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Vierte Modellvariante Kia XCeed

Unter den „UV“-Modellen bei Kia positioniert sich der neue XCeed zwischen dem kleineren Crossover Stonic und dem SUV Sportage. Am 21. September feiert das vierte Derivat der Ceed-Familie seine Marktpremiere und gibt einen weiteren Impuls die Absatzzahlen zu steigern, die Erfolgskurve wird definitiv weiter steil nach oben gehen. Voraussichtlich wird das Crossover Utility Vehicle die Rolle als meistverkauftes Ceed-Modell einnehmen. Die enorme Nachfrage an Crossover- und SUV-Modellen im Kompaktsegment bedienen zu können, reicht Kia allein jedoch nicht aus und so legen die Koreaner bereits Anfang 2020 mit einer Plug-in-Hybrid-Variante nach.

Die Familienzugehörigkeit ist zwar unverkennbar, doch letztlich teilt sich die Crossover-Variante nur die Plattform und die vorderen Türen mit dem Fünftürer.

Die Crossover-Variante misst stolze acht Zentimeter mehr als das Grundmodell und kommt auf eine Außenlänge von 4,39 Meter, während der Radstand dem der anderen Ceed-Modelle entspricht.

Die Designer setzen beim XCeed auf ein sehr dynamisches Erscheinungsbild ohne aber die vom Kunden geschätzten Crossover-Elemente zu vernachlässigen. Eine um 44 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit wird durch schwarz verkleidete Radläufe und Seitenschweller nochmals hervorgehoben.

Besonders gut gefällt uns der Coupé-ähnliche Dachverlauf, der in einem wirklich sehr gelungenen Heck inklusive Unterfahrschutz mündet. Die gesamte Linienführung wirkt geschärft, die Scheinwerfer, wie auch der Kühlergrill und der untere Lufteinlass wurden ebenfalls neu gestaltet.

Ausschließlich dem Crossover-Modell vorbehalten, der neue Farbton Quantumgelb. Unser absoluter Favorit, insbesondere in Kombination mit dem Innenraumpaket.

Dieses ist Teil der zum Marktstart exklusiv angebotenen Launch Edition, die sich mit gelben Akzenten am Armaturenbrett, gelben Ziernähten und Stoff-Leder-Sitzen mit Sitzflächen inWabenmuster auch im Innenraum abhebt. Für einen stärkeren Kontrast sorgen zudem die in schwarz ausgeführten Säulenverkleidungen und der Dachhimmel, der bei den anderen Ausführungen in Grau gehalten ist. Die Launch Edition gibt sich darüber hinaus durch „XCeed“-Schriftzüge zu erkennen, die nicht nur im Innenraum sondern auch außen an der C-Säule zu sehen sind.

Die Cockpit-Gestaltung ist von den anderen Ceed-Varianten bekannt, die hochwertige Ausführung begeistert auch hier und dennoch weiß der neue XCeed sich erneut von seinen Schwestermodellen abzuheben.

Ist der XCeed der Erste aus der Ceed-Familie der mit dem Infotainmentsystem UVO Connect auffährt und bei dem freistehenden Touchscreen auf dem Armaturenbrett auf das neue 10,25-Zoll-Kartennavigationssystem setzt. Ausstattungsmerkmale die bei den anderen Ablegern erst mit dem Modelljahr 2020 eingeführt werden.

Die Auflösung des 10,25 Zoll großen Touchscreen ist brillant und die Menüführung einfach und intuitiv gestaltet. Der Display reagiert direkt auf leichte Wischbewegungen. Bei Bedarf ist es sogar möglich den Bildschirm dreifach zu unterteilen, neben der sogenannten Split-Screen-Funktion sind darüber hinaus Bluetooth-Mehrfachverbindungen möglich und diverse Widgets können individuell konfiguriert werden.

Wer auf moderne Konnektivitäts- und Infotainmentlösungen Wert legt, wird nicht lange überlegen und sich die kostenlose Kia UVO App herunterladen. Sie steht sowohl für Android- und iOS-Betriebssysteme im Play Store und App Store zur Verfügung und bietet zahlreiche Annehmlichkeiten. Kann mittels App Fahrzeuginformationen, Fahrzeugberichte und Diagnosemitteilungen aus der Ferne abgerufen, die Klimaautomatik vor Fahrtantritt aktiviert oder die Reiseplanung bequem vom Sofa aus an das Navigationssystem geschickt werden. In den kommenden Wochen wird der Umfang außerdem um die Türschließfunktion per App erweitert.

Apropos, über den Touchscreen im Auto kann auf Kia Livezugegriffen werden, verfügt das Navigationssystem über eine eigene SIM-Karte. Der Dienst bietet Verkehrsinformationen in Echtzeit, Wettervorhersagen, Warnung vor Gefahrenstellen und eine lokale Suche („Points of Interest“). Bei unserer ersten Ausfahrt konnten uns bereits einige dieser Vorzüge begeistern. Nicht getestet, aber dennoch möglich, die Ortung des Fahrzeuges. Sollte Ihnen im Trubel des Tages entfallen, wo Sie Ihren XCeed abgestellt haben, können Sie mit Hilfe der App das Auto orten.

Kia stellt Ihnen den Telematikdienst UVO Connect ganze sieben Jahre lang kostenlos zur Seite.

Mit dem 12,3 Zoll großen, hochauflösenden Bildschirm (1920×720 Pixel) verbaut Kia im XCeed erstmals ein volldigitales Kombiinstrument, welches allerdings nur der Launch Edition und der Ausstattungslinie Platinum vorbehalten ist und leider auch nicht gegen Aufpreis für die anderen Varianten angeboten wird.

Käufer eines Crossover-Modells bevorzugen eine erhöhte Sitzposition, der daraus resultierende bequeme Ein- und Ausstieg trifft beim Kia XCeed auf ein toll ausgeformtes und straff gepolstertes Gestühl, welches bei Bedarf und Ausstattung den Sitzkomfort mit einer Sitzheizung und Sitzkühlung perfektioniert. Eine Lenkradheizung schmeichelt in den kalten Tagen zusätzlich.

Aber auch wer auf der Rückbank Platz nehmen muss, fühlt sich im Kia XCeed sehr gut aufgehoben, neben großzügigen Platzverhältnissen hat der Koreaner auf Wunsch auch hier Sitzheizung in petto.

Und auch beim Blick in den Gepäckraum enttäuscht uns der Kia XCeed nicht, mit 426 Liter Fassungsvermögen übertrifft das Crossover-Modell den klassischen Ceed um 31 Liter und kann durch einfaches Umlegen der dreigeteilten Rücksitzbank (40:20:40) auf bis zu 1.378 Liter bei Beladung bis Dachhöhe erweitert werden. Zusätzliche Variabilität schafft der in der Höhe verstellbare Gepäckraumboden. Bequemen Zugang zum Kofferraum ermöglichte die sensorgesteuerte elektrische Heckklappe.

Kiabestückt einzig die Basisversion mit 16 Zoll Reifen und spendiert allen anderen Versionen bereits 18 Zöller. Natürlich quittiert solch eine Bereifung Querfugen deutlicher und dennoch kann man dem Kia XCeed einen ausgewogenen Fahrwerkskomfort attestierten.

Wer sich für das DCT-Getriebe entscheidet kann zudem mittels „Drive Mode Select“ zwischen den Fahrmodi Normal und Sport wechseln.

Das Motorenportfolio deckt zu Beginn ein Leistungsspektrum von 85 bis 150 kW, sprich 115 bis 204 PS ab, die drei Benziner und zwei Dieselaggregate erfüllen allesamt die Euro 6d-Temp und kommen in der gesamten Ceed-Baureihe unverändert zum Einsatz. Doch während der 204 PS starke Ottomotor bei Ceed und ProCeed die Rolle des GT einnimmt, wird der stärkste Benziner im XCeed als reguläre Motorvariante aufgeführt.

Anfang 2020 wird der Kia XCeed wie auch der Sportswagon mit einer Motorenneuheit auffahren und auf Seiten der alternativen Antriebe einen Mild-Hybrid mit 48-Volt-System sowie einen attraktiven Plug-in-Hybrid bieten können.

Vor Markteinführung in wenigen Tagen durften wir das Topmodell 1.6 T-GDI, den Volumenmotor 1.4 T-GDI und den 1,6-Liter-Turbodiesel erfahren.

Vor allen Dingen Langstreckenfahrer kommen um den Diesel nicht herum und können zwischen zwei Leistungsstufen wählen, steht der von uns gefahrenen 136 PS Version auch eine kleinere Variante mit 115 PS gegenüber. Abhängig von der Getriebewahl schöpft der stärkere Selbstzünder 280 Newtonmeter beim Handschalter und 320 Newtonmeter Drehmoment bei der DCT-Ausführung.

In 10,1 Sekunden geht es bestenfalls aus dem Stand heraus bis auf Tempo 100, die Schaltversion genehmigt sich eine halbe Sekunden mehr und maximal sind 198 Stundenkilometer möglich, bzw. 196 km/h beim Schaltgetriebe.

Wer stattdessen die Verbrauchswerte im Blick hat, sollte selbstverständlich etwas schonender mit dem Gaspedal umgehen, laut Kia liegt der Durchschnittsverbrauch bei 4,6 bis 4,4 Litern auf 100 Kilometer, inder Schaltversion bei 4,4 bis 4,3 Litern.

Wie wir auch schon bei den anderen Ceed-Baureihen feststellen mussten, der erwartete Vortrieb bleibt beim 204 PS starken Benziner leider aus. In dieser PS-Klasse rechnen wir mit einer agileren Leistungsentfaltung, stattdessen gönnt sich der Koreaner gerne einen Moment und vermittelt nicht die entsprechende Performance.

Die Verkaufserwartungen liegen laut Kia mit 65 Prozent ganz klar beim 1.4 T-GDI und wir teilen diesen Eindruck, denn während der Topbenziner leider hinter unseren Erwartungen liegt, ist es dieser Motor der mit seinen 140 PS für einen harmonischen Antrieb sorgt.

Gegenüber dem 1.6 T-GDI mit einem Drehmoment von 265 Newtonmeter kann sich der kleinere Benziner mit 242 Newtonmeter natürlich sehen lassen. Und so reist es der Große einfach nicht raus. Auch, wenn der Eindruck auf dem Papier mit einer zwei Sekunden schnelleren Beschleunigung deutlich erscheint, hält dies dem Gefühl in Praxis nicht stand. So reicht der 1.4er absolut aus.

Der 1,4-Liter-Benziner mit 103 kW und Handschalter verbraucht 6,2 bis 6,0 Liter, der 1.4 T-GDI DCT7 unterbietet diese Werte sogar mit 5,9 bis 5,7 Liter pro 100 Kilometer. Den XCeed 1.6 T-GDI DCT7 gibt Kia mit durchschnittlich 6,5 bis 6,2 Liter pro 100 Kilometer an, die Schaltversion ist mit 6,9 bis 6,7 Liter vermerkt.

Die Antriebe sind allesamt an ein gut geführtes Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt und können alternativ bis auf den 1.0 T-GDI an ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Schaltstufen gekoppelt werden. Die 2.000 Euro für das DCT-Getriebe wären uns den Aufpreis in jedem Fall Wert, der Handschalter gibt zwar keinen Anlass zur Kritik, doch zum Gesamteindruck passt die Automatik einfach sehr gut.

Unabhängig von der Karosserievariante, ein Modell der Ceed-Baureihe fährt vom Band weg mit einem Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner und dem Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, einem autonomen Notbremsassistenten, dem elektronischenStabilitätsprogramm inklusive Gegenlenkunterstützung und dem aktiven Spurhalteassistenten mit korrigierendem Lenkeingriff vor.

Das Spektrum moderner Fahrassistenten ist damit aber längst nicht ausgeschöpft und umfasst ab der Ausstattungslinie Spirit zusätzlich den Frontkollisionswarner mit Fußgänger- und Fahrraderkennung sowie bei den Automatikversionen eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-Go-Funktion und den Stauassistenten. Der Kia XCeed erkennt dann nicht nur die Fahrbahnmarkierungen und hält das Fahrzeug entsprechend in seiner Fahrspur, er orientiert sich obendrein am vorausfahrenden Verkehr und übernimmt das Beschleunigen, Bremsen und Lenken, der Sicherheitsabstand zum Vorderwagen ist dabei stets gewährt.

Die Platinum Edition und die Launch Edition haben sogar noch weitere Highlights im Gepäck, sei es der Querverkehrwarner, die Verkehrszeichenerkennung, der Spurwechselassistent oder der Parkassistent. Features, die Sie auf Wunsch aber auch in der Spirit Ausführung erhalten.

Die Edition 7, erhältlich ab 21.390 Euro ist bereits bestückt mit der 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie, LED-Scheinwerfern, einem Audiosystem mit 5-Zoll-Display und Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Multifunktionslenkrad, Geschwindigkeitsregelanlage, Dämmerungssensor, elektrische Fensterheber, Klimaanlage sowie dem höhenverstellbaren Fahrersitz.

Außerdem hat Kia die aufeinander aufbauenden Ausstattungslinien Vision, Spirit oder Platinum Edition im Angebot. Nicht zu vergessen, die zur Markteinführung aufgelegte Sonderausführung, genannt Launch Edition, die ab 31.390 Euro zu haben und ausgenommen den 1.0 T-GDI mit allen Motoren kombinierbar ist.

Somit hat Kia gleich zwei Topmodelle in petto, fährt sowohl die Platinum Edition wie auch die exklusive Launch Edition vollausgestattet vor. Ist hier einerseits das 10,25-Zoll-Navigationssystem inklusive 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update und die Online-Dienste UVO Connect, das volldigitale Cockpit mit12,3-Zoll-Display sowie das JBL Premium-Soundsystem oder die sensorgesteuerte elektrische Heckklappe, Sitzventilation vorn, Sitzheizung hinten und die induktive Smartphone-Ladestation serienmäßig verbaut.

Stand: September 2019; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Kia

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