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Range Rover Sport setzt sich neu in Szene.

Vor acht Jahren begann Land Rover damit, die Modellfamilie des Range Rover mit dem Range Rover Sport nach unten hin abzurunden. Dieser vereinte wiederum die hervorragende Geländetauglichkeit eines Land Rover mit einer für einen Offroader ungewohnten Sportlichkeit und bewahrte sich den Luxus, den man von einem Range nun mal gewohnt war. Diese Kombination stellte einen regelrechten Garanten für Erfolg dar, den die Verantwortlichen nun mit einem völlig neuen und noch sportlicheren Range Rover weiter ausbauen möchten. Dabei zeigt sich der Range Rover Sport im Modelljahr 2014 nicht nur agiler, moderner, effizienter oder sogar luxuriöser. Mit der Möglichkeit, das SUV nun auch in der 5+2-Sitzkonfiguration zu bestellen, steigern die Briten auch die Flexibilität des Fahrzeuges.

Wenn auch etwas in den Abmessungen angewachsen, positioniert sich der neue Range Rover Sport gelungen zwischen dem großen Bruder Range Rover und dem Range Rover Evoque.

Im Gegensatz zur ersten Generation baut sie nun auch auf dem großen Bruder auf, trotzdem teilen sich die beiden Modelle aber nur lediglich 25 Prozent aller Teile. Die größte Gemeinsamkeit fällt dabei auf die Aluminium-Karosseriearchitektur, die dem Sport eine Gewichtsersparnis von 420 Kilogramm einbringt. Dennoch handelt es sich mit über zwei Tonnen beim „Sport“ auch jetzt noch um kein Fliegengewicht.

Das neue Design ist uns im Kern vom jüngst eingeführten Range Rover her bekannt. So verabschiedeten sich beide von den harten Ecken und Kanten. Die deutlich weicher gezeichnete Karosserie erinnert nun weniger an eine Festung, bewahrt sich aber dennoch ihren kraftvollen Auftritt, der aber jetzt wesentlich dynamischer und moderner ausfällt.

Die optischen Einflüsse des Evoque sind hier gerade bei der Seitenansicht gut zu erkennen, mit dem jetzt optisch schwebenden Dach, dassnun je nach Geschmack in den zur Karosserie stehenden Kontrastfarben Grau, Schwarz und Silber erhältlich ist.

Das Dress des Range Rover Sport vereint auf einzigartige Weise sowohl die eleganten als auch die dynamischen Züge. Markante Eyecatcher stellen an Front wie auch Heck die neuen Leuchteneinheiten dar, die sich in Anbetracht der Fahrzeuggröße gewagt und sehr schmal bis weit in den Seitenverlauf des Offroaders ziehen.

Auffallende Akzente setzen beispielsweise auch die verschiedenen Raddesigns in den Größen von 19 bis 22 Zoll, neu darunter und im Range Rover Sport seine Premiere feiernd, das „Viper’s Nest“-Design.

Das massive Cockpit mit seiner klaren Struktur behält sich der Range bei, doch zeigt es sich hier nicht nur dank neu verwendeter Materialien hochwertiger, sondern mit insgesamt elf Innenraum-Farbkonzepten, darunter zwei- und dreifarbige Ausrichtungen sowie verschiedenen zur Wahl stehenden Dekors von Echtholz bis Echtmetall auch absolut stilsicher.

Die nun stärker geneigte Mittelkonsole wurde sozusagen aufgeräumt und die Schalterelemente laut Hersteller um die Hälfte reduziert. Ebenso optimiert wurde auch das rundum neue Multifunktions-Lederlenkrad.

Eine weitere Neuheit fällt beim Blick auf die Instrumenteneinheit ins Auge. Statt altbekannter Rundinstrumente, die einzig in der Basisversion weiterhin verbaut werden, thront hier ein hochauflösendes 12,3-Zoll-Display, dass die Instrumente digital darstellt. Je nach Fahrzustand und gewähltem Modus wechselt die Darstellung sowie Farbe der beiden Hauptinstrumente, so animiert z. B. im Dynamik-Modus das kraftvolle Rot. Auf Wunsch können via Head-up-Display alle wichtigen Fahrzeug- und Navigationsinformationen auch in die Frontscheibe projiziert werden.

In der Mittelkonsole finden wir einen 8-Zoll großen Touchscreen vor. Mit der aufpreispflichtigen „Dual-View“-Technologie kann der Beifahrer hierungestört einen Film ansehen, während der Fahrer auf das Infotainment- oder das Navigationssystem zugreift.

Dass Land Rover im modernen Zeitalter angekommen ist, zeigen schlussendlich die Möglichkeiten auf, mit dem Smartphone oder auch dem Tablet dank WiFi-Hotspot während der Fahrt online zu gehen oder aber mittels entsprechender App den Fahrzeugstatus zu Überwachen. So lässt sich das gute Stück nicht nur im Falle eines Diebstahles orten, auch Notrufe können abgesetzt oder die Land Rover-Pannenhilfe gerufen werden.

Dank neuem und gut ausgeformten Gestühl konnte nicht nur der Reisekomfort gesteigert werden, das Raumangebot profitiert zudem vom angewachsenen Radstand. Doch im Fond finden Großgewachsene nicht nur ein angewachsenes Platzangebot vor, erstmals steht dem Range Rover Sport auch eine dritte Sitzreihe zur Wahl.

Die optionale 5+2-Sitzkonfiguration gibt aber selbst laut Hersteller nur ausreichend Platz für zwei Kinder frei – Schön, dass man uns hier keinen Bären aufbinden möchte. Ebenso erfreulich, dass die zwei zusätzlichen Sitzmöglichkeiten sich mittels elektrischer Betätigung im Nu versenken lassen und der Range Rover Sport so ein uneingeschränktes Kofferraumvolumen bereit hält.

Zudem können die Rücksitze der zweiten Reihe je nach Ausstattung im Verhältnis 60:40 oder 40:20:40 umgelegt und der Stauraum somit erheblich vergrößert werden.

Wenn auch bewusst „SPORT“licher, so geht der Range Rover Sport aber keine Kompromisse bei der Geländegängigkeit ein.

So ist das SUV mit permanentem Allrad serienmäßig mit einstufigem Verteilergetriebe und Torsendifferenzial bestückt, diese verteilt die Kraft im Verhältnis 42 zu 58 zwischen Vorder- und Hinterachse mit Fokus auf bestmögliche Effizienz. Eine automatische Niveauregulierung sowie eine Bergabfahrhilfe runden das Paket ab.

Mit der „Wade Sensing“-Funktion präsentiert Land Rover zudem eineabsolute Weltneuheit. In den Außenspiegeln untergebrachte Infrarotsensoren, messen beim Durchfahren von Wasserpassagen automatisch die Wassertiefe und zeigen dem Fahrer sowohl grafisch als auch akustisch auf, wann die maximale Wattiefe von sehr großzügigen 85 Zentimetern erreicht ist.

Wenn uns auch das Blechkleid letztendlich viel zu schade ist für den harten Offroad-Einsatz, so kann der eingefleischte Landy-Fahrer das „On-/Offroadpaket 2“ ordern. Unter anderem mit zweistufigem Verteilergetriebe, Terrain-Response 2 und aktivem Hinterachs-Sperrdifferenzial. Allerdings zieht dieses Paket dem Käufer auch 4.300,- Euro Aufpreis aus der Tasche.

Das „Terrain Response 2“ (optional für den SDV6, Serie bei V8 Supercharged), das dem Fahrer verschiedene Programme zur Wahl stellt, darunter die Modi „Normal“, „Gras/Schotter/Schnee“, „Schlamm“, „Sand“ und „Felsen“, wartet im Range Rover Sport nun auch mit dem „Dynamik“-Modus auf.

Dieser in Verbindung mit der adaptiven Fahrwerkssteuerung „Adaptive Dynamics“ (nicht für den TDV6 verfügbar), „Dynamic Response“ und dem System „Torque Vectoring“ holt in punkto Sportlichkeit aus dem Range Rover Sport überraschende Qualitäten heraus.

Trotz seiner wuchtigen Proportionen, der Fahrzeughöhe und dem ordentlichen Gewicht macht der Range Rover Sport seinem Namenszusatz alle Ehre. Ohne starke Wankbewegungen jagen wir den Range mit hohem Tempo mühelos und sicher durch die Kurven.

Mit der neuen geschwindigkeitsabhängig und variabel arbeitenden Servolenkung folgt der Brite willig und präzise jeder Lenkbewegung. Dabei wird uns stets eine optimale Rückmeldung vermittelt.

Zweifelsohne erfreuen sich hierzulande gerade die Dieselaggregate bei SUV´s und Offroadern einer großen Beliebtheit, mit einem TDV6 sowie einem SDV6 ist der neue Range Rover Sport auch bereits gut gerüstet. Doch noch in diesem Jahr wird dasAngebot, das zudem einen kraftvollen 5.0 V8 Benziner beinhaltet, um einen drehmomentstarken SDV8-Turbodiesel sowie eine hocheffiziente Diesel-Hybridversion erweitert.

Die 3,0-Liter-V6-Dieselmaschinen wurden für das neue Modelljahr umfassend modifiziert, der Käufer kann dabei zwischen der 258-PS-TDV6-Variante und dem SDV6 mit 292 PS (215 kW) auswählen.

Das maximale Drehmoment liegt mit 600 Newtonmetern stets gleich auf. Mit 7,2 Sekunden hat der stärkere der beiden Motoren die Nase mit 0,4 Sekunden vorn. Die Topspeed von 210 km/h, differiert ausschließlich in der Dynamic-Variante. In diesem Fall schafft es der SDV6 auf Tempo 225.

Das nun in allen Motorvarianten serienmäßig verbaute Stopp-Start-System, reduziert den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu sieben Prozent. Womit es der kleinere Diesel auf 8,3 Liter auf 100 Kilometer bringt, der stärkere Diesel liegt einen halben Liter darüber. Im Mix pendelt sich der Brite je nach Motorisierung bei 7,3 bzw. 7,5 Litern ein.

Wenn er auch nicht das größte Stück des Kuchens einnehmen wird, so ist der leistungsstärkste Motor im Sortiment doch in jedem Fall eine Erwähnung wert. Der 5,0-Liter-V8-Kompressorbenziner, der mit gewaltigen 375 kW / 510 PS sowie einem maximalen Drehmoment von 625 Newtonmetern auffährt, ist dabei nicht nur was den Vortrieb angeht imposant.

Während das Schwergewicht in gerade mal 5,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet, wird die kraftvolle Beschleunigung von einer herausragenden Klangkulisse begleitet.

Wer sich das Lächeln auf den Lippen bewahren möchte, sollte möglichst einen Blick auf die Tanknadel bzw. den Bordcomputer vermeiden, denn bereits die in der Realität kaum erreichbaren Angaben des Herstellers dämpfen etwas die Freude.

Wenn auch sparsamer als noch die Vorgängergeneration, fließen immer noch 12,8 Liter im Schnitt durch die Spritleitungen, in der Stadt sogar 18,3 Liter unddas trotz Stopp-Start-System. Die CO2-Emissionen belaufen sich dabei auf 298 g/km. Hier sind die Dieselvarianten mit 194 / 199 g/km natürlich deutlich effizienter.

Zu einer bedeutenden Veränderung im neuen Range Rover Sport zählt gewiss die elektronisch gesteuerte ZF Achtstufen-Automatik. Mit diesem Getriebe hebt Land Rover den Komfort spürbar, die acht Schaltstufen wechselt der Automat schnell und sanft. Wenn gewünscht, kann der Fahrer aber auch durch Betätigung des Schalthebels oder mittels Wippen am Lenkrad manuell das Ruder übernehmen.

Die ohnehin grundsolide Sicherheitsausstattung wird im Range Rover Sport 2014 von einer Verkehrszeichenerkennung, einem Spurhalte- sowie Fernlichtassistent unterstützt.

Die neue Geschwindigkeitsregelung arbeitet jetzt außerdem mit einem „Queue Assist“, dem Stauassistenten, der allerdings auch mit 2.000,- Euro zu buche schlägt.

Weitere 520,- Euro wären, wenn gewünscht, für den Toter-Winkel-Warner fällig, der Einparkassistent ist mit 680,- Euro Aufpreis gelistet.

Verkaufsstart ist der 20. September 2013 und laut der vorläufigen Preisliste wird der neue Range Rover Sport ab 59.600,- Euro beim Händler stehen, zahlreiche Komfortmerkmale natürlich bereits inklusive.

Außerdem stehen dem kleinen Diesel TDV6 die Niveaus SE und HSE zur Wahl. Die neuen Dynamic-Varianten des HSE sowie Autobiography sind ab 77.700 bzw. 88.700,- Euro ausschließlich in der Kombination mit dem SDV6 (startet ab 69.500 Euro als SE) oder in Verbindung mit dem 5.0 L V8 Supercharged Benziner erhältlich, letzterer verlangt dem Kunden dann aber schon zwischen 88.300,- und 99.200,- Euro ab.

Für diese Varianten kennzeichnend ist neben einem speziell abgestimmten optischen Finish sowie zusätzlichen zur Wahl stehenden Farbkonzepten, beispielsweise die Features Schaltwippen am Lenkrad, eine höhere Endgeschwindigkeit oder rote Bremssättel.

Sowohl dieOptik betreffend als auch was das Fahrwerk, die Sitze, die Kommunikation oder die Assistenten anbelangt, hält die Aufpreisliste außerdem noch das ein oder andere interessante Ausstattungsdetail bereit.

Stand: September 2013; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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