// Fahrbericht / Citroën C2 HDi 110 VTS

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Citroën C2 HDi 110 VTS

Citroën ordnet den C2 selbst unter dem Namen „Stadtsportwagen“ ein und trifft damit auch genau ins Schwarze. Obwohl die von uns gefahrene Variante VTS wird mit dem 80 kW starken 1,6 Liter Diesel nicht nur richtig spritzig und schnell für die Stadt, das reicht auch locker, um auf kurvenreichen Landsträßchen so manch stärkerem Fahrzeug das Heck zu zeigen. Hier wie dort lässt er sich mühelos dirigieren, liegt gut auf dem Asphalt – was sich aber bei schlechten Straßen und Querrillen schnell mal ändert – und kann mit niedrigem Verbrauch und vorbildlichem CO2-Ausstoß auch in Sachen Umwelt glänzen. Strahlen kann sein Fahrer, wenn er sich auf die tollen Sportsitze niederlässt …

Knuffig, knackig und sportlich, das war der C2 schon immer, und daran hat sich nichts geändert. Auch wenn das Facelift sehr dezent ausgefallen ist, besonders durch die von uns gefahrene VTS-Variante ist es in jedem Fall berichtenswert.

Der Stoßfänger sowie der Kühlergrill präsentieren sich im neuen Look. Beim VTS ist der Frontspoiler zudem größer, mit Zusatzlippe und schick integrierten Nebellampen bestückt und mit einem ausgeprägten Seitenschweller kombiniert. Drei offene Lamellen im Kühlergrill sind mit einem breiten Chromrand umgeben.

Dass die Räder größer und breiter ausfallen und damit die Radhäuser besser ausfüllen, sorgt natürlich für ein kraftvolleres Auftreten des kleinen Franzosen. Das gilt auch fürs Heck, wo ein Dachkantenspoiler für den sportlichen Touch sorgt. Darauf, dass auch die Motorleistung unseres Kleinen etwas größer ausfällt, weist zusätzlich ein dickes Auspuffrohr hin.

Im Innenraum des C2 halten sich die Veränderungen auch im Rahmen, Neues kommt vor allem durch die Ausstattungsvariante VTS zum Tragen. In sportliches Schwarz gehüllt, fallen vor allem die silbernen Ringe um die Luftaustrittsöffnungen, die Chromtürgriffe und die Alupedaleauf.

Für den richtigen Chic sorgt dann der schwarze Klavierlack an den Griffleisten der Türen, von dem wir gerne auch an den Armaturen oder der Mittelkonsole mehr gesehen hätten. Und wir hätten uns das Lenkrad gerne etwas kleiner gewünscht, vor allen Dingen der Pralltopf wirkt nach wie vor riesig.

Als Absolutes Highlight sind auf jeden Fall die tollen Sportsitze zu bezeichnen, die keinen Zweifel am sportlichen Anspruch des C2 aufkommen lassen. Sie sind nicht nur knackig straff gepolstert und packen den Fahrer richtig eng ein, sie machen auch optisch mit den äußeren Lederbahnen was her – dieser Anzug sitzt in jedem Fall perfekt.

Unangenehme Enge kommt in der ersten Reihe selbst für großgewachsene Menschen nicht auf und sogar in Reihe zwei sitzt man bis 1,80 Meter ebenfalls noch gut. Beim Ein- und Ausstieg wird es hinten allerdings etwas eng. Außerdem merkt sich der Sitz nur dann die ursprüngliche Stellung, wenn erst die Lehne zurückgeklappt und dann der Sitz nach hinten gefahren wird.

Der kleine Franzose hat eine ganz schön große Klappe, also hinten … Und um die doch recht hohe Ladekante beim Be- und Entladen besser überwinden zu können, ist die Heckklappe beim C2zweigeteilt. Die obere Glashälfte schwingt nach oben, der untere Teil klappt runter und kann dann bis zu 100 kg tragen.

Dahinter besteht im Ladeabteil(chen) die Möglichkeit bis zu 166 Liter unter zu bringen. Für größere Einkaufskisten wird es da schnell eng, und so freut man sich über die Verschiebemöglichkeit der Rücksitze um zehn Zentimeter. Oder man legt einen oder beide hinteren Einzelsitze einfach um und schafft so bis zu 879 Liter Stauraum. Allerdings müssen dazu die Vordersitze weit vorgefahren werden, so weit, dass größere Fahrer nur noch schwer ausreichend Platz hinter dem Lenkrad finden.

VTS steht für Dynamik und Sportlichkeit. Darum wurde diese Variante gegenüber der Basisversion mit steiferen Federn, stärker dimensionierten Querstabilisatoren und geänderten Dämpferkennlinien versehen. So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass der Komfort etwas in den Hintergrund rückt.

Generell haben Fahrzeuge mit kurzem Radstand so ihre Mühe mit Querrillen, da macht auch der C2 keine Ausnahme. Auf schlechten Straßen beginnt er sich zu schütteln und auch bei hohem Tempo auf der Autobahn, wenn die recht wellig ausgefallen ist, ist es mit der ansonsten ruhigenStraßenlage vorbei.

Abgesehen davon ist der kleine Flitzer gut und sicher auf der Straße zu fahren. Richtig Spaß macht er vor allen Dingen in engen, schnellen Kurven, hier schiebt er nur dezent über die Vorderräder, zeigt so manchem Großen das Heck und flitzt wie ein Wiesel davon, oder z.B. auch um die Pylonen unseres Slalomtests, selbst bei Nässe gelingt ihm das mühelos. Das ESP hat das Fahrzeug jederzeit im Griff ohne störend zu wirken, mit deaktivierter Stabilitätskontrolle ist er aber für unseren Geschmack noch eine Spur flüssiger zu fahren. Die 195er Breitreifen im 16 Zoll Format machen sich nicht nur optisch gut.

Die schön straffe und direkte Lenkung tut ein übriges dazu und gibt exakte Rückmeldungen von der Straße an den Fahrer. Bei niedrigeren Geschwindigkeiten ist sie wiederum angenehm leichtgängig und ermöglicht ein optimales Manövrieren.

Keine Blöße gab sich schließlich auch die Bremsanlage, sie legt sich mit Scheibenbremsen rundum (vorn innenbelüftet) und ABS gut ins Zeug, ohne viel Rubbeln und Quietschen kommt der C2 VTS nach 39 Metern aus Tempo 100 zum Stillstand. Zudem ist die Bremse im alltäglichen Verkehr leicht zu dosieren und reagiertschnell.

Der 1,6 Liter Diesel mit 80 kW / 109 PS und serienmäßigem FAP-Russpartikelfilter ist richtig schön spritzig und stellt dank Overboost ein maximales Drehmoment von 260 Nm ab 1.750 U/min bereit (ansonsten 240 Nm). So hängt der Kleine schön am Gas und beschleunigt in 9,4 Sekunden auf Tempo 100 hoch, und weiter bis zu seiner Topspeed von 193 km/h stürmt er ebenfalls locker und leicht. Dabei und immer wenn gefordert wird brummt er kernig-charmant vor sich hin.

Mit vier in Reihe verbauten Zylindern und 16 Ventiltechnik ist der Common-Rail-Diesel ein feines Kraftpaket, das mit dem nur rund 1,2 Tonnen schweren C2 keine Mühe hat, selbst im fünften Gang braucht er nur 10,8 Sekunden für den Zwischensprint von 80 auf 120 km/h.

Und bei all dem Temperament zeigt er sich mit einem Mixverbrauch von gerade mal 4,3 Litern Diesel auf 100 km (ermittelt auf unserer Normstrecke) erfreulich sparsam, reine Überlandfahrten meistert er sogar mit 3,7 Litern. Und eine vorbildlichen CO2-Ausstoß von 119 g/km hat er auch noch. Was will man mehr?!

Na, vielleicht noch etwas kürzere Schaltwege, das würde eindeutig besser zum sportlichen Charakter passen, ansonsten ist die Schaltung gut geführt unddie Abstimmung harmoniert mit dem Motor. Und vor allem haben wir nicht, wie so oft, den sechsten Gang vermisst.

Was bringt der Kleine alles an Features in Sachen Sicherheit mit? Nun, da wären zum einen Fahrer- und Beifahrer- sowie Seitenairbags vorn, Kopfairbags für vorne und hinten, ESP mit Antriebsschlupfregelung, höhenverstellbare Dreipunktgurte mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern in Reihe eins und auf den hinteren Sitzplätzen finden wir zwei feste Dreipunktgurte sowie Isofix-Kindersitzbefestigungen vor.

Des weiteren wäre der Seitenaufprallschutz, das automatische Abschalten des Motors bei einer Airbagsauslösung und die Aktivierung der Warnblinkanlage bei starkem Bremsen oder nach einem Aufprall zu erwähnen. Das ist doch gar nicht mal schlecht für einen Kleinwagen.

Ebenfalls sehen lassen, kann sich die Ausstattungsliste des C2 HDi 110 FAP VTS für 19.090,- Euro. Denn hier ist mit der Klimaautomatik, dem höhen- und weitenverstellbaren Lederlenkrad, den el. einstellbaren Außenspiegel, der Zentralverriegelung, den el. Fensterhebern, den super Sportsitzen, ESP und ASR, Alufelgen, Licht- und Regensensor, der Colorverglasung und dem Radio mit CD-Player sowie sechsLautsprechern schon so einiges drin.

Optional hätten wir dann nur noch die Park-Control für 211,- Euro, die Bluetooth-Freisprecheinrichtung für 290,- Euro oder das GSP-Navigationssystem mit 4,3 Zoll Bildschirm für 219,- Euro im Angebot.

Stand: Januar 2009, Fotos: Redaktionsbüro Lind

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