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VW Touran

Der neue VW Touran in der Highline-Ausstattung weiß echt zu verwöhnen, ob Climatronic oder Alcantara-Sitze, ob tolles Fahrlicht oder Ambiente-Innenbeleuchtung, ob feine Sechsgang-Schaltung oder kraftvoller und zumeist kultivierter 150 PS Diesel, ob standfeste Bremsanlage oder 17 Zoll Alufelgen, ob elektrische Fensterheber und Außenspiegel oder Sitzheizung. Und dann erst noch die vielen Extras, ob adaptive Fahrwerkregelung mit Fahrprofilwahl oder Active Lightning System, ob 18 Zöller oder Easy Open, ob Parklenkassistent oder Navigationssystem, ob beheizbares Lederlenkrad oder Frontscheibenheizung. Dazu gesellt sich eine hochwertige Verarbeitung von zumeist auch wertig anmutenden Materialien, und natürlich jede Menge Platz, ob für Mensch oder Gepäck.

Der Touran trägt das aktuelle VW-Gesicht, bei dem dezente Schwünge auf markante Kanten treffen und ihn so auch richtig neu dastehen lassen. Und so wie das LED-Tagfahrlicht die Scheinwerfer flankiert und die weißen Blinker in den Spiegeln bzw. Rückfahrscheinwerfer in den Rückleuchten deren Design unterstreichen, sorgen glänzende Chromleisten an der Frontschürze, im Kühlergrill und rund um die Seitenfenster für optische Akzente. Am Heck fehlen letztere ein wenig.

Trotzdem erhält der praktische Wolfsburger durch die Dachreling, den Dachkantenspoiler und nicht zuletzt den optischen Diffusor, aus dem ein Doppelrohrauspuff hervorschaut, auch am Heck die sportlich-elegante Optik. Stolz prangt vorne wie hinten das große VW-Logo, das in der Hecktür auch die Rückfahrkamera beherbergt.

Echte Türgriffe in Wagenfarbe fügen sich gut in die Seitenlinie ein, exakte und enge Spaltmaße zeigen die hochwertige und passgenaue Verarbeitung.

Diverse Zierleisten, schicker Klavierlack, hochwertig anmutender und angreiffreundlicher Kunststoff sorgen im Innenraum für eine tolle Wohlfühlatmosphäre. Dabei wurde nichts ausgelassen, um alles modern zu gestalten, ob Drehregler oder Schalter, das griffige Lederlenkrad ist unten abgeflacht. Noch ein wenig ungewohnt besitzt auch der Touran jetzt einen rahmenlosen Innenspiegel, der selbstverständlich automatisch abblendet.

Für absolutes Wohlbefinden sorgen auch die Sitze, die den Insassen bei unserem Testwagen mit Alcantara schmeicheln, ausreichend groß und gut ausgeformt sowie straff gepolstert sind. Zwar wurden sie „nur“ manuell verstellt, das aber recht vielfältig bis hin zur Lordosenstütze für den Fahrer,der zudem ein feinrastriges Drehrad für die Sitzlehne vorfindet, während der Beifahrer hierzu einen Hebel benutzen muss, dafür kann die Beifahrersitzlehne auch nach vorne umgelegt werden.

Das Platzangebot ist vorne mehr als üppig und in der zweiten Reihe laden die drei in Längsrichtung verschiebbaren Einzelsitze mit individueller Lehnenverstellung die Passagiere ein. Stehen sie ganz hinten, sind die Platzverhältnisse wie auch der Ein- und Ausstieg auch hier fürstlich, stehen sie ganz vorne, wird es natürlich etwas eng. Dafür ist dann hinten in Reihe drei mehr Platz gegeben.

Denn anderenfalls können Erwachsene in Reihe drei nicht sitzen – mangels fehlendem Fußraum. Ohnehin sind die Sitze in der dritten Reihe für Erwachsene etwas klein, die langen Kopfstützen können aber sehr weit ausgezogen werden, der Kopfraum ist jedoch bei 1,80 m auch schon recht eingeschränkt.

Es reicht ein kleiner Handgriff und schon klappen die Sitze sechs und sieben nach vorne und bilden mit ihrer soliden Rückwand einen ebenen und glatten, stabilen Ladeboden unter dem auch noch ein Fach steckt, das u.a. Gepäckraumtrennnetz und Gepäckhalterungen beherbergt.

Ein weiterer Handgriff und auch die Sitze der zweiten Reihe fahren und klappen nach vorne, entweder um einen optimalen Einstieg nach ganz hinten zu ermöglichen oder sie falten sich nach unten hin zusammen – so entsteht eine ebene Ladefläche, wenn auch mit einem breiten Schlitz. Und nimmt der Kofferraum bei sieben ausgefahrenen Sitzen gerade mal 137 Liter Gepäck und nicht mal einen richtig großen Einkaufskorb auf, sind es bei fünf Sitzen schon gute 834 Liter. Die erweitern sich schrittweise auf bis zu 1.980 Liter, insgesamt können sehr gute 703 kg zugeladen werden. Mit der umlegbaren Beifahrersitzlehne können auch lange Gegenstände bis 2,65 Metern eingeladen werden.

Um an den Kofferraum zu gelangen reichte bei unserem Testwagen z.B. ein Knopfdruck am Schlüssel oder an der Mittelkonsole oder aber ein einfacher Fußwisch hinten am Heck – alles dank optionalem Easy Open. Die Heckklappe öffnet zumindest bis zu einer Körpergröße von 1,90 m weit genug.

Kommen wir noch einmal nach vorne. Viele Dinge, z.B. auch der Tempomat etc., werden vom Lenkrad aus bedient, man braucht sich vorher kaum damit zu befassen, alles geschieht rein intuitiv. Allerdings sind die Knöpfe im Lenkrad recht klein. Auch das Anmelden eines Handys via Bluetooth ist kein Problem, muss aber beim ersten Mal – falls es sich um ein Handyhandelt, bei dem zuerst ein Code eingegeben werden muss – aus Sicherheitsgründen im Stand passieren.

Auch das Navi wird intuitiv bedient, geht auch alles sehr schnell, sobald sich die Hand dazu dem Bildschirm nähert, wir unten eine Bedienleiste eingeblendet, dann nur noch wenige Klicks und fertig ist’s.

Der VW Touran hatte im Falle unseres Testwagens nicht nur ein sehr schönes Fahr- und Fernlicht (dazu kommen wir dann im nächsten Kapitel noch ausführlicher), sondern auch ein tolles Innenlicht, auch wenn die ganzen Schalter und Instrumente recht grellweiß beleuchtet waren. Aber selbst die inneren Türöffner haben ein diffuses Licht, der Fußraum, die Mittelkonsole und die Zierleiste in den Vordertüren haben ein weißes Lichtband, auch die Schalter der elektrischen Fensterheber sind von oben mit weißem Licht geflutet. Und wenn man das Fahrzeug von der Ferne aus öffnet, geht nicht nur das Fahrzeuglicht an, auch an den Außenspiegeln geht ein Licht an, das den Boden beleuchtet.

In den von uns gefahrenen Testwagen hat VW so ziemlich alles reingepackt, was den Komfort erhöht und das Fahren angenehmer oder sicherer macht. Und so hat dieser VW Touran alles drin was man sich so vorstellen kann, z.B. Abstandswarner, Fernlicht-Assistent, Toter Winkel-Warner, Spurhalteassistent … wobei letzterer eine Zeit lang selber lenkt, und das sogar recht gut und auch sanft ohne Haken zu schlagen, um dann aber den Fahrer wieder aufzufordern, selbst das Steuer zu übernehmen um gleich darauf seine Arbeit einzustellen.

Besonders gelungen ist der Fernlichtassistent, der sowohl für den entgegenkommenden wie auch den vorausfahrenden Verkehr absolut blendfrei arbeitet, und das mit allen Schikanen. So wird nicht einfach das Fernlicht ein- oder ausgeschaltet, er zieht das Licht dynamisch immer dort hin, wo es niemand stört und dem Fahrer die Fahrbahn nebst Straßenrand so gut wie nur möglich ausleuchtet. Bei Gegenverkehr wird z.B. der rechte Rand immer noch voll ausgeleuchtet, links wird das mehr und mehr reduziert, oder über den Vorausfahrenden wird praktisch eine Maske gelegt und abgedunkelt, während des Fernlicht links und rechts daran vorbei leuchtet.

Meistens wird das Fernlicht sehr sanft weg- oder ausgeblendet, nur wenn Eile geboten ist geht es abrupt. Selbst wenn Autos von der Seite kommen funktioniert es sehr gut. Nur einen Patzer gab es im Laufe unseres Tests: mehrere Pkw vor uns und davor ein Lkw mit gelber reflektierender Folie, und das hielt er wohl für einVerkehrsschild und hat das Fernlicht nicht verändert oder ausgemacht. Und auch wenn der Nebel dichter wird, gerät die Automatik ein wenig ins Straucheln und macht ggf. das Fernlicht ständig an und aus. Auf der anderen Seite sieht die Fahrlichtautomatik bei dichtem Nebel am hellen Tag auch nicht die Notwendigkeit das Fahrlicht einzuschalten.

Ein Toter Winkel Assistent braucht eigentlich auch keine extra Erklärung mehr, hier soll aber doch darauf hingewiesen werden, dass nicht ein kleines und vielleicht je nach Lichteinfall auch schon mal zu übersehendes Symbol im Außenspiegel ans Werk geht, sondern eine richtig große Lichtfläche am Spiegel auch aus den Augenwinkeln heraus nicht übersehen werden kann. Und wenn es leuchtet und man dann den Blinker zum Ausscheren setzt oder gar beginnt die Spur zu wechseln, dann wird das Licht richtig grell und blinkt heftigst.

Fast möchte man es für selbstverständlich halten, dass unser Touran mit einer Sitzheizung ausgestattet war, erwähnen wollen wir aber, dass diese sehr schnell arbeitete und im Falle des Fahrers auch gleich die Lenkradheizung mit aktivierte, drei Stufen sind hier wählbar, einzeln getrennt aktivieren geht aber nicht.

Das kennen wir schon von anderen VW-Modellen, es soll aber auch im Touran nicht unerwähnt bleiben. Denn auch er bietet die Möglichkeit unterschiedliche Fahrmodi von ECO über Komfort, Normal und Sport bis hin zu Individuell einzustellen, bei letzterer kann man auf so Dinge wie DCC, Motor, Klimaanlage, Fahrwerk etc. individuell zugreifen. Dabei sind die unterschiedlichen Modi eindeutig mehr als ein Plazebo. In Normal oder Komfort ist selbiger nicht nur spürbar besser, bei flotter Kurvenfahrt schwankt die Karosserie doch spürbar, die Rückmeldung der Lenkung ist etwas weniger gut, auf Sport geht das selbst im Slalomtest fast ganz ohne Karosserieneigung ab, und auch die Lenkung arbeitet dann spürbar straffer, spontaner und sorgt für eine optimale Rückmeldung. Selbst in der normalen Fahrwerkseinstellung liegt er ruhig auf der Straße, auch bei hohem Tempo, Wind und Abrollgeräusche nehmen dann zu, so dass der Motorsound darin untergeht.

Spontan arbeitet auch die Bremsanlage, die neben ABS, elektronischer Bremskraftverteilung und Bremsassistent auch Scheibenbremsen vorn und hinten vorweisen kann. So schmeißt sich der Touran vehement in die Vollbremsung und kommt ohne Reifenquietschen oder spürbares ABS-Rubbeln sicher zum Stillstand. Und auch sehr schnell, denn aus Tempo 100 heraus steht erschon nach gut 34 Metern. Ein Nachlasen war auch nach der 10 Vollbremsung auf Null nicht festzustellen und eine gute Dosierbarkeit kann man der Bremsanlage ebenfalls attestieren.

In der letzten Zeit sind einige Dieselmotoren aus dem Hause VW leider wegen Softwaremanipulationen ins Gerede gekommen, unserer Faszination am aktuellen TDi tut das jedoch keinen Abbruch. Der 110 kW / 150 PS starke 2-Liter Turbodiesel läuft angenehm leise, geht sehr druckvoll ans Werk, so sehr, dass wenn man richtig flott loslegt, man die Kraft deutlich an der Vorderachse und in der Lenkung spürt.

Daran und am guten Durchzug hat vor allem auch das maximale Drehmoment von 340 Nm schon bei niedrigen 1.750 – 3.000 Touren seinen Anteil. Unterhalb von 1.500 Touren geht dann auch nicht viel, danach aber geht es vehement zur Sache. Sobald es etwas kühler wird, lässt sich der Motor schon einige Sekunden Zeit bis er anspringt, dann ist er auch für kurze Zeit laut und deutlich als Diesel zu vernehmen.

Auf unserer Messstrecke haben wir 5 Liter im Mix verbraucht und waren dabei stets flott unterwegs, bei recht dichtem aber stets fließendem Verkehr auf einem autobahnähnlichen Stadtring mit Schnitt Tempo 80 rollen lassen brauchte er nur 3,4 Liter. Mehr Richtung Ende der erreichbaren Temposkala um die 180 (unser Touran schafft mühelos Spitze 208 und geht in 9,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100) liegt der Verbrauch so bei 10 Litern, Richtgeschwindigeit 130 quittiert er mit guten 5,5 Litern Diesel auf 100 km.

Damit Sie Ihren Verbrauch stets optimal im Auge behalten können kann der Bordcomputer nicht nur die Reichweite anzeigen, sondern drei verschiedene Verbräuche messen, jeweils ab Neustart, ab dem letzten Tanken und als Langzeitmessung solange Sie wollen. VW gibt seinen Mix-Verbrauch mit 4,5 Litern an, das ergibt einen CO2-Ausstoß von 118 g/km, der Motor schafft die Abgasnorm Euro 6.

Das Sechsgang-Schaltgetriebe gibt keinen Grund zur Klage, auch wenn es insgesamt eher etwas lang übersetzt ist harmoniert es gut mit dem kraftvollen Motor. Die Schaltwege sind knackig kurz, angenehm straff und sehr exakt.

Schon die serienmäßige Sicherheitsausstattung des Touran kann sich sehen lassen. Da sind die Dreipunktsicherheitsgurte auf allen Plätzen, und auch in der zweiten Reihe mit Gurtstraffern, vorne auch höhenverstellbar, überall sind die Kopfstützen in der Höhe zu verstellen, vorne auch längs, dazu kommen Front- und Seitenairbags vorne, durchgehende Kopfairbags und einFahrer-Knieairbag. Seitenairbags hinten können auf Wunsch geordert werden.

Dann gibt es noch die Multikollisionsbremse die automatisch eine Bremsung einleiten kann, das proaktive Insassenschutzsystem mit Front-Assist, Warnblinkautomatik bei einer Vollbremsung, ISOFIX, ESP mit Gegenlenkunterstützung, Antriebsschlupfregelung, elektronische Differenzialsperre, Motorschleppmomentregelung und Gespannstabilisierung.

Und schließlich die zahlreichen Assistenzsysteme, die es gegen Aufpreis gibt. Dazu gehören die automatische Distanzregelung ACC bis 160 km/h, die Fernlichtregelungen, Spurwechsel- und Ausparkassistenten, Verkehrszeichenerkennung …

Ein Blick in die Preisliste verrät: unser VW Touran Highline BlueMotion Technology 2,0 l TDI mit 110 kW / 150 PS und dem 6-Gang-Schaltgetriebe kostet 33.475,- Euro. Das klingt doch gar nicht mal schlecht. Und so Dinge wie die drei Einzelsitze in Reihe zwei, ein abschließ, beleucht- und kühlbares Handschuhfach, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, zweifach verstellbares Lenkrad, Müdigkeitserkennung, elektromechanische Servolenkung, Start-Stopp-System mit Bremsenergie-Rückgewinnung, Alufelgen im 17 Zoll-Format, Beifahrersitz komplett umklappbar, Lederlenkrad, Top-Komfortsitze vorn mit Höheneinstellung, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, Proaktives Insassenschutzsystem mit Front-Assist und sicherheitsoptimierte Kopfstützen vorne, längs- und höhenverstellbar sind bereits mit an Bord.

Außerdem gehören noch beheizten Scheibenwaschdüsen, Tempomat, Gepäckraumbeleuchtung als Taschenlampe entnehmbar, Radio mit 8 Lautsprechern, ParkPilot vorne und hinten, Scheinwerfer-Reinigungsanlage, beheizbare Vordersitze, Alcantara, Multifunktionsanzeige, LED-Licht und die Pure Air Climatronic zur Grundausstattung des Highline.

Leider sind damit aber längst nicht alle die tollen Dinge beinhaltet, über die wir weiter oben so geschwärmt haben. Und damit geht es dann erst so richtig los: Metallic 560,- €, Easy Open 735,- €, 18 Zöller 755,- €, 2 Einzelsitze in Reihe drei 640,- €, Adaptive Fahrwerksregelung DCC inkl. Fahrprofilwahl 1.035,- €, Diebstahlwarnanlage 335,- €, Fahrerassistenz-Paket Plus, 1.825,- €, beheizbares Multifunktionslenkrad 135,- €, beheizbare Frontscheibe 185,- €, Navigationssystem DiscoverPro 2.310,- €, Parklenkassistent 210,- €, Rückfahrkamera 295,- €, Seitenairbags hinten 370,- € , Standheizung und -lüftung 1.205,- €, Active Lightning System 1.035,- € und noch einpaar andere Kleinigkeiten treiben den Preis schnell auf über 46.000,- Euro.

Und ein Ende ist auch dann noch nicht erreicht, werfen Sie am besten mal einen Blick in die Ausstattungs- und Aufpreislisten des Herstellers.

Stand: Januar 2016, Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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