// Fahrbericht / Treten Sie ein, in die Welt des Ford B-MAX.

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Treten Sie ein, in die Welt des Ford B-MAX.

Das einzigartige Türkonzept schafft einen 1,50 Meter breiten Zugang zum neuen Ford B-MAX. Dessen Verzicht auf eine herkömmliche B-Säule sowie die Kombination mit den hinteren Schiebetüren macht den Mini-Van wahrlich nicht nur für Familien sehr interessant. Aber trotz eines großzügigen Platzangebotes für bis zu fünf Insassen, kann der Kofferraum keine solch üppigen Raumverhältnisse aufweisen, dennoch steht Flexibilität weit oben im Lastenheft. Ebenso der Fortschritt, den Ford in Form von neuen 1.0-Ecoboost-Motoren, dem Active City Stop-System oder dem Multimedia-System SYNC verfolgt. Rätsel gibt jedoch die Ausstattungspolitik auf, während eine Klimaanlage erst in der dritthöchsten Variante inbegriffen ist, steht ein Audiosystem laut Preisliste keinem Niveau serienmäßig zur Seite.

Dass zweckmäßige Vans nicht zwangsläufig unattraktiv daher kommen müssen, hat Ford bereits mit dem C- sowie S-MAX deutlich gemacht.

Der trapezförmige Kühlergrill, die markanten Scheinwerfer an Front wie auch Heck und die kraftvoll verlaufende Seitenpartie entspringt ganz klar der Ford kinetic-Design-Sprache und prägt auch den neuen B-MAX.

Dieser glänzt außerdem in den neuen Farben Nautik-Blau Metallic und Titan-Grau Metall, sowie dem von uns abgelichteten Canyon-Braun Metallic.

Zweifelsohne zählt das innovative Türkonzept zu einer der Highlights beim neuen B-MAX. Während vorn konventionell aufschwingende Türen verbaut sind, treffen diese hinten auf Schiebetüren.

Mit dem einhergehenden Verzicht auf die B-Säule haben die Ingenieure so einen 1,50 Meter breiten Zugang ins Innere geschaffen. Ohne Hürden oder störende Stufen erreichen wirnicht nur bequem die Fondplätze, sondern können auch ohne Verrenkungen beispielsweise Kinder dort anschnallen oder sperriges Gepäck unterbringen. Des weiteren bieten Schiebetüren gerade in engen Parksituationen den Vorteil eines deutlich einfacheren Ein- und Ausstieges.

Bei all der Bequemlichkeit darf natürlich nicht die Sicherheit in Vergessenheit geraten und um diese zu gewährleisten, sind die Türrahmen mehrere Zentimeter stark. Selbstverständlich bringt diese breite Konstruktion ein spürbares Mehrgewicht mit sich, und wenn auch etwas mehr Kraft beim Öffnen nötig ist als es bei einer herkömmlichen Tür der Fall wäre, so hält sich dieser Aufwand absolut im Rahmen.

Auch beim Sitzsystem legten die Verantwortlichen Wert auf einfache Nutzbarkeit. So lässt sich die asymmetrisch im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbare Rückbank mit nur einem Handgriff flexibel umlegen. Zunächst senkt sich die Sitzfläche ab und die Lehne klappt nach vorn, womit eine ebene Ladefläche zustande kommt. Legen wir nun noch die Lehne des Beifahrersitzes um, entsteht eine durchgehende Fläche von 2,35 Meter.

So fasst der Kofferraum maximal 1.372 Liter, muss sich bei Nutzung der Fondsitze jedoch mit 318 Liter begnügen, wenn auch unter dem höhenverstellbaren Kofferraumboden Zusatzfächer für kleinere Utensilien bereit stehen.

Die Insassen müssen sich dagegen nicht über mangelndes Platzangebot beklagen, denn dieses ist sowohl was die Bein- als auch die Kopffreiheit betrifft – selbst in Verbindung mit dem großflächigen Panoramadach – angenehm üppig.

Gleiches gilt für die Passagiere vorn, die auf gut ausgeformten und leicht erhöhten Sitzen bequem Platz nehmen. Wegen der fehlenden B-Säule wanderte dieGurtaufnahme praktischerweise direkt in die Außenwangen des Sitzes.

Die Cockpitgestaltung, markant und schwungvoll, sorgt für ein frisches Ambiente. Großflächige Klarlackapplikationen in Schwarz treffen auf schicke Details in Silber und Chrom. Die Qualität der einzelnen Materialien sowie deren Verarbeitung geben dabei keinen Anlass zur Kritik.

Während die Klimaeinheit über große und gut erreichbare Tasten gesteuert wird, sind einige Bedienelemente der Audioanlage allerdings zu klein geraten. Ebenso der 4,2 Zoll „große“ Bildschirm, der auch nicht optional durch eine größere Ausführung zu ersetzen ist.

Das Display zeigt nicht nur die Informationen des Bordcomputers und des Navi´s oder das Bild der Rückfahrkamera an, auch das optionale Multimedia-Audiosystem Ford SYNC greift hierauf zurück.

Letzteres verfügt erfreulicherweise auch über eine Sprachsteuerung und so lässt sich nicht nur das Smartphone oder der MP3-Player mit dem Fahrzeug vernetzen, sondern sämtliche Funktionen per Sprache bedienen.

SYNC liest dabei sogar eingehende Text-Nachrichten, kurz SMS, vor und bietet dem Fahrer die Möglichkeit mittels vorbereiteter Textbausteine rasch und ohne einen Handgriff zu antworten.

Die Fahrzeuge von Ford zeichnet durch die Bank weg ein knackig-dynamisches Fahrwerk aus, so auch den neuen B-MAX. Basierend auf der Grundarchitektur des Fiesta überzeugt der Mini-Van jedoch nicht nur durch seine Agilität und seine Wendigkeit, gemessen in 10,45 Meter. Auch vorbildliche Komfortreserven hält der Kölner bei all der Sportlichkeit bereit.

Letztlich ist es aber dann doch die spielerische Kurvenjagd die uns immer wieder überrascht und erfreut. Wenn auch mit einer elektronisch geregeltenDifferenzialsperre „Torque Vectoring Control“ und einer sehr präzisen elektrischen EPAS-Servolenkung ausgestattet, hätten wir solch ein souveränes Fahrverhalten nicht erwartet, zumal es sich um ein Van-Konzept mit leicht erhöhter Karosserie handelt.

Einen ebenso soliden und zuverlässigen Eindruck hinterlies auch das schnell ansprechende Bremssystem während unserer ersten Ausfahrt.

Bereits im neuen Ford Focus durften wir die effiziente Ecoboost-Motoren-Generation erleben, die nun auch im neuen B-MAX in zwei Leistungsstufen erhältlich ist. So ist der EcoBoost-Benzindirekteinspritzer mit einem Liter Hubraum und drei Zylindern mit 100 PS als auch in einer 120 PS-Variante, die zugleich die Topmotorisierung darstellt, verfügbar.

Beide stets mit einem Start-Stopp-System ausgestattet, erreichen laut Hersteller einen Durchschnittsverbrauch von 4,9 Litern auf 100 Kilometer. In Anbetracht eines Benziners sind das Topwerte, die einzig von den beiden Dieselmotoren unterboten werden.

Ob Ecoboost oder 1,5 Liter Duratorq TDCi bzw. der stärkere 1,6 l TDCi, sind die sparsamen Aggregate nicht nur mit einer Start-Stopp-Automatik versehen. Eine Schaltempfehlungsanzeige, der ECO-Mode und das Energie-Rückgewinnungs-System helfen ebenso Sprit zu sparen, wie die EPAS-Servolenkung.

Doch Effizienz schließt Fahrvergnügen nicht aus, wie wir Ihnen am Beispiel des 88 kW (120 PS) starken Dreizylinders aufzeigen wollen.

Unglaublich drehfreudig entfaltet sich das maximale Drehmoment von 200 Nm bereits ab 1.400 Umdrehungen und steht bis 4.500 Touren über ein breites Drehzahlband zur Verfügung. So geht es schon von unten heraus richtig flott los, begleitet von einem sportlich-kernigen Motorensound, der viel mehranimierend als unangenehm wahrgenommen wird.

Nach 11,2 Sekunden haben wir bereits die Tempo 100 erreicht. Wenn es danach auch zugegeben nicht mehr ganz so spritzig weiter geht, so erreicht der B-MAX dennoch ohne sich zu quälen eine Höchstgeschwindigkeit von 189 km/h.

Und gerade bei diesen höheren Geschwindigkeiten hätten wir gerne auf einen sechsten Gang zurückgegriffen. Wenn auch der Handschalter mit seinen fünf Gängen exakt und auf kurzen Wegen geführt ist, so wäre ein zusätzlicher Gang doch auch im Sinne des „Kraftstoff sparens“ gewesen. Doch nur der 1,6-Liter-Duratec-Motor ist an ein PowerShift-Automatikgetriebe mit sechs Gängen gekoppelt.

Trotz des Fehlens einer B-Säule müssen Sie Seitencrashs nicht fürchten. Die Karosseriestruktur und die Türen, die zu 58 Prozent aus hochfesten und ultrahochfesten Stählen bestehen, stellen ein sicheres Grundgerüst dar.

Sind die Türen geschlossen steht der B-MAX dank spezieller Sicherheits-Türverschlüsse und verstärkten Verriegelungsmechanismen einem herkömmlichen Türkonzept in nichts nach.

Doch auf eine sichere Rüstung allein möchten sich die Kölner nicht verlassen und rüsten das Familienfahrzeug serienmäßig unter anderem mit Front- und 3D-Seitenairbags, Kopf-Schulterairbags, die bis in den Fond reichen, sowie einen Knieairbag für den Fahrer aus.

Des weiteren kann der B-MAX mit dem bereits aus dem Ford Focus bekannten Active City Stop-System ausgestattet werden. Auffahrunfälle können so bis zu Geschwindigkeiten von 30 Stundenkilometer vermindert oder gar verhindert werden.

Ebenso konnte die von Ford entwickelte Funktion SYNC bereits zahlreiche Preise einheimsen. Dass es sich dabei um mehr als nur ein sprachgesteuertesMultimedia-Bediensystem handelt, das beispielsweise Ihr Mobiltelefon via Bluetooth mit dem Fahrzeug vernetzt, beweist der Notruf-Assistent.

Dieser setzt nach einem Verkehrsunfall automatisch einen Notruf ab und alarmiert die Rettungskräfte in der jeweils richtigen Landessprache und das in mehr als 30 Ländern. Außerdem greift das System auf die GPS-Koordinaten des Fahrzeugs, Kartendarstellungen und Mobilfunknetz-Informationen zurück, um den Helfern somit eine bestmögliche und exakte Angabe zum Standort zu übermitteln und eine rasche Hilfe zu garantieren.

Während die Einstiegsvariante Ambiente ab 15.950,- Euro den kleinsten Motoren 1.4 l Duratec und dem 1.5 l TDCi vorbehalten ist, steht die nächst höhere Ausstattung Trend zwischen 16.450,- und 18.750,- als einzigstes Niveau allen Motoren zur Wahl.

Die Version Titanium ist nicht für den kleinsten Diesel verfügbar und die Topausstattung Individual für mindestens 21.650,- Euro ist ohnehin nur kombinierbar mit Motoren mit einer Leistung über 100 PS.

Allerdings sei ein ganz genauer Blick in die Preisliste empfohlen, denn das Basismodell verfügt über keinen Bordcomputer, geschweige denn eine Klimaanlage oder ein Audiosystem. So sind allein für die letzten beiden Posten knapp zweitausend Euro Aufpreis fällig.

Und selbst in der „attraktiv“ beworbenen Version Trend sind diese beiden Features nicht inbegriffen, im Vergleich zur Basis kann diese Variante aber auch mit dem Audiosystem inklusive Ford SYNC und Notruf-Assistent ausgestattet werden.

Leider nur wenig tröstlich, diese Optionen sind auch zusammengefasst in drei zur Wahl stehenden Cool&Sound-Paketen inkl. Preisvorteilen von bis zu 790,- Euro erhältlich.
Eine Entscheidung diefür uns absolut nicht nachvollziehbar ist, stellt jedoch die Tatsache dar, dass laut Preisliste keine der Ausstattungen serienmäßig über ein Audiosystem verfügt.

Kann das heut zu tage wirklich noch der Fall sein?

Stand: Februar 2012; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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