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Aufgepasst, hier kommt der Citroën DS3!

DS !? Da war doch mal was … Richtig, bereits zwischen 1955 und 1975 gab es im Hause Citroën einen DS und zwar die legendere Göttin, eine anmutige Luxuslimousine. Die heutige DS-Philosophie hat mit damals jedoch so gar nichts mehr zu tun, sondern viel mehr mit exklusivem Design, purer Dynamik und zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten. So empfangen Sie ggf. nicht nur echte Sportsitze mit bester Ausformung, auch das Fahrwerk ist sportlich straff ohne unnötige Härte, die Lenkung knackig und auf Wunsch machen auch die Motoren den sportlichen Ambitionen des DS3 alle Ehre. Das Cockpit aus dem C3 wirkt hier völlig anders, was dort zu weit unten, ist hier absolut in der richtigen Höhe. Angenehm weit unten starten auch die Preise …

Retro-Look, eine Richtung die mittlerweile zahlreiche Hersteller verfolgen und dies auch teils mit sehr großem Erfolg, wie BMW mit dem MINI, Fiat mit dem 500 und Alfa Romeo mit dem MiTo bewiesen haben. Gerade dem MINI und dem MiTo möchte Citroën aber jetzt mit dem DS3 und dem „Anti-Retro-Look“ Paroli bieten.

Die Basis findet der DS3 im C3, doch schnell wird klar, hier liegt der Unterschied nicht nur in der Anzahl der Türen. Mit reichlich Extravaganz, Sportlichkeit und Individualität wirkt der DS3 trotz einiger übernommener Attribute völlig eigenständig und 100% anders.

Zu den optischen Hinguckern gehört die in der seitlichen Fensterlinie innerhalb der B-Säule auftauchende Haifischflosse, das schwebende Dach, das senkrecht verlaufende LED-Tagfahrlicht integriert in den Lufteinlässen an der Bugschürze, die Scheinwerfer vorn sowie am Heck und das exklusive DS-Logo.

Wenn wir bisher auch großer Fan des Retro-Looks waren, so müssen wir zugeben, Anti-Retrogefällt uns mindestens genauso gut, wenn nicht noch viel besser! Wie die als Rammschutzleiste fungierende breite Chromapplikation an den Türen. Am Heck sorgt ein mächtiger Diffusor für den letzten Schuss Sportlichkeit, den Doppelrohrauspuff auf der rechten Seite würden wir gerne gegen zwei dicke Rohre jeweils links und rechts tauschen – aber wir haben ja immer was.

Und jetzt ist Ihr Geschmack gefragt! Sie können den DS3 in den unterschiedlichsten Varianten konfigurieren, aus unzähligen Farbkombinationen wählen, die nicht nur die Karosserie, sondern auch das Dach, die Außenspiegelschalen sowie die Räder betreffen. Spezielle Dachaufkleber mit vier verschiedenen Motiven stehen ebenso zur Wahl.

Die Individualisierungsmöglichkeiten sind jedoch noch lange nicht ausgeschöpft und finden im Interieur ihren Fortgang. Verschiedenste Farb- und Materialkombinationen für Sitze, Armaturenbrettblende oder Schalthebelknauf machen Ihren DS3 zu etwas ganz besonderem. Bis hin zum Zündschlüssel bekennt Citroën Farbe! Denn dieser ist mit einer Plakette versehen, die in der Farbe des Fahrzeugs lackiert ist.

Schauen Sie doch einfach gleich mal – also nachdem Sie unseren Artikel gelesen haben – auf www.ds3.citroen.com/de vorbei und konfigurieren Sie sich ganz nach Lust und Laune Ihren persönlichen DS3 und entdecken Sie die ganze Vielfalt dieses Fahrzeugs.

Doch zurück zu unserem Test. Wenn uns auch die großen Fensterflächen und gerade die tolle Visio-Frontscheibe beim C3 unglaublich gut gefallen haben, so gefällt uns beim DS3 der – nennen wir es mal – Anti-Visio-Look. Die Frontscheibe ist hier weit heruntergezogen und wirkt dank schwarzem Dachhimmel unglaublich sportlich.

Hierzu packt man noch ein tiefsitzendes knackiges Gestühl und fertig ist der perfekteRennanzug. Je nach Ausstattungsvariante sind die Sitze mit gutem bis hin zu perfektem Seitenhalt bei den Sportsitzen bestückt.

Das uns im Fond keine üppigen Platzverhältnisse erwarten, ist ebenso klar, wie der etwas enge Einstieg nach hinten. Trotzdem ist es auch für 1,80 Meter-Insassen möglich und stellt auf Kurzstrecken kein Problem dar, erfreulicherweise merken sich die Sitze ihre ursprüngliche Stellung. Doch wenn wir ehrlich sind, wollen wir einfach so schnell wie möglich wieder hinters Steuer.

Von hier aus blicken wir auf das vollständig vom C3 übernommene Interieur, dass durch die wesentlich niedrigere Sitzposition und das knackigere Cockpit jedoch völlig anders wirkt. Sogar die beim C3 noch teils als weit unten platzierte und bemängelte Bedieneinheit rückt nun in optimale Reichweite. Die Ausführung einiger Schalter könnte aber gerne größer sein, feine Chromakzente sorgen wiederum für den gewissen Schick. Das es sich hier um einen sportlichen Zeitgenossen handelt, verraten bereits die bei Aktivierung der Zündung hochschnellenden Zeiger der Instrumenteneinheit.

Was bereits im C3 für Begeisterung sorgte, darf in diesem Fahrzeug natürlich nicht fehlen, das knackige, dicke, unten abgeflachte Lederlenkrad, das abgesehen von der Basisvariante mit schickem Aludekor versehen ist. Aluminium wurde zudem an der Pedalerie und an der Mittelkonsole verarbeitet.

Auch im Bereich Kofferraum profitiert der DS3 von der übernommenen Plattform und kann für einen Sportler mit 285 Liter ordentlich Stauraum bieten und lässt seine Mitbewerber mit mehr als 100 Liter weit hinter sich. Mit den einfach und schnell umklappbaren Rücksitzen lässt sich sogar noch mehr einladen, aber auch hier muss alles über ein recht hohe Ladekante.

Das Fahrwerk des DS3wurde wahrlich gepimpt und der Fokus wurde ganz klar auf Sportlichkeit gesetzt. Knackig straff lässt er sich wieselflink um noch so enge Kehren jagen, er macht einfach Laune. Wer einen DS3 ordert, der stört sich auch nicht über die teils in den Innenraum durchdringenden Querrillen und Schlaglöcher – er ist eben ein Sportler.

Nicht übertrieben streng, aber angenehm straff und wunderbar exakt ist auch die überarbeitete Lenkung ausgelegt, die dank elektrischer Servolenkung dennoch ein leichtes Manövrieren in engen Parklücken ermöglicht.

Die Bremsanlage vermittelt einen ebenso zuverlässigen und sicheren Eindruck. Das Bremspedal reagiert auf leichten Tritt, ist angenehm zu dosieren und hält den Flitzer auch bei Vollbremsungen aus hohem Tempo sicher in der Spur.

Zwei HDi-Turbodiesel und drei Benzinmotoren hat Citroën im Portfolio und stellt somit für jeden Geschmack das passende Aggregat zur Verfügung.

Während selbst die Einsteiger für ein spritziges Fahrgefühl sorgen, war es nur der VTi 120 der etwas enttäuschte. Obwohl er mit 120 PS an sich ausreichend bestückt ist und den Sprint von Null auf 100 km/h in 9,9 Sekunden schafft sowie Tempo 190 erreicht, fehlt es ihm ein wenig an Drehmoment, seine 160 Nm stehen erst bei 4.250 U/min zur Verfügung, um flott zu sein braucht er unbedingt hohe Drehzahlen.

Damit hat der HDi 110 FAP und vor allen Dingen der THP 150 keine Probleme. Gerade Letzterer stellt mit 115 kW / 156 PS das Sahnestück dar. Das maximale Drehmoment von 240 Newtonmeter steht bereits von unten heraus ab 1.400 Touren parat und der Motor dreht willig hoch – Spaß ist also garantiert. 8,1 Sekunden für den Spurt aus dem Stand bis auf Tempo 100 sowie die Topspeed von 214 km/h bestätigen diesen Eindruck, doch es sind gerade dieZwischensprints die einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Eine auf 1.000 Einheiten limitierte Racing-Variante wird dem Ganzen mit 200 Power-PS noch eins draufsetzen und als solcher auch im Renngeschehen für Wirbel sorgen. Ein Thema das im Rennsport nicht zur Debatte steht, Ihnen aber mit Sicherheit wichtig ist, Verbrauch und CO2-Ausstoß.

Die Benziner pendeln sich zwischen 5,8 und 7,0 Litern ein, bei den CO2-Emissionen liegen sie zwischen 134 und 160 g. Doch gerade beim THP 150, der mit möglichen 6,7 Liter Mixverbrauch und 155 g/km CO2-Ausstoß angegeben ist, treibt eine flotte Fahrweise den Verbrauch schnell um locker drei Liter in die Höhe.

Wer wirklich sparen möchte, sollte auf den HDi 90 FAP 99g zurückgreifen. Wie die Bezeichnung bereits verrät, kommt er dank speziell abgestimmtem Fünfgang-Schaltgetriebe und Leichtlaufreifen auf 99 g CO2 Ausstoß und das bei einem Mixverbrauch von 3,8 Liter.

Der „normale“ HDi 90 gönnt sich 4,0 Liter und 104 g CO2. Der Topdiesel ist mit 4,5 Liter und 118 g/km CO2-Emissionen ebenfalls sparsam und dafür noch spaßiger.

Leider sind nur die starken Motorisierungen mit einem Sechsgang-Getriebe versehen, dennoch ist auch der Fünfgang-Handschalter angenehm knackig, auf kurzen Wegen geführt und ohne störende Hakler. Für den 120 VTi ist außerdem ein 4-Stufen-Automat erhältlich, eine Wahlmöglichkeit die wir in solch einem Fahrzeug definitiv nicht in Anspruch nehmen würden. Dagegen stellt das noch in diesem Jahr folgende Start-Stopp-System eine interessante Option dar.

Der Citroën DS3 ist serienmäßig mit den Fahrhilfen ESP, ABS, elektronischer Bremskraftverteilung und Notbremsassistent versehen und ebenso mit Fahrer- und Beifahrer- sowie Seiten- und Kopfairbags bestückt. Außerdem im Preisinbegriffen, Dreipunktsicherheitsgurte rundum, wobei vorn inkl. pyrotechnischen Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzer, Isofix-Befestigungen im Fond und Einklemmschutz für das Fahrerfenster.

Die schicke Extravaganz und knackige Sportlichkeit lässt sich Citroën wider Erwarten nicht mit Tausenden Euro Mehrpreis bezahlen, sondern orientiert sich sehr an der Basis. Der Einstiegsbenziner „Chic“ unterbietet mit 15.200,- Euro sogar den C3.

Die weiteren Motorvarianten VTi 120 und HDi 90 FAP präsentieren sich in der Version „SoChic“ zwischen 17.500,- Euro und 18.400,- Euro. Das stärkere Diesel-Aggregat HDi 110 FAP und die Topmotorisierung THP 150 sind in der Version SportChic für 20.700,- und 19.800,- Euro zu haben.

Somit bietet Citroën den DS3 in allen Kombinationen zu attraktiven Preisen und mit umfassender Serienausstattung an.

Bereits die „Chic“-Ausstattung ist mit ESP, elektrischen Fensterhebern vorn, Bordcomputer, elektrischen Außenspiegeln, Gangwechselanzeige, Geschwindigkeitsregler und –begrenzer, abgeflachtem Sport-Lederlenkrad, Nebelscheinwerfern, einem MP3-Radio und einer Zentralverriegelung inkl. Fernbedienung bestückt.

Außerdem mit einer Klimaanlage, einem Innenraum-Parfümspender, 16-Zoll-Alus, einer Zweifarb-Lackierung, dem LED-Tagfahrlicht, Aluminium-Einsätzen im Lenkrad und Seitenscheiben hinten inkl. Heckscheibe dunkel getönt versehen ist die „SoChic“-Version.

Absolut on top ist die „SportChic“-Variante mit einer Klimaautomatik, dem HiFi-System, Alu-Pedale, Sportsitze mit Alcantara-Stoff-Polsterung und Karbon-Optik-Dekoreinsätzen, höhenverstellbarem Beifahrersitz, Dachspoiler inkl. dritter Bremsleuchte, HiFi-System inkl. USB-Box und Bluetooth-Freisprecheinrichtung, 17“-Leichtmetallfelgen glanzgedreht schwarzund einer Pedalerie mit Aluminium-Applikation.

Die Freude auf kommende DS-Varianten, wie den DS4 im Frühjahr 2011 und DS5 Ende 2011 ist in jedem Fall mit dem DS3 geweckt und mit großer Spannung zu erwarten.

Stand: März 2010, Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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