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Opel Corsa – Mehr als nur ein Frauenversteher.

Von den bisherigen vier Corsa-Generationen wurden seit 1982 rund 12,4 Millionen Exemplare verkauft, nun gut, diese Modelle gingen nicht alle nur an Frauen, doch ein Blick in die Historie zeigt auf, dass schon der A-Corsa die weiblichen Herzen im Sturm eroberte, darunter auch das von Steffi Graf, die für den legendären Kleinwagen warb. Und bis heute begleiten erfolgreiche und schöne Frauen den Werdegang des Bestsellers. Erinnern wir uns nur an die Topmodell-Kampagne mit Naomi Campbell und Co. oder das Sondermodell „Satellite“ von Lena Meyer-Landruth. Dass die fünfte Generation nicht nur ausschließlich Frauen anspricht, zeigt jüngst das Interesse von Modeschöpfer Karl Lagerfeld, aber vor allen Dingen die männlichen Reaktionen, die der neue Corsa selbst hervorruft.

Acht Jahre hat sich Opel mit dem neuen Corsa Zeit gelassen, doch bis heute stand die vierte Generation ja auch noch gut im Schuh. Die Entscheidung auf dem bewährten D-Corsa Fahrzeugchassis aufzubauen, scheint somit nicht verwunderlich. Dennoch sorgt die Designsprache, die Opel derzeit bei seinen Modellen verfolgt, auch beim Corsa E für einen völlig neuen Auftritt.

Die markantere Linienführung sowie die schnittigeren Designelemente transportieren den Corsa nicht nur ins moderne Zeitalter, sondern sprechen auch den maskulinen Geschmack deutlicher an, ohne aber die weibliche Fangemeinde zu verprellen.

Besonders signifikant stechen auch bei diesem Rüsselsheimer die flügelförmigen Frontscheinwerfer inklusive LED-Tagfahrlicht und integriertem Abbiegelicht sowie die zweigeteilten Rückleuchten, ebenfalls mit auffallendem Flügelmotiv, ins Auge. Der trapezförmige Kühlergrill mitmarkentypischer Chromspange ist tief angesetzt und scheint dicht über dem Asphalt zu kauern.

Den neuen Corsa wird es auch künftig als Drei- und Fünftürer geben. Die zwei zusätzlichen Türen werden stets mit 750,- Euro berechnet. Die Karosserieabmessungen sind jeweils identisch, die Fenstergrafik sowie der Dachverlauf der dreitürigen Variante ist aber optisch noch eine Spur sportlicher. Die charakterisierende Opel-Sichel darf natürlich bei beiden Karosserievarianten nicht fehlen.

Der gern genannte Quantensprung ist den Opelanern im Innenraum mehr als gelungen. Die Einflüsse des Adam sind deutlich zu erkennen und so sorgen diese auch im Corsa für den gewissen „Wow“-Effekt.

Die horizontale Ausrichtung verleiht dem Cockpit nicht nur mehr Dynamik, sondern in Verbindung mit den feinen und solide verarbeiteten Materialien eine wohlig hohe Anmutung.
Den Kleinwagencharme hat die fünfte Corsa-Generation zweifelsohne abgelegt und bietet dem Kunden wesentlich mehr Personalisierungsmöglichkeiten. Zahlreiche Farbkombinationen und Dekorvarianten setzen die Armaturen gekonnt in Szene, von flippig bis chic, hier ist für jeden Geschmack das Richtige dabei.

Und auch an Komfortmerkmalen aus eigentlich höheren Fahrzeugklassen mangelt es dem kleinen Rüsselsheimer nicht, ob beheizbare Vordersitze oder gar ein angewärmtes Lenkrad, ein tolles großes Panorama-Sonnendach oder die Rückfahrkamera, mit dem notwendigen Kleingeld ist einiges zu haben.

Innovativ zeigt sich der neue Corsa auch seitens des Infotainment-Systems. Das von Opel entwickelte IntelliLink geknüpft an den 7 Zoll großen Touchscreen, umfasst eine Bluetooth-Freisprechanlage und ermöglicht die spielerische Vernetzung sowohl mit Android- als auchApple iOS-Smartphones. Via Bluetooth lassen sich dabei auch mehrere Mobiltelefone gleichzeitig koppeln. Wer über ein Apple-Gerät verfügt, kann zudem die Siri Eyes Free-Sprachsteuerung nutzen und sich eingehende Textnachrichten vorlesen lassen oder diese sowie Mails selbst diktieren.

Je nach Ausstattung muss der Kunde für IntelliLink in der Basisvariante 950,- Euro oder in den höheren Ausstattungen sehr faire 300,- Euro löhnen. Neben dem Zugriff auf Tausende Internetradio-Sender via Stitcher oder Tune-In steht auch die BringGo Navigations-App für lediglich weitere 50,- Euro zur Wahl.

Praktischerweise bleiben die Kartendaten auf dem Smartphone gespeichert, so ist keine dauerhafte Breitbandverbindung notwendig, womit gerade im Ausland Geld eingespart werden kann. Wir persönlich haben mit Bring go keine schlechten Erfahrungen gemacht, einzig die frühe Musikunterbrechung vor Ansage der Navigation würden wir bemängeln.
Die exakten Karosserieabmessungen lassen bereits darauf schließen, dass die Raumverhältnisse des Corsa E mit denen des Vorgängermodells identisch sind. Der Ein- und Ausstieg in den Fondbereich soll in der dreitürigen Variante die Easy Entry-Einstiegshilfe erleichtern, natürlich spielt hier der Fünftürer seine Vorteile aus. Die Platzverhältnisse reichen in beiden Modellen für Erwachsene mit einem Körpermaß von 1,80 Meter bequem aus.
Der Kofferraum fasst unabhängig von der Anzahl der Türen auch künftig 285 bis 1.120 Liter. In der Topausstattung sorgt der doppelte Laderaumboden außerdem für zusätzliche Flexibilität.

Nicht nur bei Opel allgemein, sondern auch im Corsa speziell hat sich der innovative FlexFix-Fahrradträger wahrlich bewährt und so nimmt auch die fünfteGeneration bis zu zwei Fahrräder auf, der Träger ist weiterhin nicht sichtbar im hinteren Stoßfänger integriert.
Das Fahrwerk des Corsa E wurde grundlegend überarbeitet, u.a. mit tieferem Schwerpunkt liegt die neue Generation noch satter auf der Straße. Außerdem hat der Kunde die Möglichkeit, neben der Basisabstimmung auf die sportlichere Variante mit steiferen Federn und Stoßdämpfern sowie serienmäßig aufgezogenen 17-Zoll-Leichtmetallrädern auszuweichen.

Unglaublich agil lässt sich das Fahrzeug durch die Kurven fahren, so schnell ist der Corsa nicht aus der Ruhe zu bringen. Einzig bei groben Straßenschäden ist die Ruhe dahin, denn diese poltern leider auch akustisch sehr durch.

Die Sanierungsarbeiten beinhalten auch die Servolenkung. Diese, an sich sehr direkt, reagiert für unseren Geschmack aber teils schon zu empfindlich. Eine Tatsache an die man sich jedoch gewöhnt.

Zudem umfasst die neue Konstruktion den City-Modus, wird dieser bei niedrigen Geschwindigkeiten aktiviert, lässt sich der Corsa mit erhöhter Lenkkraftunterstützung noch spielerischer manövrieren.

Leichtes Spiel haben wir mit dem Corsa auch dank der gut dosierbaren Bremsanlage. Die Bremsscheiben rundum, vorn innenbelüftet, sprechen schnell an und packen auch aus hohem Tempo fest zu.

Der Opel Corsa zählt zwar größentechnisch zu den Kleinwagen, sein Motorenangebot übertrifft aber die meisten Mitbewerber bei weitem, neben den zwei modifizierten Dieselmotoren, die ein Leistungsspektrum von 75 und 95 PS abdecken, stehen fünf Benziner von 70 bis 115 PS zur Wahl.

Darunter der Drei-Zylinder 1.0 ECOTEC Direct Injection Turbo, der im Adam Rocks seine große Premiere feierte und nun auch im Opel Corsa zu haben ist. Mitden Leistungsstufen 66 kW /90 PS und 85 kW / 115 PS gibt Opel dem Kunden aber auch hier noch mal die Möglichkeit zu wählen.

Das maximale Drehmoment von durchzugsstarken 170 Newtonmetern ab 1.800 U/min haben beide gemeinsam, ebenso die überraschende Laufruhe des Aggregates, die uns bereits beim Adam überzeugt hat.

Nicht zu vergessen der Fahrspaß, den der Dreizylinder mit sich bringt. Während beim schwächeren 1.0 ECOTEC lediglich 11,9 Sekunden vergehen, schafft es der Stärkere sogar in 10,3 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100. Die Topspeed liegt mit 180 bzw. 195 Stundenkilometern für einen dreizylindrigen Kleinwagen ebenso auf hohem Niveau.

Und das bei vorbildlichen Verbrauchswerten, laut Hersteller sind inklusive serienmäßiger Start/Stop-Technologie bestenfalls 4,3 Liter in der 90-PS und 5,9 Liter in der 115 PS-Variante drin. Die haben wir während einer ersten Ausfahrt zwar nicht auf das Komma genau erreicht, aber dafür auch nicht auf Performance verzichten müssen. Interessant und reizvoll, der 1.0 Turbo mit 90 PS kostet den Kunden lediglich 30,- Euro Steuer pro Jahr.

Ebenfalls neu im Portfolio ist der 1.4 Turbobenziner. Das Vierzylinder-Aggregat stellt mit 200 Newtonmeter zwischen 1.850 und 3.500 Touren das drehmomentstärkste Pferd im Stall dar und kommt zudem auf 74 kW / 100 PS. Mögliche elf Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h stehen hier möglichen 5,1 Litern im kombinierten Zyklus gegenüber.

Doch auch getriebeseitig hat der Corsa neues im Gepäck. Angefangen beim exakten Sechsgang-Schaltgetriebe, das in den 1.0 Turbobenzinern zum Einsatz kommt, bis hin zu der sechsstufigen Wandler-Automatik und dem für 575,- Euro erhältlichenautomatisierten Fünfgang-Schaltgetriebe Easytronic 3.0, die allerdings beide vorerst nur für den 90 PS starken 1,4 Liter Benziner verfügbar sind. Die Easytronic soll hier den Verbrauch um bis zu 0,3 Liter auf 4,7 Liter im Schnitt senken, was einem CO2-Ausstoß von 110 g/km entspricht.

Für 700,- Euro Aufpreis ist die fünfte Generation mit der Opel-Frontkamera ausgestattet, die wiederum einen Verkehrsschild-, Fernlicht- und Spurhalteassistent wie auch eine Abstandsanzeige und den Frontkollisionswarner umfasst.

Der Toter-Winkel-Warner ist dagegen Teil des 580,- Euro teuren automatischen Parkassistenten. Hiermit erkennt der Corsa erstmals passende Längs- und Querparklücken und lenkt zudem das Fahrzeug selbstständig in diese hinein. Und so muss der Fahrer nur noch Gas und Bremse betätigen.

Die neue, beheizbare ThermaTec Windschutzscheibe stellt nicht nur ein Komfort- sondern auch ein Sicherheitsfeature dar, ebenso die Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht und LED-Tagfahrlicht.

Ganz unabhängig von der Ausstattung sind im Opel Corsa stets serienmäßig Frontairbags, Seitenairbags sowie Kopfairbags vorne und hinten sowie ein Geschwindigkeitsbegrenzer, ein Berg-Anfahr-Assistent und das Reifendruck-Kontrollsystem an Bord.

Wenn auch erst ab Januar im Handel, kann der Corsa schon jetzt bestellt werden. Die Preise reichen je nach Karosserievariante, Motorisierung und Ausstattung von 11.980,- bis 19.390,- Euro.

Die Einstiegsvariante Selection ist zwar mit elektrischen Fensterhebern vorn, dem City-Modus und einer Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung ausgestattet, eine Klimaanlage sowie das CD-Radio inklusive Freisprecheinrichtung, der Bordcomputer und das Komfortlenkrad sind aber erst in der nächsthöheren „Edition“ serienmäßig zu haben.

Die Color Edition wie auch der Innovation bauen auf dieser umfangreichen Ausstattung auf und heben sich durch einzelne zusätzliche sowie mögliche Extras weiter ab.

Stand: November 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

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