// / Alfa Romeo MiTo TwinAir

Alfa Romeo

Alfa Romeo MiTo TwinAir

Das Motorenspektrum des MiTo umfasst neben den drei Dieselaggregaten nicht nur fünf Benzinaggregate, die allesamt Ihre Kraft aus 1,4 Liter Hubraum schöpfen und zwischen 70 und 170 Pferdestärken leisten, auch die bereits aus den Modellen Fiat 500 oder Lancia Ypsilon bekannte TwinAir-Technologie hielt zuletzt Einzug im rassigen MiTo. Das Zweizylinder-Aggregat mit 62 kW / 85 PS ist für 16.950 Euro in der Ausstattungslinie Turismo erhältlich.
Diese bis dato ausschließlich erhältliche Variante zeichnet sich nicht nur durch serienmäßige Features wie der Klimaanlage, einer Audioanlage mit CD/MP3-Player und 6 Lautsprechern, elektrisch verstell- sowie beheizbaren Außenspiegeln, Leichtlaufreifen oder einer Lordosenverstellung für beide Vordersitze aus.

Auch optisch setzt sich die Turismo-Line ab, so wird der in Wagenfarbe lackierte Heckspoiler um zahlreiche Akzente wie in Chrom gefasste Spiegelklappen, chromumrandete Fensterrahmen sowie das verchromte Endrohr ergänzt.

Toller Cockpit-Charakter zeichnet selbstverständlich auch die TwinAir-Variante aus, die sich von den Modellgeschwistern keineswegs unterscheidet und ebenso mit knackig ausgeformten Sitzen, schicken Applikationen in Carbon-Optik oder einer intuitiven und gut erreichbaren Bedieneinheit glänzen kann.

Auch hat die Motorisierung keinen Einfluss auf die für die Fahrzeugklasse gutenPlatzverhältnisse oder den 270 bis maximal 950 Liter fassenden Kofferraum.

Wirklich erfreulich ist, dass wir beim kleinen TwinAir nicht wie bei den 70 PS-Varianten auf die tolle Fahrdynamikregelung Alfa Romeo D.N.A. verzichten müssen.

Es ist einfach zu reizvoll, den schicken versilberten Schalter in der Mittelkonsole von „N“ormal auf „D“ynamic zu wechseln, außerdem besteht die Möglichkeit den „A“ll-Wether-Modus zu aktivieren. Die Fahrsicherheitssysteme greifen nun mit Fokus auf Sicherheit deutlich früher und schneller ein. Die Gasannahme ist zudem zurückhaltender und die Lenkradbefehle werden sanfter umgesetzt.

Doch loggen wir endlich den Dynamik-Modus ein, wie ein kleiner Ruck fährt es durch den MiTo, die Veränderung ist umgehend wahrzunehmen.

Nicht nur das Fahrwerk erfreut sich jetzt einer noch agileren Abstimmung, auch die Lenkung sorgt für ein spürbar präziseres Handling und gibt eine exakte Rückmeldung. Außerdem spricht das Gaspedal schneller an und die Overboost-Funktion ist aktiviert.

Beim Kurvenräubern lässt der Kleine ein regelrechtes Go-Kart-Flair aufkommen und mit genau solch einem Fahrspaß lässt sich der MiTo spielerisch auch durch die engste Kehre jagen. Schön auch zu sehen, dass im aktivierten Dynamic-Modus die elektronischen Hilfen wie das elektronische Stabilitätsprogramm, das elektronische Q2-System oder das Antischleudersystem VDC dem Fahrer deutlich mehr Freiheitlassen.

Welcher Modus letztlich auch eingeloggt ist, seinen sportlichen Charakter hält der kleine Italiano zu keiner Zeit zurück und wenn auch Schlaglöcher und Bodenwellen spürbar ins Innere dringen, so stößt uns dies eigentlich nicht wirklich negativ auf. Komfortfanatiker würden/sollten sich ohnehin nicht für den MiTo entscheiden.

In punkto Motorentechnologie setzte der italienische Konzern mit den Traditionsmarken Fiat, Lancia und Alfa in der Vergangenheit bereits zahlreiche Meilensteine, sei es beispielsweise mit MultiJet oder MultiAir.

Als sie im Jahre 2010 mit einer weiteren neuen Technik, genannt TwinAir an den Start gingen, wurden sie zunächst von einigen belächelt. Denn viele vermuteten hinter dem Zweizylinder-Aggregat mit der variablen Ventilsteuerung MultiAir nicht viel mehr als einen Rasenmähermotor. Doch weit gefehlt.

In erstmaliger Kombination mit dem Fiat 500 hat die Marke bewiesen, das in dem kleinen Motor weit mehr steckt als erwartet. Doch wie kommt das Herzstück mit dem MiTo zurecht? Schließlich hat der TwinAir beim Alfa Romeo ein Mehrgewicht von mindestens 160 kg zu tragen.

Und in der Tat, macht dies in der Beschleunigung von Null auf Hundert Stundenkilometer gut eine Sekunde aus, so gönnt sich der MiTo 0.9 8V TwinAir inklusive Turbolader 12,1 Sekunden für den Standardsprint. Eine Differenz, die im Alltag letztlich aber untergeht. Zudem gleicht der MiTo dies durch seinsportlich-straffes Fahrverhalten wieder aus.

Aus nur 875 cm3 Hubraum holen die Ingenieure 63 kW / 85 PS heraus, im Dynamic-Modus und zugleich aktivierter Overboost-Funktion stehen statt 110 sogar 145 Newtonmeter zur Verfügung. So zieht der kleine Charmeur bereits ab 2.000 Touren spritzig los und erreicht bei Bedarf sogar eine Topspeed von 174 km/h.

Auch seine Elastizitätswerte in den Gängen vier und fünf reichen für ein gutes Vorankommen im alltäglichen Verkehr aus. Die Entscheidung selbst den kleinen Motor mit einem Sechsgang-Getriebe auszustatten erfreut an dieser Stelle natürlich.

Letztlich verfolgen Hersteller das Downsizing-Prinzip stets mit Blick auf Verbrauchsreduzierung und so ist der Alfa MiTo TwinAir des weiteren serienmäßig mit Leichtlaufreifen und einem tadellos funktionierenden Start-Stopp-System versehen. Wer das Gaspedal also schont und an jedem Ampelstopp die Motorabschaltung nutzt, sollte mit 4,2 Litern im Durchschnitt auskommen (entspricht 98 g/km CO2), zumindest, wenn man dem Hersteller Glauben schenken darf.

Wir hatten schließlich jedoch unsere Mühe, dem D.N.A.-Schalter zu wiederstehen und so nahmen wir gern einen höheren Spritkonsum von 6 bzw. 6,5 Litern in Kauf, bekamen dafür aber stets ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

Nicht zuletzt wegen des kernig süßen Zweizylinder-Sounds, der dem MiTo TwinAir bei jedem Gasstoß entströmte. Doch wie uns die Erfahrung lehrte, istdies reine Geschmackssache, während der eine diesen Motorensound als ebenso niedlich empfindet, stößt es dem anderen doch eher negativ auf. Sportliche Charaktere sollten aber in jedem Fall Gefallen daran finden.

Stand: Mai 2013; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Alfa Romeo

Werbung: Automarkt auto24.de

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ähnliche Beiträge

Kommentare

Keine Kommentare for “Alfa Romeo MiTo TwinAir”

Kommentar schreiben

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Archive

banner