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Hyundai ix20 1.4blue Style

Mit Variabilität und Geräumigkeit allein überzeugt ein Fahrzeug im B-/Van-Segment meist nicht mehr. Dessen sind sich auch die Koreaner bewusst und haben den Crossover ix20 zudem in eine ansprechende Hülle gepackt, mit einer vorbildlichen Qualitätsanmutung sowie einem auf europäische Bedürfnisse zugeschnittenen Fahrwerk versehen und bieten das Ganze dann auch noch zu einem durchaus attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis an. Vor allem die Top-Variante Style ist sehr umfangreich ausgestattet. Steigen Sie ein und überzeugen Sie sich mit uns vom guten Platzangebot, der hochwertigen Material-Anmutung und -Verarbeitung, der gelungenen Fahrwerksauslegung und dem agilen Motor – also zumindest solange Sie sich im städtischen Bereich bewegen.

Kommen wir zunächst auf das ausdrucksstarke Blechkleid des City-Vans zu sprechen. Kraftvoll und mit einer scharf gezeichneten Linienführung, strahlt Hyundai´s jüngster Sprössling bereits im Stand eine in diesem Segment unübliche Dynamik aus.

Wobei gerade der sechseckige Hexagonal-Kühlergrill mit ungewöhnlicher Wabenstruktur dem Fahrzeug ein eigenständiges und markantes Gesicht verleiht. Dieser Eindruck wird dank der großen, schwungvollen Scheinwerfer verstärkt und findet letztlich in der unteren Lichteinheit seinen Abschluss. Diese beinhaltet je nach Ausstattung das Tagfahr- und Abbiegelicht.

Und die Dynamik geht weiter, erstreckt sich über die markant ausgeformten Kotflügel, die abfallende Dachlinie und den Dachspoiler bis hin zum Heck, das mit einer gewissen Eigenwilligkeit durchaus bestechen kann, und auch hier ist diekompakt-sportliche Note nicht zu leugnen. Die groß und auffällig geformten Rückleuchten sorgen auch hier für einen unverwechselbaren Look.

Mit ordentlich Schwung geht es auch ins Innere, dabei überzeugt der ix20 nicht nur mit einem peppigen Ambiente. Kreativität beweisen die Verantwortlichen bis hin zum Blick auf die Lautsprecher, dessen Struktur vom Kühlergrill übernommen wurde.

An großflächigen Applikationen in Silber sowie schwarzem Klavierlackoptik mangelt es dem Crossover ebenso wenig, wie an einer optimalen Benutzerfreundlichkeit der großen und schön integrierten Bedienelemente, die sogar am Lenkrad beleuchtet sind. In der Topausstattung verfügt die große dynamisch gestaltete Instrumenteneinheit zudem über hochauflösende Supervision-Anzeigen. Die im gesamten Interieur verarbeiteten Materialien entsprechen einer sehr vorbildlichen Qualitätsanmutung.

Das schicke und gut in der Hand liegende Lenkrad lässt sich nicht nur in der Höhe verstellen, auch die Weite ist justierbar und lässt in Verbindung mit den vielfach verstellbaren Sitzen, die angenehm groß dimensioniert und gut ausgeformt sind, rasch eine optimale Sitzposition finden. Klassenüblich ist diese stets leicht erhöht und ermöglicht nicht nur einen bequemen Ein- und Ausstieg, sondern verbessert auch die Rundumsicht.

Aber auch die Passagiere die im Fond Platz nehmen, können sich nicht beschweren. Dank der um bis zu 13 Zentimeter längsverschiebbaren Rückbank können sie ganz individuell und je nach Bedarf den Insassen eine enorme Beinfreiheit ermöglichen oder aber das Stauvolumen flexibel vergrößern. Allein durchdas Vorschieben der Rücksitze lässt sich das Kofferraumvolumen von 440 Liter um bis zu 120 Liter erweitern. Selbst dann ist es aber noch 1,80 Meter großen Passagieren möglich dort zu sitzen.

Doch damit nicht genug, die im Verhältnis 60 zu 40 geteilt umklappbaren Lehnen lassen sich zudem variabel in der Neigung verstellen und bieten somit zusätzlichen Komfort. Klappen wir diese vollständig nach vorn, die Sitzfläche senkt sich automatisch mit ab, wächst der Laderaum auf bis zu 1.486 Liter an. Um dann einen ebenen Ladeboden zu erlangen, muss nun nur noch der Zwischenboden auf die obere Stufe angehoben werden. Stets macht die weit öffnende Heckklappe den Weg zum geräumigen Kofferraum frei, zahlreiche Verstaumöglichkeiten runden das üppige Ablagenangebot ab.

Der Hyundai ix20, für Familien konzipiert und für die Stadt gedacht, entspricht auch in punkto Fahrwerksabstimmung ganz dieser Ausrichtung. Für den Einsatz in der City angenehm straff und mit ausreichend Komfortreserven bestückt, meistert er auch stark beschädigte Straßen, nur Querfugen poltern ins Innere durch.

Geht es um die Wendigkeit, kann der ix20 mit 10,4 Meter Wendekreis und der angenehm leichtgängigen sowie präzisen Lenkung punkten. Diese ist elektrisch unterstützt und ermöglicht ein spielerisches Rangieren des Fahrzeuges.

Trotz seines hohen Fahrzeugaufbaus zeigt sich der ix20 auch bei flotter Kurvenfahrt mit überraschend geringen Seitenneigungen. Wenn er zweifelsohne dafür auch nicht gedacht ist, so verhält sich der City-Van doch gutmütig und bleibt dank spürbar eingreifendem Elektronischen Stabilitätsprogramm ESPsicher auf Kurs. Die damit verbundene Traktionskontrolle sorgt wiederum beim Anfahren – sowohl bei trockenen wie auch nassen Verhältnissen – für optimalen Fahrbahnkontakt.

Ebenso konnten wir uns im Rahmen unserer Testfahrt stets auf die Bremsanlage mit Scheibenbremsen rundum, vorne innenbelüftet verlassen. Das hilfreiche ABS-System mit elektronischer Bremskraftverteilung sowie der Bremsassistent hatten den ix20 stets sicher im Griff, bringt den Wagen aus Tempo 100 nach 37 Metern zum Stillstand. Für ein problemloses Anfahren an Steigungen sorgte wiederum die ebenfalls serienmäßige Berganfahrhilfe.
Das Motorenangebot des ix20 umfasst drei bekannte Aggregate, zu denen ein Diesel sowie zwei Benziner, darunter der von uns gefahrene Einstiegsmotor 1.4 zählt. Wer auf Sparsamkeit und Effizienz setzt, greift auf die 400,- Euro teurere blue-Variante inklusive Start-/Stop-Automatik, genannt ISG, zurück. Hiermit spart der Crossover weitere 0,4 Liter Sprit auf 100 Kilometer. Ob und in welcher Zeit sich der Aufpreis jedoch bezahlt macht, ist ganz von Ihrer persönlichen Fahrleistung abhängig.

Das Euro 5-Aggregat kann aber auch bei Verzicht des blue-Zusatzes mit einem Mixverbrauch von rund sechs Liter und einem CO2-Ausstoß von 140 g/km (zehn Gramm höher gegenüber der blue-Variante) überzeugen.

Der Vierzylinder mit 66 kW / 90 PS Leistung ist dabei nicht nur verbrauchsgünstig sondern auch ausreichend spritzig unterwegs, zumindest was die Fahrt in der Stadt anbelangt. Verlassen wir dieses Terrain, möchte der kleine Van mit seinem maximalen Drehmoment von 137 Newtonmeter bei 4.000 U/min durch einenhäufigeren Griff zum Fünfgang-Handschalter bei Laune gehalten werden und wirkt dann trotzdem teils etwas schwach. Dabei ertönt das im Alltag durchaus laufruhige Aggregat auch spürbar rauer und brummiger. Dass der angegebene Mixverbrauch dann auch nicht mehr zu halten ist, dürfte selbstverständlich sein.

In Anbetracht der gebotenen Leistung und dem Gewicht von 1.343 kg, das es zu tragen gilt, gehen die 12,9 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h ebenso in Ordnung wie die Höchstgeschwindigkeit von Tempo 167.

Ganz auf Klassen-Niveau liegt auch das neu entwickelte Fünfgang-Schaltgetriebe, das keinen nennenswerten Anlass zur Kritik liefert. Die serienmäßige Schaltpunktanzeige zeigt dem Fahrer dabei eine ökonomische Schaltempfehlung auf und unterstützt einen effizienten Fahrstil.

Ob groß oder klein, Hyundai setzt stets auf Sicherheit und legt auch die Karosserie des ix20 auf hohe Crashsicherheit aus und bestückt diese mit diversen Systemen, wie dem elektronischen Stabilitätsprogramm ESP, ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung, der Traktionskontrolle TCS, einem Bremsassistenten und der Berganfahrhilfe HAC.

Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags in den vorderen Sitzlehnen und Vorhangairbags sowie Dreipunkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen, vorne höhenverstellbar und mit Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer, aktive Kopfstützen und Isofix-Kindersitzbefestigung auf den äußeren hinteren Plätzen runden das serienmäßige Angebot ab.

Je nach Ausstattungsniveau ebenfalls im Lieferumfang inbegriffen oder aber optional erhältlich, ist das Reifendruckkontrollsystem TPMS.

DiePreisgestaltung des Hyundai ix20 beginnt bei 14.690,- Euro und erstreckt sich bis 22.420,- Euro. Die von uns gefahrene Topvariante Style ist erfreulicherweise – im Gegensatz zu einigen anderen Herstellern – auch mit dem Basismotor kombinierbar und verlangt dann dem Kunden 20.200,- Euro ab. Die noch effizientere „blue“-Variante ist wie schon erwähnt mit einem Aufpreis von 400,- Euro zu verbuchen, beinhaltet aber eigentlich nur die Start-Stop-Funktion.

Beim Blick auf die einzelnen Ausstattungen fällt auf, dass sowohl die Basis „Classic“ als auch die nächst höhere Variante „Comfort“ bereits in einem durchaus attraktiven Verhältnis zum Preis stehen und vorbildlich bestückt sind.

Ganz groß fährt letztlich dann jedoch der „Style“ auf. Ob es nun die elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegel, der automatisch abblendende Innenspiegel, die Park Distance, eine Klimaautomatik, elektrische Fensterheber rundum oder aber die Bedientasten am Lenkrad, die Bluetooth-Freisprecheinrichtung, das Smart Key System mit Start-Stop-Knopf, Nebelscheinwerfer, das Tagfahrlicht und Ledersitze inklusive Sitzheizung sind … das alles und noch so einiges mehr ist hier serienmäßig an Bord.

Abgesehen von den acht zur Wahl stehenden Metallic- oder Mineraleffekt-Lackierungen, lässt sich die Topausstattung des weiteren um eine Geschwindigkeitsregelanlage für 220,- Euro sowie einem Panorama-Glasdach für 1.100,- Euro ergänzen. Das 1.330,- Euro teure Navigationssystem ist in jedem Fall eine Empfehlung wert, da dieses nicht nur mit einem 6,5 Zoll großen Touchscreenmonitor aufwartet, sondern auch eine Rückfahrkameraumfasst.
Auf die Fünfjahres Garantie ohne Kilometerbegrenzung inklusive anfallender Inspektionen muss kein Kunde verzichten oder gar Aufpreis bezahlen, denn diese gehört bei Hyundai stets zum guten Ton.

Stand: Juni 2011; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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