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Chevrolet Cruze SW – Wegbereiter ins Modelljahr 2013

Der Chevrolet Cruze zählt zweifelsohne zu dem Bestseller der Marke, so ist es nicht verwunderlich, dass der Hersteller die Modellreihe bisher bestehend aus Limousine und Fließheck jüngst um die Kombivariante Cruze Station Wagon weiter ausbaut und ergänzt. Dabei spricht Chevrolet nicht nur Familien an, auch bei den Gewerbetreibenden dürfte der Preisschlager durchaus gefallen finden.

Neben einem guten Platzangebot, weist die neue Kombiversion sowohl außen wie innen optische Veränderungen im Detail auf, sowie zwei neue Downsizing-Turbomotoren und die moderne Infotainment-Generation MyLink.

Die am Chevrolet Cruze SW veränderten Designelemente werden künftig auch die anderen Karosserievarianten des Modelljahrgangs 2013 prägen.

So sind nicht nur die Stoßfänger vergrößert und rundum modifiziert worden, auch der Kühlergrill, die Scheinwerfer inkl. Nebelscheinwerfer sowie die Leichtmetallfelgen die auf Wunsch auch komplett in Schwarz gehalten sind, erstrahlen in neuem Glanze.

Die sportliche Linienführung trifft auf elegante Elemente, beispielsweise in Form der chromeingefassten Luftöffnungen an der Frontschürze, die ebenfalls zu den Neuerungen zählen.

Markantester Unterschied zum Vier- bzw. Fünftürer stellt selbstverständlich das Heck dar. Die ab der B-Säule neu gezeichnete Karosserie fügt sich recht harmonisch in das Gesamtbild ein und sorgt für einen dynamischen Abschluss. Die hier verbauten Rückleuchten sind dabei sehr groß ausgeführt und die leicht abfallende Dachlinie findet ihre Verlängerung im schicken Dachspoiler.

Behutsam legten die Designer auch imInnenraum Hand an, der Effekt ist ebenso wirkungsvoll. So bewahren die Verantwortlichen den geschmackvollen Cockpit-Charakter, vermitteln mit dem neu gezeichneten Armaturenträger aber zusätzliche Dynamik.

Die Anordnung der Bedienelemente sowie die Gestaltung der Lüftungsdüsen ist in den Versionen mit dem neuen Chevrolet-MyLink-Infotainmentsystem zudem völlig neu. MyLink integriert dabei ihr Smartphone mit dem Fahrzeug und überträgt dessen Inhalte auf den 7-Zoll-Farb-Touchscreen. So kann der Fahrer nicht nur mühelos auf das Telefonverzeichnis oder erstellte Playlisten zurückgreifen, auch Fotos sowie Videos können angesehen werden – aus Sicherheitsgründen geht dies allerdings nur im Stand.

Wer das Multimedia-System (ausschließlich für die Topausstattung verfügbar) ordert, kann dank Telefonverbindung über den Touchscreen-Display zudem auf das Internet zugreifen. In Zukunft werden dem Kunden auch diverse Apps zum Download zur Verfügung stehen.

Stets im Paket enthalten sowie in den Fahrzeugen mit Navigationssystem verbaut, ist eine Rückfahrkamera. Die Anschlüsse für USB und AUX-in sind ebenfalls serienmäßig an Bord und nun weiter nach oben in Nähe des Radios gerückt und in einem kleinen Fach platziert.

Fahrzeuge inklusive Start/Stopp-System verfügen darüber hinaus über ein Display, das den Fahrer über den aktuellen Verbrauch im Eco-Drive-Modus informiert.

Mit der „Keyless Entry“-Funktion bietet Chevrolet dem Cruze-Käufer nun auch den schlüssellosen Zugang zu seinem Fahrzeug, allerdings ist die Annehmlichkeit nur in der Topausstattung serienmäßig verbaut.

Mit zwei verschiedenen Stoffvarianten undLederausstattungen sowie der neuen Innenfarbe Brownstone ist für mehr Individualität gesorgt.

Soweit zu den allgemeinen Neuerungen des neuen Modelljahrgangs, die mit der jüngst eingeführten Kombivariante Einzug halten.

Kommen wir zu den Vorteilen, die der SW gegenüber den anderen Cruze-Modellen vorzuweisen hat. Diese liegen neben dem noch besseren Platzangebot, gerade den Kopfraum betreffend, unweigerlich beim Stauraum.

So schlägt der Kombi mit 500 Liter Fassungsvermögen bei voller Sitznutzung den Viertürer um 50 Liter und den kompakten Fünftürer sogar um 87 Liter. Während sich zwar der Stauraum bei allen Modellen dank getrennt umlegbarer Lehnen erweitern lässt, erreicht der SW ein maximales Ladevolumen von 1.478 Liter.

Gepäckstücke lassen sich dank angenehm hoher Ladekante und ebenen Ladeboden mühelos einladen und wenn nötig durch angebrachte Schlaufen fixieren. Sollten Sie größere Gegenstände transportieren wollen, findet die Gepäckraumabdeckung ihren Platz unter dem Kofferraumboden. Hier finden wir des weiteren drei Staufächer und das Reifenreparaturset vor. Zwei weitere Ablagemöglichkeiten sind hinter den Radkästen angebracht.

Wenn gewünscht, ist der Umfang um ein Gepäcknetz, praktische Boxen mit Trennwänden oder aber Dachboxen sowie Gepäckträger erweiterbar. Letztere lassen sich auf die serienmäßige Dachreling schnallen, die maximal 100 kg Last tragen kann.

Von solch einem Ideenreichtum, wie es beispielsweise Opel bei dem Pendant Astra Sports Tourer in Form von Flex-Fix-Fahrradträger und dem Organizer-Paket bewiesen hat oder gar einer umlegbaren Beifahrerlehne, ist beim Chevrolet allerdings nichts zu sehen.Der Preis ging hier einfach der Flexibilität vor.

Fahrwerksbezogen konnte der Cruze mit seiner europäischen Abstimmung von Anfang an überzeugen. Diese bewahrt sich auch die Kombivariante. Angenehm straff und für unseren Geschmack ausreichend ausgewogen, treten zwar grobe Straßenschäden ins Innere durch, aber störend stößt diese Tatsache zu keiner Zeit auf.

Mit 10,9 Meter zeigt sich auch der Kombi von seiner durchaus wendigen Seite, hinzu kommt bei den Benzinmotoren 1,4-Liter-Turbo und 1,6-Liter die elektronisch unterstützte Servolenkung.

Der soliden Bremsleistung, erreicht durch die Zusammenarbeit von Scheibenbremsen (vorn innenbelüftet) in Verbindung mit ABS, der elektronischen Bremskraftverteilung und der Traktionskontrolle, schließt sich der SW ebenfalls an.

Die bis dato bestehende Motoren-Palette wird nun um den attraktiven 1,4-Liter-Turbobenzinmotor sowie den effizienten 1,7-Liter-Dieselmotor ergänzt. Dabei verfolgen beide Aggregate das Downsizing-Prinzip und garantieren im Vergleich zu den anderen Motoren mehr Durchzugskraft und das bei reduziertem Verbrauch.

So schafft es der 103 kW / 140 PS starke 1,4-Liter-Turbobenziner im Vergleich zum nahezu gleich starken 1,8-Liter-Sauger (1 kW / PS mehr) mit einem deutlich stärkeren Drehmoment von 200 Nm das bereits ab 1.850 Touren voll zur Verfügung steht (1.8 L = 176 Nm ab 3.800 U/min) 1 ½ Sekunden schneller aus dem Stand bis Tempo 100 und wirkt wesentlich spritziger. Bei der Topspeed liegen sie mit rund 200 Stundenkilometer gleich auf.

Im kombinierten Fahrzyklus begnügt sich der neue Turbomotor letztlich sogar mit einem ganzen Liter weniger Sprit auf 100 Kilometer und liegtlaut Hersteller bei 5,7 Liter. Wenn wir auch ehrlicherweise zugeben müssen, diesen Wert während unserer Testfahrt nicht erreicht zu haben.

Der CO2-Ausstoß differiert mit 134 g CO2 pro Kilometer sogar noch deutlicher von den 156 g/km des großen Ottomotors.

Verbrauchs- und Emissionsunterschiede die unter anderem mit dem Verzicht der Start/Stopp-Automatik einhergehen. Diese ist jedoch nicht nur in dem neuen Benzinaggregat serienmäßig verbaut, auch der neue 1.7 Liter Turbodiesel ist damit ausgestattet.

Mit 96 kW / 130 PS und 300 Newtonmeter ab 2.000 U/min vermittelt auch dieses Aggregat soliden Durchzug und beschleunigt in 10,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist hier ebenfalls bei 200 km/h erreicht.

Der angegebene Durchschnittsverbrauch von 4,5 Liter auf 100 Kilometer und 119 g CO2-Ausstoß pro Kilometer sichern dem neuen Diesel den Titel „sparsamstes und effizientestes Aggregat“ des Portfolios zu sein.

Die neuen Sprösslinge sind wie auch der große 2,0-Liter- Dieselmotor an ein Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt, der 1,6-Liter- und 1,8-Liter-Benzinmotor müssen sich weiterhin mit fünf Gängen begnügen. Optional stehen den beiden stärksten Motorisierungen auch ein Sechs-Gang-Automatikgetriebe zur Wahl.

Der Station Wagon folgt auch in punkto Sicherheit dem Cruze-Konzept und ist serienmäßig mit sechs Airbags, Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen Sitzen, ISOFIX-Kindersitzbefestigungen und einer Sicherheitspedalerie ausgestattet. So wird auch der Kombi trotz des Verzichts auf modernste Assistenzsysteme mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenso mühelos die Fünf-Sterne-Bewertung im Euro-NCAP-Crashtest erreichen, wiedie beiden anderen Modelle.

Chevrolet bietet dem Kunden mit dem Cruze seit Einführung im Jahre 2009 reichlich Auto zum fairen Preis. Diese Politik zieht sich dabei durch die gesamte Modell-Familie die im Modelljahr 2013 zusätzliche Ausstattungsfeatures bereithält. Bei der Limousine entfallen dagegen die Varianten LS und LT und die Einstiegsversion LT+ 1.6 wartet bereits mit einer Klimaautomatik wie auch einem Navigations- und Audiosystem inkl. Rückfahrkamera auf.

Doch kommen wir zum neuesten Zuwachs, der Kombivariante Station Wagon zurück. Hier bietet bereits die Variante LS+ (nach der Einstiegsversion LS) eine manuelle Klimaanlage, ein CD-Radio mit USB-, AUX- und Bluetooth-Schnittstelle, eine Audio-Lenkradbedienung, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel und das zu einem Preis für 17.590,- Euro. Dabei ist diese Ausstattung wie auch die Basisversion (ab 15.990,- Euro) ausschließlich in Verbindung mit dem 1.6 Benziner verfügbar.

Wer auf eine der beiden neuen Motorisierungen zurück greifen möchte, muss mindestens mit der LT+-Ausstattung einsteigen. So verlangt der 1.4T dem Käufer 21.945,- Euro und der neue sparsame Diesel 23.090,- Euro ab. Eine Klimaautomatik, das Navigationssystem, der 7“-Farbdisplay sowie eine Rückfahrkamera sind aber dann schon im Preis enthalten.

Die Topvariante LTZ verwöhnt zudem mit Keyless Entry (schlüsselloses Zugangssystem), Licht- sowie Regensensor, Stoff-/PVC-Ledersitze, 17“-Leichtmetallfelgen und einem automatisch abblendbaren Innenspiegel, bleibt aber dem 1.4T, dem 1.8 sowie dem 2.0 Diesel vorbehalten.

Die Preise erstrecken sich somit je nach Motorisierung oder den Ausstattungen„MyLink“ bzw. dem exklusiven Paket umfassend Ledersitze und Sitzheizung zwischen 22.890,- und 28.240,- Euro.

Mit der für 490,- Euro angepriesenen Metallic-Lackierung wären dann auch schon die Extras ausgeschöpft.

Stand: September 2012; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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