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Suzuki Swift 1.2 Club

Der Swift läuft nun doch schon einige Jährchen auf unseren Straßen, seiner Beliebtheit – vor allem bei Frauen – tut das aber keinen Abbruch. Und mit dem letzten Facelift sieht er noch eine Spur dynamischer aus, macht vor allem von hinten richtig breite Backen. Und die Entwickler haben nicht nur die Größe des kleinen Benziners gesenkt – jetzt 1,2 statt früher 1,3 Liter Hubraum, auch der Verbrauch ist deutlich zurückgegangen, um bis zu zwei Liter. Das erkauft man sich aber mit einer etwas geringeren Fahrleistung, sowohl in der Topspeed wie auch im Sprint. Gesteigert wurde u.a. die Sicherheitsausstattung, so verfügen jetzt alle Modelle auch über einen serienmäßigen Knieairbag für den Fahrer. Der Preis für den 1.2 Club mit 5 Türen beginnt bei 13.790,- Euro.

Auf den ersten Blick sieht der neue Swift aus wie immer. Erst bei genauerem Hinsehen fallen die Modifikationen dann doch deutlicher ins Auge. Während die Silhouette praktisch unverändert blieb, haben sich die Designer, wie so oft bei einem Facelift, an der Front und dem Heck ausgetobt. Wie dem auch sei, der Swift ist ein Auto, das vor allem Frauen sehr gut gefällt, seinem knackigen Hintern kann Mann aber auch nur schwer wiederstehen.

Neue Scheinwerfer, die jetzt noch eine Spur dynamischer daher kommen, ein geänderter Kühlergrill und vor allem eine neue, etwas akzentuiertere Schürze sorgen für einen noch immer frischen Look des japanischen Dauerbrenners.

Auch die Rückleuchten geben dem Wagen jetzt noch mehr Schwung, passen sichmehr den Rundungen des Swift an und stehen etwas schräger, was sich auch auf den Schnitt der Heckklappe auswirkt. Die neuen Linien ziehen sich bis in die ebenfalls ganz neue Heckschürze, das Nummerschild ist weiter nach oben gerutscht. Insgesamt wirkt der Kleine jetzt noch eine Spur breiter und vor allem mit dem großen Dachkantenspoiler (Extra) auch sportlicher.

Im Vergleich zu unserem letzten Swift Testwagen im Jahr 2009 hat sich im Innenraum vor allem am Armaturenbrett einiges getan. Auch hier kommt jetzt viel mehr Schwung ins Spiel, die Mittelkonsole zeigt sich wie aus einem Guss und die gesamten Linien sind jetzt fließender, auch in den Türverkleidungen.

Am meisten ins Auge springt erst mal das schicke Lederlenkrad, vor allem mit seinen peppig roten Nähten, die tauchen dann auch an der Manschette rund um den Schalthebel auf. Auch die Gestaltung des Pralltopfes ist neu und fügt sich gut ins Gesamtbild ein.

Komplett neu gestaltet wurde auch die Instrumenteneinheit, die jetzt aus zwei großen gut ablesbaren und schick gestalteten Rundinstrumenten mit Tacho und Drehzahlmesser sowie daran angelehnten zwei kleineren Rundlingen mit Tank- und Motortemperatur-Anzeige. In der Mitte ist ein Display integriert, mit den Informationen des Bordcomputers.

Der Rest ist mal abgesehen von Farb- oder Stoffvarianten praktisch unverändert. Also alles einfach zu bedienen, gut erreichbar und das Lenkrad kann nur in der Höhe verstellt werden (in der Variante Comfort auch in der Weite), dadurch findet nicht jeder seine optimale Sitzposition, da auch die Lehne vom Sitzmit einem eher grobrastrigen Hebel bedient wird.

Die Sitze sind ausreichend groß, gut ausgeformt und geben so guten Seitenhalt, die Polsterung ist angenehm straff. Das Platzangebot geht vorne vollkommen in Ordnung, hinten stoßen die Knie bei 1,80 m Körpergröße hinter einem 1,80 m großen Fahrer in die stark ausgehöhlte Sitzlehne und man sitzt recht steil, der Kopffreiraum ist okay, die Kopfstützen lassen sich weit genug ausziehen. Schön gelöst ist die sich tief in die Rücksitzlehnen versenkenden Kopfstützen, das sorgt für besseren Rückblick.

Gelingt der Einstieg hinten ebenso gut wie der Ein- und Ausstieg in der ersten Reihe, so wird es beim Raus hinten vor allem im Fußraum etwas eng, erst durch die B-Säule, dann durch die Türverkleidung, und auch die Radhäuser stören ein wenig.

Werfen wir also noch einen Blick in den Kofferraum. Dazu öffnet die Heckklappe schön weit, offenbart eine wenn auch gut geschützte, so aber doch recht hohe Ladekante hinter der es dann auch noch mal über 20 cm nach unten geht. Der Platz reicht gerade so für zwei Einkaufskisten. Was stört ist die Gepäckraumabdeckung.

Sie klappt nicht von allein mit hoch. Lässt man sie unten, stört sie beim Laden, klappt man sie hoch, fällt sie nicht automatisch mit runter wenn man den Kofferraum schließt, und dann stört sie im Rückspiegel die Sicht. Also wieder ausstiegen, Heckklappe hoch, Abdeckung runter … Sport soll ja gesund sein.

Wer mit den 201 Litern Ladevolumen nicht genug hat, kann die Rücksitzlehnen im Verhältnis 40 : 60 umlegen, dann gehen bis zu874 Liter in den Swift, aber es bleibt erneut eine gut 15 cm hohe Stufe. Für die nächste Generation Swift könnten wir uns hier die eine oder andere Verbesserung vorstellen.

Nichts zu mäkeln gibt es am Fahrwerk des Swift. Mit einer sportlichen Grundabstimmung kann er trotzdem genügend Komfort bereit stellen, was vor allem der weiblichen Kundschaft sehr gelegen kommt. Wer es gerne flott mag – und das sind beileibe nicht nur die Herren der Schöpfung – wird sich am agilen Fahrverhalten erfreuen, und an der angenehm straffen Lenkung, der der Swift willig folgt, auch wenn es um enge und schnell wechselnde Kurvenfolgen geht. Dabei fangen die Reifen aber recht schnell das Quietschen an, was aber wohl eher den Winterreifen geschuldet war.

Mit guter Rückmeldung hat man ein gutes Gefühl, das leichte Untersteuern ist gut beherrschbar, die Karosserieneigung hält sich sehr zurück und schließlich gibt es ja auch noch ESP. Das grobe Querrillen und Schlaglöcher natürlich nicht ganz spurlos an den Insassen vorbei gehen kann man getrost in Kauf nehmen.

Wie gehabt kommen an der Vorderachse innenbelüftete Scheibenbremsen und an der Hinterachse Trommelbremsen zum Einsatz. Trotz ABS zog unser Testwagen bei den Vollbremsungen aus Tempo 100 dicke schwarze Striche auf den Asphalt. Aber der Wagen steht spurtreu und sicher nach rund 39 Metern. Allerdings schwamm der Wagen etwas hin und her, wenn die Vollbremsung auf welliger Fahrbahn passierte.

Was den Komfort durchaus erhöhen würde wären Licht- und Regensensoren, aber die hat der Swift Club leider nicht, dafüraber einen Tipp-Blinker. Der Comfort hat dann den Lichtsensor an Bord.

Unter des Haube unseres Swift schlug diesmal ein Benziner-Herz mit 69 kW/ 94 PS, das Basistriebwerk also, das zusammen mit dem maximalen Drehmoment von 118 Nm bei 4.800 U/min. für durchaus ausreichende Fahrleistungen sorgt, auch wenn der frühere 1,3 Liter mit 92 PS deutlich schneller war. So geht es bei Bedarf in 12,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und weiter bis 165 km/h.

Dabei verlangt der Motor bei flotter Fahrweise nach ordentlich Drehzahl und dann wird das 1,2 Liter Aggregat mit seinen vier Zylindern auch schnell laut. Schon ab 70 km/h machen sich zudem Windgeräusche bemerkbar.

Bei normaler Fahrweise im gemischten Verkehr haben wir unsern Swift bei durchwegs Kälte um die -4°mit 5,4 Liter bewegt. Knapp über Null Grad und etwas weniger Kurzstrecke und schon kamen wir mit 5,1 Litern Super auf 100 km hin. Bewegt man den Swift eher flott, sind auch schnell mal 6,2 Liter drin.

Suzuki gibt innerorts 6,1 Liter, außerorts 4,4 Liter und im Mix 5,0 Liter an. Der CO2-Austsoß liegt dann bei 116 g/km. Hier ist der Unterschied zum ehemaligen 1,3 Liter bei bis zu zwei Litern. Start-Stop? Ging nicht! Kein Wunder, hat er nicht, das gibt es auch nur für den Comfort, und auch dann nur in Verbindung mit dem Schaltgetriebe.

Der 1,2-L-Motor ist gekoppelt an einen 5-Gang-Handschalter, der in seiner Abstimmung gut mit dem Motor harmoniert. Der Schalthebel flutsch nur so durch die Kulisse, da greift man gern mal öfter hin. Allerdings würde man sich auf der Autobahn durchaus mal einensechsten Gang wünschen.

In Sachen Sicherheit hat sich auch was getan, neben den normalen Front- und Seitenairbags für die vorderen Sitzplätze sowie Vorhangairbags vorne und hinten gibt es jetzt auch einen Knieairbag für den Fahrer. Die Comfort-Variante hat auch an der Hinterachse Scheibenbremsen und in Verbindung mit dem Automatik-Getriebe verfügt der Swift auch über eine Berganfahrhilfe.

ESP und ABS haben alle Versionen serienmäßig, wie auch Dreipunktsicherheitsgurte (vorne höhenverstellbar und mit Gurtstraffern und -kraftbegrenzern) sowie höhenverstellbare Kopfstützen und ISOFIX auf den hinteren Außensitzen.

Den Suzuki Swift 1.2 bekommen Sie als Fünftürer in der Ausstattung Club für 13.790,- Euro oder als Comfort für 15.290,- Euro. Die mögliche Sonderausstattung beschränkt sich auf eine Metallic-Lackierung für 380,- Euro, für den Comfort gibt es auch noch ein elektrisches Glasschiebedach für 690,- Euro und dann hält Suzuki noch einen Skihalter, Alufelgen, Dachflügel, Mittelarmlehen, Rückfahrwarner und ein Pioneer-Navigationsgerät gegen Aufpreis bereit.

Trotzdem ist der Swift kein Magermix, denn bereits die Club-Variante ist gut ausgestattet, hält serienmäßig getönte Scheiben, Heckscheibenwischer, beheizbare Außenspiegel elektrisch verstellbar, Zentralverriegelung, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, höhenverstellbaren Fahrersitz, höhenverstellbares Lederlenkrad und einen Drehzahlmesser sowie ein CD-Radio mit sechs Lautsprechern – um nur die wichtigsten Dinge zu nennen – bereit.

Die Variante Comfort hat dann eineKlimaautomatik, Tempomat, Sitzheizung vorne, Starterknopf, höhen- und weitenverstellbares Lederlenkrad, Leselampen vorne, Keyless Start, Start-Stopp-System, Lichtsensor und Alufelgen für Sie an Bord.

Stand: Juli 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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Kommentare

2 Kommentare for “Suzuki Swift 1.2 Club”

  1. Auf den Bildern ist der „Club“ mit einem Heckspoiler. Ist der nachträglich oder als Sonderwunsch angebracht worden? Ich kenne den schicken Heckspoiler nur von der der Sportversion.

    Von Torsten Schwammberger | Februar 2, 2015, 11:37
  2. Bei dem Heckspoiler handelt es sich tatsächlich um ein Zubehörteil, das für 149,80 € (ohne Lackierung und Einbau) erworben werden kann.

    Von Redaktion (LL) | Februar 9, 2015, 11:41

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