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BMW 6er Coupé – Wenn Träume wahr werden.

Im Jahre 1975 präsentierte BMW das erste Modell der sinnlichen 6er-Reihe, erst 28 Jahre später erweckten die Bayern diese Modellreihe zu neuem Leben. Die Tugenden wie Dynamik, Eleganz und Leidenschaft fanden hier ihre moderne Interpretation und das nicht mehr nur in einer Coupévariante, sondern nun auch in einem Cabriolet. Dieses feierte vergangenes Jahr in seiner dritten Generation seine Premiere, erst ein halbes Jahr später zog dann das von uns gefahrene Coupé nach. Im Juni 2012 wurde die Baureihe außerdem um das viertürige Gran Coupé ergänzt. Dabei zeichnet das unwiderstehliche Design, die moderne Technologie, die grandiosen Fahrwerkseigenschaften sowie die kraftvollen Motoren und das enorme Premium-Flair all diese Varianten aus.

Das neue 6er Coupé ist nicht nur länger, breiter und flacher als sein Vorgänger, die Front kommt in der dritten Generation noch schnittiger daher und streckt selbstbewusst seine Haifisch-Nase mit der rießigen BMW-Niere dem Wind entgegen. Wartet optional mit adaptiven LED-Scheinwerfern inklusive dreidimensionaler LED-Leuchtringe auf und vermittelt mit seiner endlos-langen Motorhaube und dem weit nach hinten gesetzten Cockpit bereits im Stand unglaublichen Vorwärtsdrang.

Doch vor allem am Heck ist den Designern ein Quantensprung gelungen. Der aufgesetzte und zu wuchtige Kofferraumdeckel ist gewichen und somit auch das größte Manko. Stattdessen haben die Verantwortlichen einer der unwiderstehlichsten Heckansichten der heutigen Zeit geschaffen.

Elegant und sinnlich steht das 6er Coupé breit und satt auf der Straße, diezweigeteilten Heckleuchten ziehen sich in L-Form schnittig am Kofferraum entlang. An der oberen Kante des Kofferraumdeckels verläuft zudem die schmale und langgezogene dritte Bremsleuchte.
Stimmigkeit bis ins letzte Detail, das gilt ebenso für den angedeuteten Diffusor mit den runden oder trapezförmigen Endrohren, die je nach Motorisierung variieren.

Zwar können wir nur schwer unseren Blick von der traumhaften Hülle lösen, doch auch der Innenraum ist alles andere als zu verachten. Luxus wohin das Auge blickt. Wir fühlen uns regelrecht wie in einer Wohlfühloase, werden von feinstem Leder umschmeichelt und von einer Fülle von Annehmlichkeiten verwöhnt. Mittels iDrive-Drehregler und den wenigen großen Bedien- sowie Direktwahltasten oder dem Multifunktionslenkrad lassen sich diverse Funktionen intuitiv steuern, die schicken Instrumente in Black-Panel-Technologie wie auch das serienmäßige hochauflösende 9,2 Zoll-Infodisplay geben dabei Auskunft über die einzelnen Einstellungen.

Für Ernüchterung sorgt allerdings ein Blick in die Preis- oder besser gesagt Aufpreisliste. Wenn man auch von Haus aus nicht auf den nötigen Luxus verzichten muss, so ist das tolle Head-up-Display, die diversen Assistenten wie die Speed Limit Info, der 10,2-Zoll große Bildschirm mit Splitscreen-Funktion der regelrechte Kinoatmosphäre aufkommen lässt und noch viele weitere Details nicht serienmäßig an Bord.

Dies gilt auch für das Bang&Olufsen High End Surround Sound System inklusive 16 Lautsprechern und Center Speaker mittig auf der Armaturentafel, dessen integrierter Mitteltöner mit Aktivierung der Anlage empor fährt und mitgewaltigen 4.950,- Euro zuschlägt – doch einmal diesen Klanggenuss erlebt, wollen Sie nie wieder darauf verzichten.
So bieten die Bayern eine derartige Fülle an reizvollen Optionen, dass der Preis im Nu um zwanzigtausend Euro ansteigen kann.

Nicht zu vergessen, das Angebot an Sitzen. Vom Komfort- über den Sport- bis hin zum Aktivsitz bietet BMW stets einen neu entwickelten Leichtbausitz mit integriertem Gurtsystem. Womit ein weites nach hinten zum Gurt greifen, wie meist bei einem Coupé üblich, nicht mehr nötig ist. Die Easy-Entry-Funktion bietet zudem ein leichtes Entern des Fondbereichs.

Eine kurze Randbemerkung sei uns bezüglich der Raumverhältnisse erlaubt, während wir vorn trotz der gigantisch breiten Mittelkonsole über üppigen Platz verfügen, eignet sich der wenn auch angewachsene Raum hinten aber auch weiterhin nur für kurze Strecken und nicht all zu große Mitfahrer. Die Münchner sind sich dessen bewusst und positionieren das 6er Coupé von vorneherein als 2+2-Sitzer. Das Stauvolumen von 460 Liter ist für ein Sportler jedoch alles andere als knapp bemessen.

Dank des sogenannten Fahrerlebnisschalters bietet das 6er Coupé nicht nur hervorragende Dynamik, sondern auch grandiosen Komfort. So lassen sich je nach geforderter Situation mittels einfachem Tastendruck einer der Modi „SPORT“, „SPORT+“ und „COMFORT“ auswählen. Wer die dynamische Dämpfer Control bzw. Adaptive Drive hinzuordert, verfügt zudem über den „COMFORT+“ Modus.

Die wunderbar präzise und angenehm straffe elektromechanische Servolenkung ist auf Wunsch durch eine Integral-Aktivlenkung zu ersetzen, hierbei werden die Hinterrädermitgelenkt.

Die einzelnen Modi nehmen dabei nicht nur spürbaren Einfluss auf die Lenkung, auch auf die Gaspedalkennlinie sowie die Fahrstabilitätskontrolle DSC, die Kennlinie der Dämpfer und die Wankstabilisierung wie auch die Schaltdynamik.

Bei Aktivierung des Sport+-Modus beispielsweise fährt ein förmlicher Ruck durch das Fahrzeug und der Sportler in ihm ist geweckt. Das Fahrverhalten ist absolut beeindruckend und die erreichbaren Kurvengeschwindigkeiten unglaublich. Das eingeschränkt arbeitende DSC lässt dem geübten Fahrer nahezu grenzenlose Freiheit. Das Fahrzeug lässt sich dabei selbst im Grenzbereich überraschend spielerisch und sicher handeln.

Gerade bei dieser dynamischen Fahrweise müssen wir uns auf die Bremsanlage verlassen können und im Falle der Leichtbau-Bremsanlage mit innenbelüfteten Scheibenbremsen rundum des 640i können wir das. Bereits auf leichten Tritt hin verzögert das Fahrzeug mühelos – diese Souveränität bewahrt sich das Coupé selbst bei sehr hohen Geschwindigkeiten. Das Antiblockiersystem (ABS), der Bremsassistent, ein Fading-Ausgleich und eine Trockenbremsfunktion treten hierbei unterstützend in Aktion.

Heute bezieht sich der Slogan „Freude am Fahren“ jedoch nicht mehr nur auf Komfort und Agilität, auch Effizienz steht im Fokus der Schöpfer. Und hier kommt der neue „Eco Pro“-Modus zum Einsatz, der einen verbrauchsoptimierten Fahrstil fördert und unterstützt.

Allerdings reicht nicht nur der aktivierte Modus aus, um mit dem 320 PS (235 kW) starken BMW 640i Coupé effizient unterwegs zu sein. Und trotz aller Disziplin, genutzter Start-Stopp-Automatik, einerBremsenergie-Rückgewinnung und einigen weiteren Maßnahmen ist es kaum möglich den von BMW angegebenen Verbrauch von 7,8 Liter zu erreichen. Wer nicht auf Fahrspaß verzichten möchte, sollte sich mit rund zehn Liter abfinden.

Und an Fahrfreude mangelt es dem Sechszylinder mit BMW TwinPower Turbo Technologie, dem Twin-Scroll-Prinzip Aufladesystem, der Benzin-Direkteinspritzung High Precision Injection und der vollvariablen Ventilsteuerung VALVETRONIC wahrlich nicht.

Mit einem max. Drehmoment von 450 Nm zwischen 1.300 und 4.500 U/min zieht das Coupé zu jeder Zeit durchzugsstark und drehfreudig los, passiert nach 5,4 Sekunden aus dem Stand die Tempo 100 Marke und erreicht mühelos die 250 Stundenkilometer (elektronisch abgeregelt).

Diese Leichtigkeit, die bereits der Einstiegsbenziner an den Tag legt, wird von einer enormen Laufruhe und Kultiviertheit untermalt, dennoch entströmt dem Turbo wenn gefordert ein angenehm kerniger Sechszylinder-Sound.

Die serienmäßige Achtgang-Automatik verwöhnt bei all der Leistung mit hervorragendem Schaltkomfort. Fast unbemerkt gehen die Schaltvorgänge rasch vonstatten, das Getriebe von ZF hat stets den richtigen Gang eingelegt und das selbst bei flotter Fahrweise. Ein Eingreifen per Schalthebel- oder Wippen am Lenkrad ist zwar möglich, aber keineswegs von Nöten.

BMW wird mit dem 6er Coupé nicht nur dem hohen Premiumanspruch gerecht, auch seitens der Sicherheit leistet sich der Bayer keine Schwächen und wartet serienmäßig mit Front- und Seitenairbags, Kopfairbags für die vordere und die hintere Sitzreihe, aktive Kopfstützen und Dreipunkt-Automatikgurten für alle Sitzplätze,Gurtkraftbegrenzer und Gurtstrammer vorn sowie ISOFIX-Kindersitzbefestigungen im Fond auf.

ABS, ein Bremsassistent, die dynamische Stabilitätskontrolle inklusive DBC und DTC sind ebenso im Umfang enthalten, wie die elektromechanische Parkbremse mit Autohold-Funktion, eine Reifenpannen-Anzeige, Seitenaufprallschutz, ein Stoßfänger-System, Überrollschutzsystem sowie die aktive Motorhaube, die dem Fußgängerschutz dient.

74.900,- Euro ist schon ein ordentliches Sümmchen für das „Einstiegsmodell“ 640i. Doch wie unser Testbericht aufzeigt, handelt es sich hier wahrlich nicht um ein Basisfahrzeug. Luxusflair, göttliches Design und souveräne Leistung haben einfach ihren Preis. Der allerdings nach oben hin keine Grenzen zu kennen scheint.

Wenn auch Bi-Xenon-Scheinwerfer, die hervorragende 8-Gang-Sport-Automatic, der Fahrerlebnisschalter, eine elektrische Sitzverstellung inklusive Memory-Funktion, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, der Tempomat und Regensensor sowie einiges mehr serienmäßig im Preis inbegriffen sind, so bietet BMW derart viele reizvolle Optionen an, dass man denen nur schwer wiederstehen kann.

Sei es betreffend des Fahrwerks angefangen von Adaptive Drive bis hin zur Integral-Aktivlenkung, dem Außendesign das nicht nur mit dem M Sportpaket, diversen Lackierungen oder verschiedenen Leichtmetallrädern speziell gestaltet werden kann. Auch dem Innenraumdesign stehen verschiedenen Lederpolsterungen, Dekors und Dachhimmelverkleidungen zur Wahl. Je nach Anspruch kann der Käufer außerdem zwischen Komfort-, Sport- oder Aktivsitzen auswählen. Damit sind die Möglichkeiten jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft, inder Liste der Sonderausstattungen finden wir außerdem das Head-up-Display, eine Rückfahrkamera, Surround View, ein Spurverlassens- sowie -wechselwarner, den Fernlichtassistent, unterschiedlichste Navigationssysteme und, und, und.

Stand: August 2012; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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