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Hyundai i30 Turbo

Die Automarke Hyundai hat sich in der Vergangenheit wie kaum eine Zweite gewandelt und entwickelt. Heute stehen die Modelle aus Korea nicht mehr nur für ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis, gerade die Zuverlässigkeit und ein sehr gelungenes Design zählen laut Statistik zu den Haupt-Kaufgründen. Und dieser Erfolg spiegelt sich in stetig wachsenden Verkaufszahlen wieder. Während das große Fußball-Engagement immer mehr Leute auf die Marke aufmerksam machte, gehen die Koreaner nun den nächsten Schritt und wollen mit sportlichen Modellen „Emotionen wecken“ und wo kann man das besser als bei dem legendären 24h-Rennen am Nürburgring?!

Die Koreaner stellten sich dieses Jahr gleich mit zwei Fahrzeugen – dem bewährten Veloster Turbo und dem neuen i30 Turbo – der Herausforderung „Grüne Hölle“ und gingen nach einem starken Debüt 2013 und dem Klassensieg 2014 bereits zum dritten Mal an den Start des Langstreckenklassikers.

Zwar für den Renneinsatz optimiert und erneut von derMotorsportabteilung des Saarbrücker Hyundai Händlers Schumann aufgebaut, präsentierten sich beide Modelle seriennah. Und wenn auch das Team rund um Peter Schumann und Hyundai-Geschäftsführer Markus Schrick nicht mit überraschender Motorleistung aufwarten konnte, verzeichnet beispielsweise die Rennwagenversion des i30 Turbo nur 40 PS mehr, überzeugte die Crew und die Fahrzeuge auch hier mit jeder Menge Zuverlässigkeit. Die dem Team auch dieses Jahr wieder den Klassensieg sicherte.

Doch Hyundai gibt nicht nur auf der Rennstrecke Gas, mit der Turbo-Variante des gelifteten Veloster und dem neuen Top-Modell der i30-Modellfamilie stehen die Zeichen auch bei den Straßenversionen auf Sport.

Die Turbo-Version des überarbeiteten Bestseller i30 stellt zugleich den stärksten i30 Ableger dar, doch wie viel Sportler steckt letztlich in der 186 PS-Version?

Hyundai betont immer wieder, mit dem Hyundai i30 Turbo möchte man bewusst keinen reinrassigen Sportwagen auf dieBeine stellen, sondern dem Kunden einen alltagstauglichen Athleten bieten.

Zwar 50 PS kräftiger als der bisher stärkste Motor, kann dieser Hyundai den „Sportskanonen“ aus Wolfsburg, Köln oder auch Spanien bei weitem nicht das Wasser reichen. Auch fahrwerksseitig geht es Hyundai mit deutlich mehr Zurückhaltung an.

Der aus dem Veloster Turbo bekannte 137 kW starke 1.6 GDI ermöglicht durchaus spritzige Fahrwerte, liegt doch das maximale Drehmoment von 265 Newtonmeter bereits ab 1.500 Touren an. Aber acht Sekunden für den Standardsprint von Null auf Tempo 100 sind wahrlich keine Sportwagenwerte. Maximal sind 219 km/h möglich, ok. Der sehr dezente Motorensound könnte beim „sportlichsten Modell“ aber in jedem Fall kerniger sein und mehr in den Vordergrund treten.

Laut Datenblatt liegt der Durchschnittsverbrauch bei 7,3 Litern – entspricht einem CO2-Ausstoß von 169 Gramm pro Kilometer – unser Bordcomputer zeigte zwar gut ein bis drei Liter mehr an, doch legten wir bei unserer ersten kurzen Ausfahrt mit dem neuesten i30 Spross auch bewusst den Fokusauf die sportliche Seite.

Und wenn der Motor auch in der ein oder anderen Situation der von uns erwarteten Performance nicht standhalten konnte, so vermittelte der direkt geführte Sechsgang-Handschalter ein knackiges Gefühl und alles in allem ist man mit dem neuen Hyundai i30 Turbo gut bedient.

Die im Zuge des Facelift auftretenden optischen Veränderungen kommen natürlich auch hier zum Tragen, dennoch präsentiert sich der Hyundai i30 Turbo eigenständiger und setzt auf einen vollständig schwarzen und silberfarben umrahmten Kühlergrill. Die rote Zierleiste an der dynamisch gezeichneten Spoilerlippe lässt bereits auf den ersten Blick auf das sportliche Pendant schließen, ebenso die horizontal angeordneten LED-Tagfahrleuchten und die schwarzen Kühlluftöffnungen.

Am Heck unterscheidet sich das stärkste Modell mit einem schärfer gezeichneten Stoßfänger und dem schwarzen Diffusoreinsatz von seinen zivilen Brüdern, die rote Zierleiste taucht auch hierwieder auf und in Verbindung mit den außen platzierten Endrohren der Sportauspuffanlage ist dem i30 Turbo ein „knackiger Hintern“ sicher.

Die erstmals verbauten 18 Zoll Leichtmetallfelgen im Fünf-Speichen-Desigin mit Niederquerschnittreifen im Format 225/40 R 18 bleiben ferner dem Turbo vorbehalten.

Der Besuch im Fitnessstudio macht sich außerdem im Innenraum bemerkbar, dennoch setzt Hyundai auch hier nicht auf „protzig“ sondern vielmehr auf „athletisch“.

So sorgen diverse rote Akzente in Form der Stoff-Lederkombination in Schwarz/Rot, den farbig abgesetzten Ziernähten an Lenkrad, Schalthebel und Türverkleidung oder den roten Elementen am Schalthebel und dem Zündschloss für gelungene, wenn auch dezente, Highlights. Die Instrumentenzeiger stechen ebenfalls in Rot hervor und hängen in dieser Modellvariante im Ruhezustand senkrecht nach unten.

Nicht fehlen dürfen bei einem Sportler natürlich der schwarze Dachhimmel, die Alu-Pedale und knackige Sportsitze, die das für 23.850 Euro angepriesene neue Topmodell ebenso auszeichnen, wie dieumfangreiche Serienausstattung und die vorbildliche Fünf-Jahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung auf das gesamte Fahrzeug, eine ebenfalls 60 Monate laufende Lackgarantie und eine fünfjährige Mobilitätsgarantie.

Stand: Juni 2015; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Hyundai

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