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Toyota Auris Touring Sports 2.0 D-4D Life

Die Kombiversionen im Segment der Kompaktklassefahrzeuge erfreuen sich einer großen Beliebtheit, so war es nur verständlich, dass Toyota nach langer Abstinenz auch hier wieder mitmischen möchte. Und zwar mit keinem Geringerem als dem Auris Touring Sports, der es dem Platzhirsch aus Wolfsburg wahrlich schwer macht. Denn der Toyota Auris TS zog nicht nur ein dynamisch-attraktives Blechkleid über, er bietet flexiblen Stauraum, ein breites Portfolio an effizienten Motoren bis hin zum Hybridantrieb sowie zahlreiche und umfangreich bestückte Ausstattungsvarianten. Und das alles geht mit einer deutlichen Preisersparnis einher.

Die markante Front mit dem trapezförmigen Lufteinlass und der schmalen pfeilförmigen Einheit bestehend aus Kühlergrill und Scheinwerfern ist identisch mit dem Gesicht der fünftürigen Auris Limousine.

Dieses schnittige Design setzt Toyota gerade für einen Kombi gelungen fort. Flach abfallend verläuft die Dachlinie nach hinten und mündet im integrierten Dachspoiler, die serienmäßige Leichtmetall-Dachreling fügt sich in diese sportliche Silhouette gelungen ein. Die schwarz gehaltenen Dachsäulen und gerade die in glänzendem Klavierlack-Finish gehaltene B-Säule setzen dabei tolle Akzente.

Kontrastreich geht es auch am Heck zu, das im Kernebenfalls vom Fünftürer übernommen wurde. Die weit in die Seitenlinie gezogenen Rückleuchten stechen hierbei ebenso scharf hervor wie der angedeutete Diffusor am unteren Teil der Heckschürze. Die Chromzierleiste sorgt, wie auch schon beim Kühlergrill, für den gewissen Feinschliff.

Ein genauer Blick in die technischen Daten lässt bereits erahnen, dass der Auris Touring Sports seine Vorteile gegenüber dem Fünftürer rein beim Kofferraum ausspielt, da beide Modelle über den gleichen Radstand verfügen.

Knapp über 28 Zentimeter länger trumpft die Kombivariante jedoch mit einem Stauvolumen von 530 Litern auf, was einem Plus von 170 Litern bereits in der Standardkonfiguration entspricht.

Diese Steigerung wächst bei maximaler Zuladung sogar auf 468 Liter an, womit der TS ein Gesamtvolumen von 1.658 Liter erreicht. Hierzu müssen einzig die Rücksitzlehnen umgelegt werden, dies ist dank Easy Flat Konzept mittels zwei einfachen Handgriffen im Verhältnis 60:40 möglich.

Nutzen wir zudem den doppelten Ladeboden, können wir auf eine ebene Ladefläche zugreifen. Dank angenehm niedriger Ladekante und großzügiger Ladeluke lässt sich der Auris rückenfreundlich be- und entladen.

Während unter dem Einlegeboden weitere Ablagen zu finden sind, weist der Kofferraum des Auris Touring Sports nicht nur seitliche Zusatzfächer sondernauch ein praktisches Trennnetz, Verzurrösen, Haken und einen weiteren 12V-Bordspannungsanschluss auf. Einzig auf eine umklappbare Beifahrersitzlehne hat Toyota verzichtet.

Das neue Abdeckrollo in Verbindung mit dem Gepäcknetz lässt sich wiederum gut gelöst im Zwischenboden ablegen und gibt somit den Weg auch für große oder sperrige Gegenstände frei. Eine pfiffige Detaillösung stellt außerdem die neue Arretierstufe dar, die den schnellen Zugriff zum Kofferraum ermöglicht.

Aber auch der Innenraum zeigt sich von seiner durchdachten, praktischen Seite, so können die Insassen nicht nur auf eine Vielzahl weiterer Verstaumöglichkeiten zurückgreifen, auch Kleiderhaken, Getränke- und Flaschenhalter, sowie ein Fach für Münzen oder eine variierbare Mittelarmlehne sind hier serienmäßig.

Neben den großzügigen und komfortablen Platzverhältnisse im Fond übernimmt die Kombivariante auch die angenehm geformten und groß dimensionierten Sitze des Fünftürers, wie auch dessen klar strukturiertes Cockpit.

Mit Fokus auf eine logische und intuitive Anordnung erweist sich der Innenraum mit groß ausgeführten und klar gegliederten Bedienelementen zwar im Vergleich zur äußeren Hülle etwas nüchtern, zeigt sich aber in der Verarbeitung und Anmutung mit Softtouch-Oberflächen und Dekor-Einlagen in Silber angenehm wertig.

Dasdynamische Dress des Auris Touring Sports lässt, wie auch der Name, eine sportliche Fahrwerksauslegung erwarten.
Letztlich erweist sich die Abstimmung mit einer Doppelquerlenker-Hinterachse beim 2.0 D-4D als angenehm ausgewogen.

Und so überzeugt der Kombi sowohl bei der sportlichen Kurvenhatz als auch bei Langstreckenfahrten. Der Komfortanspruch wird positiv erfüllt, einzig die groben kurzen Schläge dringen nach innen durch, das ist dem Auris TS aber zu verzeihen.

Das Handling vermittelt einen durchaus dynamischen Eindruck, leicht untersteuernd verlangt der Kombi dem Fahrer auch bei hohem Tempo keine Zauberkünste ab. Verlassen kann man sich hierbei ohnehin stets auf die Stabilitätskontrolle VSC.

Die an sich angenehm direkte Lenkung verlangt nur um die Mittellage eine präzisere Auslegung und bietet in sportlichen Fahrsituationen etwas zu wenig Rückmeldung.

Nichts zu meckern, gibt es bei der Bremse. Diese ist angenehm zu dosieren und erwies sich als standfest und zuverlässig und das selbst bei Vollbremsungen aus hohem Tempo heraus.

Toyota machte sich in der Vergangenheit gerade was Hybridantriebe anbelangt einen großen Namen und setzt diese Technologie selbstverständlich auch im neuen Auris Touring Sports ein.

Darüber hinaus haben die Japaner noch zahlreiche andere Motoren im Angebot, wie beispielsweise dentollen 2,0-Liter D-4D Turbodieselmotor, der auch in unserem Testwagen verbaut war.

Mit 124 PS sowie einem Drehmoment von 320 Nm garantiert der Selbstzünder ein flottes Vorankommen und zieht bereits von unten heraus souverän los, schafft es in 10,5 Sekunden von Null auf Tempo 100. Mit einer Topspeed von 195 km/h müssen wir uns auch auf der Autobahn nicht so schnell geschlagen geben. Der Griff zum angenehm geführten Schaltgetriebe ist dabei eine absolut feine Sache und vor allem bei Langstreckenfahrten freut man sich darüber, dass einem ein effizienter sechster Gang zur Seite steht.

Wer die von Toyota angegebenen Verbrauchswerte von 4,4 Liter im Schnitt realisieren möchte, sollte allerdings Zurückhaltung an den Tag legen. Wenn auch stets kein wirklicher Spritschlucker, so sind im Alltag doch eher mit rund fünf bzw. 5,5 Liter zu rechnen.

Mit dem Zwei-Liter-Diesel sind wir jedoch nicht nur souverän und sparsam, sondern auch kultiviert unterwegs. Auf das von Selbstzündern durchaus bekannte kernige Dieseln, gerade unter Volllast, verzichtet der Toyota-Spross völlig und zeigt sich akustisch stets zurückhaltend.

Selbst Kompaktklassewagen verzichten heut zu tage nicht mehr auf Fahrerassistenzsysteme, wie Ford und Co. aufzeigen. Toyota springt auf diesen Zug jedoch nicht auf und stellt diese, wie beispielsweise einenSpurhalteassistent oder Toter-Winkel-Warner auch nicht gegen Aufpreis zur Wahl.

Dennoch zeigt Toyota mit dem neuen Auris TS auf, dass sie auch ohne „Helfer“ Bestwertungen im Euro NCAP Crashtest erzielen.

Nun gut, ganz ohne elektronische Hilfen geht auch der Auris nicht ans Werk und ist mit ABS inkl. elektronischer Bremskraftverteilung EBD, einem Bremsassistenten, dem elektronischen Stabilitätsprogramm VSC+, der Berganfahrhilfe HAC und dem dynamischen Bremslicht ausgestattet.

Ein umfassendes Angebot an Airbags bis hin zum Knieairbag sind im serienmäßigen Umfang ebenso enthalten wie das gewohnte Aufgebot an Dreipunkt-Sicherheitsgurten und Kopfstützen auf allen Plätzen.

Mit fünf Ausstattungsvarianten bietet Toyota dem Kunden wahrlich die Qual der Wahl.

Die Basis „Auris Touring Sports“ startet in Kombination mit dem 1,33-l-Dual-VVT-i Benziner ab 17.150,- Euro und kann bereits mit einer soliden Serienausstattung aufwarten. Darauf bauen die Varianten „Cool“, „Life“, „Life Plus“ und „Executive“ auf.

Unser Testwagen mit der 2.0-l-D-4D Dieselmotorisierung war für 24.750,- Euro in der Variante „Life“ mit elektrischen Fensterhebern vorne, elektrisch einstellbaren Außenspiegeln, einer Zentralverriegelung, einer Klimaautomatik, dem Multimedia-System Toyota Touch mit 6,1 Zoll Touchscreen-Display und Rückfahrkamera sowie einerBluetooth-Schnittstelle für die Freisprecheinrichtung, einen AUX-Anschluss sowie einem USB-Port, einem höhenverstellbaren Beifahrersitz, dem praktischen Einlegeboden für den Kofferraum und Nebelscheinwerfern serienmäßig bestückt.

Stand: April 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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