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Jaguar F-Type nun auch als Coupé

Das neue Coupé setzt die kompromisslose Design-Vision der 2011 auf der Frankfurter IAA gezeigten Studie Jaguar C-X16 originalgetreu in die Serie um. Neben der weit nach hinten gerückten Fahrgastzelle machen drei sogenannte „Herzlinien“ den besonderen Reiz des Modells aus. Die beiden ersten übernimmt das Coupé vom F-TYPE Cabriolet – sie formen die charakterstarke Bugpartie und die kraftvoll ausgestellten hinteren Kotflügel. Die dritte bildet das schwungvolle Profil des Coupé-Daches ab. Als ununterbrochene Silhouette betont es zugleich die nach hinten eingezogene, zwischen den kraftvoll ausgestellten Hüften sitzende Kabine.

Die kalt umgeformten Seitenteile des F-TYPE Coupé bestehen aus einem einzigen Aluminium-Pressteil. Als Folge erübrigen sich sowohl Mehrfach-Bleche wie kosmetische Fügeverbindungen. Ein optionales Panorama-Glasdach, ein erst bei höheren Geschwindigkeiten ausfahrender Heckspoiler, schlanke, um die Fahrzeugecken herumgezogene LED-Heckleuchten und eine elektrische Öffnungs-/Schließfunktion für die Heckklappe sind weitere Details des neuen Jaguar Coupé.

Die F-TYPE Coupé-Palette ergänzt das existierende Programm für das F-TYPE Cabriolet, bestehend aus den V6-Varianten F-TYPE (250 kW/340 PS) und F-TYPE S (280 kW/380 PS) sowie dem 364 kW (495 PS) starken F-TYPE V8 S.

Das F-TYPE R Coupé bildet die technologische Speerspitze der F-TYPE-Baureihe. Der 405 kW (550 PS) starke und komplett aus Aluminium gefertigte 5,0-Liter-V8 holt auch dank Kompressor-Aufladung bis zu 680 Nm aus den Tiefen seines Kurbeltriebs. Damit beschleunigt das 1.650 Kilo schwere Coupé in nur 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Zwischensprint von 80-120 km/h ist in 2,4 Sekunden erledigt. Der überaus lebhafte Vortrieb des R Coupés wird erst bei 300 km/h elektronisch eingebremst; die CO2-Emissionen betragen im kombinierten EU-Zyklus 259 g/km.

Neben der atemberaubenden Performance zeichnet sich der Kompressor-Motor des R Coupés durch seine hohe Effizienz aus. Möglich gemacht unter anderen durch Schlüsseltechnologien wie die strahlgeführte Direkteinspritzung (SGDI) und die doppelte variable Ventilsteuerung (DIVCT). Letztere steuert die vier Nockenwellen nicht mehr analog zum Öldruck, sondern über das positive und negative Drehmoment, das beim Öffnen und Schließen der Ein- und Auslassventile entsteht. Der hochsteife wie leichte Motorblock mit eingegossenen Stahlzylindern und gekreuzten Lagerschalen reduziert Laufgeräusche und Vibrationen auf ein Minimum.

Die Vierventil-Zylinderköpfe sind aus einer hochwertigen Aluminium-Legierung gegossen; zwischen ihnensitzt im „V“-Ausschnitt des Triebwerks ein Twin-Vortex-Kompressor (TVS) der jüngsten Generation. An ihn gekoppelt: zwei wassergekühlte Ladeluftkühler, die die verdichtete Luft zugunsten maximaler Effizienz und Kraftentfaltung herunterkühlen.

Die Achtstufen-‚Quickshift‘-Automatik des R Coupés trägt mit neu programmierten Kennfeldern ihren Teil zur allgemeinen Dynamiksteigerung bei. Ging es doch darum, über eine sportlich enge Abstufung den V8-Kompressor immer im optimalen Leistungsbereich zu halten. Jederzeit ist dabei ein manueller Eingriff möglich: Via Lenkradschaltwippen oder zentralem SportShift-Wahlhebel.

Die außergewöhnlich hohe Verwindungssteifigkeit seiner Aluminiumstruktur beschert dem F-TYPE R Coupé die bestmögliche Grundlage für ein mit der Straße regelrecht verzahntes Fahrgefühl. Jede Eingabe, sei es aus Richtung Lenkung, Getriebe, Gaspedal, Bremsen oder der Doppelquerlenker-Aufhängungen, wurde auf eine unmittelbare, eindeutige und präzise Reaktion feingetunt.

Das R Coupé profitiert auch vom bereits ab Werk installierten adaptiven und stufenlos regelnden Dämpfersystem Adaptive Dynamics. Mit drei primären Regelkreisen überwacht es das Gieren, Nicken und Rollen der Karosserie; dabei werden die Dämpferraten bis zu 500 Mal pro Sekunde neu angepasst. Für den F-TYPE R schrieb Jaguar eigens eine neue Steuer-Software; zugleich wurden die Federraten vorne um nochmals 4,3 und hinten um 3,7 Prozent angezogen.

Im konfigurierbaren Dynamik-Programm – anzuwählen über den zentralen 8-Zoll-Touchscreen – kann der Fahrer je nach Gusto dynamische Parameter verändern und sogar eine Stoppuhr oder Anzeige der G-Kräfte erscheinen lassen. Generell weckt er damit die sportliche Seele des „R“ nochmal besonders auf: Das Fahrwerk gibt sich noch einen Tick straffer, die Servounterstützung der Lenkung wird leicht zurückgenommen, Gaspedalbewegungen werden unmittelbarer umgesetzt sowie Gangwechsel schneller und erst in höheren Drehzahlbereichen ausgeführt.

Sogar die dynamische Stabilitätskontrolle DSC (Dynamic Safety Control) interveniert im Dynamik-Modus bei leichtem Schlupf der Antriebsräder später als normal – und bereitet dem geübten Sportfahrer so eine Zusatzportion Freude. Arbeitet die Automatik im manuellen Modus, verhindert das Dynamik-Programm darüber hinaus ein automatisches Hochschalten.
Neben dem Feintuning des Fahrwerks wartet das F-TYPE R Coupé zusätzlich mit einem echten „First“ auf: Der Kombination aus der zweiten Generation der aktiven Hinterachsdifferentialsperre (EAD) von Jaguar und einer neuen Torque Vectoring by braking-Funktion. Im Verbund schaffen beide Systeme die Voraussetzungen fürsicheren und ungetrübten Fahrspaß bis in den absoluten Grenzbereich.

Das elektronisch und aktiv gesteuerte Differential bietet einen breiteren Regelbereich als ein herkömmliches, rein mechanische Baumuster, da es elektronisch, stufenlos und sehr sensibel von Vollsperrung auf freies Handling schalten kann. Es passt sich permanent allen Gaspedalbefehlen und dem aktuell an jedem Antriebsrad verfügbaren Grip auf der Straße an. Über einen Elektromotor und eine Mehrscheibenkupplung wird die Antriebskraft stets zu dem Rad mit der besseren Traktion geleitet. Im Zusammenwirken mit anderen Systemen wie Traktionskontrolle und ABS optimiert EAD die Traktion an jedem Rad, verbessert die Beschleunigung auf rutschigem Untergrund und erhöht auch die allgemeine Stabilität.

Als Neuheit stützt sich das im F-TYPE R Coupé installierte EAD auf ein hochintelligentes Steuergehirn der zweiten Generation. Es berechnet kontinuierlich die Oberflächenreibung, gleicht diese mit dem anliegenden Drehmoment ab und stellt bedarfsgerecht Feststellmomente bereit. Das weiterentwickelte EAD reagiert darüber hinaus auch schnell und feinfühlig auf Untersteuern (unter Last) oder Übersteuern (Lastwechsel bei Gaswegnahme). Gemeinsam mit dem neuen Torque Vectoring by braking system reagiert es in weniger als 200 Millisekunden auf veränderte Gaspedaleinstellungen – und kann bei Bedarf eine Sperrwirkung von bis zu 100 Prozent vornehmen.

Torque Vectoring by braking – standardmäßig im F-TYPE R Coupé an Bord – leitet mit Hilfe zahlreicher elektronischer Sensoren (darunter jenen des ABS) fein dosiert Bremskraft an die kurveninneren Räder, um so bereits im Ansatz Untersteuer-Tendenzen zu unterdrücken.

So sorgt das Technik-Triumvirat aus EAD, Torque Vectoring by braking und DSC (Dynamische Stabilitäts-Kontrolle) gemeinsam für optimale Traktion, schienenartige Kurvenlage und eine sehr direkte Lenkung. Torque Vectoring by braking schärft auf eher subtile und auch proaktive Weise das Fahrverhalten bei Kurvenfahrt, während bei Annäherung an den Grenzbereich nahtlos das EAD seine Stärken entfaltet.

Als Folge verfügt das F-TYPE R Coupé unter allen Bedingungen immer über genügend Sicherheitsreserven. Was heißt: Der Fahrer kann mit höherem Tempo in eine Kurve hineinstechen und sie zugleich schneller durchfahren und wieder aus ihr herausbeschleunigen. Und auch bei Manövern im Hochgeschwindigkeitsbereich eröffnet sich ihm ein größeres Sicherheitsfenster. Kleine Leitbleche unterhalb der seitlichen „Haifischkiemen“ und flache, stärker ausgeformte Türschweller sichern dem Spitzensportler zusätzliche Richtungsstabilität.

Die auch im F-TYPECabriolet V8 S eingesetzte Super-Hochleistungsbremsanlage des R Coupé wartet mit den größten aktuell in einem Serien-Jaguar verbauten Scheibenbremsen auf: Die vorderen Einheiten haben einen Durchmesser von 380 Millimeter, die hinteren sind mit 376 Millimeter fast gleich groß. Wie beim Cabriolet haben auch Coupé-Kunden die Wahl zwischen schwarz oder rot lackierten Bremssätteln. Mittels numerischer Strömungsmechanik (CFD – Computational Fluid Dynamics) optimierten die Jaguar Aerodynamiker die gezielte Umströmung des Unterbodens – und erreichen damit indirekt eine noch wirkungsvollere Kühlung der Bremsen.

Auf Wunsch rüstet Jaguar das R Coupé mit Karbon-Keramik-Hochleistungsbremsen aus (Details am Ende des Textes). Sie sind selbst bei extremen Fahrten auf der Rennstrecke resistent gegen jegliche Fadingtendenzen. Bei deutlich längerer Lebensdauer bieten sie das gleiche, präzise Pedalgefühl wie Bremsanlagen mit innenbelüfteten Scheiben aus Stahl.
Wie schon den Cabriolet-Versionen F-TYPE S und F-TYPE V8 S spendierte Jaguar auch dem R Coupé ein aktives Auspuffsystem. Die mit je zwei seitlich austretenden Endstücken bestückte Anlage betört mit einem authentischen, vollen Sound, der beim Erreichen der Gipfelregionen des Drehzahlbandes zu einem prickelnden Crescendo anschwillt. Möglich gemacht wird diese Gänsehautfeeling bereitende Komposition durch elektronisch gesteuerte Bypass-Ventile im hinteren Teil des Auspuffstrangs. Sie sorgen bei zügiger Beschleunigung für ein deutlich sportlicheres Timbre, kann der V8 doch dann auf direktem statt verschlungenem Weg frei ausatmen. Über eine optionale Sound-Taste oder Anwahl des Dynamik Modus kann das „Konzert“ jederzeit auch auf Dauerbetrieb geschaltet werden.

Standesgemäß sind die serienmäßigen Leichtmetallfelgen für das R Coupé: 20 Zoll große Schmuckstücke im Design „Gyrodyne“ – im Silber-Look oder optional als dunkelgraue, diamantgedrehte Version. Wie für jeden F-TYPE mit 20 Zoll großen Rädern hat Jaguar auch für das F-TYPE R Coupé Ultra-High-Performance-Pneus auf Lager – mit individuell geschnittenem Laufflächenprofil und erhöhtem Grip-Faktor für – zum Beispiel – Fahrten auf einer Rennstrecke.

Ansonsten weisen nur subtile Exterieur-Details das R Coupé als die Nummer Eins im F-TYPE-Team aus: Die seitlichen Fenstereinrahmungen werden durch eloxierte Aluminium-Einlagen nachgezeichnet; die Einfassungen des Kühlergrills und der seitlichen Lufteinlässe erstrahlen in einem glänzenden Chrom-Finish. Das optionale Black Pack hingegen setzt mit einem glänzend schwarzen Finish für die Fenstereinfassungen, die Lufteinlässe auf der Motorhaube und die Chromzierleiste des Kühlergrills schwarze Akzente. Alternativ sind der Frontsplitter, die seitlichen Luftauslässe, die „Kiemen“ in der Haube, die Gehäuse der Rückspiegel und die Motor-Abdeckung auch in Karbon-Optik erhältlich.

Stand: Dezember 2013; Fotos: Jaguar

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