas straffer ausfallen und direkter ansprechen. Dennoch verliert sich auch bei hohen Kurvengeschwindigkeiten nicht das Sicherheitsgefühl, das der X-Trail zu jeder Zeit vermittelt. Diesem Eindruck entspricht auch die angenehm zu dosierende Bremsanlage.
Rein vom Fahrzeugkonzept ausgehend eher für´s Cruisen als für das Rasen gedacht, federn die serienmäßigen adaptiven Dämpfer die Karosserie schonend ab. Dabei erweist sich das Crossovermodell von Nissan nicht nur als Langstreckengleiter, sondern auch als Zugpferd. Während jedoch die Handschaltervariante zwei Tonnen anhängen kann, muss sich die Automatik-Variante mit 1,5 Tonnen begnügen.

Zunächst steht dem X-Trail einzig ein 1.6 dCi Turbodieselaggregat zur Seite. Das Motorenangebot soll aber im Laufe des kommenden Jahres um einen 1,6-Liter DIG-T Turbobenziner ergänzt werden.

Mit 130 PS (96 kW) sind natürlich keine sportlichen Beschleunigungen zu erwarten, dennoch sorgt der Dieselmotor mit einem Drehmoment von 320 Newtonmeter für ausreichend agilen Vortrieb, der sich einzig bei höheren Geschwindigkeiten verliert.

Auch dann hilft keine fleißige Schaltarbeit mehr, die in der frontangetriebenen Version gegen einen Aufpreis von 1.900,- Euro von einem Xtronic Automatikgetriebe übernommen wird.
Und im Gegensatz zu herkömmlichen stufenlosen Getrieben kann diese Variantegefallen, denn die Xtronic täuscht beim starken Beschleunigungsvorgang den Gangwechsel vor und hält somit auch die Geräuschentwicklung angenehm zurück und sorgt für einen kultivierten Vortrieb.

Nach einer kleinen Gedenksekunde schafft es das Crossover-Modell aus dem Stand heraus in 11,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, wer selbst schaltet schafft es laut Nissan sogar fast eine Sekunde schneller. Die Höchstgeschwindigkeit ist je nach Getriebe bei 180 bzw. 188 km/h, oder im Falle der Allradvariante bei 186 km/h erreicht.

Die Verbrauchsangaben liegen sogar noch etwas näher beieinander und so verspricht der Hersteller zwischen 4,9 und 5,3 Liter auf hundert Kilometer. Realisierbar sind diese Angaben im Alltag aber voraussichtlich nicht, diesen Anschein machte zumindest unsere erste kurze Ausfahrt mit dem neuen Nissan X-Trail.

Der neue 1.6 dCi folgt gezielt der Downsizing-Strategie, verfügt zudem über ein Stopp-/Start-System und erreicht CO2-Emissionen zwischen 129 und 139 g/km, erfüllt allerdings noch nicht die Voraussetzungen für die Euro 6-Norm.

Zu den Nissan Safety Shield Technologien zählen im neuen X-Trail eine überraschend hohe Anzahl an möglichen Assitenzsystemen, vom autonomen Notbrems-Assistenten, der Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung über den Spurhalte-, Totwinkel- und Fernlicht-Assistent bis hin zur Bewegungserkennung, die beispielsweise spielende Kinder im Bereich hinter dem X-Trail erkennt.

Der Around View Monitor ist außerdem mit einem intelligenten Einpark-Assistenten erhältlich. Und selbstverständlich biete der X-Trail auch die standardmäßigen Sicherheitselemente von den höhenverstellbaren Kopfstützen über die Dreipunktsicherheitsgurtebis hin zu den lebensrettenden Airbags.

Die Basisvariante Visia umfasst bereits den Notbrems- und Spurhalte-Assistent sowie die Verkehrszeichenerkennung und ist für 26.790,- Euro außerdem mit einer Klimaanlage, elektrisch einstell- und beheizbaren Außenspiegeln, einem Bordcomputer mit Fünf-Zoll-Farbdisplay, dem Audiosystem inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung, einer Geschwindigkeitsregelanlage sowie -begrenzer, der elektrischen Parkbremse sowie einer Lenkradfernbedienung und den praktischen Flexi-Boards versehen.

In der Preisliste folgt der X-Trail Acenta als nächst höheres Niveau und rangiert je nach Getriebe und Antrieb zwischen 29.390,- und 31.390,- Euro. Doch ob x-Tronic-Getriebe oder Allradantrieb, diese Ausstattungslinie zeichnet sich durch weitere Komfortmerkmale wie einer beheizbaren Frontscheibe, dem Regensensor, einer Fahrlichtautomatik, der Zwei-Zonen-Klimaautomatik, beheizbaren Komfortsitzen oder einer Einparkhilfe rundum, aus.

Ab 34.850,- Euro nehmen Sie in der Topvariante Tekna auf Ledersitzen Platz, wobei sich der Fahrersitz hier auch elektrisch verstellen lässt. Der Zugang zum Fahrzeug sowie das Starten des Motors gelingt dabei schlüssellos und der X-Trail rollt auf schicken 19 Zöllern daher. Das tolle Panoramaglasdach ist dann ebenso serienmäßig enthalten wie die elektrische Heckklappe.

Somit bleiben gerade für die höchste Ausstattung nur noch wenige Optionen zu ordern. Für zweitausend Euro kann der Kunde jedoch das NissanConnect Navigationssystem inkl. Around View Monitor und Nissan Safety Shield hinzubestellen.

Für welche Ausstattung Sie sich auch entscheiden, die dritte Sitzreihe ist für 800,- Euro Aufpreis zu haben. In Verbindung mitdem elektrischen Panorama-Glasdach (einzeln 900,- Euro), bietet Nissan dem Käufer dann sogar einen Preisvorteil von 250,- Euro. Die Einstiegsvariante muss leider auf dieses Angebot sowie das Panoramadach verzichten.

Stand: September 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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