// Fahrbericht / Die sportliche „3“ von Mazda

Mazda

Die sportliche „3“ von Mazda

Der Mazda3 ist seit seinem Verkaufsstart vor sechs Jahren der Bestseller des Hauses. Mit einem aufgefrischten und moderneren Design, neuem Interieur und noch so einigem mehr möchte der neue „3er“ die Erfolgsgeschichte fortsetzen. Das sollte kein Problem sein, denn so sportlich wie er rüber kommt, außen, innen und auch unterm Blech, kann er nur gefallen. Und alles passt zusammen, die Sitze geben den passenden Halt zum sportlichen Fahrwerk und die Lenkung vermittelt den guten Kontrakt zur Fahrbahn, der Motor schiebt mit seinen 105 PS gut an und die Bremsen holen den Kompakten wieder sicher auf Null. Und auch die 16.900,- Euro Einstiegspreis sind keine allzu große Hürde. Schwingen Sie sich rein und spurten Sie los …

Unverändert bleiben die beiden Karosserievarianten Fließ- und Stufenheck im Angebot, im Rahmen der Pressevorstellung haben wir uns den Fünftürer zur Brust genommen. Auf ihm liegt – zumindest bei uns in Deutschland – ganz klar der Focus, was aber eigentlich schade ist, denn Mazda bietet mit seiner Interpretation der Stufenheck-Variante eine wirklich gelungene und schöne Version an, was in diesem Segment allerdings eine Ausnahme darstellt.

Kommen wir zum neuen Fließheck. Mit dem großen Kühlergrill scheint er uns förmlich anzustrahlen, die weit nach hinten gezogenen Scheinwerfer schauen dazu passend drein.

Der dynamische Eindruck der Front wird durch die ansteigende Gürtellinie, den ausgearbeiteten Radläufen, der markanten Sicke am Schwellerbreich und der abfallenden Dachlinie weiter fortgeführt und findet letztendlich in der kraftvollen Heckpartie ihren Abschluss.

Auch hier präsentieren sich die Leuchten im neuen LED-Design und in breiterer Ausführung, da lässt der große Bruder Mazda6grüßen. Von seiner mächtigen Seite zeigt sich auch der neu gestaltete Stoßfänger mit angesetztem Diffusor.

Auch im Inneren zeigt sich der Mazda3 von seiner neuen und richtig schicken sowie sportlichen Seite. Das auf den Fahrer ausgerichtete Cockpit unterstreicht den sportlichen Charakter, die neue Bestuhlung bietet guten Seitenhalt, ist auch für große Fahrer ausreichend dimensioniert und mit der straffen Polsterung sehr angenehm.

Wir blicken auf das schwungvolle Interieur und entdecken das neue optionale Navigationssystem das sich in Form eines 4,1 Zoll großen Bildschirms neben dem Bordcomputer präsentiert. Ungewöhnlich: Das System wird ausschließlich über die Tasten im Lenkrad gesteuert. Dieses wirkt damit allerdings etwas überladen. Ansonsten sind die weiteren Bedienelemente in optimaler Reichweite und sehr übersichtlich platziert.

Die Materialanmutung und Verarbeitung gibt keinen Anlass zur Kritik und gefällt. Neben verschiedenen Plastikvarianten bringen vor allem die vielen silbernenApplikationen moderne Frische ins Cockpit. Hinzu kommt die sportlich-rote Beleuchtung, die auch in den zwei tiefen Röhren der Instrumenteneinheit zum Einsatz kommt.

Die Platzverhältnisse sind in Ordnung, vorne sogar mehr als ausreichend. Ein 1,80 Meter großer Passagier sitzt im Fond zwar noch angenehm, die Kopffreiheit ist auch noch recht üppig, aber dem Beinraum geht dann die Luft aus.

Im Kofferraum ist das weniger der Fall, die 340 Liter lassen sich durch einfaches Umlegen der Rücksitzlehnen schnell auf 1.360 Liter erweitern. Ein Fach unter dem Kofferraumboden bietet zusätzlichen Stauraum.

Wie schon die vorangegangene Generation setzt auch der neue Mazda3 auf Dynamik und Agilität – außen, innen und auch unterm Blech. Mit Modifizierungen z.B. an der Vorderachse und der elektro-hydraulischen Servolenkung kann das sportlich straffe Fahrwerk absolut überzeugen und vermittelt leicht untersteuernd stets ein sicheres Fahrgefühl, die elektronische Stabilitätskontrolle hat den Mazda3 jederzeit im Griff,lässt dem Fahrer aber die nötige Freiheit und vermittelt steten Fahrspaß. Der verging uns auch nicht auf schlecht ausgebauten Straßen, auch wenn der kompakte Japaner nicht alles wegfiltern konnte, gefällt uns die Abstimmung.

Die leichtgängige und direkt geführte Lenkung ermöglicht nicht nur ein spielerisches Handling sondern harmoniert wunderbar mit dem Gesamtcharakter des Fahrzeugs.

Einen nicht weniger soliden Eindruck vermittelt die hydraulische Bremsanlage mit Bremskraftverstärker und Bremsassistent, ABS inklusive elektronisch geregelter Bremskraftverteilung EBD und Scheibenbremsen rundum, die an der Vorderachse innenbelüftet sind.

Den Basismotor stellt der 1.6 MZR mit 77 kW / 105 PS dar und nimmt zugleich das Hauptvolumen des neuen Mazda3 ein. Mit dieser Leistung und 145 Nm maximalem Drehmoment bei 4.000 U/min wirkt er keineswegs überfordert und garantiert – wenn bei ausreichend Drehzahl gehalten – spritzigen Vortrieb. Und dabei fällt er nicht mal lautstark oder gar störend auf.

12,2Sekunden vergehen für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100, das geht ebenso in Ordnung wie die Höchstgeschwindigkeit von 184 km/h. Und schließlich haben es die Entwickler geschafft, den Verbrauch weiter zu reduzieren und ihm einen Mixverbrauch von 6,3 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer zu ermöglichen, dazu 149 g/km CO²-Ausstoß. Leider erfüllt das Aggregat derzeit aber nur die Euro 4 Norm.

Das auf angenehmen Wegen geführte Fünfgang-Schaltgetriebe lässt sich präzise und ohne Ruckler bedienen, ist gut auf die Motorcharakteristik abgestimmt.

ABS, Bremsassistent und die dynamische Stabilitätskontrolle DSC sind ebenso Serie wie die neue Notbrems-Warnblinkautomatik ESS (Emergency Stop Signal), die aktiven
Safety-Plus Kopfstützen vorn, Front-, Seiten- und Kopf-Airbags (letztere sind jetzt am oberen Teil der B-Säule untergebracht), neue Sitzgurte mit zweistufigem Gurtstraffer und
Gurtkraftbegrenzer, wegklappende Pedale und eine energieabsorbierende Lenksäule.

Wer möchte kann das Ganze noch optional umein adaptives Kurvenlicht inkl. Bi-Xenon-Scheinwerfer, einen Spurwechsel-Assistent und/oder Totwinkel-Assistent erweitern.

Dem 1.6 MZR Fünftürer stehen drei von insgesamt vier Ausstattungslinien zur Wahl, die schicke und noch dynamischere Sports-Line bleibt leider den größeren Motoren vorbehalten. Die Stufenheckversion muss sogar nur mit zwei Linien (Prime- und High-Line) auskommen, hier fehlt die mittlere Ausstattungsstufe Center-Line.

Doch zurück zur Fließheckvariante, die beginnt bei 16.900.- Euro, die nächsthöhere liegt bei 19.200,- Euro und für die High-Line-Variante verlangt Mazda 20.700,- Euro. Letztere bietet dann aber auch einen Licht- und Regensensor, Sitzheizung, eine akustische Einparkhilfe, die Klimaautomatik und den Spurwechsel-Assistent RVM (Rear View Monitorin).

Die Basisausstattung ist immerhin mit elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, einem vertikal und axial einstellbaren Lenkrad sowie dem MP3-kompatiblen CD-Spieler mit AUX-Anschluss bestückt. In dieser Ausstattung ist dieKlimaanlage jedoch nur gegen Aufpreis erhältlich.

Für die unterschiedlichen Varianten gibt es sehr zahlreiche Pakete und Optionen, so dass wir allen Interessierten hier nur einen Blick in die Aufpreisliste empfehlen.

Stand: Juni 2009, Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ähnliche Beiträge

Kommentare

Keine Kommentare for “Die sportliche „3“ von Mazda”

Kommentar schreiben

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Archive

banner