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Suzuki Swift Sport

Erstmals mit Turbolader ausgerüstet, kommt der 1.4 Liter BOOSTERJET-Motor im Suzuki Swift Sport auf 103 kW/140 PS und 230 Nm Drehmoment. Der Suzuki Swift Sport rückt den Fahrspaß auf eine begeisternde Art und Weise in den Vordergrund, ohne die Alltagstauglichkeit aus den Augen zu verlieren.

Bereits seine optische Präsenz lässt einen strahlen, wenn er einem stolz sein Heck mit dem Diffusor in Carbon-Optik und den zwei genialen Auspuffendrohren entgegenstreckt. Der Dachkantenspoiler und die abgedunkelten Scheiben machen den Auftritt hier perfekt.

Mit Seitenschwellern, einer Frontspoilerlippe, der speziell modifizierten Frontpartie und den rundum verbauten schwarzen Bauteilen setzt der Swift Sport im Gesamten auf den sportiven und muskulösen Look, ohne aber albern oder aufgemotzt zu wirken.

Die sportlichen Vorzüge perfekt in Szene, setzt die exklusive und ohne Aufpreis erhältliche Lackierung „Champion Yellow“, die an das Suzuki Works Rallyefahrzeug aus der Junioren-Rallye-Weltmeisterschaft erinnert.

Mit einer Länge von 3,89Meter ein Kleinwagen durch und durch, kommt der Suzuki Swift auf einen Radstand von 2,45 Meter, ein Raumwunder zu erwarten, wäre vermessen. Und doch ist das Raumgefühl aufgrund der üppigen Kopffreiheit angenehm luftig. Mit 1.80 Meter kommen wir zwar auch auf der Rückbank unter, doch der Lieblingsplatz ist ganz klar hinter dem unten abgeflachten Lenkrad, das sowohl in der Höhe wie auch in der Weite verstellbar ist.

Die eng geschnittenen Sportsitze mit integrierten Kopfstützen nehmen einen richtig gut auf, im Gegensatz zum Beifahrersitz kann man als Fahrer den Sitz auch in der Höhe verstellen.

Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und in der Bedienung sehr intuitiv und verständlich. Die Verarbeitung entspricht Kleinwagen-Niveau – legt hier manch Mitbewerber die Messlatte deutlich höher – die Materialauswahl ist aber zu verschmerzen und stößt nicht negativ auf.

Die roten Nähte und Dekoreinlagen sollen das sportliche Ambiente hervorheben, gefallen uns persönlich in Verbindung mit dem knalligen Gelb des Blechkleides jedoch weniger.

Der rot eingefärbte Drehzahlmesser steht derInstrumenteneinheit allerdings sehr gut und vermittelt gerade in Kombination mit den zusätzlichen Anzeigen für Ladedruck und Öltemperatur ein tollen sportlichen Auftritt.

Der Suzuki Swift Sport ist serienmäßig mit einem bluetooth-fähigen Infotainment-System inklusive 3D-Navigationssystem ausgestattet und in der Lage, Ihr Smartphone mittels Apple CarPlay, Android Auto und MirrorLink perfekt mit dem Fahrzeug zu vernetzen, die Apps werden auf den 7-Zoll-Touchscreen gespiegelt.

250 Liter Fassungsvermögen gehen für einen Kleinwagen absolut in Ordnung, der Suzuki Swift Sport ist durch entfernen der Kofferraumabdeckung im ersten Schritt auf 330 Liter erweiterbar und lässt sich durch umklappen der Rückbank (asymmetrisch geteilt) im Handumdrehen auf 585 bzw. 955 Liter bei dachhoher Beladung vergrößern. Die Kopfstützen müssen hierzu nicht abgenommen werden, doch eine Stufe bleibt.

Die Ladekante könnte gerne niedriger sein, ist mit 73 Zentimeter für einen Kleinwagen doch recht hoch. Zudem mangelt es dem Suzuki an einem doppelten Ladeboden und so muss das Ladegut nicht nur weit angehoben, es muss esauch wieder über eine ordentliche Stufe heraus gewuchtet werden.

Der Suzuki Swift Sport bringt es auf ein Leergewicht von gerade mal 970 kg. Gegenüber seinem Vorgänger sind das nochmals stolze 80 Kilo weniger.

Es ist uns eine wahre Freude, den Swift Sport durch die kurvige Straßen zu jagen, die möglichen Geschwindigkeiten sind überraschend hoch, sitzen wir doch letztlich in einem Kleinwagen. Die Sicherheit verliert der Swift dabei nie aus den Augen. Selbst wenn wir es übertreiben, das fein abgestimmte ESP hat das Fahrzeug super im Griff, ohne einen jedoch störend zu bevormunden. Der Swift Sport bleibt jederzeit gut beherrschbar und begeistert mit seiner direkten Lenkung. Präzises Einlenken in engen Kehren ist ein absolutes Vergnügen. Suzuki schreibt den Fahrspaß in diesem kleinen Rennzwerg wirklich sehr hoch. Eine tolle Spaßmaschine.

Und wer sich für den Swift Sport entscheidet, tut dies doch bewusst und wird sich an der knackig straffen Fahrwerksabstimmung keineswegs stören und die kleinen Komforteinbußen bei wirklich schlecht ausgebauten Straßen ohne Murren hinnehmen.

Erstmalsmit Turbolader ausgerüstet, kommt der 1.4 Liter BOOSTERJET-Motor auf 103 kW/140 PS und 230 Nm Drehmoment, die Steigerung von 70 Nm gegenüber dem bisherigen Saugers machen sich natürlich spürbar bemerkbar und so tritt der Suzuki Swift Sport von unten heraus wunderbar spritzig an und bewahrt sich diese Agilität auch in den mittleren Drehzahlbereichen. Maximal wird der Kleine sogar 210 Stundenkilometer schnell.

Das Sechsgang-Schaltgetriebe erlaubt knackig schöne Gangwechsel, die Schaltwege sind angenehm kurz und das Getriebe ist im Gesamten gut geführt. Obendrein lässt sich die Sport-Variante auch wunderbar niedertourig fahren.

Wenn Suzuki jetzt noch einen entsprechenden Motorsound drauf packen würde, denn der wird leider nicht dem großen Fahrspaß gerecht.

Mit Blick rein auf einen Kleinwagen hat er mit 6 ½ Liter bis 7 ½ Liter natürlich keine Vorzeigewerte zu bieten, doch in Anbetracht der gebotenen Performance und Fahrleistungen geht der ermittelte Mixverbrauch absolut in Ordnung. Und auch voll gefordert hält sich der Spritdurst erfreulicherweise sehr zurück.

Suzuki ermittelt für denSwift Sport 6,8 Liter innerorts, 4,8 Liter außerorts und im kombinierten Zyklus 5,6 Liter. Der CO2-Ausstoß beläuft sich auf 125 g/km im kombinierten Testzyklus und erfüllt die Abgasnorm Euro 6.

Der Suzuki Swift Sport kann mit der Abstandserkennung, der Dual-Sensor gestützten aktiven Bremsunterstützung (DSBS), dem Adaptiven Tempomat (ACC), dem Fernlichtassistent sowie
dem Spurhaltewarnsystem und der Müdigkeitserkennung aufwarten und das stets serienmäßig.

Das Spurhaltewarnsystem greift zudem mittels Lenkeingriff ein. Im Geschwindigkeitsbereich von 60 bis 160 km/h aktiv, vibriert nicht nur das Lenkrad, bei einem drohenden Verlassen der Fahrspur hilft das System durch unterstützende Eingriffe, das Fahrzeug in der Spur zu halten.

Ebenfalls ab 60 km/h im Einsatz, die Müdigkeitserkennung, die bei Unachtsamkeit oder Müdigkeit optisch wie auch akustisch warnt.

Für die Metallic-Lackierungen – ausgenommen das serienmäßige Gelb – müssten Sie 500 Euro Aufpreis einberechnen, andere Extras sind in der Preisliste nicht aufgeführt. Denn ob nun das Navigationssystem, die Klimaautomatik, derAdaptive Tempomat, LED-Scheinwerfer und Fernlichtassistent, Sportsitze inklusive Sitzheizung und die Sicherheitsfeatures, alles bereits drin im Preis. Der mit 21.400 Euro absolut fair ist.

Stand: Juli 2019; Test: Redaktionsbüro Lind; Fotos: Suzuki

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