// Fahrbericht / Hummer-mäßig!

Hummer

Hummer-mäßig!

Sie sind auf der Suche nach einem besonderen Geschenk, nach dem Erlebnis „Offroad-Abenteuer“ oder einfach nach der Möglichkeit einmal im Leben einen Hummer zu fahren?

Eble 4×4 und Roadpromoter machen all dies möglich. Ob Sie nun Ihren Mitmenschen oder sich selbst eine Freude machen möchten bleibt Ihnen überlassen, preislich beginnt das Vergnügen bei…109,- Euro für eine halbe Stunde Hummer H1 offroad fahren. Doch ehrlich gesagt, sollten Sie sich in jedem Fall mindestens eine Stunde gönnen, diese liegt bei 199,- Euro. Zudem dürfen Sie zwei Beifahrer mitnehmen, sollten diese allerdings auch selbst fahren wollen, müssten Sie das 349,- Euro teure 2-Stunden-Paket ordern, das für mehrere Personen bei wechselnden Fahrern/Mitfahrern gilt.

Auf den ersten Blick mag dies dem ein oder anderen vielleicht etwas kostspielig erscheinen, doch in Anbetracht der nötigen Instandsetzungen und der anfallenden Kosten für das Gelände, die Instruktoren, den Sprit sowie die Versicherung ist es ein durchaus fairer Preis. Außerdem sollten Sie daran denken, nur mit einem Fahrzeug das auch wirklich in einem Top-Zustand ist, können Sie auch sicher einen Geländeparcours meistern.

In Form von Gruppen-Events besteht außerdem dieMöglichkeit, aufbereitete Gama Goats, Rallye-Trucks und Hägglunds aus alten Militärbeständen offroad zu erfahren.

Dank gut gestreuter Event-Standorte stellt auch die Anreise kein Hindernis dar, sehen wir einmal von der in unserem Falle sehr mageren Ausschilderung direkt vor Ort (bei Ingolstadt) ab, und damit sind wir auch schon mitten drin im Hummer-Abenteuer, das wir für Sie einmal unter die Lupe genommen haben.

Die freundliche und sehr sympathische Crew, die uns vor Ort empfangen hat, ließ uns diese Kleinigkeit ohnehin schnell wieder vergessen.

Bevor es allerdings ab ins Gelände geht, unterschreiben wir noch schnell den Haftungsausschluss und sehen uns einmal die zwei zur Verfügung stehenden Fahrzeuge an. Dabei handelt es sich regelrecht um Ur-Hummer, so wie sie für den militärischen Einsatz geschaffen wurden. Mit Verzicht auf jeglichen Komfort, geht es im Inneren sehr spartanisch und trotz der gigantischen Abmessungen richtig eng zu.

Doch was braucht man mehr um eins mit der Natur zu werden und glauben Sie mir, dass werden Sie mit dem 4,68 langen, 2,19 Meter breiten, 2 Meter hohen und über 3,5 Tonnen schweren Hummer H1.

Je nach Motorwahl wird dieser von einem 170 PS starken 6,5 Liter Aggregat befeuert oder aber, wie von uns gefahren, von einem 6,2 Liter Triebwerk, das an sich „nur“130 PS leistet, aber dafür in der kleinsten Untersetzung fast tausend Newtonmeter parat hält. Die Nervosität steigt schon ein wenig, auch wenn unsereins aus zahlreichen Offroad-Kursen mit Defender und Co. nicht ganz unbeleckt ist.

Und dann ist es soweit, wir steigen ein, besser gesagt wir wuchten uns nach oben … und nehmen zunächst auf dem Beifahrersitz neben dem Instruktor Platz. Dieser erklärt uns bei einer sogenannten Einführungsrunde, wie man das unwegsame Gelände am besten meistert, zeigt uns Kniffe und vor allen Dingen den sicheren Umgang mit dem Fahrzeug.

Und dann steht endlich der Fahrerwechsel an, wir ziehen den Schalter und starten den Motor, der V8 blubbert laut los, das Adrenalin steigt. Nun nur noch das Automatikgetriebe auf D gestellt – im Gelände bietet eine Automatik ungeahnte Vorteile – und schon meistern wir die ersten kleinen Hürden. Die sehr kompetenten Instruktoren richten sich ganz nach dem Fahrer, nach seinem Können, seinem Mut, und steigern dementsprechend während der Fahrzeit den Schwierigkeitsgrad. Dabei vermitteln Sie einem ein stets sicheres und gutes Gefühl, selbst Ungeübte fühlen sich dank des „ruhigen Beistandes“ an ihrer Seite schnell eins mit dem Ungetüm und können den Ausritt voll genießen.

Wenn es dieses Jahr auch schon wahrlich viel geregnet hat,so lagen wir bei unserem Ausritt leider etwas auf dem Trockenen und mussten auf Wasserdurchfahrten und Schlammpassagen verzichten. Wirklich schade, da wir auch gerne diese Seite am Hummer erlebt hätten, schließlich macht ihm selbst eine Wassertiefe von 75 cm nichts aus. Denn das Wasser wäre einfach hineingelaufen und an den am Boden vorhandenen Löchern wieder ausgetreten, ja ein H1 lässt sich durch (fast) nichts aus der Ruhe bringen.

So kraxeln wir stattdessen trockenen Fußes, pardon Rades, die unterschiedlichsten Steigungen hinauf und überwinden absolut souverän Schräglagen und extreme Gefälle, nehmen es immer wieder gerne mit jeder noch so starken Steigung auf. Ohne Murren lässt sich dabei der H1 auch am Berg zum Stehen bringen und mit Standgas wieder anfahren, seine Kraftentfaltung ist dabei überwältigend. Wir ziehen uns also weiter hoch gen Himmel, kaum scheint dieser förmlich erreicht zu sein, geht es aber auch schon wieder schlagartig bergab – oft so, dass man überhaupt nicht sieht, wo man hin fahren wird. Und Dank der enormen Bodenfreiheit von über 40 cm gelingt dem H1 auch der Ritt über gigantische Kuppen absolut mühelos. Wir sind immer wieder fasziniert von dieser Souveränität, der unglaublichen Kraft bereits aus dem Stand heraus.

Nächste Sektion: Wir stehen im wahrsten Sinnedes Wortes vor einer Wand. Doch auch hier hangelt sich der H1 geradezu spielerisch nach oben, der im Gegensatz zu anderen Geländewagen fehlende Böschungswinkel macht es möglich, jetzt bloß nicht schwach werden, das Teil wird sich schon nicht überschlagen. Liegesitzposition bei aufrechter Lehne …

Ob tiefe Löcher, starke Spurrillen in denen sich nicht nur ein Hase sondern ein Wildschwein verstecken könnte oder gar Passagen, die das Fahrzeug zum wippen bringen, der Hummer fühlt sich überall zu hause. Dass der H1 dabei auch gerne mal ein oder zwei Beine hebt sieht von außen noch spektakulärer aus als man es innen verspürt. Und auch in Schräglage geht dem Ungetüm dank seiner großen Fahrzeugbreite so schnell nicht die Luft aus.

Wahrlich ein Hammer, dieser Hummer, sein uneingeschränktes Können und das ohne jegliche Assistenzsysteme begeistert selbst eingefleischte Offroad-Kenner. Letzten Endes sind die 60 Minuten aber leider viel zu schnell vorbei … und uns bleibt nur noch „Danke“ zu sagen.

Auch Danke dafür, dass Roadpromoter und die Firma Eble den legendären Hummer weiterleben lassen. Und dass sie das tun, da sind wir uns sicher! Und damit werden sie noch vielen, vielen Menschen eine große Freude machen – einmal Bagger fahren ist ein Dreck dagegen. Wir hatten auf jeden Fall vielSpaß und jetzt liegt es nur noch an Ihnen. Besuchen Sie den Eventshop unter www.eble4x4.de, wählen Sie Ihren gewünschten Gutschein aus und starten in Ihr ganz persönliches Hummer-mäßiges Abenteuer.

Stand: September 2010; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ähnliche Beiträge

Kommentare

Keine Kommentare for “Hummer-mäßig!”

Kommentar schreiben

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Archive

banner