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Grenzenlosen Genuss mit dem neuen SLK erleben

Seit seiner Markteinführung im Jahre 1996 hat der Mercedes-Benz SLK zahlreiche Herzen erobert, gerade bei den Damen erfreute sich der Roadster sehr großer Beliebtheit und galt somit gern als Frauenauto. Mit der nun dritten Generation möchte Mercedes-Benz endgültig beweisen, nicht nur etwas für das weibliche Geschlecht auf die Räder gestellt zu haben. Ab dem 26. März kann sich nun also auch die Männerwelt davon überzeugen, dass der neue SLK ganz sicher auch was für sie wäre. Wir haben den Sportwagen über die kurvenreichen Sträßchen von Teneriffa gefegt und können den Neuen nicht nur wegen den technischen Highlights wie z.B. dem innovativen Dach wärmstens empfehlen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie mal unseren Bericht.

Muskulöser geformt, leidenschaftlicher gezeichnet und mit einer extra Portion Sportlichkeit bestückt, scheint den Designern gerade durch die Adaption zahlreicher SLS-Elemente hier wahrlich der große Wurf gelungen zu sein.

Es ist diese Sinnlichkeit, die das Fahrzeug bereits im Stand ausstrahlt und zum absoluten Genuss fürs Auge macht. Wenn unser Blick sich auch immer wieder vom großen Stern auf dem steil stehenden Kühlergrill angezogen fühlt, lassen wir diesen nur zu gern weiter über die scharf gezeichneten Scheinwerfer, das in Chrom gefasste Tagfahrlicht, über die langgezogene Motorhaube und die weit nach hinten versetzte Kabine schweifen bis wir schlussendlich beim kurzen, kraftvollen Heck mit stark akzentuierten Heckleuchten, die erstmals in reiner LED-Technik erstrahlen, angelangt sind. Die zweiflutige Auspuffanlage mit trapezförmigen Endrohren darf natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Alles Attribute, die einfach für einen klassischen Roadster stehen, ein Eindruck, den Mercedes sich trotz des Stahl-Daches bewahren kann, und auch geschlossen bewahrt sich das Fahrzeug eine wunderschöne Silhouette. Und bleiben wir gleich beim Vario-Dach, mit dem bereits die erste Generation des SLK für Aufsehen sorgte. Im Gegensatz zu diesem jedoch bietetMercedes-Benz nun dem Kunden die Wahl zwischen drei Varianten.

Während die Basisversion über ein wie bisher in Wagenfarbe lackiertes Dach verfügt, kann alternativ dazu ein 476,- Euro teures Panorama-Variodach mit getöntem Polycarbonat geordert werden. Als absolutes Highlight und Weltneuheit zugleich jedoch präsentiert sich die dritte Version in Form des Panorama-Variodaches mit MAGIC SKY CONTROL. Hinter diesem Begriff steckt ein transparentes Glasdach, das selbst bei Regen, also bei geschlossenem Verdeck ein gewisses Open-Air-Gefühl vermittelt, sich aber auf der anderen Seite mittels einem einzigen Tastendruck abdunkeln lässt und so nicht nur vor starker Sonneneinstrahlung schützt, sondern auch ein unangenehmes Aufheizen des Innenraumes verhindert. Allerdings ist dieser Spaß mit rund zweitausend Euro ein nicht ganz billiges Vergnügen. Aus Magnesium gefertigt und mit einer neuen Mechanik bestückt sind die Dächer nicht nur leichter geworden, sondern öffnen bzw. schließen in nicht mal zwanzig Sekunden.

Originalität haben die Ingenieure auch beim neuen Drehscheiben-Windschott AIRGUIDE bewiesen. Dieses steht alternativ zum klassischen Steckrahmen-Windschott für 333,- Euro zur Wahl und besteht aus transparenten Kunststoffscheiben. Diese sind schwenkbar an den Rückseiten der Überrollbügel angebracht und bieten dem Fahrer wie auch Beifahrer die Möglichkeit, unabhängig voneinander, die Scheiben nach vorn zu schwenken und sich somit vor einem störenden Luftstrom zu schützen.

Für einen sogenannten „Warmluftschal“ sorgt dann wiederum die bereits aus dem Vorgänger bekannte Nackenheizung AIRSCARF, die auch im neuen SLK optional zur Verfügung steht. Sie umströmt den Kopf- und Nackenbereich der Insassen mit erwärmter Luft, die durch eine Austrittsdüse vorne in den Kopfstützen austritt.

Auch im Innenraum ist die Verwandtschaft des SLK zu dem Modell SLS AMG zu erkennen. Gerade die Lüftungsdüsen in Flugzeugoptik entpuppen sich als absoluter Hingucker. Diese Symbiose zwischen Sportlichkeit und Eleganz konnten die Designersomit nicht nur beim Exterieur perfekt umsetzen.

Wir gleiten also tief hinab in das wunderbar ausgeformte Gestühl, das je nach Ausstattung manuell, teils elektrisch oder vollelektrisch verstellbar und mit schwarzem Stoff oder Leder bezogen ist. Bis hin zu feinstem Nappaleder in schicken Farben, wie z.B. dem Bengalrot, was sich gerade bei unserem Testfahrzeug sehr gut machte, bietet Mercedes eine schier endlose Auswahl an Variationsmöglichkeiten an. Wer von dem weichen Nappaleder nicht genug bekommt, kann dieses auch für den oberen Teil der Instrumententafel sowie die Türverkleidungen wählen. Hinzu kommen Zierelemente in gebürstetem Aluminium oder in Wurzelnuss dunkelbraun glänzend oder Esche schwarz glänzend. Neue Lichtmodule in Form der Ambiente-Beleuchtung tauchen das Ambiente in ein tolles Solar Rot.

Das unten dezent abgeflachte Multifunktions-Lederlenkrad macht nicht nur optisch etwas her, es liegt auch wunderbar in der Hand und gibt den Blick frei auf die perfekt darauf abgestimmten Rundinstrumente.

Die Mittelkonsole wurde klar strukturiert und mit angenehm großen Tasten bestückt, es zeigt sich dagegen etwas nüchtern, gestaltet sich aber in der Bedienung gerade in Verbindung mit dem Drehcontroller, angebracht vor der Armlehne, als intuitiv und problemlos. Klappen wir den vorderen Teil der Armlehne nach oben, bekommen wir Zugang zu den Verdeckschaltern. Mittig auf dem Armaturenbrett platzierten die Designer eine zusätzliche Analoguhr.

Ablagemöglichkeiten wie aber auch das Thema Kofferraum stehen bei der Gattung „Cabriolets“ nicht unbedingt an erster Stelle, sollten aber dennoch berücksichtigt werden. So bietet das Handschuhfach mit einem Fassungsvermögen von 6,4 Liter nicht nur einen üppigen Stauraum sondern hält zudem praktische Vorrichtungen für Stifte, Geldkarten und Kleingeld parat. Ist das Verdeck geschlossen, beträgt das Gepäckraumvolumen ordentliche 335 Liter (in Verbindung mit TIREFIT), die Sonne lässt dieses im wahrsten Sinne des Wortes auf 225 Liter dahinschmelzen. Wer jedoch auf ein Faltradzurückgreift, muss weitere 51 Liter einbüßen, da hier die Gepäckbox unter dem Wendeboden nicht mehr ihren Platz findet.

Ein Mercedes-Benz steht seit jeher für höchste Komfortansprüche, ein Roadster dagegen eigentlich für agiles Handling und perfekte Sportlichkeit. Um diese Eigenschaften bestmöglich zu verbinden und jedem Kundenanspruch gerecht zu werden, stehen dem SLK drei Fahrwerks-Ausführungen zur Wahl. Angefangen bei der serienmäßigen, konventionellen Stahlfederung über das tiefer gelegte Sportfahrwerk mit härteren Federn und Dämpfern bis hin zum Fahrdynamik-Paket das ebenfalls tiefergelegt ist und über ein elektronisch geregeltes, vollautomatisches Dämpfungssystem verfügt und dem Fahrer die Einstellungen „Komfort“ sowie „Sportlichkeit“ bietet.

Außerdem im Paket enthalten ist die hydraulische Direktlenkung die für perfekte Rückmeldungen sorgt und den nötigen Kraftaufwand von der Geschwindigkeit abhängig macht. Zusätzlich verfügt die Lenkung über eine ECO-Lenkhelfpumpe die beim Geradeausfahren zusätzlich Kraftstoff spart.

Das neu entwickelte System Torque Vectoring Brake ist ebenfalls Teil dieses Paketes und verleiht dem Roadster optimale Agilität und Sicherheit. Bewegen wir uns also mit dem Fahrzeug im Grenzbereich und jagen das zweisitzige Cabrio durch enge Kurven, ermöglicht das System durch nicht spürbare Bremseingriffe am kurveninneren Hinterrad ein absolut spielerisches Handling und das Fahrzeug zieht souverän durch die Kehre.

Und davon hat der höchste Berg-Vulkan Spaniens, der Pico del Teide mit seinen 3.718 Metern wahrlich viele zu bieten. So geht es mit vollem Genuss und hohem Tempo die Serpentinen hinauf gen Himmel. Umso mehr wir uns diesem nähern, wird die Straße nasser und die Temperatur niedriger. Nichts desto trotz, der SLK prescht ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen auch bei diesen Bedingungen grandios nach oben.

Dort oben kurz verweilt, können wir es kaum abwarten, wieder den Berg hinab – durch eine faszinierende Vulkan-Landschaft – zu fahren. Es ist einfach einabsoluter Fahrgenuss, den uns der neueste Roadster aus Stuttgart vermittelt.

Verlassen konnten wir uns bei dieser Abfahrt auch stets auf das Bremssystem mit hydraulischer Zweikreisbremse, die Mercedes vom Vorgängermodell übernommen, jedoch weiter modifiziert hat.

Zur Markteinführung des SLK stehen zunächst drei Benziner zur Wahl, die stets mit höherer Leistung bei spürbar niedrigerem Verbrauch überzeugen wollen. Ende des Jahres wird ein Vierzylinder-Dieselmotor folgen und 2012 trumpfen die Stuttgarter mit dem SLK 55 AMG mit neuem V8-Motor auf.

Bis dahin stellt neben den beiden Vierzylinder-Triebwerken der von uns gefahrene SLK 350 BlueEFFICIENCY mit 225 kW die Leistungsspitze dar. Aus 3,5 Liter Hubraum schöpft der V6 306 Pferdestärken und ist mit einer Direkteinspritzung der dritten Generation, Piezo-Injektoren sowie einer Multi-Spark Ignition (Mehrfach-Funkenzündung) völlig neu konzipiert.

Dabei begeistert die Motor-Fahrzeug-Kombination nicht nur mit einem tollen Durchzug (370 Newtonmeter) und Beschleunigungswerten von z.B. 5,6 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 sowie einer elektronisch abgeregelten Topspeed von 250 km/h, es ist gerade dieses kernige Aufbrüllen, das bei jedem Gasstoß ertönt und unsere Ohren verzaubert.

Gerade auf dem rasanten Weg nach oben zum Vulkan Teide schallte uns der Motorsound brachial und animierend entgegen, ein wahrer Genuss der in Kombination mit dem vehementen Vortrieb einfach süchtig macht.

Dass bei dieser Kurvenhatz der angegebene Durchschnittsverbrauch von 7,1 Liter auf 100 Kilometer nicht mehr erreichbar ist, sollte klar sein und wird ehrlich gesagt nur zu gern in Kauf genommen. Dennoch ist es schön zu wissen, dass man, sobald wieder am Fuße des Tales angelangt, verbrauchsgünstig unterwegs sein kann. Dann kommt auch das nun serienmäßig verbaute ECO- Start-Stopp-System zum Einsatz, das in Verbindung mit dem Automatikgetriebe 7G-TRONIC PLUS schnell und problemlos funktionierte.

Auf Grund der gesteigerten Effizienz haben sich die Ingenieure nun für einen auf 60Liter verkleinerten Tank entschieden, bieten jedoch weiterhin optional einen 70-Liter-Tank an.

Zum Siebengang-Automatikgetriebe 7G-TRONIC PLUS sei an dieser Stelle nur noch mal so viel gesagt, es gönnt sich vielleicht an der ein oder anderen Kehre eine kleine Gedenksekunde, leistete aber ansonsten so gute Arbeit und ließ den Motor so wunderbar hochdrehen, dass wir es nur selten für nötig erachtet haben, manuell einzugreifen. Dies gelingt wenn gewünscht auch mittels Paddles am Lenkrad, allerdings muss der Kunde auch hier einen Aufpreis in Kauf nehmen.

Mercedes-Benz widmete sich in der vergangenen Zeit nicht nur Punkten wie Effizienz und Design, sondern konzentrierte sich auch stark auf die Sicherheit. Mit zahlreichen innovativen Technologien, gerade was die aktive Sicherheit anbelangt, haben die Stuttgarter großen Einfallsreichtum bewiesen. Wenn auch nicht stets serienmäßig an Bord, so bietet der Autohersteller eine förmliche Armada an Features die sowohl dem Schutze der Insassen wie auch dem der Fußgänger dienen.

Angefangen beim vorausschauenden Insassenschutzsystem PRE-SAFE, über die Müdigkeitserkennung Attention Assist, der adaptive Brake inklusive ABS, der Antriebsschlupfregelung ASR sowie einer Giermomentenregelung (GMR), einer Berganfahrhilfe mit HOLD-Funktion, die Pre-Safe-Bremse mit einer Trockenbremsfunktion und dem Bremsassistenten BAS Plus, der Abstandsregel-Tempomat Distronic Plus, der Geschwindigkeitslimit-Assistent bis hin zum Intelligent Light System das fünf Lichtfunktionen bietet.

Genau diese stehen nun auch der neuesten SLK-Generation zur Seite. Ebenso weiterentwickelte zweistufige Frontairbags, ein neu hinzugekommener Headbag, Thorax-Airbags, ein Gurtsystem mit Gurtschlossstraffer und degressiver Gurtkraftbegrenzung sowie die neuen crashaktiven Kopfstützen NECK-PRO.

Die derzeitige Topvariante 350 BlueEfficiency des SLK verlangt dem Kunden mindestens 52.300,- Euro ab. Wie Sie bestimmt schon herauslesen konnten, bleibt es aber nicht unbedingt lange bei diesem Preis und so treiben bereits schon einigewenige Optionen aus der sehr umfangreichen Aufpreisliste den Betrag rasch in die Höhe. Wir empfehlen allen Interessierten neben einer garantiert begeisternden Probefahrt einen ausgiebigen Blick in die Sonderausstattungslisten.

Stand: März 2011; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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