// / Kia Optima Sportswagon GT

Autohersteller

Kia Optima Sportswagon GT

Die Kombiversion, genauso lang (4,86 Meter) und breit (1.86 Meter) wie die Limousine, teilt sich bis zur B-Säule auch deren Design, geht von da an aber völlig eigene Wege. Mit gerade mal fünf Millimeter nur unwesentlich höher, verleiht die markante und ansteigende Schulterlinie wie auch die sanft abfallende Dachlinie dem Kombi einen sehr agilen Auftritt, der in einem überraschend ausladenden Heck mündet. Alles andere als konservativ erinnert die Rückansicht des Sportkombi somit nicht unbedingt an die Limousine.

So sind nicht nur die horizontal verlaufenden LED-Rückleuchten deutlich größer, sie weichen auch in der Form ab und ziehen sich bis weit in die Seiten des Kia Optima Sportswagon.

In der neuen GT Line sowie der GT-Version schlägt auch die Kombivariante einen betont sportlichen Ton an, machen sich gerade die anderen Stoßfänger, vorn mit groß dimensionierten seitlichen Lufteinlässen und einem silberfarben abgesetzten Diffusor und integrierten ovalen Endrohren am Heck, richtig gut. Abgerundet wird der GT-Look in beiden Versionen von exklusiven 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, die rot lackierten Bremssättel stechen allerdings nur im Topmodell GT hervor.

Und auch im Cockpit sorgen die beiden GT-Ausstattungslinien für den sportlichen Flair, so ist der Dachhimmel in Schwarz gehalten, das an sich komfortbetonte Gestühl durch einen sportlicheren Sitz ausgewechselt und in schwarzes oder beim GT sogar wahlweise rotes Leder gehüllt. Die Farbe Rot taucht dann auch am unten abgeflachten Sportlenkrad in Form vonabgesetzten Nähten wieder auf.

Ansonsten ist uns das Interieur ganz von der Limousine her vertraut. Womit ich meinen Fokus direkt auf die Platzverhältnisse und den Gepäckraum verlagern möchte. Wechseln wir also zunächst auf die sehr bequeme Rücksitzbank … und hier hat der Optima Sportswagon einen weiteren Überraschungsmoment in petto.

Im D-Segment zuhause, entsprechen die Platzverhältnisse hier aber vielmehr einer Oberklasse-Limousine. Und so reisen wir im Fond selbst als Großgewachsener fürstlich mit sehr viel Beinraum und auf Wunsch auch auf beheizten Plätzen. Hier können die meisten Mitbewerber nicht mithalten.

Was den Kofferraum anbelangt, kann der Sportswagon diesen Vorteil zwar nicht weiter ausbauen und muss den ein oder anderen Kombi ziehen lassen, muss sich mit einem Fassungsvermögen von 553 Litern aber keinesfalls verstecken. Darüber hinaus kann das Ladeabteil dank der im Verhältnis 40:20:40 umklappbaren Rücksitze auf bis zu 1.686 Liter vergrößert werden.

Während die niedrige Ladekante stets alle Ausstattungslinien kennzeichnet, kann die Kombiversion des Optima abhängig von der gewählten Variante ein Schienen-Trennsystem aufweisen – mit dem sich der Gepäckraum flexibel anpassen lässt, und/oder hat ein Gepäckraumtrennnetz sowie eine mittels Gestensteuerung (=Fußbewegung) elektrisch öffnende Heckklappe an Bord.

Bevor wir uns den Motoren widmen, sei doch noch schnell ein Blick ins vordere Cockpit geworfen. Dieses, in der vierten Generation deutlichreifer, stimmiger und aufgeräumter, überzeugt nicht nur mit einer guten Verarbeitung oder einem modernen Materialmix, auch die Konnektivität überzeugt.

Als eines der ersten Kia-Modelle wird dieser Optima mit Android Auto und Apple CarPlay ausgestattet sein. Somit lässt sich zum Einen das eigene Smartphone auf einfachste Weise mit dem Fahrzeug connecten, Funktionen wie Navigieren über Google Maps, Freisprech-Telefonieren, Text- und Spracherkennung sowie das Streamen von Musik durch Google Play Music genutzt werden und das alles bequem per Sprachsteuerung.

Mit einer induktiven Ladestation hat Kia aber noch ein weiteres Schmankerl im Angebot. Das Smartphone einfach auf das Ladefeld gelegt und automatisch startet der Ladevorgang.

Die beiden Einstiegsvarianten mal außen vor gelassen, genügt auch ein einfacher Druck auf den Start-Knopf und die Motoren werden zum Leben erweckt. Auswählen kann der Interessent aktuell zwischen drei Motorisierungen, ab Sommer 2017 soll der derzeit in der Limousine eingeführte Plugin-Hybrid auch das Angebot beim Sportswagon erweitern.

Gut, nichts desto trotz ist gerade bei den deutschen Mitbewerbern die Auswahl an Motoren derart umfangreich, da sieht der Kia Optima Sportswagon zugegeben blass aus und gerade mit nur einem 141 PS starken 1,7-Liter-Turbodiesel im Portfolio, fehlt es im gewerblichen Bereich an nötiger Auswahl. So überspringe ich an dieser Stelle die beiden bereits aus der Limousine bekannten Antriebe (den Diesel und den 2,0-Liter-Turbobenziner mit 163 PS) und komme direkt zur neuen Topmotorisierung.

Der bis dato stärkstehierzulande angebotene Turbobenziner kommt in der GT-Version auf stolze 245 PS (180 kW) und beschleunigt den Kombi in souveränen 7,6 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer. Das maximale Drehmoment von 350 Nm steht bereits von unten heraus an (1.350 Nm) und garantiert einen durchzugsstarken Antritt. Der Vortrieb ist bis hin zum Erreichen der Höchstgeschwindigkeit von 232 Stundenkilometern ungebrochen.

Allerdings ist die daran gekoppelte Sechsstufen-Automatik mehr auf Komfort ausgelegt, hier hätten wir uns das für den Diesel optional erhältliche siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe (DCT) gewünscht.

Das neu entwickelte „Active Sound System“ sorgt allerdings für einen so großartigen Motorensound, dass wir gefühlt nicht nur schneller unterwegs sind, die akustische Untermalung lässt den Vierzylinder einfach wie einen ganz Großen dastehen.

Das ohnehin in der vierten Generation überarbeitete Fahrwerk wird beim 2.0 T-GDI durch ein um 10 Millimeter tiefergelegtes Sportfahrwerk ersetzt. Außerdem hat der Fahrer dort die Möglichkeit über eine neue adaptive Steuerung zwischen den Modi „Normal“ und „Sport“ zu wählen. Wenn die Zeichen beim GT zunächst auch alle auf „sportlich“ stehen, so zeichnet den Kia Optima Sportswagon auch hier eine komfortable Abstimmung aus.

Gleiches gilt für die neu konzipierte Servolenkung – diese kommt zwar auch beim 1.7 CRDi zum Einsatz, soll aber letztlich dem sportlichen Anspruch im GT gerecht werden. Hierfür und um bei der rasanten Kurvenhatz wirklich zu überzeugen, müsste aber sowohl die Rückmeldung als auch dieAbstimmung noch direkter sein.

Im direkten Vergleich mit der Nummer eins aus Wolfsburg müssen Sie sich also bei der Motorenauswahl einschränken, beim Fahrwerk Abstriche machen und beim Kofferraum auf den ein oder anderen Liter Stauraum verzichten, aber dann gibt es im Grunde keine Gründe mehr, die gegen einen Kia Optima Sportswagon und für einen Passat Variant sprechen.

Im Gegenteil: Mal den subjektiven Eindruck die Optik betreffend außer Acht gelassen, ist der koreanische Mittelklassekombi schon ab 25.990 Euro zu haben und trumpft dann bereits mit dem 7-Jahre-Kia-Qualitätsversprechen auf. Es beinhaltet neben der 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie, eine 7-Jahre-Kia-Mobilitätsgarantie und darüber hinaus das 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update.

Die Einstiegsvariante Edition 7 – kombinierbar mit dem 2.0 CVVL und für 28.290 Euro auch mit dem 1.7 CRDi – kann außerdem mit solch serienmäßigen Features wie einem Knieairbag, Seiten- und Vorhangairbags, einer Berganfahrhilfe, einer Gegenlenkunterstützung, einem Reifendruckkontrollsystem, einem Multifunktionslenkrad, einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung, der Kia-Kartennavigation inklusive 7-Zoll Bildschirm, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbaren Außenspiegeln, einer elektronischen Parkbremse, einer Geschwindigkeitsregelanlage inkl. –begrenzer, einer Klimaanlage, ja sogar einer Rückfahrkamera aufwarten.

Darauf bauen drei weitere Ausstattungslinien: Vision, Spirit und die GT Line auf, jeweils mit einer Lenkradheizung, Sitzheizung, einem Spurhalteassistenten inkl. korrigierendem Lenkeingriff, derVerkehrszeichenerkennung, optischen Extras und weiteren Annehmlichkeiten ausgestattet.

Das neue GT-Topmodell, ausschließlich an die stärkste Motorisierung gekoppelt und nicht mit der GT Line zu verwechseln, stellt auf den ersten Blick mit 41.790 Euro kein Schnäppchen dar, doch dann fällt auf, die serienmäßige Ausstattungsliste liest sich fast wie die eines Oberklasse-Fahrzeuges.

Die großartige Harman-Kardon Premium Anlage kennzeichnet übrigens auch die Variante Spirit und die GT Line, gleiches gilt für das 8-Zoll-Navigationssystem, Smart-Key inklusive Startknopf, das dynamische Kurvenlicht, die LED-Leuchten vorn und hinten oder den Fernlichtassistenten.

Unterschiedlich, aber stets preislich attraktiv zugeschnittene Ausstattungspakete stehen allen fünf Ausführungen zur Wahl. Im Falle des Topmodells kann für 1.990 Euro das Technik-Paket GT u.a. mit verschiedenen kamera- und radarbasierten Assistenzsystemen geordert werden. Weist das Paket neben einem Spurwechselassistent mit Blind Spot Detection (BSD), auch eine Rundumsichtkamera, den Querverkehrwarner (RCTA), die Verkehrszeichenerkennung (SLIF), die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage inklusive Frontkollisionswarner oder aber den autonomen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung auf. Nicht unter den Teppich kehren möchte ich außerdem die Sitzventilatoren vorn und den 8fach elektrisch verstellbaren Beifahrersitz.

Mit der neuen Kombivariante geht Kia jedoch nicht nur im Privatgeschäft einen wichtigen Schritt nach vorn, um auch dem Gewerbe- und Flottenkunden noch weitere Anreize zu bieten, haben dieKoreaner die beiden und speziell auf den gewerblichen Kunden abgestimmten Ausstattungslinien BUSINESS und BUSINESS SUPREME ins Leben gerufen, die wiederum ausschließlich in der Dieselmotorisierung zur Wahl stehen.

Stand: September 2016; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ähnliche Beiträge

Kommentare

Keine Kommentare for “Kia Optima Sportswagon GT”

Kommentar schreiben

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Archive

banner