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Nissan Note 1.2 DIG-S

Noch vor wenigen Jahren hat die optimale Raumnutzung und der Preis allein über den Kauf eines Minivan entschieden. Das heute kein Segment mehr ohne den Faktor Design auskommt, zeigt mittlerweile sogar die Fahrzeugsparte „Transporter“ auf. Und während die erste Generation Note sich noch auf die Grundtugenden eines praktischen Pkws besann, kleidete Nissan den aktuellen Note nicht nur sehr attraktiv ein, sondern wartet mit einem überraschend großzügigen Platzangebot sowie praktischen und ideenreichen Ausstattungsdetails, angefangen bei der selbstreinigenden Rückfahrkamera über den Around View Monitor und dem Infotainmentsystem Nissan Connect bis hin zu Nissan Safety Shield auf.
Da die zweite Generation Note auf einer gewichtsoptimierten Nissan V-Plattform aufbaut, kann man von einem völlig neuen Fahrzeug sprechen. Und ohnehin, das Blechkleid des Note wurde weit mehr als nur retuschiert.

Die V-förmig zugespitzte Frontpartie mit dem sportlich integrierten Kühlergrill und den neuen Scheinwerfer verleihen dem Nissan Note deutlich mehr Ausdruck. Die sogenannte „Squash-Linie“ prägt dann nicht nur die Seitenpartie sondern verläuft bis in die herumgezogenen Heckleuchten.

Die Investition von tausend Euro wertet die Optik mit schwarzen Einlagen am Kühlergrill und den Scheinwerfern sowie einem markanter geformten Stoßfänger und den modifizierten Lufteinlässen und geänderten Fassungen für die Nebelscheinwerfer sogar noch weiter auf und macht den Auftritt letztlich mit einem angedeuteten Diffusor am Heck perfekt.

Die Veränderungenim Inneren stehen dem Note ebenso gut zu Gesicht, lassen aber was die Verarbeitungsqualität angeht noch Luft nach oben. Wenn auch zweifelsohne eine spürbare Verbesserung gegenüber der ersten Modellgeneration wahrzunehmen ist.

Direkt ins Auge sticht auch das neue Infotainmentsystem Nissan Connect mit dem 5,8 Zoll großen Touchscreen-Display. Die Bedienung der einzelnen Funktionen geht intuitiv von der Hand, die Verbindung mit dem eigenen Smartphone oder Musikplayer geht im Nu und problemlos vonstatten.

Mit der GoogleTM Navigations-Software „Send-to-Car“ kann Nissan ein weiteres Highlight verbuchen. So lässt sich die Fahrt schon im Vorfeld gemütlich von zuhause aus planen und vor Fahrtantritt an das Navigationssystem im Fahrzeug versenden. Über einen Link zur Google Datenbank POI (Points of Interest) können außerdem hilfreiche Informationen betreffend Wetter, Benzinpreisen oder Hotels eingeholt werden.

Und auch beim Platzangebot und der Flexibilität kann der erstmals im Jahr 2005 eingeführte Note der aktuellen Modellvariante wahrlich nicht das Wasser reichen.

Ob Bein- oder Kopffreiheit, für ein Fahrzeug mit diesen sehr kompakten Abmessungen fährt der Nissan Note mit sehr großzügigen Raumverhältnissen vor. Doch gerade was die Kniefreiheit im Fond anbelangt, sorgt der Minivan für einen absoluten Überraschungsmoment. Denn in Verbindung mit der um 16 Zentimeter längs verschiebbaren Rücksitzbank – erhältlich im „Family“-Paket – können in der hintersten Arretierung selbst Großgewachsene mit einem Gardemaß von zwei Metern noch bequem die Beine überschlagen. Der Kofferraumhält bei dieser Positionierung immer noch 325 Liter bereit, womit der Note selbst dann ein gutes Plus gegenüber dem Vorgänger verzeichnen kann.

Wer weniger Beinraum aber dafür mehr Platz im Kofferraum benötigt, erreicht allein durch Verschieben der Fondsitzbank weitere 86 Liter. Und selbst dann sitzen wir mit einer Körpergröße von 1,80 Metern weiterhin bequem.

Bei Bedarf kann durch vollständiges Umlegen der Sitze das Stauvolumen sogar auf gigantische 2.012 Liter vergrößert werden, hierzu sind nur wenige Handgriffe und kein Kraftaufwand von Nöten.

Das Family-Paket hält aber noch weitere empfehlenswerte Ausstattungsdetails bereit, z.B. den variablen Kofferraum-Einlegeboden. So kann das Ladeabteil nicht nur flexibel unterteilt werden, der in zwei Höhen verstellbare Einlegeboden schafft auch eine ebene Ladefläche. In einer darunter platzierten Plastikwanne können außerdem kleinere wie auch verschmutzte Gegenstände praktisch verstaut werden.

Doch nicht nur die Designer von Nissan haben grundlegend Hand angelegt, die Ingenieure haben dem Nissan Note neben einer neuen Plattform auch eine modifizierte Lenk- und Fahrwerkabstimmung verpasst.

Diese soll dem europäischen Kundenanspruch gerecht werden, wie man weiß, hat es dieser gerne nicht so weich und dafür sportlicher. Unangenehm weich ist der kompakte Minivan wirklich nicht, doch leider lässt er etwas die gewünschte Agilität vermissen und so überwiegt die komfortable „Note“.

Bei flott gefahrenen Kurven tritt das Fahrzeug mehr mit einem gutmütigen Untersteuern als mit Fahrspaß in Erscheinung. Dabei soll gerade die vonuns gefahrene Topmotorisierung mit einer dynamischeren Fahrwerksauslegung ans Werk gehen.

Unabhängig davon, konnten wir uns aber jederzeit auf die spontan zupackenden und angenehm zu dosierenden Bremsen verlassen, die den Minivan auch bei Nässe sicher verzögerten.

Die stärkste Leistungsstufe aus den drei zur Wahl stehenden Motorisierungen kommt im 1,2-Liter DIG-S auf 72 kW / 98 PS.

Ehrlich gesagt, löst aber auch diese 18 PS stärkere und kompressoraufgeladene Dreizylinder-Variante bei uns keine Begeisterungsstürme aus und hält den Erwartungen, die man an eine „TOP“-Motorisierung hat, nicht stand.

Die 147 Newtonmeter liegen erst bei 4.400 Touren an, kein Wunder also, dass für ein spritziges Fahrgefühl reichlich Schaltarbeit von Nöten ist. Und selbst dann, ist es vielmehr das kernige Dreizylinderbrummen das uns ein Gefühl von Agilität vermittelt, im Alltag aber teils sogar etwas störend aufstößt.

11,7 Sekunden sind für den Sprint von Null auf 100 km/h im Lastenheft notiert. Hier sollte man etwas Geduld mitbringen, die allerdings beim Versuch die Höchstgeschwindigkeit von 181 km/h zu erreichen noch weitaus mehr gefordert wird.

Also machen wir uns doch lieber wieder auf den Weg zurück in die Stadt, dem Terrain wo ein sogenanntes „City Car“ ja auch zu hause ist und wir den fehlenden Durchzug verschmerzen und uns stattdessen über einen Verbrauch von knapp über fünf Litern erfreuen können.

Angemerkt: Im kombinierten Zyklus soll der Note mit lediglich 4,3 Liter auskommen, dies entspricht vorbildlichen 99 g/km CO2. Laut Bordcomputer lagen wir fast einen Liter überdiesem Wert, während wir bei den zähen Autobahnpassagen auf 6-7 Liter kamen.

Doch zurück in die Stadt … Das serienmäßige Stopp/Start-System verrichtete hier zuverlässig seine Arbeit und der Eco-Modus regte zu einer sparsamen Fahrweise an, belohnt wurde diese mit grünen Bonussternen sowie einem Eco-Score. Mit der elektronischen On/Off-Kupplung wird im aktivierten Eco-Modus allerdings nicht nur der Benzinverbrauch gesenkt.

Und wenn der Note auch nicht der agilste sein mag, seine Wendigkeit macht ihm niemand streitig. 10,7 Meter beträgt der Wendekreis unabhängig von der Motorisierung oder Ausstattung. Und nicht, dass er es zwingend notwendig hat, wenn auch die Dachsäulen gerade nach hinten heraus den Blick einschränken, so garantiert der Around View Monitor – Teil des erhältlichen Technology-Paketes – eine 360-Grad-Rundumsicht. Und wer sich an die Vogelperspektive erst einmal gewöhnt hat, wird dieses Feature beim Einparken in enge Lücken sehr zu schätzen wissen.

Ebenso die selbstreinigende Rückfahrkamera. Wie oft ärgert man sich über eine völlig verdreckte Linse, hat die Rückfahrkamera doch nun überhaupt keinen Nutzen mehr. Doch aussteigen und die Kameralinse reinigen, tut man ja dann auch nicht. Umso mehr freuen wir uns über den Ideenreichtum von Nissan. Abhängig vom Grad der Verschmutzung reinigt der Note nämlich die Linse mittels Druckluft oder bei stärkerer Verschmutzung mit einem Wasserstrahl. Der weitere Einsatz eines Gebläses befreit die Linse gänzlich vom Schmutz und trocknet diese mit Druckluft sogar. Freie Sicht garantiert!

Aber Nissan hat in diesem Paketnoch so einiges mehr in Petto. Denn neben den zahlreichen Kameras ist dann auch noch das Navigationssystem und Nissan Safety Shield an Bord.
Dieses setzt sich aus einem Toter-Winkel-Warner (Blind Spot Warning), dem Spurhalte-Assistent (Lane Departure Warning) und der Bewegungserkennung (Moving Object Detection) zusammen.

Erkennt das MOD-System beispielsweise spielende Kinder hinter dem Fahrzeug, wird der Fahrer sowohl akustisch wie optisch gewarnt.

Erhältlich ist das Technology-Paket allerdings erst ab der Variante Acenta, dann mit 1.200,- Euro aber zu einem fairen Preis und in der Topversion Tekna ist es sogar Serie.

Und auch das Family-Paket inkl. der verschiebbaren Rückbank, dem variablen Laderaumboden etc. oder aber das Comfort-Plus-Paket mit einer Klimaautomatik, der Fahrlichtautomatik, dem Regensensor sowie den integrierten Nebelscheinwerfern sind dann im Note serienmäßig an Bord.

Womit sich der Preis von mindestens 19.590,- Euro für das Topmodell auch relativiert, ist dieser nicht nur mit diesen Extras bepackt, sondern auch mit dem 1.2 DIG-S bestückt.

Während der Diesel weitere tausend Euro mehr verlangt, ist das CVT-Getriebe allerdings ausschließlich für den von uns gefahrenen Benziner gegen einen Aufpreis von 1.500,- Euro zu haben, in unseren Augen aber nicht unbedingt eine Empfehlung wert.

Wie die Basisvariante für 13.990,- Euro. Zu viele Features bleiben uns hier vorenthalten wie auch der stärkere Dreizylinder-Benziner. Somit liegt hierfür der günstigste Einstieg bei 17.290,- Euro und die Variante Acenta kann dann auch mit einer Klimaanlage, einerBluetooth-Schnittstelle, elektrischen Fensterhebern rundum und einem höhenverstellbaren Fahrersitz glänzen.

Ausstattungsdetails, die ich persönlich beim Kauf der Visia-Variante doch allesamt vermissen würde.

Stand: Juni 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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