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Volvo Drive-E – Tradition war gestern.

Volvo geht ungewohnte Wege und bricht regelrecht mit einer altbewährten Tradition. Weg von den etablierten Fünfzylinder-Motoren, werden die Schweden ihre Fahrzeuge in Zukunft ausschließlich mit aufgeladenen Vierzylindern bestücken. Die letzten Fünfzylinder werden schon 2017 im Programm auslaufen. Der Wechsel auf Vierzylinder ist ganz klar dem Verbrauch geschuldet, die Dynamik soll darunter jedoch nicht leiden. Die neuen Drive-E Aggregate halten zunächst im neuen Modelljahr 2014 der Mittelklasse-Familie mit S60, V60 und XC60 Einzug. Die Modellüberarbeitung der 60er Familie umfasst dabei auch das Design sowie das Interieur, und die Sicherheitssysteme wurden ebenso weiter verbessert.

Absolut kennzeichnend für Volvo-Modelle ist das mittlerweile bekannte und beliebte kandinavische Design, dem die Verantwortlichen weiterhin treu geblieben sind, einzig im Detail wurde die Optik optimiert.

So sind die bis dato sichtbaren Scheibenwischdüsen nun unter die Motorhaube gewandert oder die beispielsweise unschöne Radarabdeckung im Kühlergrill jetzt in glänzendem schwarz lackiert, deutlich weniger auffällig.

Das größer proportionierte Volvo-Emblem sticht dagegen mehr hervor, auf die Chromumrandung am Kühlergrill wurde allerdings verzichtet. Ob Limousine, Kombi oder SUV, die überarbeiteten Frontpartien zeichnen sich durch den breiteren Kühlergrill und den neu designten Scheinwerfern inklusive waagerechten Tagfahrleuchten aus.

Am Heck fallen die Veränderungen zwar dezenter, aber mit neuer LED-Ausführung an den Rückleuchten, doch sichtbar aus. Beim Crossover-Modell Volvo XC60 sind zudem die bislang schwarz lackierten Karosserieelemente in Wagenfarbe lackiert.

Mit einer erweiterten Auswahl an Felgenbietet Volvo dem Kunden nicht nur verschiedene Rad-/Reifenkombinationen, sondern auch mehr Individualität.

Und auch im Inneren ist der Blick fürs Detail gefragt, mit neuen Polsterfarben, hochwertigen Holzeinlagen und schicken Dekors in matter Metalloptik sowie neuen Dachhimmelausführungen steigern die Verantwortlichen die Qualitätsanmutung um ein Weiteres und bieten dem Käufer zudem eine umfangreiche Auswahl. Die hervorragenden neuen Sportsitze sind dabei für alle Modelle optional erhältlich.

Während die digitale Instrumentenanzeige im Volvo V40 seine Premiere feierte, wird sie nun auch in die 60er Modelle eingeführt. Je nach Empfinden kann zwischen drei verschiedenen Grafikthemen des TFT-Crystal-Display gewählt werden. Die optische Ausrichtung reicht von der Basiseinstellung in klassisch schwarzem Layout bzw. amberfarben im Volvo XC60 oder blauer Darstellung in den R-Design-Varianten über die grüne Farbgebung im Eco-Modus bis hin zur animierten roten Illumination im Performance Modus. Die Geschwindigkeitsskala wechselt hier außerdem auf die Drehzahlmesseranzeige, wobei das gefahrene Tempo nun mittig angezeigt wird.

Dabei nimmt die jeweilige Einstellung auch Einfluss auf das Sensus Connected Touch Infotainmentsystem. Während die Infotainment- und Navigationsfunktionen mittels nun beschleunigter Sprachsteuerung zu bedienen ist, ermöglicht die Internet-Schnittstelle Sensus Connect nicht nur das Surfen im Netz oder das Navigieren über Google Maps, wir können auch auf Staumeldungen in Echtzeit, Musikdatenbanken/Internetradios oder andere Apps zugreifen.

Des weiteren dient das System als WLAN-Hotspot für Smartphones, Laptops oder Tablet-PCs. Steuern lassen sich die einzelnen Funktionen spielerisch und intuitiv per Touchscreen von Ihrem Fahrzeug aus. DieInternetverbindung können Sie entweder via Bluetooth mit Ihrem Smartphone oder einem USB-Surf-Stick herstellen.

Weitere Wahlmöglichkeiten hat der Kunde auch beim Fahrwerk. Neben dem serienmäßigen Dynamik-Fahrwerk kann alternativ das Komfortfahrwerk, das Volvo Four C-Fahrwerk und das nun für alle Ausstattungsvarianten erhältliche tiefergelegte Sportfahrwerk gewählt werden. Einzelnen Motorvarianten steht außerdem ein Allradantrieb zur Seite.

S60 sowie V60 können des weiteren die Option „elektromechanische Servolenkung“ auswählen. Sie stellt dem Fahrer drei Stufen der Lenkkraftunterstützung bereit, vom sehr leichtgängigen City Modus über den Highway Modus („Medium“) bei dem die Lenkkraftunterstützung etwas reduziert wird bis hin zum direkten Sport Modus.

Keineswegs in der Auswahl beschränkt überzeugt auch der Crossover XC60. Darüber hinaus ist der Offroader je nach Motorisierung mit Allradantrieb, Corner Traction Control und einem Berganfahrassistent serienmäßig versehen und kann, wenn gewünscht, auch um einen Bergabfahrassistent ergänzt werden.

Die neue Drive-E-Motorenfamilie umfasst zunächst drei 2,0-Liter-Triebwerke. Nicht nur weitere Leistungsstufen werden folgen, auch die Kombination mit Elektromotoren ist möglich und bereits in Planung.

Der „kleinere“ Benziner T5 des aktuellen Portfolio mit 180 kW (245 PS) ist stets an das neue Achtgang-Automatikgetriebe gekoppelt und soll sich am Beispiel des S60 gesehen, mit lediglich 5,9 Litern begnügen, die CO2-Emissionen belaufen sich dabei auf 137 g/km.

Diese Werte konnten wir allerdings bei einer ersten Ausfahrt bei weitem nicht in die Praxis umsetzen. Und so fiel es uns bei der 225 kW (306 PS) starken Topmotorisierung T6 nicht nur noch schwerer eine gezügelte Gangart an den Tag zu legen,selbst beim Turbodiesel D4 mit 133 kW (181 PS) haben wir die Angaben von Volvo nicht erreicht.

Nichts desto trotz sichert sich der D4 Vierzylinder-Turbodiesel im S60 mit Sechsgang-Schaltgetriebe und 17 Zoll Rädern laut Datenblatt Klassenbestwerte von 99 g/km und 3,7 Litern je 100 Kilometer.

Statt eines einzigen Drucksensors verfügt dank einzigartigem Einspritzkontrollsystem i-ART, jedes Einspritzventil in der Kraftstoffleitung über einen eigenen kleinen Sensor. Sowohl Kraftstoffzufuhr als auch -druck werden kontrolliert und in jedem der vier Zylinder gegebenenfalls angepasst.

Die Werte des Volvo V60 und des Volvo XC60 werden mit 3,8 Litern je 100 Kilometer (102 g CO2/km) respektive 4,4 Litern je 100 Kilometer (116 g CO2/km) angegeben. Mit der Achtgang-Automatik steigt der Verbrauch je nach Karosserie um 0,2 bzw. 0,4 Liter an.

Im Vergleich zum direkten Vorgänger, bietet der neue Selbstzünder eine um fast 20 PS gesteigerte Leistung bei unverändert kraftvollem Drehmoment von 400 Newtonmetern. Die souveräne und durchzugsstarke Kraftentfaltung sticht dabei ebenso positiv hervor wie die angenehme Laufruhe, einzig unter Volllast müssen diesbezüglich Abstriche gemacht werden.

Womit ich auch schon zum stärksten Aggregat, dem Volvo T6 überleiten möchte. Auch hier hat die Reduzierung auf Vierzylinder natürlich einen erheblichen Einfluss auf die Minderung des Verbrauchs, allerdings hat auch der Motorensound eingebüßt und kommt bei weitem nicht an den sonoren Klang der 5- oder 6-Zylinder heran. Noch zumindest, denn die Verantwortlichen haben auch bei den neuen Drive-E-Motoren Abhilfe versprochen.

Der 2,0-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor geht sowohl mit Turbo- als auch Kompressoraufladung und üppigen 306 PS an den Start. In Verbindung mit einem maximalenDrehmoment von 400 Nm spurten die verschiedenen Modellvarianten souverän aus dem Stand los, die Limousine passiert bereits nach sechs Sekunden die Tempo 100 Marke. Die Veränderungen gehen allerdings mit einer deutlich geringeren Topspeed einher, so ist das Limit bei 230 km/h und nicht wie noch beim Sechszylinder bei Tempo 250 erreicht.

Schenkt man den Werten der Schweden Glauben, beschränkt sich allerdings auch der Verbrauch erheblich. So fließen beim S60 im Schnitt 6,4 Liter auf 100 Kilometer durch die Benzinleitungen, was einem CO2-Ausstoß von 149 g/km entspricht. Der Volvo V60 liegt nur 0,3 Liter bzw. 8 Gramm darüber. Der Volvo XC60 ist mit 7,3 Litern und 169 g CO2/km gelistet. Wer jedoch nicht völlig auf Leistungsabruf verzichten möchte, sollte im realen Verkehr mit gut zwei Liter mehr rechnen, so lautete zumindest unsere Bordcomputeranzeige.

Noch ein Wort zur Automatik … die acht Gänge wechseln in der Regel sanft und zeitnah, einzig unter Volllast büßt sie diesen dynamischen Komfort ein. Zu einer weiteren Neuerung des MY 2014 zählen zudem die nun – wenn auch nur gegen Aufpreis – erhältlichen Schaltpaddles am Lenkrad, für manuelle sportliche Gangwechsel.

Das bewährte und ausgezeichnete City Safety System gehört bei allen Volvo-Modellen zum serienmäßigen Umfang und ist stets bis Tempo 50 aktiv und hilft nicht nur die Schwere eines Unfalls zu vermindern, sondern bestenfalls Crashs sogar vollständig zu vermeiden.

Das Modelljahr 2014 lässt sich aber mit noch vielen weiteren Sicherheitsassistenten ausstatten, so ist für die 60er Familie neben dem intelligenten Einpark-Assistenten auch der neue Cross Traffic Alert erhältlich. Das System warnt beim Rückwärtsfahren vor Querverkehr in einem Umkreis von bis zu 30 Metern sowie sich näherndenFußgängern und Fahrradfahrern. Dank neuer Fahrradfahrer-Erkennung reagiert der verbesserte Notbremsassistent jetzt nicht nur auf Fußgänger und leitet wenn nötig eine Vollbremsung ein.

Mit sanften Lenkimpulsen greift bei Geschwindigkeiten zwischen 65 und 200 Stundenkilometern auch der Spurhalte-Assistent ein, reichen diese nicht mehr aus, vibriert das Lenkrad zusätzlich.

Ebenfalls gegen Aufpreis verfügbar ist die zweite Generation des Blind Spot Information Systems (BLIS), das zur Überwachung des toten Winkels dient und aktuell Fahrzeuge in bis zu 70 Metern Entfernung erkennt und zudem vor riskantem Spurwechsel warnt.

Zu den weiteren erhältlichen Assistenten zählen der Abstandstempomat, ein Müdigkeitswarner, die Verkehrszeichen-Erkennung wie auch der intelligente Fernlichtassistent.

Um sich ein genaues Bild über die einzelnen Modelle, Ausstattungen und Preise zu machen, empfehlen wir einen Besuch im Netz unter www.volvocars.de oder bei Ihrem Volvo-Händler direkt vor Ort. Das neue Modelljahr 2014 wird mit den neuen Motoren ab Januar im Handel stehen.

Eine kurze Preisübersicht möchten wir Ihnen aber dennoch nicht vorenthalten:

S60 D4 mit 6-Gang Schaltgetriebe zwischen 33.750,- und 40.080,- Euro;
mit 8-Gang Geartronic AT zwischen 36.000,- und 42.330,- Euro
T5 mit 8-Gang Geartronic AT zwischen 37.500,- und 43.830,- Euro
T6 mit 8-Gang Geartronic AT zwischen 45.200,- und 47.630,- Euro.

V60 D4 mit 6-Gang Schaltgetriebe zwischen 35.350,- und 41.780,- Euro;
mit 8-Gang Geartronic AT zwischen 37.600,- und 44.030,- Euro
T5 mit 8-Gang Geartronic AT zwischen 39.100,- und 45.530,- Euro
T6 mit 8-Gang Geartronic AT zwischen 46.900,- und 49.930,- Euro.

XC60 D4 mit 6-Gang Schaltgetriebe zwischen 37.550,- und 43.030,- Euro;
mit 8-Gang Geartronic AT zwischen 39.800,- und 45.280,- Euro
T5 mit 8-Gang Geartronic AT zwischen 40.880,- und 46.360,- Euro
T6 mit 8-Gang Geartronic AT zwischen 46.250,- und 49.530,- Euro.

Stand: November 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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