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Nissan Qashqai – Alles richtig gemacht!

Mit dem Qashqai begründete Nissan bereits 2007 eines der heute meistgefragtesten und stetig weiter wachsenden Segmente. Der Wegbereiter zählt mit über zwei Millionen weltweit verkauften Einheiten zugleich auch zu den erfolgreichsten Crossover-Modellen und ist unangefochtener Segmentführer. Die Erwartungen an die Neuauflage sind natürlich dementsprechend hoch gewesen, doch Nissan hat alles richtig gemacht und einen absolut gelungenen Nachfolger geschaffen. Während der Vorgänger noch den Eindruck von reiner Vernunft vermittelte, setzt der Neue zwar betreffend der inneren Werte auch weiterhin darauf, tendiert optisch aber zum rassigen Lifestyle-Flitzer. Hinzu kommen zahlreiche attraktive Neuerungen, Technologien und Ausstattungsdetails, dabei keineswegs zu verachten ist die Tatsache, dass dieser Crossover nun sogar günstiger startet. Womit die neue Generation Qashqai noch mehr Herzen für sich erobern dürfte.

Auf ein besonders auffälliges Design setzten die ersten beiden Qashqai-Generationen wahrlich nicht. Dennoch wusste die nüchterne Zurückhaltung zu gefallen. Im direkten Vergleich mit dem neuen Designeranzug muss sich das vergangene Dress jedoch eingestehen, alt auszusehen.

Spürbar an Selbstbewusstsein gewonnen, wirkt der Qashqai deutlich extravaganter und vereint die gewonnene Dynamik wiederum mit schwungvoller Eleganz.

Die nun breitere, längere und flachere Karosserie steht dem Qashqai ebenso gut zu Gesicht wie die neu gezeichnete Front. Hier bildet der Kühlergrill mit den schnittigen Scheinwerfern inklusive dem markanten, serienmäßigen LED-Tagfahrlicht eine prägnante Einheit.
Nicht weniger signifikant ist die Heckansicht mit den nun sehrbreit verlaufenden LED-Rückleuchten.

Einen Schritt nach vorn ging der Nissan Qashqai auch im Innenraum, modern und stimmig, prägen spürbar verbesserte Materialien das aufgeräumte Cockpit. Kein Detail wurde beim Alten belassen, eine ebenso neue Ambientebeleuchtung hüllt dabei die Armaturen in ein warmes orangefarbiges Licht.

Die jüngste Stufe des Nissan Connect Infotainment-Systems (800,- Euro Aufpreis Acenta / Tekna Serie) stellt mit dem großen Touchscreen (7 Zoll Diagonale) inklusive Schnellwahltasten in der Mittelkonsole ein zentrales Element dar und wird im Kombiinstrument um ein weiteres fünf Zoll messendes TFT-Display ergänzt.

Hier werden nicht nur Bordinformationen angezeigt, auch die Verkehrszeichenerkennung, das Navigationssystem sowie Nissan Safety Shields und die Chassis Control stellen hier die jeweiligen Funktionen dar. Mittels Bedientasten am Lenkrad lassen sich dabei die einzelnen Menüs steuern.

Nissan Connect stellt Smartphone-Nutzern via Apps nun eine Vielzahl an Zusatzfunktionen zur Seite und vernetzen den Qashqai mit den Weiten des Internets und machen nicht nur Reisen leichter, beispielsweise mit der Send-to-car-Funktion, mit der Trips bereits vor Antritt von zu hause aus geplant werden können.

Des weiteren umfasst der Qashqai eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung inklusive Audio Streaming, das digitale Radio DAB sowie AUX- und USB-Anschlüsse. Eine luftigere Mittelkonsole schafft hier außerdem die neue elektronische Parkbremse.

Die erhöhte Sitzposition wusste bereits in den Vorgängermodellen zu gefallen und fällt natürlich auch hier bei der Käuferschicht positiv ins Gewicht. Das erneuerte Gestühl steigert zudem den Sitzkomfort, doch warum der Beifahrersitz auch weiterhin nichthöhenverstellbar ist, bleibt fraglich.

Im Fond schafft der längere Radstand ein großzügigeres Platzangebot, der Beinraum ist auch für Großgewachsene mehr als üppig, bei den Modellversionen mit großem Panorama-Glasdach stoßen Passagiere jenseits der 1,85 Meter im Bereich Kopffreiheit allerdings an ihre Grenzen.

Den siebensitzigen Qashqai+2 wird es in Zukunft nicht mehr geben, Kunden die Platz für mehr als fünf Personen benötigen, werden künftig auf den neuen X-Trail verwiesen.
Wird die Rücksitzbank des Qashqai nicht von Passagieren genutzt, gibt sie den Weg für zusätzliches Gepäck bzw. Ladegut frei und erweitert die 430 Liter Stauraum durch Umlegen der Lehnen auf maximal 1.585 Liter.

Eine pfiffige Neuerung stellen hier die praktischen „Flexi-Boards“ dar. Sie ermöglichen nicht nur eine ebene Ladefläche sowie den Transport von schmutzigen Gegenständen dank abwaschbarer Unterseite, sondern unterteilen durch senkrechtes Aufstellen den Raum und verhindern ein Umherfliegen kleinerer Einkäufe.

Mitgedacht haben die Verantwortlichen auch bei der abnehmbaren Ladeabdeckung, diese nimmt wenn nötig ein spezielles Fach unter dem Ladeboden auf. Die nun weiter aufschwingende Heckklappe wie auch die angenehm niedrige Ladekante machen das Angebot letztlich perfekt.

Nissan rechnet auch bei der neuen Qashqai-Generation mit einem Anteil von 80 % an frontangetriebenen Fahrzeugen und da das ALL MODE 4x4i-System ausschließlich in Verbindung mit dem großen und handgeschalteten Turbodiesel zu haben ist, leuchtet diese Aussage ein. Zumal der Käufer eines solchen Fahrzeuges nicht den Einsatz im Gelände sucht, ist der Qashqai doch viel mehr ein Kompakter denn ein SUV, wenn auch die Optik einen dies gern vergessenlässt.

Basierend auf der neu entwickelten CMF-Plattform der Renault-Nissan-Allianz überzeugt auch dieser Qashqai mit einer vernünftigen und komfortorientierten Fahrwerksabstimmung.
Sportlich Ambitionierten wird das ESP beim flotten Ritt durch die Kurve letztlich zu früh eingreifen, untersteuert das Fahrzeug an sich doch dezent und gutmütig. Die an das ESP gekoppelte Bremssteuerung hält außerdem mit gezielten Bremsimpulsen das Fahrzeug sicher in der Spur.

Ergänzend hierzu umfasst die Nissan Chassis Control die Aktive Fahrkomfortregelung (Active Ride Control), die mögliche Unebenheiten ausgleicht, eine aktive Motorbremse sowie einen Berganfahr-Assistenten.

Ob als 2 WD mit einer weiterentwickelten Verbundlenkerachse oder als Allradversion mit einer Mehrlenker-Einzelradaufhängung, die neue elektrische Servolenkung mit ausreichend Rückmeldung setzt Nissan in allen Qashqai ein. Letztlich könnte diese aber gerne eine Spur präziser sein, dass gilt sowohl in der leichtgängigeren Normal-Stellung als auch im wählbaren Sport-Modus.

Interessanteste Motorisierung aus dem Portfolio ist für uns natürlich der neu entwickelte 1.2 DIG-T-Motor. Der Downsize-Strategie folgend, ist das Turbo-Triebwerk mit 85 kW / 115 PS Leistung und einem maximalen Drehmoment von 190 Nm ab 2.000 Touren unglaublich agil. Zumindest was den Stadtverkehr anbelangt.

Abseits der City verliert das Aggregat natürlich an Elan, aber wirkt keineswegs lahm und erreicht nach 10,9 Sekunden aus dem Stand heraus die Tempo 100. Mit einer erreichbaren Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h wird das neue Crossover-Modell auch ausreichend schnell.

Bei einer zurückhaltenden Fahrweise verspricht Nissan einen möglichen Durchschnittsverbrauch von 5,6Liter sowie einen CO2-Ausstoß von emissionsarmen 129 g/km. Wie alle angebotenen Triebwerke, ist auch der neue Ottomotor an ein Stopp-/Start-System gekoppelt.

Die stufenlose X-tronic-Automatik ist dagegen ausschließlich im 1.6 dCi 4×2 erhältlich, zumindest was den Moment angeht. Und während stufenlose Getriebe in der Regel nicht unser Geschmack sind, so konnte die Neuentwicklung von Nissan durchaus überraschen und stellt eine gelungene Alternative zum serienmäßig verbauten Sechsgang-Handschalter dar.
Denn im Gegensatz zu konventionellen CVT-Getrieben simuliert die Xtronic bei flotten Beschleunigungen den stufenweisen Gangwechsel und fühlt sich daher an wie eine Wandler-Automatik.

Im Gegensatz zu anderen Herstellern haben die Japaner die Radareinheit für ihre Warnsystem nahezu unsichtbar hinter der Stoßfängerverkleidung untergebracht. Daran gekoppelt sind zahlreiche Fahrerassistenzsysteme, die Nissan dem Qashqai teils serienmäßig oder aber optional zur Seite stellt.

Das Abstandsradar warnt zunächst akustisch und teilaktiviert bei fehlender Reaktion die Bremsen automatisch, leitet letztlich selbsttätig eine härtere Bremsung des Fahrzeugs ein.
Die mangelnde Konzentration des Fahrers könnte natürlich auf Müdigkeit zurückzuführen sein, hier kommt die Müdigkeitserkennung ins Spiel, die neben der Verkehrszeichenerkennung, dem Spurhalte-Assistent und dem Totwinkel- sowie Notbrems- und Fernlichtassistent ebenfalls im Crossover erhältlich sind.

Während der automatische Einparkassistent Quer- und Längslücken meistert, erkennt die Bewegungserkennung zum Beispiel auch spielende Kinder im Bereich hinter dem Fahrzeug. Die Bilder werden, wie auch die Daten des Around View Monitor, inklusive zusätzlichenFront- und Seitenkameras auf den sieben Zoll Monitor im Cockpit übertragen.

Die zur Wahl stehenden Ausstattungsvarianten Visia, Acenta und Tekna warten in der neuen Modellgeneration mit einer umfangreicheren Serienausstattung auf und das zu nochmals attraktiveren Preisen, zumindest was die Preise bei Einführung anbelangt. Denn in nur wenigen Monaten sind die Preise teils bis zu fünfhundert Euro angehoben worden.

So beginnt die Preisliste des neuen Qashqai aktuell bei 19.990 Euro für den Visia 1.2 DIG-T bzw. 22.040,- Euro für den kleinsten Diesel. Nichts desto trotz ist das Preis-/Leistungsverhältnis auch jetzt noch top.

Bereits mit einer Klimaanlage, einem CD-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie den Annehmlichkeiten Multifunktionslenkrad und Geschwindigkeitsregelanlage inklusive -begrenzer, einem Berganfahrassistenten und dem Infotainment-System und fünf Zoll HD-Display ausgestattet, kann bereits die Basis überzeugen.

In der nächst höheren Version sind dann neben den Notbrems-, Fernlicht- und Spurhalte-Assistenten auch die automatische Verkehrszeichen-Erkennung, eine Zweizonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, ein Leder-Lenkrad sowie -Schaltknauf und die Flexi Boards im Preis inbegriffen. Diese erstrecken sich je nach Motorisierung von 23.250,- bis 29.350,- Euro, die für den Qashqai Acenta 1.6 dCi All-Mode 4x4i fällig sind.

Die Topausstattung, ebenfalls mit allen Aggregaten kombinierbar und zwischen 27.450,- und 33.900,- Euro zu haben, bietet dem Kunden einen wahrlich einzigartigen Serienumfang. Von LED-Scheinwerfern, Ledersitzen, dem tollen Panorama-Glasdach, Nissan Safety Shield inklusive Bewegungserkennung, intelligentem Einpark-Assistent, Müdigkeitserkennung und Totwinkel-Assistentüber das NissanConncet Navi inklusive Rückfahrkamera, Einparksensoren rundum, dem Nissan Intelligent Key mit Starterknopf bis hin zu 19-Zoll-Leichtmetallfelgen und dem Around View Monitor ist alles an Bord.

Stand: Juli 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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