// / Toyota Yaris Hybrid setzt den Öko-Trend fort

Autohersteller

Toyota Yaris Hybrid setzt den Öko-Trend fort

Wenn es um das umfassendste Hybridangebot geht, kann Toyota wahrlich keiner das Wasser reichen. Bis hin zum Kleinsten, dem Yaris Hybrid decken die Japaner nun mit Toyota/Lexus ein sehr umfassendes „grünes“ Portfolio ab. Im Segment der Kleinwagen ist ihm dank Vollhybrid-Konzept sogar eine Alleinstellung sicher, da der Honda Jazz von einem Parallel-Hybriden angetrieben wird. Zudem bietet Toyota seinen Wagen um rund dreitausend Euro günstiger an und die Technologie nimmt im Gegensatz zum Jazz Hybrid auch keinen Einfluss auf das Raumangebot.

Denn da die Batterie ihren Platz unter der Rückbank findet, fasst das Ladeabteil uneingeschränkte 286 Liter, dieser Stauraum kann durch Umlegen der Rücksitze mühelos auf bis zu 786 Liter vergrößert werden.

Auch das großzügige Platzangebot für bis zu fünf Passagiere ist identisch mit dem des konventionellen Yaris.

Auf die optische Ausrichtung des Innenraums nimmt der Hybrid nur gering Einfluss. Die kennzeichnenden Ausstattungsmerkmale betreffen gerade die Instrumenteneinheit und nehmen Einfluss auf das Toyota Touch System, das auch im Yaris Hybrid ausgenommen von der Einstiegsvariante serienmäßig an Bord ist.

Das neue Multimedia-System mit Touchscreen-Interface und 6,1 Zoll großem Display umfasst hierbei nicht nur das Radio, einen MP3-kompatiblen CD-Spieler, eineBluetooth-Freisprecheinrichtung inklusive automatischer Synchronisierung der Telefonbuch-Kontakte und eine Rückfahrkamera, sondern gibt neben den Standardinformationen auch speziell Auskunft über die Funktionsweise des Hybridantriebes.

Auch hier kann der Kunde wenn gewünscht für faire 550,- Euro das Paket um das Navigationssystem Touch&GoTM erweitern. Dabei können nicht nur besonders umweltverträgliche Fahrstrecken errechnet werden, in Verbindung mit einem Smartphone besteht außerdem die Möglichkeit auf Google Local Search Funktionen zu zugreifen und per Google Maps Ziele und Points of Interest direkt als Fahrziel herunterzuladen.

Des weiteren stehen Touch&Go Apps die über Wetterdaten bis hin zu Spritpreisen informieren zum Download bereit.

Die äußerlichenVeränderungen des Hybriden zum Basis-Yaris wurden weniger der Optik wegen, sondern vielmehr der Aerodynamik und Effizienz wegen vorgenommen.

So kommen an der Front ein modifizierter Kühlergrill mit einem schmalen Lufteinlass oben und einem stark vergrößerten Einlass unten sowie veränderten Scheinwerfern mit LED-Tagfahrleuchten zum Tragen. Im direkten Vergleich gewinnt die ohnehin sportliche Ausrichtung beim Hybriden sogar noch zusätzlich an Dynamik.

Während der Radstand unverändert blieb, hat der Yaris Hybrid rein an der Front einen Zuwachs von 20 Millimeter zu verbuchen.

Das typische blaue Hybrid-Markenlogo tauchtnicht nur am Kühlergrill auf, auch die Seitenansicht sowie das Heck kennzeichnen das umweltbewusste Modell.

Im Gegensatz zur herkömmlich angetriebenen Version, sind die Heckleuchten beim Hybriden außerdem unter einer Klarglasabdeckung gefasst und mit LEDs versehen.

Die schlechte Übersichtlichkeit teilen sich beide Yaris-Varianten, ab dem zweiten Ausstattungsniveau Life steht einem jedoch eine serienmäßige Rückfahrkamera helfend zur Seite.

Wenn auch nicht immer alles gut im Blick liegt, so lässt sich der Kleine dank elektrischer Servolenkung in der Stadt mit Leichtigkeit manövrieren und zeigt sich mit einem Wendekreis von zehn Metern wunderbar wendig.

Mit zunehmendem Tempo und schnellerer Gangart könnte der Japaner aber eine präzisere Rückmeldung vermitteln. Ohnehin liegt dem Fahrwerk, das nochmals an den Hybriden angepasst wurde, der sportliche Ritt weniger. Auf Seiten des Komforts geben einzig die ganz groben Schlaglöcher Anlass zur Kritik.

Nicht ohne Grund Komfortfeature genannt, der Tippblinker, der wie bei Toyota üblich leider auch hier fehlt.

Dafür kommen beim Hybrid nicht nur vorn Scheibenbremsen serienmäßig zum Einsatz. Das regenerative Bremssystem wird außerdem von einer elektronischen Bremskraftverteilung EBD, einem Bremsassistenten, der Antriebsschlupfregelung TRC und dem Stabilitätsprogramm VSC zuverlässig unterstützt.

In der City ist der YarisHybrid zwar spritzig, doch bei weitem nicht so rasant, wie er im Fernsehspot beworben wird. Der Effekt, dass der Kaffee überschwappt ist dagegen beim Bremsen gegeben. Dadurch, dass die Motorbremswirkung deutlich geringer ist als bei einem herkömmlich angetriebenen Fahrzeug, muss man sich an die Dosierung besser gesagt an den Überschuss den man durch die mangelnde Geschwindigkeitsreduzierung hat, gewöhnen.

Außerhalb der Stadt geht dem Kleinwagen spürbar die Luft aus. Angenehmer bewegt man sich hier wenn man nur dahingleitet, dann ist der Motor auch ruhiger. Gefordert wirkt dieser zu angestrengt und wird unangenehm laut.

Das liegt zum einen an dem stufenlosen Automatikgetriebe CVT, dass den Motor schlagartig hochdrehen lässt, allerdings nur gemächlich beschleunigt – rein gefühlt ist hier eher von Entschleunigung zu sprechen.

Wer jedoch eine ruhigere Gangart an den Tag legt, ist nicht nur mit der Motorisierung, sondern auch mit dem Getriebe sehr gut bedient.

Um den Vollhybriden auch im kleinen Yaris einsetzen zu können, musste das bewährte System an Größe und Gewicht verlieren. Mit nun 1,5 Litern Hubraum ist die gesamte Hybridkomponente auch um 20 Prozent leichter und verständlicherweise auch etwas schwächer.

So liegt die kombinierte Systemleistung bei 74 kW / 100 PS. Während der Benzinmotor 55 kW / 74 PS sowie ein maximales Drehmoment von 111 Nm leistet, liegt dieE-Maschine bei 45 kW / 61 PS, deren Drehmoment bei maximal 169 Nm sogar noch etwas höher liegt.

Zunächst wird der Yaris elektrisch in Fahrt gesetzt, bis 50 km/h kann der Hybrid im EV-Modus auch so weiterfahren, allerdings liegt die maximale Wegstrecke rein elektroangetrieben bei zwei Kilometern.

Ohnehin muss das Gaspedal recht behutsam bedient werden, bei der kleinsten Beschleunigung schaltet sich der Benzinmotor hinzu.

Um jedoch die Messwerte von 11,8 Sekunden von Null auf Tempo 100 sowie die Topspeed von 165 Stundenkilometern zu erreichen, ist wiederum der feste Tritt einfach nötig.

Wenn auch die Batterie deutlich kleiner wurde, so handelt es sich auch weiterhin um eine Nickel-Metallhydrid-Batterie anstelle von moderner Lithium-Ionen-Technik. Diese lädt sich nicht nur in Form des Generators, dem E-Motor, gerade beim Bremsen rekuperiert der Yaris Strom, dieser Vorgang wird in der Getriebestellung „B“ nochmals verstärkt.

3,5 Liter Durchschnittsverbrauch verspricht Toyota dem Kunden, eine Ansage die im realen Fahrbetrieb einfach nicht zu erreichen ist. Dennoch ist der kleinste Hybrid im alltäglichen mit unter fünf Litern durchaus sparsam zu bewegen. Die Verbrauchsanzeige im Skalendesign steigt bei getretenem Gaspedal aber auch gerne bis auf neun Liter hoch. Wer sich letztlich aber für einen Hybriden entscheidet, setzt seinen Fokus natürlich auf umweltbewusste Fahrweise unddiese wird schlussendlich mit 79 Gramm pro Kilomter CO2-Ausstoß quittiert. Im aktivierten Eco-Mode arbeitet nicht nur die Klimaautomatik mit Blick auf Sparsamkeit, auch die Gaspedalannahme ist spürbar zurückhaltender.

Auf teure Hybridaufpreise verzichtet Toyota erfreulicherweise und so startet der Yaris Hybrid in der Basis bei 16.950 Euro, die bereits eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, elektrisch einstellbare Außenspiegel sowie elektrische Fensterheber vorn aufweisen kann.

Darauf baut die von uns gefahrene „Yaris Hybrid Life“-Version für 17.900,- Euro auf. Neben dem Multimedia-Audiosystem Toyota Touch, das mit einem 6,1-Zoll-Farb-Touchscreen-Monitor, einer Rückfahrkamera, der Bluetooth-Freisprecheinrichtung und so einigem mehr aufwartet, umfasst diese Austattungslinie außerdem ein lederbezogenes Multifunktionslenkrad, einen zweifach höhenverstellbaren Gepäckraumboden, Rückleuchten mit LED-Technik sowie eine Funkfernbedienung für die Zentralverriegelung.

Mit 19.200,- Euro ist die Topversion Club angepriesen, die dann nicht nur auf 16-Zoll-Leichtmetallräder daherrollt, sondern über den Motor-Start-/Stopp-Knopf, Nebelscheinwerfer, einen Dachspoiler, elektrische Fensterheber auch im Fond, einen ebenfalls in Höhe verstellbaren Beifahrersitz oder ein gekühltes Handschuhfach verfügt.

Sollte es der Geldbeutel noch hergeben, so können die beiden höheren Ausstattungen zusätzlich mitgut geschnürten Paketen oder Einzeloptionen aufgewertet werden.
Eine Einparkhilfe sowie die Mica-/Metallic-Lackierung bzw. Perleffekt-Lackierung montblancweiß steht wiederum allen Yaris Hybrid-Modellen optional zur Wahl.

Stand: Juni 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ähnliche Beiträge

Kommentare

Keine Kommentare for “Toyota Yaris Hybrid setzt den Öko-Trend fort”

Kommentar schreiben

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Archive

banner