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1+2 = Das smarte Türkonzept des Hyundai Veloster.

Im Segment der Kompakt-Sportler bzw. -Coupés ist der Veloster wahrlich nicht allein unterwegs, doch mit seinem innovativen Drei-Türer-Konzept hebt sich der Koreaner auf pfiffige Art und Weise von den Anderen ab. Dabei steht die zusätzliche Tür nicht nur im Fokus die Flexibilität zu steigern, sondern viel mehr das Image der Marke. Dies gelingt den Koreanern mit dem Veloster zweifelsohne. Mit unverwechselbarem und dynamischen Look, einem ansprechenden Cockpit sowie dem attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis kann das Lifestyle-Fahrzeug absolut punkten. Während wir die Schwächen die der ansonsten üppige Kofferraum birgt durchaus verschmerzen können, fehlt es uns persönlich jedoch an agilem Fahrverhalten und durchzugsstarken Motoren. Hier soll aber schon in naher Zukunft Abhilfe geschaffen werden.

1, 2 oder 3? Der Hyundai Veloster ist dabei. Während wir auf der Fahrerseite für selbigen eine Türe vorfinden, stehen auf der Beifahrerseite zwei Einstiegsmöglichkeiten bereit, die sich jeweils in Fahrtrichtung öffnen lassen.

Wir müssen zugeben, auch wir mussten schon zweimal hinsehen um die dritte Tür zu entdecken, so geschickt haben die Designer diese ins Fahrzeug integriert. Wenn auch bei genauem hinsehen zu erkennen ist, dass die Seitenpartien nicht identisch sind und die B-Säule auf der Beifahrerseite weiter nach vorn gerutscht ist, so wirkt die Optik dennoch harmonisch und ausgewogen.

Die Seitenansicht steht für Sport- und Sinnlichkeit durch und durch. Das auf den schwarz lackierten A- Säulen aufliegende Dach fällt stark nach hinten ab und mündet in einem ebenfalls in schwarz gehaltenen Dachspoiler.Die sehr kraftvoll ausgeprägten Radläufe, die markanten Sicken sowie der lange Radstand und die kurzen Fahrzeugüberhänge sorgen für einen dynamischen Stand.

Richtig gut machen sich zudem die schicken Leichtmetallfelgen im 17- oder 18-Zoll-Format, die je nach Ausstattung über farbige Einsätze der gewählten Außenlackierung verfügen.

Doch die Hyundai Formensprache „Fluidic Sculpture“ prägt nicht nur die coupéähnliche Seitenlinie, auch Front und Heck strahlen bereits im Stand Bewegung und Kraft aus. Wobei gerade der Abschluss, sich als absolute Schokoladenseite entpuppt.

Der bullige Stoßfänger weist eine schwarze diffusorähnliche Fläche auf, aus der die mittig positionierte Auspuffanlage mit zwei großen viereckigen Endrohren hervorsticht. Die knackigen Rückleuchten sind dabei weit oben angebracht und in tiefe markante Einbuchtungen gefasst.

Um die ausdrucksstarke Heckansicht vor unschönen Parkremplern zu schützen, bestückt Hyundai den Veloster serienmäßig mit einem Rückfahrwarnsystem.

Bei all der Schwärmerei des Hecks wollen wir selbstverständlich auch die Front nicht zu kurz kommen lassen. Der markentypische Hexagonalgrill und die große schwarze Kühlluftöffnung im unteren Teil sind umrahmt von schnittigen weit in die Seitenansicht gezogenen Frontscheinwerfer sowie markanten seitlich nach unten verlaufenden Sicken.

Wagen wir einen Blick ins Innere. Nur zu oft, hält der Innenraum nicht das was das Äußere verspricht, nicht so beim Veloster.

Wenn auch „farblos“, so aber keinesfalls fad (=langweilig), kommt in diesem kompakten Sportler regelrecht Cockpitatmosphäre auf. Wenn wir uns auch gut vorstellen könnten, dass farbig abgesetzte Sitzbahnenbzw. Türeinlagen sich durchaus machen würden.

Gerade in Verbindung mit den schicken silberfarbenen Applikationen die Hyundai sowohl an den Türen, dem Multifunktions-Lederlenkrad, den Lüftungsdüsen sowie der Mittelkonsole angebracht hat.

Die schwungvolle Gestaltung der Armaturen zieht sich ohne Unterbrechung bis in die Türen, was für eine harmonische Wohlfühlatmosphäre sorgt. Gleiches gilt für das sportlich gestaltete und angenehm geformte Gestühl, das am oberen Lehnenbereich von einem „Veloster“-Schriftzug geprägt ist.

Von hier aus blicken wir auf zwei große Rundinstrumente gefasst in tiefe Röhren und die funktional gestaltete Mittelkonsole. Nur der je nach Ausstattungsniveau serienmäßige oder aufpreispflichtige Engine Start-/Stopp-Knopf oberhalb der Schaltkulisse, ist zunächst ungewöhnlich platziert. Unterstreicht nach einer kurzen Eingewöhnung jedoch den sportlichen Charakter. Ebenso die in der Topvariante serienmäßigen Pedale mit Aluminiumaufsätze, der glänzend schwarz lackierten Mittelkonsole sowie den Ledersitzen, die sich vorne zudem beheizen lassen.

Während die Platzverhältnisse auf dem Fahrer- sowie Beifahrersitz durchaus beachtlich sind, geht es im Fond coupétypisch etwas enger zu. Wenn auch vom Beinraum her gesehen problemlos zwei 1.80 Meter große Insassen hintereinander sitzen können, so fehlt es einfach an der nötigen Kopffreiheit. Über knackig geformte Einzelsitze dürfen wir uns allerdings auch hier freuen.

Der Zugang hierzu gelingt entweder klassisch über die Fahrerseite, mittels weit vorfahrendem Sitz, a´la Coupé. Oder aber dank des innovativen Konzeptes über die auf der rechten Seite angebrachten dritten Tür. Doch Achtung,wenn diese auch weit öffnet, birgt die abfallende Dachlinie absolute Anstoßgefahr.

Ohnehin sehen wir diese Lösung bzw. die Fondplätze viel mehr als ideale Alternative für den Kofferraum an. Denn beim Blick auf diesen, entscheiden wir uns schnell dazu, die Rückbank als Ablage zu nutzen.

Wenn der Veloster mit einem Fassungsvermögen von 320 Liter, dass bis zu 1.015 Liter erweiterbar ist, für diese Klasse auch ein üppiges Ladevolumen bietet. Doch die enorm hohe Ladekante wie der darauf folgende derart tiefe Schacht, der die Gepäckstücke wahrhaftig verschlingt, erschwert den Vorgang des be- und entladen erheblich.

Straffes Fahrwerk? Ja! Agil auch? Eher weniger. Während die Designer mit der Optik sowohl außen als auch innen betreffend der Sportlichkeit enorm vorgelegt haben, ist es den Ingenieuren leider nicht so ganz gelungen, diese auch auf das Fahrwerk zu adaptieren.

Basierend auf dem Konzept das sie bereits beim ix35 angewandt haben – man bedenke, hierbei handelt es sich um ein SUV – weist der Veloster zwar eine straffe aber dennoch keine dynamische Auslegung auf. So fallen leider viel mehr die harten Stöße bei überfahren von Schlaglöchern ins Gewicht.

Wenn auch stets gutmütig und im Alltag mit Sicherheit für die breite Masse ausreichend dynamisch, so kann der Veloster leider nicht unsere Erwartungen erfüllen. Denn in punkto Fahrwerk blieb die gewünschte Sportlichkeit ebenso auf der Strecke wie bei der Auslegung der Lenkung, die teils synthetisch wirkt und gerne präziser abgestimmt sein könnte.

Eine Bremsanlage mit Antiblockiersystem und Bremsassistent sowie der Traktionskontrolle TCS sind ebenso serienmäßig verbaut, wie die elektronischeStabilitätskontrolle ESC und das neue fahrdynamische Stabilitätsmanagement VSM, dass bei starken Bremsmanövern Stabilität garantiert.

Kurz und knapp können wir das Kapitel „Motor“ abhalten. Denn derzeit bieten die Koreaner lediglich ein Aggregat an, das 140 PS leistet und leider dem Charakter „Sport-Coupé“ ebenfalls nicht gerecht wird. Doch Hyundai versprach 2012 mit einer 200 PS starken Turbovariante nachzulegen.

Wer schon jetzt mit dem Vierzylinder und den 103 kW sowie den gerade mal 167 Nm Drehmoment flott unterwegs sein möchte, muss die Gänge hoch ausdrehen und das Pedal fest durchtreten.

Dann ist immerhin eine Sprintzeit von 9,7 Sekunden von Null auf Tempo 100 möglich, sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 201 km/h. Doch Sportwagen-Werte klingen wahrlich anders. Apropos klingen, der ansonsten kultivierte Motor brüllt dann schon leicht gequält und sehr brummig auf.

Das bei dieser Fahrweise, der angegebene Verbrauch von 6,5 Liter in weite Ferne rückt sollte nicht extra erwähnt werden müssen. Für 390,- Euro Aufpreis bekommen Sie nicht mehr Sportlichkeit verpasst, aber dafür zusätzliche Effizienz garantiert. Die dafür verfügbare blue-Variante mit Start-Stopp-Automatik ISG und Leichtlaufräder reduziert den Verbrauch auf bis zu 5,9 Liter und senkt den CO2-Ausstoß des 1+2- Türes von 148 g/km auf bis zu 137 Gramm.

Während dem Käufer derzeit die Wahl der Motoren genommen wird, kann er in punkto Getriebe erstmals zwischen dem serienmäßigen manuellen Sechs-Gang-Getriebe oder einem 1.700,- Euro teuren Doppelkupplungs-Getriebe DCT mit ebenfalls sechs Schaltstufen sowie Schaltpaddels am Lenkrad auswählen.

Während dieses den Verbrauch um 0,1 Liter senktund einen CO2-Wert von 145 Gramm erreicht, nimmt das Doppelkupplungsgetriebe der Topspeed zwar nur ein km/h, aber hinkt im Spurt eine halbe Sekunde hinterher.

Hyundai hat den Veloster nicht nur mit sechs Airbags, diversen elektronischen Assistenzsystemen, dem fahrdynamischen Stabilitätsmanagement VSM sowie einigen weiteren Ausstattungsmerkmalen serienmäßig versehen.

Das spezielle Türkonzept verlangte den Ingenieuren zudem der Sicherheit dienenden Maßnahmen ab. So wurden unter anderem zwei Überrollbügel in die Karosserie integriert und spezielle Verstärkungen angebracht.

Nicht nur die äußere Hülle des Veloster gestaltet sich äußerst attraktiv, auch der Einstiegspreis von 21.600,- Euro kann sich sehen lassen. Zumal die Variante Style mit 17-Zoll-Aluräder, einer Klimaanlage, einem Audiosystem inklusive CD-Radio, dem Bordcomputer und elektrischen Fensterheber an allen drei Türen aufwartet.

Wie Sie bereits unserem Test entnehmen konnten, verwöhnt die Topvariante Premium ab 26.200,- Euro mit noch so einigem mehr wie z. B. der Klimaautomatik, einem beheizten Ledergestühl oder dem Tempomat. Des weiteren lässt sich dieses Ausstattungsniveau mit dem Navigationssystem inklusive Sprachsteuerung und sieben Zoll großen Farbmonitor mit Touchscreen-Bedienung sowie einer Rückfahrkamera wie auch dem elektrischen Panorama-Hub- und Schiebedach bestücken. Was zusammen einen Aufpreis von 2.500,- Euro ergibt.
Nun noch das Doppelkupplungsgetriebe, die iblue-Variante und die Metallic-Lackierung geordert und der Veloster ist mit allem was Hyundai zu bieten hat, versehen. Allerdings ist dann auch die 30.000,- Euro-Marke erreicht.

Der Basis-Version steht dagegen das mit 2.250,-Euro angepriesene Technik-Paket zur Wahl und umfasst neben dem erwähnten Navi, das Smart-Key-System inklusive Start-Stop-Knopf, den Lichtsensor, das Premium-Soundsystem und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung.

Stand: Oktober 2011; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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