// Fahrbericht / Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTi Ecotec 4×4

Opel

Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTi Ecotec 4×4

Der Insignia hat sich als wahres Zugpferd etabliert, ob als Stufenheck, Fließheck oder Kombi, Und so konnte Opel mit dem Insignia auch zahlreiche Erfolge feiern und hervorragende Verkaufszahlen einfahren. Nach der Kombination Benziner und Allradantrieb möchte Opel diese nun mit der Variante Dieselmotor und 4×4-Antrieb fortsetzen. Um das Angebot perfekt zu machen, sind außerdem die adaptive Fahrwerksregelung FlexRide und der hervorragende „Trailer Stabilty Assist“ (TSA) mit dabei. Die dabei bevorzugte Karosserie wird wohl die des Kombis sein, der Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTi Ecotec, den wir uns heute einmal näher angesehen haben.

Dass die Optik gefällt, haben bereits zahlreiche Auszeichnungen bewiesen, die neue Opel-Designsprache steht für moderne Wertigkeit. Hier verschmelzen elegante sowie sportliche Attribute zu einem harmonischen Gesamtbild, auch die Kombivariante wirkt dank abfallender Dachlinie und dem schwungvollen, kompakten Heck sehr dynamisch.

Das strahlende Rot unseres Testwagens, die abgedunkelten Scheiben und der dezente Dachspoiler runden den sportlichen Flair gelungen ab.

Auch im Inneren kann der Insignia überzeugen, von der wertigen Verarbeitung, der schwungvollen, harmonischen Optik, der Übersichtlich- und Bedienbarkeit bis hin zum Gestühl. Ja gerade hier kann sich Opel immer wieder Lob einfahren. Wenn auch bereits der Basissitz gut gefallen kann, so ist es doch der ergonomisch vorbildliche Sportsitz, der uns immer wieder begeistert. Der mit dem „Aktion Gesunder Rücken e.V.“ AGR-Gütesiegel gekrönte Sitz ist glücklicherweise für alle neuen Opel-Modelle erhältlich. Vielfach und fein justierbar lässt sich der Sitz bis hin zur pneumatischen Vierwege-Lordosenstütze perfekt auf den Fahrer einstellen und ermöglicht so auchRückengeschädigten einen perfekten Langstreckenkomfort.

Der Blick fällt von den toll ausgeformten Sitzen auf eine harmonische und übersichtliche Armatureneinheit. Die Bedienung mittels groß dimensionierten Tasten gelingt intuitiv völlig problemlos, nur die Lösung des mittleren Drehreglers verbunden mit einem Drücken des äußeren Ringes verlangt eine gewisse Eingewöhnung. Die Navigation lässt sich zudem über das Bedienfeld in der Mittelkonsole hinter der Schaltkulisse steuern.

Die Kombiversion bietet dem Kunden ab August diesen Jahres zwei weitere Anreize in Form von exklusiven Ausstattungslinien. Zum einen wäre da die Variante „Indian Summer“, die wahrlich das Strahlen des Waldes wiederspiegelt und außerdem die Ausstattung „Sport Edition“, deren Name Programm ist.

Dies erreicht die Version u.a. durch verschiedene OPC Line-Ausstattungselemente wie z.B. Leder-Türverkleidungen, Lederlenkrad und Lederschalthebel, einer Aluminium-Pedalerie und in Schwarz gehaltene Armaturen inkl. Dachhimmel. Außerdem treten schicke Naht-Steppungstechniken an den Sitzen, in den Türverkleidungen sowie am Sportlenkrad und am Sportschalthebel hervor. Das sichelförmige Insignia-Symbol ist sowohl in den Sitzen wie auch in den Fußmatten fein eingearbeitet. Aber auch äußerlich hat die Sport Edition was zu bieten: tiefergesetzte Front- und Heckstoßfänger, breitere Seitenschweller sowie 19- oder sogar 20-Zoll Leichtmetallräder.

„Indian Summer“ konzentriert sich dagegen auf das Innere, setzt aber hier in punkto Wertigkeit und Luxus Maßstäbe. Das cognacfarbene Premium-Nappaleder schmeichelt nicht nur dem Auge, hinzu kommen Cashmere-Ziernähte sowie eine kontrastierende Paspelierung rund um den Sitzbereich.

Platz und Raum bietet der Sports Tourer trotz dynamischer Auslegung genügend, wenn er sich auch nicht als Klassenbester behaupten kann. Dochsind die Lehnen umgelegt steigt das Ladeabteil von 540 auf 1.530 Liter, die Ladefläche ist nahezu eben und die zu überwindende Ladekante ist angenehm niedrig.

Mit Features wie der optionalen automatischen Schließhilfe für die Heckklappe oder der elektrisch fernbedienbaren Heckklappenbetätigung verwöhnt Opel zusätzlich. Zudem lässt sich bei letzterem die Öffnungshöhe programmieren um so auch bei evtl. niedrigen Deckenhöhen eine unschöne Beschädigung zu verhindern.

Mit dem Ladegut-Ordnungssystem FlexOrganizer beweisen die Rüsselsheimer ein weiteres Mal Ideenreichtum und Cleverness. Variabel konfigurierbare Netze und klappbare Trennelemente lassen sich auf zwei horizontal verlaufenden Schienen fixieren und sichern so das Ladegut auf einfache Art und Weise und sorgen so stets für Ordnung. Weitere zahlreiche Ablagemöglichkeiten finden wir u.a. in Fächern unter dem Ladeboden oder an der Seite und natürlich auch im Innenraum.

Ein neues Auto ohne Assistenzsysteme ist heute undenkbar, ABS und ESP gehören mittlerweile schon zum Standard. Opel bietet diese Hilfen selbstverständlich auch serienmäßig an ermöglicht dem Kunden des weiteren sein Fahrzeug um die optionale Bi-Xenon Scheinwerfertechnologie AFL+ oder aber auch das Frontkamerasystem Opel Eye mit einem Spurhaltewarnsystem und einer Verkehrsschild-Erkennung aufzurüsten.

Hier und heute interessiert uns jedoch viel mehr der serienmäßige adaptive 4×4-Allradantrieb der in Verbindung mit dem elektronisch geregelten FlexRide-Fahrwerk und einer elektrohydraulischen Lamellenkupplung zum Einsatz kommt.

Das Opel-Allradantriebssystem,bisher nur in Verbindung mit einem Benzin-Aggregat erhältlich, überzeugt nun auch in Kombination mit einem sparsamen Diesel. Damit dieser auch nicht unnötig mehr Sprit verbraucht, treibt das System bei normaler Fahrt nur die Vorderräder an. Sobald es aber ander nötigen Traktion mangelt wird sofort und für den Fahrer nicht spürbar der Allradmodus aktiviert.

Die Antriebskraft fließt dabei vom Vorderachsdifferenzial zu einer hydraulischen Haldex-
Mehrscheiben-Lamellenkupplung, die das Drehmoment bedarfsgerecht von null bis 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse verteilt. Die Verteilung zwischen den Hinterrädern wiederum erfolgt über eine hydraulische Lamellenkupplung, die gegebenenfalls bis zu 100 Prozent der ankommenden Leistung einer Seite zuteilt. Damit hat der Insignia 4×4 selbst dann noch Vortrieb, wenn sich drei Räder auf losem oder rutschigem Untergrund befinden und lediglich ein Hinterrad über Traktion verfügt.

Ohnehin passt sich das FlexRide-Fahrwerk auf stetig wechselnde Fahrbahnbeschaffenheiten an und ermöglicht dem Fahrer zudem, mittels verschiedener Modi die Fahrzeugeinstellungen manuell vorzunehmen. Ob Standard, Tour oder Sport … mit einem Tastendruck haben Sie Ihren gewünschten Modus ausgewählt und verfügen je nach Wahl über mehr Komfort oder eben eine direktere Lenkabstimmung, eine ansprechende Gaspedalbewegung oder straffere Feder-Dämpfer-Abstimmung. Zudem können Sie im Sport-Modus ganz individuell das Setup auf sich einstellen, optisch verändert sich außerdem die Instrumentenbeleuchtung.

Mit diesen Möglichkeiten und dem 4×4-Antrieb macht der Sports Tourer auch bei hohen Kurvengeschwindigkeiten mit einer sicheren und souveränen Straßenlage eine richtig gute Figur, nur die an sich angenehm straffe Lenkung ist etwas indirekt.

Für Kombikäufer ein durchaus interessanter und wichtiger Aspekt: das Fahren und Fahrverhalten bei Gespannfahrten. Wer seinen Opel Insignia Sports Tourer mit einer Anhängerkupplung ausrüstet, kann nicht nur bis zu 1.800 kg Last ziehen, sondern verfügt zugleich über die Anhänger-Stabilitätskontrolle Trailer Stability Assist, ein Feature,auf das man nur ungern wieder verzichten möchte.

Denn diese Hilfe unterbindet auftretende Pendelbewegungen oder gar ein Aufschaukeln des Hängers in Millisekunden und sorgt so für eine sichere Stabilisierung. Dies gelingt dem System u.a. durch dezente Bremseingriffe sowie durch gezielte Eingriffe in die Motorsteuerung.

Mit verschiedenen Anhängergrößen stellten Instruktoren das Können dieses Systems eindrucksvoll unter Beweis und haben uns von TSA absolut überzeugt. Ebenfalls gefallen hat uns die Tatsache, dass die doch eher unschöne Anhängerkupplung bei Nichtgebrauch einfach und schnell eingeklappt werden kann und optisch völlig verschwindet.

Die angebotene Motorenpalette ist mehr als umfangreich und nach der enormen Nachfrage bezüglich Allradantrieb in Verbindung mit dem bisherigen 2.0 Turbo-Benziner ist es nur nachvollziehbar, dass die Opelaner nun das adaptive 4×4-System auch in Kombination mit einem Dieselaggregat anbieten.

Dieser modifizierte Motor mit Common Rail-Direkteinspritzung und Partikelfilter bestückt, ist zwar am Start akustisch noch als Diesel erkennbar, im Fahrbetrieb dann jedoch angenehm leise. Das Aggregat leistet 118 kW / 160 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern zwischen 1.750 und 2.500 U/min, mit Overboost erhöht sich dieses sogar kurzzeitig auf 380 Nm.

Damit garantiert der Insignia Sports Tourer ausreichend Vortrieb und beschleunigt das Fahrzeug in 10,3 Sekunden (Schalter) bzw. 10,5 Sekunden (Automatik) auf Hundert, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 210 km/h / 208 km/h erreicht. Wer sich von der dynamischen Optik verführen lässt, muss dazu aber die Gänge ordentlich ausdrehen und auch häufiger mal schalten, und dazu könnte das Sechsgang-Schaltgetriebe gerne auf kürzeren Wegen geführt sein, was jedoch mehr stört ist der Hakler gegen Ende der eingelegten Gänge. Schön ist jedoch,dass sich der Insignia auch angenehm schaltfaul fahren lässt. Wer auf die Sechs-Stufen-Automatik ausweicht, reist noch eine Stufe komfortabler.

Über die erstmals 2009 vorgestellte „Clean Tech“-Technologie verfügt auch der 2.0 Turbodieselmotor und erhält somit den Zusatz „ecoFLEX“-Modell, was wiederum für die effizientesten und sparsamsten Modelle im Hause Opel steht.

Dies belegt der Insignia Sports Tourer Diesel auch mit seinen Verbrauchswerten, die liegen je nach Getriebewahl, ob Sechs-Gang-Handschalter oder –Automat bei runden sechs bzw. 6,8 Litern Diesel auf 100 Kilometer, was 159 bzw. 179 g/km CO2-Ausstoss mit sich bringt. Werte, die sich gerade in Verbindung mit einem Allradantrieb sehen lassen können und den Geldbeutel schonen. Eine Schaltpunktanzeige sowie ein Start-Stopp-System haben wir aber trotzdem vermisst.

Neben den zahlreichen Sicherheitsfeatures, zu denen u.a. Frontairbags, Seitenairbags vorn und Kopfairbags rundum, Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen, Gurtkraftbegrenzer und pyrotechnische Gurtschlossstraffer vorn, aktive Kopfstützen, Seitenaufprallschutz, Fußgängerschutz, auskuppelnde Sicherheitspedale, Kindersicherung in den hinteren Türen sowie die Systeme Antiblockiersystem ABS, elektronische Bremskraftverteilung und das elektronische Stabilitätsprogramm Plus zählen, dient auch der adaptive Allradantrieb, das FlexRide Fahrwerk und der Trailer Stability Assist der Sicherheit.

Den Insignia Sports Tourer 4×4 2.0 CDTi können Sie ab 34.675,- Euro ordern, während die Basisausstattung „Selection“ im Gegensatz zur Limousine hier nicht erhältlich ist, steigen Sie für diesen Preis gleich mit der nächsthöheren und gut bestückten „Edition“ ein. Des weiteren sind die Versionen Sport (+ 730,- Euro) und Innovation (+ 3.185,- Euro) erhältlich, die dann ab August um die erwähnten Designvarianten„Indian Summer“ und „Sport Edition“ erweitert werden.

Die Automatik schlägt mit 2.050,- Euro zu Buche und selbstverständlich sind auch hier die weiteren Möglichkeiten der Individualisierung sehr umfangreich.

Stand: Juli 2010; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ähnliche Beiträge

Kommentare

Keine Kommentare for “Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTi Ecotec 4×4”

Kommentar schreiben

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Archive

banner