// / Opel Adam Rocks – Kleiner Fels in der Brandung.

Autohersteller

Opel Adam Rocks – Kleiner Fels in der Brandung.

Zweifelsohne ein beliebter Trend, dem der Ableger „Adam Rocks“ folgt. Während der „zivile“ Bruder der Adam-Modellreihe größtenteils Frauenherzen erobert, präsentiert sich das Crossover-Modell weniger feminin sondern raubeiniger und rockiger. Ob diese Variante letztlich mehr männliche Kunden anspricht, bleibt noch abzuwarten. Unbestritten allerdings ist die gelungene Verbindung zwischen dem Style und der vielfältigen Persönlichkeit des klassischen Adam mit der Abenteuerlust und dem einzigartigen Open-Air-Feeling des Adam Rocks, der mit 17 Außenfarben, 6 Dachfarben, 22 Dekorvarianten für Innen, 9 verschiedenfarbigen Kühlergrill-Spangen, diversen Außenspiegelgehäusen und speziellen Radzierclips einen noch größeren Umfang an Individualisierungsmöglichkeiten bietet. Mit dem Adam Rocks führt Opel außerdem den neuen 1.0 ECOTEC Direct Injection Turbo Dreizylinder wie auch ein neu entwickeltes 6-Gang-Schaltgetriebe ein.

Die um 1,5 Zentimeter aufgebockte Karosserie, versehen mit einem angedeuteten Unterfahrschutz sowie farblich abgesetzten, robusten Stoßfängern und Seitenschwellern verleihen dem Adam diesen gewissen Offroad-Charme. Ein Konzept, das beim Kunden ankommt, wie bereits einige Wettwerber schon aufgezeigt haben.

Doch die Rüsselsheimer bieten mit dem Adam Rocks noch mehr und hüllen diesen nicht nur aufWunsch in einen exklusiven Diamond Yellow Lack und stellen auch den Zierclips ein erweitertes Farbspektrum sowie das „Wild“-Design zur Wahl, sie verpassen dem Fahrzeug serienmäßig auch ein Swing Top Stoff-Faltdach – unser persönliches Highlight und schlagendes Argument am bzw. für den Adam Rocks. Mit nur einem Tastendruck lässt sich in fünf Sekunden das Verdeck bis Tempo 200 öffnen und bis zu 140 km/h genauso schnell wieder schließen.

In den Farben Schwarz und Dunkelbraun erhältlich, sorgen die drei Lagen für eine vorbildliche Geräuschdämmung und lassen sich mit verschiedenen Dachlackierungen kombinieren. Das Stofffaltdach ist (vorerst) dem Rocks vorbehalten, wie auch die exklusiv für die Crossover-Variante geschaffenen zwei neuen Innenraumthemen.

Zierelemente und Dekore in einem sogenannten „Surf“-Muster oder „Coffee Bean“-Design treffen entsprechend auf erdnussfarbene Stoff/Morrocana-Bezüge und ein passend dazu farblich ausgerichtetes Interieur bzw. dunkelbraune Sitze mit blauen Ziernähten und einem schwarz gehaltenen Innenraumambiente.

Wem das jedoch nicht zusagen sollte, der braucht sich keine Sorgen machen, dem stehen noch zwanzig weitere Farb-/Design-Konzepte zur Auswahl. Eine hohe Materialanmutung zeichnen dabei alle Varianten aus und sind für ein Fahrzeug im A-Segment ebenso beeindruckend wie der Umfang an serienmäßigen Features und möglichen Extras.

Sostehen dem Kunden beispielsweise eine Lenkradheizung, ein Infinity Sound System oder das vorbildhafte IntelliLink-Infotainment-System gegen Aufpreis zur Wahl.

Letzteres vernetzt für lediglich 300,- Euro das Smartphone mit Ihrem Adam, kompatibel ist das System mit Android-Geräten sowie Apple iOS, wobei letztere sogar die Siri Eyes Free-Sprachsteuerung nutzen und eingehende SMS-Kurznachrichten vorlesen können. Des weiteren kann der Fahrer Textnachrichten und E-Mails diktieren oder weitere Funktionen per Sprache anwählen.

Mittels sieben Zoll großem Farb-Touchscreen gelingt die Bedienführung aber auch ohne Sprachsteuerung intuitiv und mühelos.

Der Zugriff auf das Podcast-Internetradio Stitcher, die Radio-App Tune-In oder die persönliche Mediathek bieten zum einen eine enorme Musikvielfalt und für einen geringen Aufpreis legt Ihnen die Navigations-App „BringGo“ außerdem die ganze Welt zu Füßen. Dank der optimalen Vernetzung kann der Fahrer nicht nur während der Fahrt mit dem Adam die Navigation nutzen oder beispielsweise auf Restaurant- oder Hotelvorschläge zugreifen, auch nach Verlassen des Fahrzeuges kann die App genutzt werden.

Ob nun als Lifestyle-Adam oder raubeinigen Rocks, die beengten Raumverhältnisse sowohl im Fond als auch im Kofferraum haben alle stets gemeinsam. Das um 15 Millimeter erhöhte Fahrwerk hebt allerdings die ohnehin hohe Ladekante nochmalsan.

Entsprechend der Höherlegung wurden Modifizierungen im Detail vorgenommen. Das knackig straff abgestimmte Fahrwerk des Adam, soll im „Rocks“ laut Hersteller weicher abgestimmt sein. Von dieser Auslegung war allerdings nicht viel zu spüren, die Gegebenheiten unserer Teststrecke waren einfach zu schlecht und so schlugen Straßenschäden auch teils hart durch. Die auf unserem Testwagen montierten optionalen 18-Zöller tragen verständlicherweise ihren Teil dazu bei.

Was wiederum das agile Handling anbelangt können wir auch beim raubeinigen Adam Rocks nicht meckern, das Zusammenspiel mit der knackig straffen Lenkung ermöglicht gleichermaßen enorm hohen Kurvenfahrspaß.

Sportlich ist er also, doch als geländegängig erweist sich auch die Crossover-Variante des Adam nicht, da hierzu einfach der notwendige Allradantrieb fehlt. Ein Berg-Anfahrassistent, die Kurvenbremskontrolle und ein Bremsassistent sind wiederum immer an Bord.

Zwar geeignet für Feldwege, jedoch gemacht für die Stadt, sind es also eher die Bordsteine, die wir mit dem Adam Rocks erklimmen, statt uns über Stock und Stein durch die Wälder zu kämpfen.

Alles andere als ein Kampf wird das Manövrieren in enge Parklücken. Nicht nur, dass die serienmäßige elektrische Servolenkung dank City-Modus per Tastendruck unglaublich leichtgängig wird, wenn gewünscht, erkennt der automatische Parkassistent passendeLücken und bugsiert das Fahrzeug nahezu selbstständig in die Parklücke, der Fahrer übernimmt nur noch das Gasgeben und Bremsen. Die zweite Generation des Parkassistenten ist stets an den Toter-Winkel-Warner gekoppelt und im Paket für 580,- Euro erhältlich.

In den vergangenen Monaten haben wir bereits über zahlreiche Motoren- und Getriebe-Neuerungen aus dem Hause Opel berichtet, mit dem Adam Rocks führen die Rüsselsheimer sogleich zwei weitere Premieren ein.

Und so wird das Motorenportfolio des „Rocks“ bestehend aus Vierzylinder-Saugmotoren, um das neue 1.0-Liter-Turbotriebwerk ergänzt, im Gegensatz zu den 1,2 und 1,4 Liter Benzinern, die sich mit fünf Gängen begnügen müssen, ist dieses an das neu entwickelte Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt.

Angenehm exakt und auf noch kürzeren Wegen geführt ist der Handschalter harmonisch auf den vollständig aus Aluminium gefertigten Dreizylinder abgestimmt, der in den Leistungsstufen 66 kW/90 PS oder 85 kW/115 PS zu haben ist.

Und das Gesamtpaket kann auf Anhieb überzeugen. Eine Aussage, die wir zumindest für die stärkere Variante treffen können, denn die konnten wir bei einer ersten Testfahrt erleben.

Bereits bei 1.800 Touren liegt das maximale Drehmoment von 170 Newtonmeter an und so spurtet die 115 PS-Variante in noch spritziger gefühlten 9,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Zudem sind 196 km/h maximaleHöchstgeschwindigkeit drin, was sich für einen Kleinwagen absolut sehen lassen kann.

Regelrecht überraschend ist dabei, wie kultiviert der Dreizylinder ans Werk geht, wenn gefordert wird das Motorenbrummen zwar kerniger, aber auch hier bleibt der Sound unaufdringlich und weitaus ruhiger als bei manch anderem Dreizylinder-Derivat.

Unter bestmöglichen Voraussetzungen strömen laut Hersteller 5,1 Liter Kraftstoff durch die Spritleitungen, der CO2-Ausstoß beläuft sich in diesem Fall auf 119 g/km Kohlendioxid. Das neue Dreizylinder-Aggregat erfüllt somit bereits die Abgasnorm Euro 6.

Natürlich hat der Adam Rocks gerade mit dem exklusiven Stofffaltdach sowie den robusten Beplankungen einen attraktiven Mehrwert gegenüber dem zivilen Adam, doch ob dies den deutlich höheren Einstiegspreis von 15.990,- Euro rechtfertigt, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

Fest steht, für die neueste Motorentechnologie von Opel, den zweifelsohne empfehlenswerten 1.0 ECOTEC Direct Injection Turbo ecoFLEX (85kW) müssen Sie sogleich mindestens 18.790,- Euro hinblättern.

Das Ende der Fahnenstange ist aber auch dann noch längst nicht erreicht, denn dass Individualität ihren Preis hat, zeigt ein genauer Blick in die Preisliste auf.

Wenn auch stets mit einer Klimaanlage, einem Geschwindigkeitsregler, dem CD-Radio oder einem Lederlenkrad versehen, gibt es das Multimediasystem,die Assistenzsysteme, die Sitz- und Lenkradheizung … sowie weitere verlockende Features oder gar die zahlreichen Dekore nicht für lau. Wenn auch allesamt zu fairen Preisen angeboten, treiben sie den Preis in die Höhe.

Stand: Oktober 2014; Test und Fotos: Redaktionsbüro Lind

Werbung: Automarkt auto24.de

Diesen Artikel weiterempfehlen:

ähnliche Beiträge

Kommentare

Keine Kommentare for “Opel Adam Rocks – Kleiner Fels in der Brandung.”

Kommentar schreiben

XHTML: Folgende HTML-Elemente sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Archive

banner